Hallo ihr Lieben,
nachdem ich gestern einen super guten Tag hatte ohne ZG und heute bis nachmittag auch, gehts jetzt schon wieder los. Hatte mich mal wieder mit meinem Freund gestritten und habe die Befürchtung, dass dieser schwer psychisch krank ist.
Er hat seine Impulse in Form von Aggressionen überhaupt nicht unter Kontrolle.
@Melli: Du sprichst mir aus der Seele, Vorfreude? Was ist das? Ich frage mich aber trotzdem, warum der Urzustand nicht einfach wiederhergestellt werden kann, immerhin wurde man ja auch ganz plötzlich so schlimm krank. Sicherlich muss davor auch schon Einiges nicht gestimmt haben, aber so ein abrupter Lebenswechsel, Gefühlswechsel? Mit diesen Tiefs kann ich gar nichts anfangen und sie sind umso schlimmer, wenn es einem besser ging.
Wie geht es dir denn heute liebe Melli?
@Pat: Dieses aufgesetzte Lächeln ist total schlimm. Ich kenne das auch. Meist ziehe ich dann nur meine Mundwinkel nach oben, in mir drinnen aber schreit alles und die Augen lachen überhaupt nicht mit.
Pat, darf ich dich fragen, ob du unsere schlimmen Gedanken überwunden hast? Also ob diese ganz weg sind?
Du hast sicherlich recht, ich muss Geduld haben, aber nach nunmehr insgesamt 2,5 Jahren (dazwischen gab es eine Pause der Depression) mit dieser beschissenen Krankheit, habe ich bald keine Geduld mehr. Ich frage mich immer, wie lange man das wohl aushalten kann.
@Julchen: Danke für den Tipp mit dem Buch, das werde ich mir demnächst einmal zulegen, denn ich habe großes Interesse daran, negative Gedanken umwandeln zu können in positive. Hast du dies schon ausprobiert?
In Ruhe Musik hören, oh ja, das habe ich früher total gerne gemacht und es fast als Hobby bezeichnet. Jetzt kann ich mich nicht mal mehr darüber freuen, sondern werde immer nur noch mehr depri, da ich dann an die alten Zeiten denke und wie schön das Leben doch war. Kennst du das auch?
@elli: Oh man, ich kann dich vollstens verstehen. Es geht mir auch ganz oft, dass ich mich nicht mitfreuen kann, nicht mitlachen kann, wenn mein Sohn dies tut. Wieder setze ich dann meine Maske auf und ziehe die Mundwinkel nach oben.
Allerdings gibt es wie erwähnt Momente, Stunden oder wie auch immer, in denen ich mich sehr über mein Kind freue. Wie lange warst du in der Klinik?
@Marika: Wie hast du es nur geschafft ins Kissen zu schreien und zu weinen? Ich kann mittlerweile schon kaum noch weinen, das fehlt mir sehr. Denn ich würde auch gern mal mein Kissen vermöbeln und es ausmotzen, anschreien und weiß der Teufel was noch alles, aber meine Emotionen (die negativen) ziehe ich so tief in mich zurück, dass sich immer alles gegen mich richtet.
Und ich hasse es, ich war schon immer so. Immer geschluckt, auch wenn ich vor Wut schon rot angelaufen bin, ich habe freundlich weitergelächelt und den Ärger in mich reingefressen. Schlimm sowas.
Ihr sagt dies immer so schön, dass es wieder gut werden wird, aber wann? Nach ingesamt 2,5 Jahren? Mittlerweile habe ich wirklich Hoffnung, dass es vielleicht doch auch MIT an der Schilddrüse liegen könnte, da der fT4 zu niedrig ist. Denn mein Leben ist nicht so scheiße, dass man sich gleich umbringen müsste, im Gegenteil eigentlich.
Ich bleibe jetzt auch beim Cipralex, damit komme ich zumindest gut zurecht und habe keine Erstverschlimmerung. Habe auch gelesen, dass bei Vielen das Cipralex sogar manchmal ein halbes Jahr braucht um richtig zu wirken. Vielleicht gehöre ich ja dazu, nahm es zuvor nur 5 Monate und habe wahrscheinlich einen Rückfall gehabt als ich so ca. 2 Wochen abgesetzt hatte. Denn es wurde nach und nach immer schlimmer und teilweise schlimmer als vorher, da halfen auch die neuen Medis dann nicht mehr sondern trugen dazu bei, dass es noch schlimmer als ohnehin schon wurde. Weißt du was total komisch war? Ich habe Dienstag meine erste 5 mg Tablette wieder davon genommen und seit dem Tag ging es mir gleich besser. Das kam mir so vor als ob mein Körper bzw. mein Kopf es wiederhaben wollte um klarzukommen. Mag schräg klingen, aber es kam mir so vor. Bleibt die Frage, ob es ein Placeboeffekt war.
@mama32: Oh je, seit 2 Jahren keine Freude mehr, darf ich fragen wie du damit zurecht kommst? Mir fällt es nämlich so unsagbar schwer, dass diese Lebensfreude weg ist. Alles was einen am Leben hält, ist doch diese innere Lebensfreude, die lebensbejahenden Gefühle, Träume, Pläne und so weiter. Es ist ein schweres Leben ohne Freude, fast gar unmöglich.
Aber ich hoffe so sehr, dass diese Freude für alle Frauen hier zurückkehrt, die sie nicht (mehr) haben.
Früher war ich so glücklich, dass ich wortwörtlich, wenn mich keiner sah, Bäume umarmt habe, wenn ich spazieren ging, mich über Blumen gefreut habe, den Vögeln zugesehen habe und ihnen zugezwitschert habe. Oh ja, wie war ich doch glücklich und all das ist weg.
Kroatien soll einer schöner Urlaubsfleck sein. Meine Freundin war auch gerade erst 10 Tage wieder dort, ich leider noch nie. Wie ging es dir denn im Urlaub? Auch nicht gut? Gab es da nicht auch schöne Momente voller Freude?
LG und sorry für die viele Laberei....
LG Bella