Aktueller Stand

Austausch von Erfahrungen mit Therapieformen, Infos, Tipps

Moderator: Moderatoren

Antworten
Celeste
power user
Beiträge: 210
Registriert: 11:10:2019 10:14

Aktueller Stand

Beitrag von Celeste » 23:03:2020 12:22

Hallo ihr Lieben,

einige haben ja den Stand meiner Therapie vielleicht schon gelesen.
Der aktuelle Stand der Dinge ist, dass ich auf Anraten meines Therapeuten, mein NL abgesetzt habe. Die niedrigste Dosis von 2,5 hatte ich ja sowieso schon seit Wochen halbiert. Nun lasse ich seit 2 Tagen das NL ganz weg. Mir hat es irgendwie überhaupt nicht geholfen. Das einzige was ich gemerkt hatte war, dass ich gegen die Wand gedacht habe. Meine Gedanken waren wie blockiert. Soll ja Sinn und Zweck sein, aber mir hat das oft Angst gemacht.

Momentan ist noch alles so wie immer: Nicht besser und nicht schlechter. An der AD Medikation werde ich nichts ändern. Es sind und bleiben die 40mg Citalopram.

Mein Morgentief ist nach wie vor schlimm. Ich wache verzweifelt und ängstlich immer um 5:30 Uhr auf und an Schlaf ist dann nicht mehr zu denken.

Was mich auch belastet ist, dass ich momentan durch meinen Eisenmangel sehr müde bin und erkältet bin ich auch. Mich versetzt dann dieser schwache körperliche Zustand immer in totale Panik. Kennt ihr das auch?

Über Feedback würde ich mich sehr freuen.

P.S Morgen sind es 7 Monate PPD ... ☹️
1. Kind ( 2008 ) ohne PPD
2. Kind ( 2011 ) ohne PPD
3. Kind ( 2019 ) schwere PPD mit Angsterkrankung

Momentan Citalopram 40mg, bei Bedarf Promethazin, Agnuscaston

März 20: Olanzapin abgesetzt

Benutzeravatar
Kikke
power user
Beiträge: 518
Registriert: 03:04:2019 19:02

Re: Aktueller Stand

Beitrag von Kikke » 23:03:2020 13:58

Hallo meine Liebe,
Vielen Dank für den zwischenstand. Nicht besser und nicht schlechter ist doch was Gutes. Mir hat der Gedanke geholfen, dass ich meine Gefühle nicht immer bewerten muss. Niemand hat immer nur tollett oder gute Tage. Schlechte Tage gehören auch dazu. Die Bewertung ist das, was ist schlimm macht.

vielleicht versuchst du dein morgentief auch einfach mal nicht zu bewerten. Die Angst am Morgen ist blöd, du weißt aber dass sie verfliegt. Akzeptiere sie als begleiterscheinung und lass sie dadurch los.
du kannst auch was positives daran erkennen: ich wache um 5 Uhr auf, weil mein Sohn dann wach ist. Er hat nie viel geschlafen. Du kannst von alleine aufwachen Punkt auch wenn das Aufwachen mit Angst behaftet ist. Ich musste immer sofort von 0 auf 100 bereitstehen. Vor meinem Sohn aufwachen kenne ich nicht.
November 2017: Schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen

Aktuell: Der normale Mutterwahnsinn

Benutzeravatar
Kikke
power user
Beiträge: 518
Registriert: 03:04:2019 19:02

Re: Aktueller Stand

Beitrag von Kikke » 23:03:2020 14:00

hast du schonmal Yoga direkt am Morgen oder eine andere Art der Meditation versucht? Ich weiß, das ist eine große Überwindung ist, aber wenn man es in seinen Alltag ein Wort, kann es sehr gut helfen.
Mir hilft immer, so doof wie das klingt, aufräumen.
November 2017: Schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen

Aktuell: Der normale Mutterwahnsinn

Celeste
power user
Beiträge: 210
Registriert: 11:10:2019 10:14

Re: Aktueller Stand

Beitrag von Celeste » 23:03:2020 18:52

Hallo liebe Kikke,
vielen Dank für deine Antwort.

Gefühle nicht zu bewerten ist in der Tat sehr schwierig. Gibt es Übungen, die man dazu machen kann?

Ich wache morgens einfach auch und es ist einfach alles schlimm. Wie lange ging denn dein Morgentief?
1. Kind ( 2008 ) ohne PPD
2. Kind ( 2011 ) ohne PPD
3. Kind ( 2019 ) schwere PPD mit Angsterkrankung

Momentan Citalopram 40mg, bei Bedarf Promethazin, Agnuscaston

März 20: Olanzapin abgesetzt

Celeste
power user
Beiträge: 210
Registriert: 11:10:2019 10:14

Re: Aktueller Stand

Beitrag von Celeste » 23:03:2020 19:11

Was ich euch auch noch fragen wollte: Kennt jemand von euch das Gefühl, als ob kaltes Blut durch die Adern fließt? Das habe ich jetzt auch schon sehr lange und kann das gar nicht wirklich zuordnen.
1. Kind ( 2008 ) ohne PPD
2. Kind ( 2011 ) ohne PPD
3. Kind ( 2019 ) schwere PPD mit Angsterkrankung

Momentan Citalopram 40mg, bei Bedarf Promethazin, Agnuscaston

März 20: Olanzapin abgesetzt

Benutzeravatar
Kikke
power user
Beiträge: 518
Registriert: 03:04:2019 19:02

Re: Aktueller Stand

Beitrag von Kikke » 24:03:2020 7:25

mir hat am Anfang geholfen, die Gefühle zu akzeptieren. Dazu habe ich gerne auf meine Brust gelegt, mich etwas hin und her gewiegt und mir dann gesagt: es ist völlig in Ordnung, dass du so fühlst. Es geht auch wieder vorbei.
Das habe ich dann immer wiederholt.

spontan fällt mir noch die Möglichkeit der Realitätsprüfung ein: dabei fällt man Dinge auf, die man wirklich sieht. Ich habe mir immer vorgenommen, fünf Dinge aufzuzählen und mir genauer anzusehen.
Langfristig hat mir Yoga sehr gut geholfen. Hier lernt man, die Gefühle ziehen zu lassen und sie eben nicht zu bewerten. Man lernt sich von außen zu betrachten und somit auch seine Gefühle.
November 2017: Schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen

Aktuell: Der normale Mutterwahnsinn

Chrissiym
Beiträge: 11
Registriert: 25:03:2020 17:40

Re: Aktueller Stand

Beitrag von Chrissiym » 28:03:2020 11:26

Hi mir geht es morgens auch so.... Ich verkrampft dann total Hände und Füße halt... Und denke nur noch wie kann ich es beenden... Fühle mit dir

Antworten