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Reduktion und absetzsymtome?

Verfasst: 11:08:2026 16:22
von Michelle
Hallo ihr lieben,

Ich habe nun nach 2 Jahren mit 75mg Sertralin auf 50mg reduziert. Das ist nun ca 4 Wochen her. Ich hatte KEINERLEI Symptome danach. Alles super . Nun habe ich seit 3 Tagen meine Periode und seit heute Morgen fühle es sich an wie ein kleines Tief .. nun habe ich wieder Angst , dass es schlimmer wird . Dabei ging es mir die letzten Wochen doch gut . Oder liegt es noch an der Periode ? Ich war so stolz auf mich endlich reduziert zu haben …

Liebe Grüße

Re: Reduktion und absetzsymtome?

Verfasst: 12:08:2026 20:41
von alibo79
Hey, ich kann mir vorstellen dass es eine Mischung von beiden Seiten ist, du hast deine Regel bekommen und wahrscheinlich absetz Symptome. Ich würde wah noch eben abwarten und evtl dein Bedarf Medikament nehmen.

Re: Reduktion und absetzsymtome?

Verfasst: 13:08:2026 16:29
von Michelle
Hallo,

Heute ist der 3 Tag in Folge wo ich Kopfschmerzen habe und ein benebeltes Gefühl im Kopf bzw. Schwindel . Dazu Herzklopfen und Ängste. Und natürlich diese Ängste dass es wieder von vorn losgeht .. Angst, dass das ein Riesen Rückfall ist etc.

Wie lange hält sowas an , das ist ja schlimm…

Re: Reduktion und absetzsymtome?

Verfasst: 13:08:2026 16:35
von Marika
Hallo,

das ist schwer zu sagen, auch woran es jetzt schlussendlich wirklich liegt. Ich würde dir raten, dich mit deinem Arzt in Verbindung zu setzen.

Es ist möglich, dass alles wieder verschwindet, wenn die Periode vorbei ist. Sollte das nicht so sein, würde ich spätestens dann mit dem Arzt reden.

Re: Reduktion und absetzsymtome?

Verfasst: 13:08:2026 17:41
von Michelle
Huhu,

Die Periode habe ich seit gestern nicht mehr. Meine Psychiaterin sagte mir vor einigen Monaten ich solle wenn ich mich danach fühle ruhig auf 50mg runter . Das bin mit einem sehr positiven gefühl. Und jetzt sowas ….. bin wütend und traurig zugleich , dachte es würde null Probleme machen. Ich weiß auch nicht mehr wie es war, als ich von 100 auf 75 runter bin. Das ist ja schon 2 Jahre her .

Sind das absetz Symbole und Ist das normal ?

Re: Reduktion und absetzsymtome?

Verfasst: 13:08:2026 18:45
von Marika
Es ist schwer zu beurteilen. Es könnten noch Absetzssymptome sein, genau so kann sich aber auch was ankündigen.

Ich würde wie gesagt mit dem Arzt reden.

Re: Reduktion und absetzsymtome?

Verfasst: 13:08:2026 18:58
von Michelle
Trotz 50mg ? Habe ja nicht ganz abgesetzt ….

Re: Reduktion und absetzsymtome?

Verfasst: 13:08:2026 19:43
von Marika
Es kann bei jeder Reduktion zu Absetzsymptomen kommen, genau so kann es sein, dass 50 mg zuwenig sind. Mehr kann ich dir leider nicht sagen. Abschließend muss das ein Arzt klären, wir können hier nur spekulieren.

Re: Reduktion und absetzsymtome?

Verfasst: 14:08:2026 12:36
von Michelle
Hallo,

Seit heute keine Kopfschmerzen mehr, keine extreme Unruhe und der Schwindel ist auch weg. Natürlich noch nicht super, aber besser als gestern .. hatte im alten Beitrag von mir gelesen, dass ich vor zwei Jahren bei der letzten Reduktion erst nach 2 Wochen solche Symptome bekam . Ich hoffe es geht nach ein paar Tagen wieder komplett weg :(

Wie waren eure Symptome ?

Re: Reduktion und absetzsymtome?

Verfasst: 14:08:2026 19:58
von Michelle
Schade Schokolade ,

Nun liege ich im Bett und habe wieder Unruhe und Panikzustände. Das kann doch nicht wahr sein..

Ich könnte heulen vor Wut , dass mein Körper solche Reaktionen zeigt. Heute war die Unruhe doch schon fast wieder weg ….. oh man

Re: Reduktion und absetzsymtome?

Verfasst: 14:08:2026 22:42
von alibo79
Also bei mir sind damals nach ein paar Tagen absetzt Symptome aufgetreten. Das war vor allen Dingen der Schlaf, der dann schlechter wurde. Das hat dann alles insgesamt ca. 6 bis 8 Wochen angehalten. Ganz genau kann ich es dir nicht sagen, da es schon einige Jahre her ist. Danach wurde es dann aber deutlich besser und die Stimmung stabilisierte sich. Bei mir war der größte knackpunkt wirklich der Schlaf. Wenn der sehr schlecht war, war eben auch die Stimmung über Tag nicht gut. Aber in dieser Zeit war es wirklich nicht immer ganz angenehm und häufig wackelig, was meine Stabilität anging. Danach habe ich kleinere Schritte zur Reduktion gemacht. Das ging deutlich besser und ich war auch insgesamt noch stabiler, was die Reduzierung einfacher gemacht hat.
Als ich dann von einer kleinen Dose ist, auf Null runtergegangen bin, waren es wieder nach ein paar Tagen schlafprobleme, die sich einstellten und auch mit durchbeißen nach über einer Woche nicht weggingen. Ich wurde nachts zwischen zwei und drei wach und war dann wirklich hellwach bis zum morgen. Ich habe dann tatsächlich wieder das Medikament eindosiert der gleichen geringen Dosis und habe dann zu dem späteren Zeitpunkt noch mal wieder reduziert. Aber diesmal in noch kleineren Schritten. Das hat besser funktioniert.

Re: Reduktion und absetzsymtome?

Verfasst: 15:08:2026 13:54
von Michelle
Hey ihr,

Bin heute Morgen auf 75mg wieder hoch. Hab einfach zu doll Angst gehabt dass die Symptomatik nicht besser wird . Vielleicht nicht der beste Ansatz das zu unterdrücken , aber ich hatte echt keine Lust diesen Zustand länger auszuhalten ….

Habe das Gefühl ich komme nie runter auf die erhaltungsdosis.. das ist eigentlich mein Ziel

Re: Reduktion und absetzsymtome?

Verfasst: 15:08:2026 15:24
von Marika
Hallo!

Ich weiß noch gut, dass ich bei meinen letzten beiden Versuchen von meiner Erhaltungsdosis (10 mg Escitalopram) weiter runter zu kommen, immer nach 4 Wochen Symptome die meiner Erkrankung sehr stark ähnelten, bekommen habe. Mein Arzt hat das bei mir als ein Wiederauftreten der Symptome eingestuft und nicht als Absetzsymptome.

Ich kann sehr gut verstehen, dass wieder hoch gegangen bist, ich hätte das auch gemacht. Vielleicht kannst du nach einiger Zeit langsamer in kleineren Schritten reduzieren. Escitalopram gibt es z.b. als Tropfen, die kann man mg genau dosieren. Ich glaube Sertralin gibt's auch in Tropfen.

Re: Reduktion und absetzsymtome?

Verfasst: 15:08:2026 16:13
von Michelle
Hey,

Verstehe ich das richtig , dass du schon bei deiner Erhaltungsdosis warst ? Ich bin ja schon ein mal runter auf 75 mg und hatte auch erst nach 2,3 Wochen Symptome, die sich ja aber dann gelegt haben nach ca einer Woche.

Nun wollte ich ja nur wieder ähnlich auf 50mg reduzieren. Die geringste Dosis die einige nehmen wäre 25mg. Davon wäre ich ja sowieso noch weit entfernt - und ans absetzen habe ich gar nicht gedacht …

Also natürlich bin ich enttäuscht , hoffe man versteht das :(( meine Ärztin hat beim letzten Mal auch gesagt lieber mit Promethazin arbeiten statt wieder erhöhen. Dieses Mal hab ich irgendwie zu viel Angst gehabt . Weiß nicht wieso

Re: Reduktion und absetzsymtome?

Verfasst: 15:08:2026 16:35
von Marika
10 mg waren und sind meine persönliche Erhaltungsdosis. Ich wollte vor einigen Jahren einfach nochmal versuchen weiter runter zu gehen. Vor diesen beiden Versuchen war ich 9 Monate sogar mal ohne AD. Aber es gab einen harten Rückfall.

Es gibt ja nicht "die Erhaltungsdosis" für alle, das ist sehr individuell. Manche brauchen mehr, manche weniger. Für mich haben sich die 10 mg Escitalopram als perfekte Erhaltungsdosis heraus kristallisiert.

Jede von uns ist anders und muss ihren eigenen Weg finden, auch was Medikamente betrifft.