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Wichtiger Hinweis!!An alle Benutzerinnen des Forums
Verfasst: 04:09:2006 8:32
von rebecca
Ich kann sehr gut verstehen wenn einem die Hoffnungslosigkeit einnimmt, aber um sich und andere Nutzer hier im Forum zu schützen , möchte ich darum bitten KEINE Überschriften mit Suizidgedanken zu wählen. Solche Andeutungen bringen uns in die *Zwickmühle* da solche Aussagen gemeldet werden müssen. Dieses Forum ist da um sich mit anderen Betroffenen aus zu tauschen und auch Trost zu erfahren , aber eine solche Aussage geht zu weit und kann von mir und vom Verein nicht getragen werden. Ich bitte dringend in sochen Fällen sich Fachliche Hilfe zu holen.
Alles Liebe Rebecca
Verfasst: 04:09:2006 8:48
von Carlotta
Danke, Rebecca, dass Du das zur Sprache bringst. Ich bin nämlich mit diesen Threads in solchen Momenten auch "überfordert", und habe jetzt im letzten einfach versucht, das Ganze "etwas abzuschwächen", auf sachlicher Ebene anzugehen. Da man aber die betreffende Person nicht persönlich kennt, finde ich es immer "sauschwierig", darauf zu reagieren. Und nix dazu zu sagen, bereitet mir auch Bauchschmerzen. LG Carlotta
Verfasst: 04:09:2006 10:29
von Marika
Hallo,
du hast Recht Rebecca. Es ist wirklich sehr schwierig mit diesem Thema umzugehen. Ich überlege gerade, wie sich eine Frau die grad in dieser "Lage" ist, sich "anders" melden kann. Ihr wird dann in dem Moment nicht klar sein, was sie mit diesem Wort auslöst. Da ich und viele hier schon stabiler sind, fällt es eben uns evtl. etwas leichter, damit umzugehen.
Aber den anderen Frauen, denen es schlecht geht, tut das sicher nicht gut. Wichtig ist glaube ich, dass sich die Frauen in dieser absoluten Notlage hier her wenden können - aber WIE ist die Frage. Mal ne Idee dazu: Vielleicht möchten sich ein paar von uns zur Verfügung stellen (namentlich in ein Verzeichniss vielleicht - ähnlich wie die Tel.-Ansprechpartner), denen diese Frauen eine PN schicken könnten? Denn ich glaube viele wollen oder trauen sich dann nicht zu telefonieren. Und sei es auch nur, damit man ihnen sagen kann, unbedingt fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. So würde es die anderen Frauen nicht runter ziehen.
Ich würde natürlich mich gerne bereit erklären, da mitzuhelfen. Ich bin jeden Tag öfter online. Weiß jetzt nicht, ob dieser Vorschlag gut ankommt, aber evtl. wäre das ein Lösungsansatz dieser schwierigen Frage!
Liebe Grüße von
Verfasst: 04:09:2006 11:03
von hanna
Ihr Lieben
Ich bin mit allem einverstanden, was ihr geschrieben habt. Aber ich kann mich erinnern, dass in meiner schlimmsten Zeit das Forum für mich -gerade auch wegen der Anonymität - der Ort war, wo ich Dinge aussprechen konnte, die ich sonst niemandem gesagt habe. Das war für mich sehr wichtig und ich finde es wichtig, wenn diejenigen, denen es auch so geht im Moment, nicht das Gefühl bekommen, sie dürften so etwas hier nicht zur Sprache bringen. Meist hilft das zur Sprache bringen schon sehr.
Ist Dein Vorschlag, Rebekka, denn so zu verstehen, dass man es einfach in den Überschriften vermeiden soll? Und wenn ja, ändert das soviel? Ich meine, gelesen wird es ja trotzdem, oder? Ausserdem hat es immer Geschichten, die - auch wenn nicht von Suizidgedanken die Rede ist - heavy sind und diejenigen, denen es noch sehr schlecht geht, weiter runterziehen können, aber das ist m.E. "systemimmanent", ist ja ein Forum für solche Frauen.
Und die Meldepflicht, wenn die dann so besteht, hängt ja sicher davon ab, wie sehr sich ein Suizid abzeichnet. Das kann sich aber genauso in statements, die nicht das Wort Suizid beinhalten. Man könnte sich einer Meldepflicht deshalb nicht dadurch entziehen, dass man das Wort aus den Titeln verbannt, oder?
LG Hanna
Verfasst: 04:09:2006 11:44
von rebecca
Liebe Hanna, sich kann man sich nicht einem Beitrag entziehen der *brisant* ist wo kein *sui*d* in Schrift enthalten ist. Sollte es aber vorkommen , dass dieses Wort oder anderer *tötungsabsichten* hier her geschrieben werden , so muß es gemeldet werden , weil es sonst , erstens, unter *unterlassener Hilfestellung* steht und zweitens, ich persönlich sehr unruhig werde da ich und andere hier die Verantwortung tragen. Da ich selbst lange die PPD mitgemacht habe kenne ich auch diese, wirklich sehr schlimme Seite , und es ist nicht einfach zu entscheiden was man in dieser Zeit macht.Da sind die Grenzen des Vereins , meine und die meiner *Kolleginnen* Hilfsangebote gibt es , Notfallnummern wurden hinterlegt , aber diese Verantwortung möchte ich und darf ich nicht tragen.
Ich bitte um Verständis
Rebecca
Verfasst: 04:09:2006 12:02
von Blancanieves
Hallo..
Ja..viele Frauen in diesem Forum können solche Gefühle verstehen und solche Äusserungen auch...da einige von uns selber solche Gefühle gehabt haben...wir wissen jetzt auch..dass man solche Gedanken hat, wenn es einem richtig schlecht geht...und wir können offen darüber reden..das finde ich sehr, sehr , sehr wichtig für uns und für die jenige die sich gerade furchtbar fühlt..
Ich möchte weiterhin meinen Freundinen zuhören und ich möchte weiterhin wissen wie es ihnen geht...und ich möchte weiterhin für sie da sein, wenn es ihnen richtig sch..geht...
Ich kann mit solchen Äusserungen auch umgehen...da ich weiß, dass diese nur ein Symptom der PPD, PPS sind und wenn man darüber reden kann tut es einem einfach gut...
Was machen wir dann? wie können wir es dann machen?
Vielleicht ein privates Unterforum...wo man sich dann wie im chat nochmal anmelden soll...? Ein Unterforum für Themen, die sehr privat sind...
Re: Wichtiger Hinweis!!An alle Benutzerinnen des Forums
Verfasst: 04:09:2006 14:15
von Milla
Liebe Rebecca!
Was meinst du mit:
"Solche Andeutungen bringen uns in die *Zwickmühle* da solche Aussagen gemeldet werden müssen."
"eine solche Aussage ... kann von mir und vom Verein nicht getragen werden."
Wenn jemand hier schreibt,daß er Selbstmordgedanken hat,ist die Leitung des Vereins verpflichtet,diese Aussagen an Ärzten/Behörden zu melden?
Seidt ihr dann verantwortlich,wenn diese Person tatsächlich Selbstmord begeht und ihr vorher den Behörden nichts von ihren erklärten Absichten gemeldet habt?
Dürfen die Userinnen hier dann gar nicht erzählen,daß sie Selbstmordgedanken haben?Oder dürfen sie das nicht in der Überschrift erwähnen,in dem darunter liegenden Text schon?
Frage über Frage,ich weiß,aber ich kapiere gar nichts!

Re: Wichtiger Hinweis!!An alle Benutzerinnen des Forums
Verfasst: 04:09:2006 14:28
von rebecca
[quote="Milla"]Liebe Rebecca!
Was meinst du mit:
"Solche Andeutungen bringen uns in die *Zwickmühle* da solche Aussagen gemeldet werden müssen."
"eine solche Aussage ... kann von mir und vom Verein nicht getragen werden."
Wenn jemand hier schreibt,daß er Selbstmordgedanken hat,ist die Leitung des Vereins verpflichtet,diese Aussagen an Ärzten/Behörden zu melden?
Seidt ihr dann verantwortlich,wenn diese Person tatsächlich Selbstmord begeht und ihr vorher den Behörden nichts von ihren erklärten Absichten gemeldet habt?
Dürfen die Userinnen hier dann gar nicht erzählen,daß sie Selbstmordgedanken haben?Oder dürfen sie das nicht in der Überschrift erwähnen,in dem darunter liegenden Text schon?
Frage über Frage,ich weiß,aber ich kapiere gar nichts!
Noch mal ganz klar: Wenn jemand hier solche Absichten äußert,egal ob in der Überschrift oder im Text, sind wir gezwungen das der Behörde zu melden. Es wird sicher rechtliche Folgen haben sollten wir so etwas übersehen und
es geschieht etwas. Jeder der einen Hinweis auf Sui*id liest wird angehalten das zu melden. Jeder/jede!!!!
Ich bitte daher um Verständnis
Rebecca
Verfasst: 04:09:2006 14:46
von Milla
Danke Rebbeca!
Ich verstehe durchaus euere Ängste (wer hätte in diesem Fall keine?),aber ich schreibe auch ganz ehrlich was ich meine,daß diese "Zensur" sehr problematisch ist.Denn Frauen hier schreiben bestimmt nicht,daß sie Selbstmordgedanken haben,um anderen Leuten zu ärgern,sondern nur weil sie sich damit Ratschläge,Hilfe,Trost hoffen und somit hoffen,diese Gedanken so loswerden zu können.Irgendwie tut es gut,diese schlimmen Gedanken auszudrücken ,denn nur das Schreiben entlastet ungemein.Ich finde es sehr problematisch,wenn Frauen, die solche Gedanken gerade haben,sich jetzt nicht mehr trauen,sie hier auszudrücken.Dann bleiben sie mit diesen Gedanken allein und ich weiß aus Erfahrung,daß diese Einsamkeit den besten Weg zur Verwirklichung der Tat ist .Ich habe 2 Selbstmordversuche mit 24 Jahren unternommen-nach dem Tod meines Vaters vor 14 Jahren-und jedesmal habe ich niemandem von meinen Absichten erzählt,sondern den Versuch heimlich unternommen.Hätte ich damals ein tröstendes Gespräch mit einem verständnisvollen Freund/Freundin-auch online-gehabt,hätte ich sehr wahrscheinlich davon abgebracht werden skönnen,denn im Grunde wollte ich nur Trost und Verständnis bekommen.
Daß die Frauen, die solche Gedanken haben,sie hier nicht mehr ausdrücken können,finde ich deshalb mehr als bedenklich,ich würde sogar sagen,kontraproduktiv.Denn Reden ist eine Therapie gegen diese Gedanken an sich und der erfahrene Trost noch mehr.
Und welche Frau,die solchen Gedanken einem Freund anvertraut,würde sich wünschen,daß dieser Freund dann die Polizei anruft und diese veranlasst,daß die Frau zwangseingewiesen wird,um zwangstherapiert zu werden?
Bitte,Rebecca,verstehe diese Worten von mir nicht als Vorwürfe gegen dich und die Leitung des Forums.Ich ärgere mich eher über ein solches Gesetz.
Ich weiß,daß ihr leider keine andere Wahl habt,als diese Zensur hier anzuwenden,denn ihr mußt euch gegen eventuelle juristische Schritte schützen.
Ich habe übrigens ein Mal gelesen,daß Foren,wo User über ihre Selbstmordgedanken berichten,sehr erfolgreich in der Bekämpfung der Selbstmordversuche sein sollen.Deshalb finde ich dieses Gesetz sehr,sehr bedenklich und im Grunde unmenschlich.
Eine sehr traurige Milla (die damals , mit 24 Jahren nicht online gehen konnte , aber gerne die Hilfe von Onlinefreunden erfahren hätte).
Verfasst: 04:09:2006 14:56
von Milla
Noch was:du schreibst "Wenn jemand hier solche Absichten äußert..."
Ich denke übrigens nicht,daß jemand, der schreibt,Selbstmordgedanken zu haben,die ABSICHT hat,Selbstmord zu begehen.
Er schreibt nur , daß er solche Gedanken hat,nicht daß er Selbstmord begehen "WILL".Das ist ein großer Unterschied!
Und für mich wäre jemand strafbar,der den Selbstmordgefährdeten in seinen Absichten bekräftigen würde (also ihm schreiben würde:"Ja, du hast Recht,dein Leben ist Sch***, macht Schluß damit.")Warum soll jemand,der dieser Person von ihren Absichten im Gegenteil abbringt und sie ermutigt,professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen,gestraft werden?
Da würde ich nur den Kopf schütteln!
Darum bezweifle ich,daß die Leitung verantwortlich sein soll ,wenn jemand nur über diese GEDANKEN schreibt.
Aber ich kenne das Gesezt nicht.Vielleicht habt ihr Recht,leider.
Verfasst: 04:09:2006 14:59
von rebecca
Es ist , und da gebe ich dir volkommen recht, sehr wertvoll Mensche zu haben mit denen man reden kann, Über seine Ängste und Sorgen, was ihn bewegt usw. Dieses Forum dient dazu das soetwas möglich ist. Aber , und das ist der Punkt , wir haben hier niemanden der soetwas auffangen KANN! Auch wenn man das gerne möchte, es geht nicht. Ich habe damals selbst die Nummer einer Beratung angerufen , als ich nicht mehr wußte wie es weiter geht. Am anderen Ende waren Mensche die sich damit auskennen. Die wissen was , wenn nötig, zu tun ist. Ich möcht euch bitten seid achtsam miteinander, auch wenn sich das von mir *hart* anhört , dient es dem Schutz der betroffenen Person und den Usern im Forum. Ich zensiere nicht weil mir grad danach ist , nein , ich mach das unter anderem um Schutz zu bieten. Wenn jemand solche Absichten hat , der muß Hilfe von Fachpersonal bekommen.
Alles Liebe Rebecca
Verfasst: 04:09:2006 15:22
von Muschelkalk
Also, ich kann Rebeccas Aussagen ganz gut nachvollziehen.
Hier ein paar Kommentare:
- wir kennen uns ja nicht wirklich, bilden uns unsere Eindrücke erst über Wochen, wenn nicht sogar Monate (und selbst da erlebt man noch Überraschungen, im Positiven wie im Negativen)
- wenn eine Frau, die noch nicht lange unter uns ist, solch drastische Aussagen trifft, dann kommt man wirklich in besagte Zwickmühle: Lässt man das an sich ran? Nimmt man das vollkommen ernst? (Sollte man doch eigentlich!) Kennt man seine eigenen Grenzen? Aber kann man dann überhaupt noch Hilfe leisten? Ehrlicherweise ist es doch so, dass unsere Möglichkeiten im akuten Fall begrenzt sind, ja sogar begrenzt sein müssen, denn alle hier sind oder waren sehr krank!
- mein Vorschlag ist vermutlich nicht realisierbar, aber der gute Wille zählt ja bekanntlich:
Wer sich hier meldet, sollte sich auch aus ethischen Gründen verpflichtet fühlen, sich in Behandlung zu begeben. Ein therapeutisches Konzept besteht immer aus vielen Säulen. (Und das Forum ist keine tragende Stütze sondern eine "Unterstützung")
Unter Behandlung verstehe ich einen Psychiater/Neurologen, nicht nur einen Psychologe oder Naturheilkundler). Diese Leute sind jahrelang ausgebildet worden, um kritische Situation einschätzen zu können. Wer sich nicht über diese Schiene absichert, muss nach meiner persönlichenn Meinung damit rechnen, dass man ihn ausfindig macht und dafür sorgt, dass er vor sich selbst geschützt wird. Nur, wie kontrolliert man das? Wie macht man einer Kranken klar, dass das hier "nur" ein Forum ist? Dass professionelle Hilfe an erster Stelle stehen sollte?
Ich möchte mich nun noch seeeehr weit aus dem Fenster lehnen und MEINE EIGENE MEINUNG kundtun:
Ich bin der Meinung, dass in solch akuten Fällen jeder vernüftige Mensch erkennen sollte, dass Bachblüten, Homöopathie und Johanniskraut nicht mehr die Mittel der Wahl sind. Und das muss dann auch kommuniziert werden! Und zwar unabhängig davon, ob man es selber "ohne" geschafft hat oder nicht....Jemand, der schreibt, er denke darüber nach, sich umzubringen, darf nicht mit Kräutertee-Gesprächen gehätschelt werden.
Damit will ich um Himmels Willen keine von Euch explizit angreifen! Ich wünsche mir nur, dass wir alle mal darüber nachdenken, wie man am besten auf solche Drohungen reagiert! Es würde uns alle entlasten, wenn wir uns darauf einigen könnten, dass unsere Fähigkeiten Grenzen haben! Bitte lasst uns da an einem Strang ziehen! Denn aus dieser verschwommenen Beratungslage resultieren meine ganz persönlichen Albträume...
Bin gespannt auf Eure Statements
LG
Verfasst: 04:09:2006 15:33
von Muschelkalk
Milla, habe gerade Deinen Beitrag gelesen und muss Dir vehement widersprechen:
Gesunde Menschen sprechen nicht darüber, dass sie darüber nachdenken sich umzubringen! Das ist in unserer Biologie nämlich nicht angelegt! Die meisten Menschen, die einen Suizidversuch unternehmen, hoffen darauf, gerettet zu werden. Und eine solche Rettungshoffnung kann schon durch den angekündigten Selbstmord aktiviert werden!!!
Frauen, die solche Gedanken haben, sollten
a) diese Fantasien aussprechen dürfen, müssen sich aber verpflichten, diese Impulse einem Arzt mitzuteilen
b) in jedem Fall ernst genommen werden.
Ich kann nämlich nicht unterscheiden, wer sich aufspielt und um Aufmerksamkeit buhlt, oder wer wirklich zutiefst verzweifelt ist!
Ich weiss noch, dass ich damals in einem schneebedeckten Hang gestanden habe und mich nach vorne kippen lassen wollte. Mein Mann fand das sehr seltsam. Ich sagte dann: Ich wäre so gerne frei. (Da bekomm ich jetzt noch Gänsehaut von). Das war der Punkt, an dem er dann (Gottseidank! endlich!) reagiert hat. Denn ich konnte diese Entscheidungen nicht mehr treffen.
Verfasst: 04:09:2006 15:58
von Milla
@Muschelschalk:
Du schreibst:
"Die meisten Menschen, die einen Suizidversuch unternehmen, hoffen darauf, gerettet zu werden.
Und eine solche Rettungshoffnung kann schon durch den angekündigten Selbstmord aktiviert werden!!!"
Zum Punkt 1:
-Ich spreche hier von MEINER Erfahrung (2 Selbstmordversuche mit 24 Jahren-bin jetzt 36 Jahren und bin sehr froh darüber!):als ich diese Versuche unternommen habe,wollte ich BEWUßT sterben.Und zwar sofort.Ich glaube nicht,daß jemand,der diesen Schritt tut,hofft,nicht zu sterben sondern gerettet zu werden.Er will durch den Tod ein Ende an sein Leid tun.Punkt.
So war es bei mir zumindest.Das bedeutet nicht,daß man nicht mehr auf Hilfe hofft,aber ich glaube,man macht diesen Schritt, weil man eben diese Hilfe vorher nicht erfahren hat.Man ist einfach hoffnungslos,daß unsere Lage sich verbessert.Man sieht nur noch den Tode als Rettung.
Daß man unbewußt durch den Selbstmordveruch Hilfe ruft, ist etwas Anderes.Man sagt ja, eine Selbstmordversuch ist ein Hilferuf, ein Ruf nach Liebe und Verständnis.Aber ICH war mir durchaus bewußt,daß ich wirklich sterben konnte.Sonst hätte ich den Versuch nicht unternommen sondern hätte mir Hilfe durch andere Methoden (Arztgespräch) geholt.Und weil ich ausgerechnet der Überzeugung war,daß keiner mehr mir helfen wollte/konnte,habe ich diesen Versuch unternommen.
-Zu Punkt 2:Was meinst du damit?

Verfasst: 04:09:2006 16:04
von hanna
Liebe Muschelkalk
vielleicht mache ich es mir zu einfach, aber ich finde:
1. Es ist SEHR wichtig, dass hier jemand schreiben kann, dass sie Suizidgedanken hat.
2. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass niemand hier verantwortlich ist für diese Person und ihre Handlungen (i.Ü: die Umsetzung der Drohung kann man nie ausschliessen, sagt meine Thera)
3.Ich gehe davon aus, dass das jede, die hier teilnimmt auch weiss.
4. Dass man sich juristisch etwas zuschulde kommen lässt, wenn man hier Frauen darüber schreiben sieht und keine Meldung macht, davon bin ich nicht überzeugt - ich weiss nicht, wie genau das der Vorstand hat abklären lassen.
5. Ich denke also, dass die einzig richtige Reaktion im Forum ist, die Person zu trösten und dann dazu anzuhalten, sich sofort an eine Fachperson zu wenden.
Grüessli
Hanna