Panik

Austausch persönlicher Erfahrung mit der Depression/Psychose vor und nach der Geburt

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Veranien
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Panik

Beitrag von Veranien » 27:06:2020 20:51

Hallo zusammen,

ich bin neu hier.
Ich hatte vor zwei Jahren einen Burnout und jetzt nach der Geburt meiner Tochter Depressionen.
Vielleicht waren es auch schon damals Depressionen nach der Geburt von meinem Sohn. Mein Sohn war damals schon 1,5 Jahre. Nehme seitdem Escitalex und mache eine Therapie.

Ich hatte mich eigentlich wieder seit einigen Tagen gefangen durch die Erhöhung meiner Antidepressiva.
Aber heute waren wir bei Freunden und mir ging es plötzlich wieder sehr schlecht.
Kribbeln am ganzen Körper, und Schwindel. Dann habe ich Panik, dass alles wieder von vorne anfängt. Habe mich bei meinen Freunden hingelegt, aber es wurde noch schlimmer, dass ich sogar mich übergeben musste.
Es wurde dann so schlimm, dass wir früher gegangen sind. Hab da auch geweint, weil ich nicht mehr weiter wußte. Ist mir alles sehr unangenehm. Auch wenn sie von meiner Krankheit wissen und alle sehr lieb sind.

Aber wie geht ihr mit so einem plötzlichen Tief und Panik um?
Habt ihr vielleicht Strategietipps für mich?

Mat1977
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Re: Panik

Beitrag von Mat1977 » 28:06:2020 21:47

Hallo, könnte diese Panik eine vorübergehende Nebenwirkung von der Erhöhung sein und die Wirkung der Erhöhung ist noch nicht eingetreten und du gibst dir noch ein bisschen Zeit?

Es sind extrem schwierige Zeiten für alle, ich kenne gesunde Menschen, die machen diese Corona Einschränkungen unsicher. Wir unterschätzen das! Hat dich denn was getriggert bei den Freunden, überfordert? Kannst du darüber mit jemandem reden? Mann? Freundin? Therapeut/in?

Mir hilft Akupunktur und Laufen, draußen sein. Meditieren oder hinlegen kann ich in solchen Momenten/Tagen nicht.
03. 2016 - 2. Geburt - Panikattacken, Schlaflosigkeit - 150 mg Sertralin
06. 2018 - Sertralin ausgeschlichen
11. 2018 Rückfall - Mitte Dez. bis Ende Jan. 2019 Klinik + 6 Wochen Tagesklinik - 150 mg Sertralin + TP
08. 2019 50 mg Sertralin
12. 2019 Sertralin ausgeschlichen wegen NW
01. 2020 Tagesklinik 25mg Opipramol
02. 2020 Absturz nach Jobverlust - 30mg Mirtazapin
06. 2020 Escitalopram tropfenweise einschleichen + 15mg Mirtazapin + Akupunktur + VT

Veranien
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Re: Panik

Beitrag von Veranien » 29:06:2020 9:25

Das ist so ein sch... Krankheit. Ich will das nicht mehr.
Da denkt man es geht einem besser und plötzlich ist alles wieder auf null gesetzt.

Es war an dem Tag sehr warm bei uns und sehr schwül. Ich glaube, dass hat es auch beeinflusst.

Ja, ich habe zum Glück liebe Menschen zum reden.
Auch wenn ich bei meinem Mann merke, dass ihn auch langsam die Kräfte verlassen.
Nächste Woche habe ich Termin bei meiner Therapeutin.

Ja, laufen habe ich auch gemerkt das es hilft.
Auch wenn ich mich manchmal zwingen muss, weil ich so kaputt bin. Wie heute zum Beispiel...

Hallo123
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Re: Panik

Beitrag von Hallo123 » 29:06:2020 16:15

Hallo,

ich kenne diese Panik leider auch zu gut. Anfangs wusste ich nicht mal, was mit mir passiert.

Meine Beraterin meinte, Panik ist Energie, die aus dem Körper raus muss.
Sie meinte, ich soll, wenn es möglich ist, raus gehen und laufen, eine Runde ums Haus rennen, oder paar mal zum Briefkasten hin und zurück laufen. Und wenn ich nicht raus konnte,meinte sie soll ich in der Wohnung durch die Zimmer laufen oder rennen, oder auf der Stelle rennen.
Manchmal hat das geholfen.
Sonst hatte ich im Notfall auch Tavor b.B.,das mir bei ganz schlimmen " Anfällen" geholfen hat.
Die andere Psychologin meinte, dass ich mich auf den Boden legen soll, die Arme und Beine neben mich und den Boden fühlen soll um mich geerdet zu fühlen. Versuchen alles auszublenden und nur den Boden und meine Atmung zu spüren.
Nur leider ist das für mich nicht immer gut gewesen.

Oder versuchen aus der Sitiation zu gehen, raus und sich eine Auszeit nehmen.
Sie meinte, ich finde wahrscheinlich selbst heraus, was mir in so einem Moment gut tun könnte.
Oft half mir auch duschen zu gehen, was natürlich bei einem Besuch bei Freunden nicht möglich ist.

Alles half mal mehr oder weniger.

Und du hast recht. Es ist eine Sch.... Krankheit.

Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute

Liebe Grüße
1. Kind: keine PPD, glücklich
2. Kind: PPD seit Geburt

Medikamente:
Schilddrüsenmedikament
Escitalopram 15 mg
Progesteroncreme

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