Neu hier und brauche Zuspruch
Verfasst: 21:09:2025 16:48
Ihr Lieben,
Seit 11 Jahren bin ich hier die stille Mitleserin. 2014 zeigten sich bei mir die ersten Symptome der Depression. Ich habe mit der Psychotherapie angefangen und hoffte auf eine Besserung. Im August 2014 hielt ich den lang ersehnten positiven Schwangerschaftstest in der Hand. Doch anstelle von Freude kam Verzweiflung und mir ging es zunehmend schlechter. Im Oktober ging es mir so schlecht, so dass ich mich selbst in die Psychiatrie eingewiesen habe. Das war eine sehr schwere Entscheidung, doch ich habe keinen anderen Ausweg gesehen. Im Endeffekt war das die beste Entscheidung meines Lebens. Ich konnte nach vier Monaten in einem stabilen Zustand entlassen werden. Die Entscheidung, Medikamente in der Schwangerschaft zu nehmen, fiel mir sehr schwer. Doch ich war sehr dankbar für diese Möglichkeit. Denn die Medikamente haben mich in dieser schweren Zeit gerettet. Die Geburt lief gut, auch die Zeit danach haben wir als Familie mit unseren kleinen Tochter genossen. Abgesehen von kleinen Schwankungen ging es mir gut! So dass wir uns zwei Jahre später für ein zweites Kind entschieden haben. Die Schwangerschaft und die Zeit danach waren sehr schön. Ich ging zur ambulanten Psychotherapie, die mir sehr geholfen hat. 2020 wurde ich wieder schwanger. Anfangs lief alles gut und ab der Mitte der Schwangerschaft hat sich dann doch die Depression eingeschlichen. Längst nicht so schwer, wie meine erste depressive Krise. Doch ging es mir auch da teilweise sehr schlecht. Ich nahm meine Medikamente weiter und ging zur Psychotherapie. So konnte ich mich stabilisieren. Jetzt ist unser Sohn schon vier Jahre alt. Ich war die letzten Jahre soweit stabil. Geholfen haben mir meine Medikamente- ich nahm Sertralin 100 mg und Quetiapin 150mg. Auch die Psychotherapie war eine große Stütze. Im Frühjahr hat mir meine Therapeutin gesagt, sie sehe inzwischen bei mir keinen Behandlungsbedarf. Und dann im Mai ging es los. Meine Blutwerte (Leber) haben sich verschlechtert. Meine Psychiaterin sagte, das komme von Quetiapin. Er müsse raus. So habe ich angefangen, mit Quetiapin runter zu gehen. Anstattdessen habe ich angefangen Abilify zu nehmen. Gleich kamen die Nebenwirkungen: ich konnte schlecht schlafen, bin dauernd aufgewacht. Seit drei Wochen geht es mir sehr schlecht.Anfang September habe ich dann Abilify abgesetzt, damit ich wieder schlafen kann. Es hat geholfen, dennoch verschlechtert sich aktuell mein Zustand ständig. Letzte Woche war ich bei meiner Psychiaterin. Sie hat den Sertralin auf 150 mg erhöht, ich soll in 25-er Schritte aufdosieren. Also bin ich seit einer Woche bei 125 mg und seit Freitag ist es die Hölle. Ich bin sehr unruhig, mein Puls ist um die 100 und geht nicht runter. Ich kann seit Freitag nichts essen und nicht schlafen. Ich bin wirklich verzweifelt. Mir schwindet die Hoffnung, dass es mir irgendwann wieder gut gehen kann. Und ich verstehe nicht, warum es jetzt so schlecht wurde und wie ich da rauskommen kann. Ich lese schon lange hier im Forum. Viele Zeilen konnten mir Hoffnung schenken. Und jetzt hoffe ich sehr auch für mich auf einen Zuspruch. Ich möchte so sehr die Zeit mit meinen Kindern genießen und für sie eine gute Mama sein. Und momentan fühle ich nur die absolute Verzweiflung.
Traurige Grüße von Mirabel.
Seit 11 Jahren bin ich hier die stille Mitleserin. 2014 zeigten sich bei mir die ersten Symptome der Depression. Ich habe mit der Psychotherapie angefangen und hoffte auf eine Besserung. Im August 2014 hielt ich den lang ersehnten positiven Schwangerschaftstest in der Hand. Doch anstelle von Freude kam Verzweiflung und mir ging es zunehmend schlechter. Im Oktober ging es mir so schlecht, so dass ich mich selbst in die Psychiatrie eingewiesen habe. Das war eine sehr schwere Entscheidung, doch ich habe keinen anderen Ausweg gesehen. Im Endeffekt war das die beste Entscheidung meines Lebens. Ich konnte nach vier Monaten in einem stabilen Zustand entlassen werden. Die Entscheidung, Medikamente in der Schwangerschaft zu nehmen, fiel mir sehr schwer. Doch ich war sehr dankbar für diese Möglichkeit. Denn die Medikamente haben mich in dieser schweren Zeit gerettet. Die Geburt lief gut, auch die Zeit danach haben wir als Familie mit unseren kleinen Tochter genossen. Abgesehen von kleinen Schwankungen ging es mir gut! So dass wir uns zwei Jahre später für ein zweites Kind entschieden haben. Die Schwangerschaft und die Zeit danach waren sehr schön. Ich ging zur ambulanten Psychotherapie, die mir sehr geholfen hat. 2020 wurde ich wieder schwanger. Anfangs lief alles gut und ab der Mitte der Schwangerschaft hat sich dann doch die Depression eingeschlichen. Längst nicht so schwer, wie meine erste depressive Krise. Doch ging es mir auch da teilweise sehr schlecht. Ich nahm meine Medikamente weiter und ging zur Psychotherapie. So konnte ich mich stabilisieren. Jetzt ist unser Sohn schon vier Jahre alt. Ich war die letzten Jahre soweit stabil. Geholfen haben mir meine Medikamente- ich nahm Sertralin 100 mg und Quetiapin 150mg. Auch die Psychotherapie war eine große Stütze. Im Frühjahr hat mir meine Therapeutin gesagt, sie sehe inzwischen bei mir keinen Behandlungsbedarf. Und dann im Mai ging es los. Meine Blutwerte (Leber) haben sich verschlechtert. Meine Psychiaterin sagte, das komme von Quetiapin. Er müsse raus. So habe ich angefangen, mit Quetiapin runter zu gehen. Anstattdessen habe ich angefangen Abilify zu nehmen. Gleich kamen die Nebenwirkungen: ich konnte schlecht schlafen, bin dauernd aufgewacht. Seit drei Wochen geht es mir sehr schlecht.Anfang September habe ich dann Abilify abgesetzt, damit ich wieder schlafen kann. Es hat geholfen, dennoch verschlechtert sich aktuell mein Zustand ständig. Letzte Woche war ich bei meiner Psychiaterin. Sie hat den Sertralin auf 150 mg erhöht, ich soll in 25-er Schritte aufdosieren. Also bin ich seit einer Woche bei 125 mg und seit Freitag ist es die Hölle. Ich bin sehr unruhig, mein Puls ist um die 100 und geht nicht runter. Ich kann seit Freitag nichts essen und nicht schlafen. Ich bin wirklich verzweifelt. Mir schwindet die Hoffnung, dass es mir irgendwann wieder gut gehen kann. Und ich verstehe nicht, warum es jetzt so schlecht wurde und wie ich da rauskommen kann. Ich lese schon lange hier im Forum. Viele Zeilen konnten mir Hoffnung schenken. Und jetzt hoffe ich sehr auch für mich auf einen Zuspruch. Ich möchte so sehr die Zeit mit meinen Kindern genießen und für sie eine gute Mama sein. Und momentan fühle ich nur die absolute Verzweiflung.
Traurige Grüße von Mirabel.