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Brauche Mut, Zuspruch. Motivation
Verfasst: 06:10:2026 20:08
von Ramona_Maria89
Hallo, brauche paar positive Berichte und Motivation/Beruhigung, dass es besser wird....Hab eine PPD mit Ängsten und ZG. Aber es ist eine Mischung aus PPD und meiner Umständen -> instabiles Umfeld (Eltern, Familie...), instabile, ungesunde Partnerschaft zum Vater meiner Kinder. Nehme jetzt seit 4 Wochen Sertralin, erst 25mg, nach 1 woche auf 50mg erhöht für 2 Wochen und heute auf 25mg erhöht. Also seit heute bin ich bei 75mg. Habe weiterhin so Ängste, Unruhe, Nervosität, Anspannung und hoffnungslose, depressive Gedanken.
Positiv ist: ich habe kaum ZG mehr und kann deutlich besser damit umgehen habe keine heftigen Panikattacken mehr und ich habe mehr Antrieb und Kraft etwas zu machen... wie lange ging es bei euch? Bis ihr mehr Hoffnung und Freude spüren konntet?
Re: Brauche Mut, Zuspruch. Motivation
Verfasst: 07:10:2026 20:16
von Jasminriverdale
Hallo du Liebe,
Ich dachte ich melde mich mal bei dir. Aktuell geht es mir zwar durch die Schwangerschaft psychisch auch wieder nicht sonderlich gut aber es gab auch ein davor und ein nach der PPD.
Als aller erstes möchte ich dir Mut machen! Es wird alles gut, du wirst wieder glücklich und gesund werden. Versprochen!
Ich habe damals nachdem ich an der PPD erkrankt bin von meinem Hausarzt auch 50mg Sertralin verschrieben bekommen. 2 Wochen später hatte ich dann meinen Termin in der Mutter Kind Sprechstunde. Dort meinte die Ärztin zu mir dass 50mg noch sehr wenig und an der unteren Grenze sind also bin ich nach und nach hoch bis auf 100mg.
Am Anfang hatte ich erstmal eine Erstverschlimmerung dass war der Horror aber danach ging es Berg auf. Klar gab es noch einzelne schlechte Tage aber ich würde sagen nach ca. 2-3 Monaten ging es mir wieder richtig gut! 1,5 Jahre war ich komplett stabil und hatte nicht einen schlechten Tag mehr. Klar schlechte Tage gibts immer aber nie zu vergleichen mit einer Depression. Du bist erst ganz am Anfang gib dir und den Medikamenten noch Zeit! Aber glaub mir mit der Zeit wird es besser und du kannst das Leben wieder genießen.
Bist du aktuell in Behandlung? Wer hat dir das Sertralin verschrieben? Seit meiner Schwangerschaft geht es mir an manchen Tagen auch echt schlecht aber ich habe Prometazin als Notfall Medikament bekommen. Vielleicht kannst du da mal nachfragen. Ich kann leider nicht berichten da ich seitdem ich das Medikament habe keine schlimme Panikattacke mehr hatte wo ich hätte darauf zurückgreifen sollen. Ich weiß aber dass viele gute Erfahrungen gemacht haben. Du musst da nicht durch dafür gibt es solche Notfallmedikamente.
Ich wünsche dir alles alles Gute!

Re: Brauche Mut, Zuspruch. Motivation
Verfasst: 08:10:2026 3:15
von Ramona_Maria89
Hallo DU liebe und vielen Dank, dass du dir so viek Mühe mit deinem aufbauenden Text gibst, das hilft mir sehr. Es tut mir vin Herzen leid, dass es dir grad in der Schwangerschaft nicht mehr so gut geht, wie du es eigentlich verdient hättest. Ich hiffe, du hast trotzdem Momente, indenen du diese Zeit auch genießen kannst. So wie ich es verstehe, hattest du bei deinem vorherigen kind eine ppd, richtig? Was waren deine Symptome? Was du vlt heute mitnehmen kannst ist. Dass du heute vlt besser deine frühwarnzeichen kennst und so reagieren und besser auf dich achten und schützen kannst. Was hast du denn jetzt grad für Symptome? Wie geht es dir im Moment , auch mit der Tatsache. Wenn du dich mit solchen Inhalte wie hier beschäftigst?
Also das sertralin hat mir meine psychiaterin verschrieben. Zu ihr kann ich leider nur slle 2 Wochen gehen, aber sie ist sehr gut.woe lange ging die erstverschlimmerung bei dir ? Beim promethazin ist es glaube ich unstritten ob es mit dem Stillen vereinbar ist... meine Ärztin ist mit Medikamenten auch eher vorsichtig.... ich hatte ja auch schon das gefühl, das zumindest die zg und Panikattacken besser wurde.
Heute aber einfach immer wieder zurück gekommen.
Mein größtes Problem sind grad auch meine Gefühle dem Baby gegenüber. Ich frage mich heute ständig, ob ich mein Baby überhaupt liebe und ob ich es wegen meiner Gedanken verdient habe. Gestern nacht hat es mehrfach erbrichen und fieber gehabt und ich war so um Sorge um ihn...und heute hatte ich Momente, in denen ich mamchmal Wut und eine Art Abneigung oder gefühllosigkeit gespürt habe. Als mein Baby mich aus Versehen gekratzt hat, wurde ich wütend. Als meine Mama mir freudig erzählt hat, dass die ersten zwei Zähnchen da sind, habe ich überhaupt nichts gefühlt, keine Freude, gar nichts. Ich erschrecke mich so sehr vor mir selbst und habe solche Angst, dass ich eine schlechte Mutter bin oder mein Kind insgeheim ablehne.und dann bin ich wieder eifersüchtig (weis grad nicht ob es eifeesucht ist, kann meine Gefühle schlecht einordnen), wenn es bei anderen Personen zufrieden ist. Und im nächsten moment ist es zu viel fpr mich und ich bin froh, wenn jmd anders es nimmt.
Obwohl ich Hilfe habe (haushaltshilfe, meine Mama kommt regelmäßig, mein Partner ist da und ich mache Psychotherapie), geht es mir nach vier Wochen Symptomen immer noch schlecht.gehen diese Wut, die Taubheit und diese Zwangsgedanken nach der Medikamentenerhöhung wieder weg? Ich fühle mich so unendlich schuldig.
Danke fürs Lesen

Re: Brauche Mut, Zuspruch. Motivation
Verfasst: 08:10:2026 14:26
von Jasminriverdale
Ja genau ich hatte nach meiner ersten Geburt eine PPD. Ich hatte zwar keine Zwangsgedanken deshalb kann ich dazu nicht viel sagen aber trotzdem viele ähnliche Symptome wie du. So das schlimmste für mich waren eigentlich die Panikattacken, diese dauerhafte Anspannung und Unruhe. Ich wollte die ganze Zeit dass dieses schreckliche Gefühl aufhört. Mein ganzer Körper hat innerlich danach geschrien dass dieses Gefühl aufhört. Ich war wie in einem Loch/Tunnel. Ich hatte keine Freude, war unter Dauer Anspannung, konnte nicht zur Ruhe kommen, hatte keinen Appetit und ja auch das mit der fehlenden Liebe hatte ich. Ich habe auch keine muttergefühle gespürt, ich wollte mein altes Leben zurück und hatte gleichzeitig unendlich Schuldgefühle meiner Tochter gegenüber und dachte was bin ich nur für eine schreckliche Mutter. Ich weiß noch dass ich an einem Abend zu meinem Mann bin und gesagt habe ich will sie nicht. Ich habe sogar über eine babyklappe nachgedacht auch wenn ich wusste ich würde das nie tun. Wie lange die Erstverschlimmerung bei mir ging kann ich dir leider nicht mehr sagen. Aber ich kann dir sagen dass all diese Gedanken leider Teil von dieser blöden Depression sind. Du wirst dein Kind lieben können wenn es dir besser geht. Du liebst dein Kind auch jetzt schon. Alleine die Tatsache dass du dir darüber Sorgen machst und es sogar stillst zeigt dass dir dein Kind nicht egal ist und du es nicht liebst. Im Gegenteil aber die Depression lässt dich das nicht spüren. Und verdeckt diese Gefühle obwohl sie da sind.
Letztendlich kann ich dir nur sagen dass es besser wird! Ich habe meine Tochter am Anfang auch viel abgegeben und konnte nie verstehen wie andere Mütter so glücklich sein können wenn ich sie mit ihren Babys gesehen habe z.B. im Rückbildungskurs.
Jetzt in meiner Schwangerschaft habe ich tatsächlich ähnliche Symptome wie während der Depression nur nicht ganz so ausgeprägt. Habe diese leere, innere Unruhe und Anspannung und auch manchmal den Gedanken wieso ich mir das nochmal antue und bin mir sicher es war ein Fehler und ich möchte kein zweites Kind. Habe sogar über Abtreibung nachgedacht obwohl wir uns das Kind gewünscht und uns bewusst dafür entschieden haben weil es mir eben wieder so gut ging. Da ging anscheinend die Angst vor einer erneuten PPD durch und die ganzen Hormone. In meinen klaren Momenten freue ich mich aber total aufs Baby (daran habe ich auch wieder gemerkt wie sehr die Depression uns eigentlich was vorspielt was gar nicht so ist und die positiven Gedanken und Gefühle verdrängt)
Ich nehme aktuell 100mg Sertralin und abends vor dem schlafen 15mg Mirtazapin. Habe auch notfallmedikamnte bekommen und seit einer Woche geht’s mir schon viel viel besser! Ich hoffe einfach ich muss das nicht nochmal erleben… aber natürlich hat mir diese blöde Phase schon in der Schwangerschaft ein Stückweit die Hoffnung genommen.
Wie alt bist du denn wenn ich fragen darf? Wenn du Interesse hast können wir uns auch gerne privat austauschen. Mir hätte sowas damals sehr geholfen :)
Re: Brauche Mut, Zuspruch. Motivation
Verfasst: 08:10:2026 16:00
von Ramona_Maria89
Das was du beschreibst könnte von mir stammen. Es ust erstaunlich, wie viele frauen die ähnlichen Symptome erleben... dieses Gefühl ist wirklich quälend und man will es eigentlich nur losgehen. Ich habe auch öfters klare Momente, indenen ich merke, das ich mein baby liebe und alles für meln baby machen möchte.... und dann kommen diese gedanken, Ängste und Zweifel.... ich hane grosse Hoffnung ins sertralin, aber es sind schon 4 wochen her und ich kann mor immer noch nicht vorstellen, allein zu sein. Vorher war uch 24/7 allein für die Kinder, da meln parrner nur am Wochenende da sein konnte, jwtzt hat er auch unbezahlten Urlaub genommen und ich hab eine Haushaltshilfe, aber das ist alles nur auf Zeit..
Ich finde es gut, dass dubdeine Symptome gleich erkannt und dir hilfe gesucht hast. Die Medikamente werden wieder helfen und sind wie win Schutzschild. Ich denke, gewisse Zweifel und Ängste sind auch normal vor einem zweiten kind.
Ach es ist einfach sooo viel ....
Ich bin 37 Jahre alt und du?
Gerne können wir uns privat austauschen, gibt es hier die Möglichkeit privat zu schreiben, oder irgendwie die Nummern auszutauschen?
Re: Brauche Mut, Zuspruch. Motivation
Verfasst: 08:10:2026 16:19
von Jasminriverdale
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