Reduzieren!?

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Jo**
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Reduzieren!?

Beitrag von Jo** » 08:06:2019 11:19

Hallo zusammen,

Ab wann habt ihr AD reduziert? Wie gut ging es euch u über welchen zeit?
Mich treibt auch in letzter Zeit die Frage an, an was ich merke dass es eventuell zu viel sein könnte. Ich nehme ja zwei AD, manchmal fühle ich mich dann doch recht müde, aber als beschwerdefrei würde ich mich immer noch nicht bezeichnen, bezüglich aller Symptomatik. Natürlich schon deutlich besser, aber manchmal weiß ich natürlich auch nicht ob das AD nicht die guten Empfindungen dämpft. Manchmal fühle ich mich etwas betäubt.
Liebe Grüße und Danke
1. Entbindung: 9/18, Diagnose PPD mit ZG,
Medi bis dato: Cita 40mg u Mirta 15mg

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Kikke
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Re: Reduzieren!?

Beitrag von Kikke » 08:06:2019 12:25

Hi,

Ich habe mich da total auf mein Gefühl verlassen. Irgendwann wollte ich es einfach nicht mehr nehmen. Dann habe ich in Absprache mit meiner Therapeutin er halbiert und nach zwei Wochen komplett abgesetzt. Das Ganze habe ich schon 8 Monate nach Beginn gemacht. Ich dachte erst, dass ich das ad auf einen Fall über den Winter mindestens ein Jahr, wenn nicht länger, nehmen will. Dann hat sich aber eine innere Stimme gemeldet, dass es ohne geht.

Man darf nie vergessen, dass man ein oder mehrere Kinder zu Hause hat. Da ist man auch ohne Depression oder Medikament um 8 Uhr fix und fertig. So geht es mir zumindest. Aber ich merke, dass es Lichtjahre von der Erschöpfung in der Depression entfernt ist. Solche Gedanken haben mir beim Absetzen geholfen.

Was möchtest du denn ausprobieren?
Viel Erfolg.
November 2017: Schwere depressive Episode nach Geburt meines Sohnes.
Januar 2018: Zweimonatiger Aufenthalt in Psychiatrie ohne meinen Sohn (Medikament: zu Beginn Tavor, AD 60 mg Cymbalta).
Im Anschluss Beginn einer Verhaltens- und Schematherapie.
August 2018: 30 mg Cymbalta
September 2018: Cymbalta abgesetzt
Februar 2019: Letzte Sitzung bei meiner Therapeutin.
Aktuell: Der normale Mutterwahnsinn.

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Kikke
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Re: Reduzieren!?

Beitrag von Kikke » 08:06:2019 12:26

Wenn du was versuchst, bitte immer in Absprache mit deinem behandelnden Arzt.
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Jo**
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Re: Reduzieren!?

Beitrag von Jo** » 09:06:2019 16:21

danke schön für deinen lieben Beitrag! Ich würde ausschließlich mit Arzt reduzieren, ich bin mir aber noch nicht so sicher! Weiß jemand aus Erfahrung ob es auch Glücksgefühle dämpft. Ich fühle mich ständig neutral, kann also auch nicht besonders viel Freude, Liebe oder sonstige Emotionen empfinden. Kann das jemand bestätigen?

Kannst du dich noch ungefähr erinnern, wie es dir damals gegangen ist als du bereit warst abzusetzen? Hast du eigentlich so etwas wie Meditation auch versucht in dieser Zeit. Hattest du Zwänge oder ähnliches? Sorry für die vielen Fragen aber ich denke das wäre mir sehr hilfreich. :roll:
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Re: Reduzieren!?

Beitrag von Kikke » 09:06:2019 19:59

Hm. Ich glaube, ich war angriffslustig (blöde Krankheit, dir zeig ich es jetzt) und genervt von den Nebenwirkungen. Beim Gedanken ans Absetzen habe ich keine Angst empfunden. Ich war aber auch unsicher: gibt es Absetzreaktionen? ist es zu früh? Ich war mir aber irgendwie sicher, dass ich es ohne schaffe.

ZG standen bei mir nicht im Vordergrund. Ich hatte eine schwere Depression mit psychotischen Anteilen. Wenn ich mir heute so einen Selbsttest ansehen, ob man an einer Depression leidet, habe ich alle bis auf einen erfüllt. Daher hat es alles andere überlagert und ZG waren "mit dabei"
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Re: Reduzieren!?

Beitrag von Jo** » 10:06:2019 6:42

Weißt du noch welche Nebenwirkungen du hattest? Hast du dich manchmal auch zu gedeckelt gefühlt?hattest du noch depressive Verstimmungen beim Absetzen?
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Re: Reduzieren!?

Beitrag von Kikke » 10:06:2019 13:42

Meine Nebenwirkungen waren extremes Schwitzen und Mundtrockenheit. Es war im ersten Lebensjahr meines Sohnes generell schwer für mich, Gefühle wahrzunehmen. Daher kann ich nicht sagen, ob es am AD lag.

Ich hatte in den ersten Tagen komplett ohne AD Kopfschmerzen und war etwas nervös. Aber überhaupt nicht schlimm. Es war eher eine Spannung: was passiert jetzt wohl. Es ist aber nichts passiert.
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