Was nun?
Verfasst: 24:04:2007 22:48
Hallo, ihr Lieben,
ich weiß nicht so recht, wie ich anfangen soll. Aber ich habe immer mehr und mehr das Gefühl, dass ich irgendwie bei Euch dazugehöre.
Mein Sohn ist jetzt 8 Monate alt und die Geburt lässt mich einfach nicht los. Es war ein Notkaiseschnitt nach 16 1/2 Stunden Kampf. Jedes Mal, wenn ich mir den Gedanken daran gestatte, möchte ich meinen Kopf gegen eine Wand schlagen oder zumindest kommen mir die Tränen. Ich fühle mich so sehr als Versager, als "Weichei"...
Dazu kommt, dass ich schon früher ziemliche Essstörungen hatte (Bulimie), was aber nie behandelt wurde, weil ich mich nicht getraut habe, darüber zu sprechen. Jetzt wiege ich fast 100 Kilo (Rauchen aufhören+ Jojo - Effekt + Schwangerschaft), habe heftige Schwangerschaftsstreifen am ganzen Körper und von der Geburt eine 10 cm runterhängede Fettschürze überbehalten, die kein Sport der Welt jemals kurieren wird. Meine Elterm machen mich verrückt damit, dass ich doch endlich eine Diät anfangen soll. (Sie wissen ja nichts von den Essstörungen)
Außerdem bin ich gerade im Examen und kriege da nicht mal bei der Anmeldung (3. Anlauf zur Anmeldung) die Beine an den Grund, weil ich es nichtmal schaffe, alle Unterlagen zusammenzukriegen. Ich weiß nicht warum, früher war ich eigentlich ein recht organisierter Mensch...
Meine Wohnung sieht aus, wie sau, das ist mir peinlich. Ich mag schon keinen mehr hier hinbringen. Ich mag auch meinen Sohn egentlich nicht so aufwachsen lassen. Er hat was besseres verdient. Aber mein Mann kümmert sich um den Lütten und ich habe einfach keine Zeit für den Haushalt, außer frühmorgens oder am Wochenende. Ich schlafe schlecht oder total viel. Mal so, mals so.
Ich rege mich total auf, wenn mein Sohn meine selbstgemachten Breie nichte essen mag oder nicht an meiner Brust trinken will (Ich stille ihn). Ich habe mich schon zweimal dabei ertappt, wie ich ihm einen vollen Löffel Brei ins Gesicht geschleudert habe, weil ich so sauer war. Ich war richtig beleidigt, bin ich doch extra für die Zutaten zu Fuß zum Biosupermarkt gelaufen und habe stundenlang in der Küche geschnippelt und gekocht und püriert! (Etwas schlimmeres ist gottseidank noch nicht passiert.) Aber der arme kleine kann doch überhaupt nichts dafür!
Ich liebe meinen Sohn sehr. Der Lütte ist sowas von niedlich und aufgeweckt und ich würde ihn für nichts in der Welt wieder hergeben, aber ich fühle mich einfach wie der allerletzte Versager, weil ich nichts so hinbekomme, wie ich mir das vorgestellt habe.
Ich meine, ich habe es ja so gewollt. Ich war ja immer die starke, die, der alles gelingt, der Gewinnertyp. Ich würde auch das Muttersein meistern.
Ich meistere das Muttersein auch. Aber der ganze Rest gerät völlig aus den Fugen. Mit meinem Mann gibt es nur noch Streit, ich kriege nichts mehr gebacken und meine schauspielerischen Talente reichen gerade aus, um der Umwelt eine heile Welt vorzuspielen.
Ich habe doch ein gesundes, tolles Baby! Mir muss es doch blendend gehen! Und jede Mutter hat doch mal Stress, da muss man sich auch mal zusammenreißen können. Aktiv werden! Was tun! Jedes mal, wenn ich mich zusammenreiße, reißt in mir was kaputt.
Es ist mir soooo peinlich damit zum Arzt zu gehen. Ich habe so Angst davor, das er eben nur das sagt: Reißen sie sich mal zusammen.
Meinem Mann kann ich das gar nicht sagen. Der würde nur antworten, dass ich schließlich nicht die Einzige sei, die Stress hätte und mich nicht so anstellen sollte. Ich soll Sport machen, eine Diät, aktiv werden.
Aber das kann ich nicht. Der Berg da vor mir ist echt zu riesig.
Wo seit ihr hingegangen? Wie hat die person Eures Vertrauens reagiert? Was haben eure Partner gesagt? Wissen sie davon? Wo soll ich hingehen?
Ich meine, ich weiß, das ich ein Problem habe, aber ich will eigentlich nicht, dass überhaupt irgendjemand davon erfährt. Das wäre mir sowas von peinlich, dann würde ich mich noch mehr als Versager fühlen. Was habe ich früher nicht immer getönt, ich würde das schaffen mit Examen, Kind, Mann, Haushalt etc... Ich schaffe es nicht.
ich weiß nicht so recht, wie ich anfangen soll. Aber ich habe immer mehr und mehr das Gefühl, dass ich irgendwie bei Euch dazugehöre.
Mein Sohn ist jetzt 8 Monate alt und die Geburt lässt mich einfach nicht los. Es war ein Notkaiseschnitt nach 16 1/2 Stunden Kampf. Jedes Mal, wenn ich mir den Gedanken daran gestatte, möchte ich meinen Kopf gegen eine Wand schlagen oder zumindest kommen mir die Tränen. Ich fühle mich so sehr als Versager, als "Weichei"...
Dazu kommt, dass ich schon früher ziemliche Essstörungen hatte (Bulimie), was aber nie behandelt wurde, weil ich mich nicht getraut habe, darüber zu sprechen. Jetzt wiege ich fast 100 Kilo (Rauchen aufhören+ Jojo - Effekt + Schwangerschaft), habe heftige Schwangerschaftsstreifen am ganzen Körper und von der Geburt eine 10 cm runterhängede Fettschürze überbehalten, die kein Sport der Welt jemals kurieren wird. Meine Elterm machen mich verrückt damit, dass ich doch endlich eine Diät anfangen soll. (Sie wissen ja nichts von den Essstörungen)
Außerdem bin ich gerade im Examen und kriege da nicht mal bei der Anmeldung (3. Anlauf zur Anmeldung) die Beine an den Grund, weil ich es nichtmal schaffe, alle Unterlagen zusammenzukriegen. Ich weiß nicht warum, früher war ich eigentlich ein recht organisierter Mensch...
Meine Wohnung sieht aus, wie sau, das ist mir peinlich. Ich mag schon keinen mehr hier hinbringen. Ich mag auch meinen Sohn egentlich nicht so aufwachsen lassen. Er hat was besseres verdient. Aber mein Mann kümmert sich um den Lütten und ich habe einfach keine Zeit für den Haushalt, außer frühmorgens oder am Wochenende. Ich schlafe schlecht oder total viel. Mal so, mals so.
Ich rege mich total auf, wenn mein Sohn meine selbstgemachten Breie nichte essen mag oder nicht an meiner Brust trinken will (Ich stille ihn). Ich habe mich schon zweimal dabei ertappt, wie ich ihm einen vollen Löffel Brei ins Gesicht geschleudert habe, weil ich so sauer war. Ich war richtig beleidigt, bin ich doch extra für die Zutaten zu Fuß zum Biosupermarkt gelaufen und habe stundenlang in der Küche geschnippelt und gekocht und püriert! (Etwas schlimmeres ist gottseidank noch nicht passiert.) Aber der arme kleine kann doch überhaupt nichts dafür!
Ich liebe meinen Sohn sehr. Der Lütte ist sowas von niedlich und aufgeweckt und ich würde ihn für nichts in der Welt wieder hergeben, aber ich fühle mich einfach wie der allerletzte Versager, weil ich nichts so hinbekomme, wie ich mir das vorgestellt habe.
Ich meine, ich habe es ja so gewollt. Ich war ja immer die starke, die, der alles gelingt, der Gewinnertyp. Ich würde auch das Muttersein meistern.
Ich meistere das Muttersein auch. Aber der ganze Rest gerät völlig aus den Fugen. Mit meinem Mann gibt es nur noch Streit, ich kriege nichts mehr gebacken und meine schauspielerischen Talente reichen gerade aus, um der Umwelt eine heile Welt vorzuspielen.
Ich habe doch ein gesundes, tolles Baby! Mir muss es doch blendend gehen! Und jede Mutter hat doch mal Stress, da muss man sich auch mal zusammenreißen können. Aktiv werden! Was tun! Jedes mal, wenn ich mich zusammenreiße, reißt in mir was kaputt.
Es ist mir soooo peinlich damit zum Arzt zu gehen. Ich habe so Angst davor, das er eben nur das sagt: Reißen sie sich mal zusammen.
Meinem Mann kann ich das gar nicht sagen. Der würde nur antworten, dass ich schließlich nicht die Einzige sei, die Stress hätte und mich nicht so anstellen sollte. Ich soll Sport machen, eine Diät, aktiv werden.
Aber das kann ich nicht. Der Berg da vor mir ist echt zu riesig.
Wo seit ihr hingegangen? Wie hat die person Eures Vertrauens reagiert? Was haben eure Partner gesagt? Wissen sie davon? Wo soll ich hingehen?
Ich meine, ich weiß, das ich ein Problem habe, aber ich will eigentlich nicht, dass überhaupt irgendjemand davon erfährt. Das wäre mir sowas von peinlich, dann würde ich mich noch mehr als Versager fühlen. Was habe ich früher nicht immer getönt, ich würde das schaffen mit Examen, Kind, Mann, Haushalt etc... Ich schaffe es nicht.