Derealisation nach der Geburt
Verfasst: 17:09:2026 0:46
Hallo ihr Lieben,
Gibt es hier im Forum vielleicht jemanden der ebenfalls Erfahrungen mit Derealisation/ Dissozation nach der Geburt gemacht hat? Ich fühle mich mit diesem Thema unglaublich einsam, da ich nirgendwo bisher dazu etwas gelesen habe. Die Geburt meiner Tochter ist jetzt fast 1 Jahr her und ich hatte vor der Schwangerschaft schon lange mit revidierenden Depressionen zu tun, war 1 Jahr lang stabil und habe sogar meine Therapie nach 4 Jahren erfolgreich abgeschlossen. Unser Kinderwunsch war sehr schwierig, ich hatte 10 aufeinanderfolgende Abgänge / sehr frühe Fehlgeburten und als es dann geklappt hat war ich einfach nur voller Sorge und in der Erwartung meine Tochter jederzeit verlieren zu können. Ich glaube bereits dort hat sich bei mir im Kopf etwas getan und ich habe mich innerlich von der Schwangerschaft distanziert.. ich wollte die Schwangerschaft auch ganz zwanghaft vor jedem außer meinem Mann geheimhalten- aus Angst dass jemand es mitbekommen würde, wenn ich mein Baby verliere. Meine Geburt verlief für mich sehr traumatisch und ganz anders als geplant. Ursprünglich wollte ich im Hebammenkreißsaal ohne jegliche Interventionen entbinden - am Ende wurden es 26 Stunden Wehen, Wehenstürme mit nur wenigen Sekunden Wehenpausen, einer unglaublich unempathischen Hebamme welche mich allein ließ und schlecht behandelte und final nach viel Tortur ein sekundärer eiliger Kaiserschnitt. Als meine Tochter geholt und mir gezeigt wurde, habe ich sie nicht als mein Kind erkannt. Ich habe darüber natürlich kein Wort vor den Ärzten verloren, aber ich habe mir gedacht - nein dass ist nicht mein Kind. Meine Tochter kam unerwartet groß und fast 4kg schwer zur Welt. Ich bin sehr klein und zierlich, mein Mann ist ebenfalls schlank und auch nicht sonderlich groß. Das hat irgendwie zusätzlich dazu geführt dass ich sehr verwirrt war (Schwangerschaftsdiabetes hatte ich nicht). Im Wochenbett hatte ich eine Wochenbettdepression. Ich habe mich mit der Mutterrolle überfordert gefühlt, wollte weglaufen, hatte das Gefühl meine Tochter braucht mich sowieso nicht. Aber über all diesen Themen schwebte das Gefühl "Ich bin keine Mutter", "Ich kann nicht realisieren dass ich Mutter bin und dass meine Tochter ein Mensch ist". In meinem Kopf hat es bis heute nicht Klick gemacht, dass meine Tochter echt und real ist. Ich habe so eine starke innere Distanz zu ihr als würde mich etwas davon abhalten es wirklich emotional zu realisieren. Rational weiß ich natürlich dass ich schwanger war, sie auf die Welt gebracht habe und ich dadurch ihre Mutter und sie meine Tochter ist. Aber emotional ist alles blockiert und es fühlt sich unwirklich an. Hinzu kommt, dass ich emotional generell komplett taub bin. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich Gefühle empfinde und zb meine Tochter liebe, aber ich kann es nicht spüren oder bewusst wahrnehmen. Ich bin seit 5 Monaten wieder in Therapie, um das zu bearbeiten aber es tut sich bisher überhaupt nichts. Ich wünsche mir nichts sehnlicher als dass es Klick macht und ich meine Tochter als echten Mensch erkenne, als meine Tochter und dass ich irgendwann diese Mutterliebe auch spüren kann. Aktuell ist jeder Tag einfach nur ein Durchhalten und wie eine To-Do Liste die ich aus Verantwortungsgefühl abarbeite. Ich weiß rational, dass ich diese ganzen Dinge wie Kuscheln, Stillen, Spielen, Trösten aus Liebe tun muss, weil ich es jeden Tag immer wieder von Vorne mache und für meine Tochter durchhalte. Aber es fühlt sich so erdrückend an, alles zu tun und es "richtig" zu machen aber es nicht "richtig" zu fühlen und zu realisieren. Gibt es jemanden der das nachvollziehen kann oder dem es ähnlich ging? Was hat euch geholfen? Wann wurde es besser?
Gibt es hier im Forum vielleicht jemanden der ebenfalls Erfahrungen mit Derealisation/ Dissozation nach der Geburt gemacht hat? Ich fühle mich mit diesem Thema unglaublich einsam, da ich nirgendwo bisher dazu etwas gelesen habe. Die Geburt meiner Tochter ist jetzt fast 1 Jahr her und ich hatte vor der Schwangerschaft schon lange mit revidierenden Depressionen zu tun, war 1 Jahr lang stabil und habe sogar meine Therapie nach 4 Jahren erfolgreich abgeschlossen. Unser Kinderwunsch war sehr schwierig, ich hatte 10 aufeinanderfolgende Abgänge / sehr frühe Fehlgeburten und als es dann geklappt hat war ich einfach nur voller Sorge und in der Erwartung meine Tochter jederzeit verlieren zu können. Ich glaube bereits dort hat sich bei mir im Kopf etwas getan und ich habe mich innerlich von der Schwangerschaft distanziert.. ich wollte die Schwangerschaft auch ganz zwanghaft vor jedem außer meinem Mann geheimhalten- aus Angst dass jemand es mitbekommen würde, wenn ich mein Baby verliere. Meine Geburt verlief für mich sehr traumatisch und ganz anders als geplant. Ursprünglich wollte ich im Hebammenkreißsaal ohne jegliche Interventionen entbinden - am Ende wurden es 26 Stunden Wehen, Wehenstürme mit nur wenigen Sekunden Wehenpausen, einer unglaublich unempathischen Hebamme welche mich allein ließ und schlecht behandelte und final nach viel Tortur ein sekundärer eiliger Kaiserschnitt. Als meine Tochter geholt und mir gezeigt wurde, habe ich sie nicht als mein Kind erkannt. Ich habe darüber natürlich kein Wort vor den Ärzten verloren, aber ich habe mir gedacht - nein dass ist nicht mein Kind. Meine Tochter kam unerwartet groß und fast 4kg schwer zur Welt. Ich bin sehr klein und zierlich, mein Mann ist ebenfalls schlank und auch nicht sonderlich groß. Das hat irgendwie zusätzlich dazu geführt dass ich sehr verwirrt war (Schwangerschaftsdiabetes hatte ich nicht). Im Wochenbett hatte ich eine Wochenbettdepression. Ich habe mich mit der Mutterrolle überfordert gefühlt, wollte weglaufen, hatte das Gefühl meine Tochter braucht mich sowieso nicht. Aber über all diesen Themen schwebte das Gefühl "Ich bin keine Mutter", "Ich kann nicht realisieren dass ich Mutter bin und dass meine Tochter ein Mensch ist". In meinem Kopf hat es bis heute nicht Klick gemacht, dass meine Tochter echt und real ist. Ich habe so eine starke innere Distanz zu ihr als würde mich etwas davon abhalten es wirklich emotional zu realisieren. Rational weiß ich natürlich dass ich schwanger war, sie auf die Welt gebracht habe und ich dadurch ihre Mutter und sie meine Tochter ist. Aber emotional ist alles blockiert und es fühlt sich unwirklich an. Hinzu kommt, dass ich emotional generell komplett taub bin. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich Gefühle empfinde und zb meine Tochter liebe, aber ich kann es nicht spüren oder bewusst wahrnehmen. Ich bin seit 5 Monaten wieder in Therapie, um das zu bearbeiten aber es tut sich bisher überhaupt nichts. Ich wünsche mir nichts sehnlicher als dass es Klick macht und ich meine Tochter als echten Mensch erkenne, als meine Tochter und dass ich irgendwann diese Mutterliebe auch spüren kann. Aktuell ist jeder Tag einfach nur ein Durchhalten und wie eine To-Do Liste die ich aus Verantwortungsgefühl abarbeite. Ich weiß rational, dass ich diese ganzen Dinge wie Kuscheln, Stillen, Spielen, Trösten aus Liebe tun muss, weil ich es jeden Tag immer wieder von Vorne mache und für meine Tochter durchhalte. Aber es fühlt sich so erdrückend an, alles zu tun und es "richtig" zu machen aber es nicht "richtig" zu fühlen und zu realisieren. Gibt es jemanden der das nachvollziehen kann oder dem es ähnlich ging? Was hat euch geholfen? Wann wurde es besser?