Rastlos & Innere Unruhe - Angst im eigenen Heim

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Nilo
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Rastlos & Innere Unruhe - Angst im eigenen Heim

Beitrag von Nilo » 06:06:2019 8:41

Hallo Zusammen,

ich glaube ich fange einfach mal an. Anfang März 2019 kam meine zweite Tochter zur Welt. Ich wurde nach nur zwei Wochen schwanger. Die Schwangerschaft verlief zum Teil OK. Hatte viel mit Eisenmangel und Kreislaufproblemen zu kämpfen. Ich hatte mit dem Rauchen aufgehört, wodurch sich das alles insbesondere mit dem Kreislauf und Migräne Anfällen verschlimmerte. Also fing ich in Maassen wieder an zu Rauchen. Natürlich in Absprache mit meiner Gyn. Allerdings verfolgte mich der Gedanke sehr stark, wodurch ich mir ua einen Stressfaktor erschuf.

Die Geburt war an Sich unproblematisch, jedoch eine beinahe Sturzgeburt. Also genauso wie die Empfängnis kaum zu verarbeiten.

Ich war quasi von Geburt meiner Tochter an wie in Trance. Irgendwann verlor ich meinen Appetit und bekam nachts im Schlaf Panikattacken. irgendwann verlor ich komplett den Schlaf, weil mein Hirn permanent ratterte und Tausende Gedanken in meinem Kopf umher Strömten. Ich konnte dann nicht mehr die Nähe meiner Tochter ertragen und konnte nicht mehr weiter Stillen.

Letztendlich brach ich körperlich und Geistig zusammen und wollte mich einweisen lassen. Bei der psychiatrischen Ambulanz bekam ich zunächst Schlaftabletten, die nicht wirkten. Dann AD mit Schlafmedikation, was auch nicht wirkte. Also musste ich mir einen Weg aus dem Loch suchen. Meine Mutter blieb 3-4 Wochen bei uns und kümmerte sich um alles. Ich begann mit Johaniskraut und Meditaion und vielen vielen Gebeten. Nach und nach wurde es besser, nur diese innere Unruhe und die Rastlosigkeit waren ein Problem. Einige Wochen hetzte ich mich morgens, um einfach nur das Haus zu verlassen. Bis Abends war ich unterwegs weil ich zu Hause nicht sein wolllte. Mein Mann musste Arbeiten und meine Mama wieder zurück nach Bremen.

Ich habe viel Alternative Heilmethoden ausprobiert, weil ich einfach zuviel Angst vor AD hatten und davor komplett zu verstumpfen. Ich wollte nicht, dass meine 5 Jährige etwas merkt. Und das hab ich geschafft.

Heute nach 3 Monaten, kämpfe ich insbesondere bei meiner Periode und dem Eisprung stark mit meiner Gefühlswelt und der Inneren Unruhe. Ich war 3 Monate lang nicht einen Tag am stück zu Hause.

Beim Gyn und Hausarzt wurden Schilddrüse und Blut untersucht. Alles unauffällig. Ich hab meine Ernährung angepasst und fange den Tag mit Zitronenwasser und Bananen an. Dann Wallnüsse und Zartbitterschokolade. Seratonin Werte auf Fordermann bringen.

Mit dem Hausarzt haben wir nun die vermutung, dass es bei mir Sehr stark an den Hormonen hängt. Und daher wurde mir die Pille empfohlen. Nächste Woche hab ich einen Termin beim Gyn. Ich hoffe, dass es danach besser wird. Ich will wieder zu Hause sein können ohne diese innere Unruhe und alles andere.

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Kikke
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Re: Rastlos & Innere Unruhe - Angst im eigenen Heim

Beitrag von Kikke » 06:06:2019 13:17

Hi,

Es tut mir sehr leid, dass es dir aktuell so schlecht geht. Diese Unruhe ist furchtbar. Ich fühle mit dir. Aber: sie geht vorbei.

Du hast ja schon viel in Angriff genommen. Das ist super. Vlt ist es nochmal eine Überlegung wert, ein AD zu nehmen. Die Kombination aus ad und Therapie ist aus meiner Erfahrung am effektivsten. Was spricht denn dagegen? Du schreibst ja, du hast Angst vor Medikamenten. Kannst du sagen, warum ?

Ja die Hormone tun ihr übrigens.

Das ist den Rauchen habe ich nicht ganz verstanden.

Alles Liebe.
November 2017: Schwere depressive Episode nach Geburt meines Sohnes.
Januar 2018: Zweimonatiger Aufenthalt in Psychiatrie ohne meinen Sohn (Medikament: zu Beginn Tavor, AD 60 mg Cymbalta).
Im Anschluss Beginn einer Verhaltens- und Schematherapie.
August 2018: 30 mg Cymbalta
September 2018: Cymbalta abgesetzt
Februar 2019: Letzte Sitzung bei meiner Therapeutin.
Aktuell: Der normale Mutterwahnsinn.

Nilo
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Re: Rastlos & Innere Unruhe - Angst im eigenen Heim

Beitrag von Nilo » 06:06:2019 13:38

Hallo Kikke,

lieben Dank für die Mitfühlenden Worte. Ich muss sagen, dass ich noch weitaus mehr tuhe dagegen. Ich habe einfach Angst vor den AD‘s weil ich nicht genau weiss, welche. Effekt das ganze haben würde auf mich. Ich möchte nicht wie ein Zombie rumlaufen. Und für mich selber war die Pflanzliche Alternative ansprechender. Wie gesagt ich hab noch eine 5 Jährige und wollte nicht, dass sie etwas merkt. Daher sind wir immer Unterwegs und machen etwas, was ihr gefällt.

Ich gehe zudem zur Verhaltenstherapie gegen meine Ängste und Reiki und Entspannungsübungen. Vielleicht ist es auch nur mangelnde Infos zu den AD.

Zum Rauchen, ich hatte sehr starke Entzugserscheinungen, die mich körperlich sehr sehr fertig gemacht haben. Die Gyn hat dann im Anschluss eher beführwortet, als verbieten. Ich habe zwar nicht viel geraucht, also bei 5-6 am tag, aber das sxhlechte gewissen dem baby zu schaden hatte mich gestresst

Sanna
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Re: Rastlos & Innere Unruhe - Angst im eigenen Heim

Beitrag von Sanna » 06:06:2019 15:39

Hallo!

Diese Unruhe war auch lange mein Begleiter. Das macht einen fast wahnsinnig, wenn man nicht mal fünf Minuten still sitzen kann, oder?!

Auch ich kann dir versichern: das geht vorbei. Es ist ein Symptom deiner Erkrankung und wird besser werden. Bei mir war es allerdings das letzte Symptom, das verschwunden ist. :(

Besser geworden ist meine PPD vor allem mit Medikamenten. Ich glaube wirklich, dass du ein falsches Bild von Antidepressiva hast. Die ersten Wochen können hart sein, wenn man mit Nebenwirkungen zu kämpfen hat, danach allerdings geht es langsam aber sicher bergauf. Im Übrigen müssen Nebenwirkungen auch gar nicht so massiv auftreten. Ich hatte keine großen Probleme damit. Und ich bin auch NIE wie ein Zombie rumgelaufen. Im Gegenteil, ich war eher ohne AD nicht ich selbst. Mit Medikation hatte ich endlich die Basis wieder zu mir zu finden. Ich nehme heute noch eine Erhaltungsdosis meines ADs und würde auch nicht auf die Idee kommen, daran zu schrauben. Also, von meiner Seite ein Plädoyer für die Einnahme eines Medis, wenn die Ärzte zustimmen. Denn nur dann ist es auch sinnvoll. Wir sind hier keine Ärzte, sondern berichten nur über unsere Erfahrungen.
Johanniskraut ist zwar pflanzlich, aber greift auch in den Gehirnstoffwechsel ein. Das mal nur als Info.

Es ist übrigens nicht gesund jeden Tag außer Haus zu verbringen. Jeder braucht mal eine Möglichkeit zur Ruhe zu kommen. Du und auch deine Kinder, auch wenn es auf den ersten Blick Spaß macht immer was zu unternehmen. Das scheint mir bei dir aber schon in Richtung Flucht zu gehen, damit du nicht zuhause sein musst. Das solltest du unbedingt mal in der Therapie erarbeiten.

Ansonsten wünsche ich dir, dass es weiter aufwärts geht und du bald mal wieder in Ruhe auf dem Sofa einen Tee trinken kannst.

Liebe Grüße, Sanna
schwere PPD 2012, heute komplett symptomfrei

November17
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Re: Rastlos & Innere Unruhe - Angst im eigenen Heim

Beitrag von November17 » 06:06:2019 16:58

Hi Nilo,

wovor hast du denn Angst? Kannst du das definieren?

Auch ich war fast keinen Tag am Stück alleine zu Hause mit Kind seit dem Ausbruch. Ich schaue auch immer unterwegs zu sein, Besuch zu haben oder bei meinen Eltern zu sein.

Diese Unruhe kenne ich zu gut. Auch ich komme einfach nicht zur Ruhe...flüchte vor den Ängsten/Gedanken anscheinend.

Nilo
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Re: Rastlos & Innere Unruhe - Angst im eigenen Heim

Beitrag von Nilo » 06:06:2019 18:46

Sanna hat geschrieben:
06:06:2019 15:39
Hallo!

Diese Unruhe war auch lange mein Begleiter. Das macht einen fast wahnsinnig, wenn man nicht mal fünf Minuten still sitzen kann, oder?!

Auch ich kann dir versichern: das geht vorbei. Es ist ein Symptom deiner Erkrankung und wird besser werden. Bei mir war es allerdings das letzte Symptom, das verschwunden ist. :(

Besser geworden ist meine PPD vor allem mit Medikamenten. Ich glaube wirklich, dass du ein falsches Bild von Antidepressiva hast. Die ersten Wochen können hart sein, wenn man mit Nebenwirkungen zu kämpfen hat, danach allerdings geht es langsam aber sicher bergauf. Im Übrigen müssen Nebenwirkungen auch gar nicht so massiv auftreten. Ich hatte keine großen Probleme damit. Und ich bin auch NIE wie ein Zombie rumgelaufen. Im Gegenteil, ich war eher ohne AD nicht ich selbst. Mit Medikation hatte ich endlich die Basis wieder zu mir zu finden. Ich nehme heute noch eine Erhaltungsdosis meines ADs und würde auch nicht auf die Idee kommen, daran zu schrauben. Also, von meiner Seite ein Plädoyer für die Einnahme eines Medis, wenn die Ärzte zustimmen. Denn nur dann ist es auch sinnvoll. Wir sind hier keine Ärzte, sondern berichten nur über unsere Erfahrungen.
Johanniskraut ist zwar pflanzlich, aber greift auch in den Gehirnstoffwechsel ein. Das mal nur als Info.

Es ist übrigens nicht gesund jeden Tag außer Haus zu verbringen. Jeder braucht mal eine Möglichkeit zur Ruhe zu kommen. Du und auch deine Kinder, auch wenn es auf den ersten Blick Spaß macht immer was zu unternehmen. Das scheint mir bei dir aber schon in Richtung Flucht zu gehen, damit du nicht zuhause sein musst. Das solltest du unbedingt mal in der Therapie erarbeiten.

Ansonsten wünsche ich dir, dass es weiter aufwärts geht und du bald mal wieder in Ruhe auf dem Sofa einen Tee trinken kannst.

Liebe Grüße, Sanna

Wie lange hat es bei dir in etwa gedauert bis es komplett weg war. Also mir und den Kids tut das an sich sehe gut. Die kleine Maus schläft tief und erholt sich quasi und sie große hat immer viel soaß. meistens sind wir auf dem spielplatz mit ihren freundinnen und den mamis. und da bin ich auch immer offen und spreche über meine tagesverfassung.

bei mir es quasi auch das letzte symptom, woran ich knabbere. Diese innere Unruhe zu hause. Wovor ich da konkret angst hab weiss ich auch nicht. war vorher recht strukturiert und konnte alles mega gut managen. Kind, fulltime job, haushalt usw. und jetzt gar nix. hab letzte woche buttergemüse anbrennen lassen. und das obwohl ich echt gut kochen und backen kann. ich denke ich hab davor angst. aber dem will ich mir stellen. so bin ich generell mit all meinen alltagsängsten umgegangen. ich hab mich denen gestellt und hab routine gefunden.

Mit dem hausharzt hatte ich auch gesprochen da ich dachte, vielleicht doch AD. Aber sie meinte auch, erstmal mit johaniskraut weitermachen, da es bei mir besserungen gibt. Und jetzt die pille. bin gespannt was das für auswirkungen haben wird.

November17
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Re: Rastlos & Innere Unruhe - Angst im eigenen Heim

Beitrag von November17 » 06:06:2019 20:33

Ich habe ja Angst vor den ZG.

Aber egal ob mit oder ohne Kind. Daheim allein ist einfach wie ne Qual.

Ich nehme auch die Pille schon seit kurz nach der Geburt, kann aber dazu nichts sagen in Bwzug auf die Wirkung.

Ich versuche Bachblütentropfen zu nehmen. Das soll wohl auch harmonisierend wirken.

Nilo
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Re: Rastlos & Innere Unruhe - Angst im eigenen Heim

Beitrag von Nilo » 06:06:2019 23:33

November17 hat geschrieben:
06:06:2019 20:33
Ich habe ja Angst vor den ZG.

Aber egal ob mit oder ohne Kind. Daheim allein ist einfach wie ne Qual.

Ich nehme auch die Pille schon seit kurz nach der Geburt, kann aber dazu nichts sagen in Bwzug auf die Wirkung.

Ich versuche Bachblütentropfen zu nehmen. Das soll wohl auch harmonisierend wirken.
Ja ich habe aber schon von sehr vielen gehört, dass sie nicht zu hause bleiben können. Daher habe ich mir diesen Part bei der Therapie zum teil gespart. Ich brauche einfach bewegung an der frischen Luft. Die Panikattacken im Aldi oder sonst wo hab ich hinter mir gelassen. Hab es immer und immer wieder gemacht und mir dann die Angst selber genommen. Aber die größte Baustelle ist tatsächlich das eigene Heim.

Bachblüten hatte ich auch zu Anfang. Bin dann aber durch eine Hebamme bzw Babyblues Coach auf CBD Öl gestoßen. Das wird aus der Cannabis Pflanze gewonnen allerdings ohne das THC. Also auch legal käuflich. Das kann ich wirklich empfehlen. Man sollte nur darauf achten, dass es ein Öl mit vollem Spektrum ist. Auf Insta kann man sich bei CBD Ratgeber informieren welche der Öle qualitativ hochwertig ist und wo man es bestellen kann.

November17
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Re: Rastlos & Innere Unruhe - Angst im eigenen Heim

Beitrag von November17 » 06:06:2019 23:57

Draußen ist die Panik bei mir eher nicht vorhanden.

Wir wollen in der Therapie eigentlich die Ursache für das Unwohlsein beim alleine sein herausfinden. Damit ich zu Hause auch mal entspannen kann. Zur Ruhe komme.

Warum das alleine sein so unerträglich für mich ist. Ich weiß es nämlich nicht. Nachts mochte ich es nie, jetzt ist es aber auch tagsüber der Fall.

Oh auch ohne thc würde ich canabis vom bauchgefühl her irgendwie nicht nehmen können. Dabei habe ich Freunde, die den Tee trinken etc.
Welchen Effekt hat das Öl?

Nilo
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Re: Rastlos & Innere Unruhe - Angst im eigenen Heim

Beitrag von Nilo » 07:06:2019 6:29

November17 hat geschrieben:
06:06:2019 23:57
Draußen ist die Panik bei mir eher nicht vorhanden.

Wir wollen in der Therapie eigentlich die Ursache für das Unwohlsein beim alleine sein herausfinden. Damit ich zu Hause auch mal entspannen kann. Zur Ruhe komme.

Warum das alleine sein so unerträglich für mich ist. Ich weiß es nämlich nicht. Nachts mochte ich es nie, jetzt ist es aber auch tagsüber der Fall.

Oh auch ohne thc würde ich canabis vom bauchgefühl her irgendwie nicht nehmen können. Dabei habe ich Freunde, die den Tee trinken etc.
Welchen Effekt hat das Öl?
Die Panikattacken sind bei mir quasi schon weg. Hatte die letzte als ich das erste mal meine periode bekommen hab also Ende April. Habe nur noch diese innere Unruhe. Und als meinen Eisprung hatte vergangene Woche hatte ich verstärkte innere Unruhe und Heulattacken.

Das CBD Öl hat eine beruhigende Wirkung. Es wird bei der Behandlung vieler Krankheiten eingesetzt. Du schießt dich nicht weg und bist auch nicht High oder so. Abends wird man beruhigt und auch schön müde. Google mal danach und auch nach cannabiol. Wie gesagt mir wurde das von einer Hebamme empfohlen. Das wurde wohl auf einem Hebammen Symposium vorgestellt als alternative Behandlungsmethode gegen PPD und Babyblues.

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Kikke
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Re: Rastlos & Innere Unruhe - Angst im eigenen Heim

Beitrag von Kikke » 07:06:2019 6:39

Hi Niko,

Vlt ist es einen Versuch wert, das nicht zu Hause bleiben können in der der Therapie doch zu besprechen. Es gibt bei dieser Krankheit einfach bei jedem andere Gründe und Auslöser. Mir hat es geholfen zu verstehen, warum ich genau so reagiere, wie ich reagiert habe.
November 2017: Schwere depressive Episode nach Geburt meines Sohnes.
Januar 2018: Zweimonatiger Aufenthalt in Psychiatrie ohne meinen Sohn (Medikament: zu Beginn Tavor, AD 60 mg Cymbalta).
Im Anschluss Beginn einer Verhaltens- und Schematherapie.
August 2018: 30 mg Cymbalta
September 2018: Cymbalta abgesetzt
Februar 2019: Letzte Sitzung bei meiner Therapeutin.
Aktuell: Der normale Mutterwahnsinn.

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Re: Rastlos & Innere Unruhe - Angst im eigenen Heim

Beitrag von November17 » 07:06:2019 7:47

Ich glaube auch, es sei wichtig.

Bei mir kommt es ja aus der Kindheit schon mit dem ungern alleine sein Abends. Ich hatte immer Angst, es könnte etwas wie in den Horrorfilmen passieren. Eine Gestalt auftauchen etc. Habe schon früh Kontakt mit den Filmen gehabt, da ältere Schwestern.

Meine Therapeutin fragte mich, wo das erwachsenen-ich sei. Der ängstliche Part das Kind sei. Ein erwachsener nimmt das Kind an die Hand und zeigt ihm, dass keine Gefahr besteht. Ich bin ehrlich, ich habe meine Ängste als Kind nie preisgegeben aus Peinlichkeit.
Meine Eltern / Mutter hätten bestimmt nur mit "So ein Schwachsinn" reagiert. Nicht wie Eltern, die das Kind an die Hand nehmen.

Und diese Angst war nun mal da abends alleine. Wenn mein Mann weg war, hatte ich immer Licht im Flur und Wohnzimmer an solange ich dort saß. Schlafen ging nur mit TV.

Tja und irgendwann kam dann ein Gedanke. Irgendwann noch einer. Immer nur, wenn es dunkel und ich alleine war, aber nicht beim jeden Mal. Dann weitete es sich aus auf öffentlichen Toiletten, die ich auch nicht mag und dort mal ein Gedanke kam. Und nach der Geburt ging es los mit täglichen Gedanken, Grübelei, Ängste, Unruhe etc.

Und ich will das alles nicht mehr. Ich will einfach normal leben. Oder wie früher sein, als ich unbeschwert mit Kindern sein konnte. Freude verspürte. Alles für ihr Wohlbefinden getan habe egal ob es für mich Stress bedeutet hätte.

Und deswegen erhoffe ich mir aus der Therapie etwas mitnehmen zu können. Das Alleinsein überwinden zu können. Selbstvertrauen und mut zu schöpfen. Denn ich will, dass auch mein Kind mutig wird.

Jetzt habe ich schon Sorge, ob es bereits Einfluss auf ihn hat. Durch das viele unterwegs sein kann / will er sich kaum alleine beschäftigen. Sind wir alleine daheim und gehe ich auf Klo, großes Geschrei vor der Tür.

Von daher empfehle ich auch, sprich es an in der Therapie.

Meine Arbeitskollegin hat seit der Geburt einen total strukturierten Alltag. Verplant mit Sport, turnen, Bauernhof, putzen mit der Mutter, Chor etc. Es ist bestimmt nicht verkehrt raus zu gehen und man braucht es. Aber der Ausgleich für einen selber, die Ruhe sollte man lernen!

Was behandelt ihr denn derzeit in der Therapie?

Nilo
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Re: Rastlos & Innere Unruhe - Angst im eigenen Heim

Beitrag von Nilo » 07:06:2019 12:11

Da habt ihr wohl recht. Ich habe meinen Rythmus und meine Struktur zu Hause noch nicht finden können. Abends geht es ganz gut. Da ist mein Mann daheim und die Kids und wir teilen uns auf.

Ich glaube einfach, dass ich zu lange Einsam war. Bis zur Geburt der kleinen habe ich mich damit aber wohl gefühlt. ich immer sehr gerne alleine zu hause. Denke dass ist der Grund. Und jetzt will ich denke ich nicht mehr diese Einsamkeit und bin daher immer draussen.

Einige Ängste konnte ich mittels Reiki und Access Bars bereits identifizieren und habe sie auch gleich beseitigt kann man sagen. Also problematiken mit meinen Eltern zb. Habe ich angesprochen und klären können. In der Therapie haben wir diese Aspekte bespochen. Ansonsten arbeiten wir an der Bindung zu meiner Kleinen und analysieren noch ob es weitere verborgene Ängste gibt.

Nilo
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Re: Rastlos & Innere Unruhe - Angst im eigenen Heim

Beitrag von Nilo » 07:06:2019 12:11

Da habt ihr wohl recht. Ich habe meinen Rythmus und meine Struktur zu Hause noch nicht finden können. Abends geht es ganz gut. Da ist mein Mann daheim und die Kids und wir teilen uns auf.

Ich glaube einfach, dass ich zu lange Einsam war. Bis zur Geburt der kleinen habe ich mich damit aber wohl gefühlt. ich immer sehr gerne alleine zu hause. Denke dass ist der Grund. Und jetzt will ich denke ich nicht mehr diese Einsamkeit und bin daher immer draussen.

Einige Ängste konnte ich mittels Reiki und Access Bars bereits identifizieren und habe sie auch gleich beseitigt kann man sagen. Also problematiken mit meinen Eltern zb. Habe ich angesprochen und klären können. In der Therapie haben wir diese Aspekte bespochen. Ansonsten arbeiten wir an der Bindung zu meiner Kleinen und analysieren noch ob es weitere verborgene Ängste gibt.

Nilo
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Re: Rastlos & Innere Unruhe - Angst im eigenen Heim

Beitrag von Nilo » 13:06:2019 16:14

Hallo zusammen,

meine innere Unruhe ist teilweise noch vorhanden. Ich habe vir zwei Tagen meine Periode bekommen und auch mit der MiniPille angefangen. Ich hoffe, das es bei mir tatsächlich an hormonen liegt.

In der Therapie haben wir das angesprochen und wir vermuten folgendes:

Ich bin seit 10 Jahren verheiratet und bin von Bremen nach Aachen gezogen. 10 Jahre lang war ich sehr glücklich. Ich war sehr gerne und oft zu hause. Auch alleine. Habe nie wirklich viel unternommen, außer zu arbeiten und den allgemeinen Häuslichen verpflichtungen.

Ich habe mich selber quasi immer bei seite geschoben und war für meinen Mann und meine große Tochter da. Und jetzt will ich diese freiheit und kann sie nicht bekommen, da ich ein kleines Baby zu hause habe. Oder ich denke es.

Mein mann kommt super klar alleine mit den mädels. Aber dieser Freiheitsverlust, den ich mir einrede ist denke ich das Problem.

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