Hallo Joja,
hallo ihr Lieben, denen es grad schlecht geht!
Diese gemeine ZG und Impulse - Gefühle sind echt heulen - ich weiß, was ihr da durchmacht. Lasst euch ma fest drücken *allemiteinanderknuddel*
Liebe Joja, leider ist es am Anfang (auch MIT AD Einnahme) normal, dass bei einer Schwankung wieder die volle Kanne kommt - leider! Es fühlt sich dann an, als wäre alles umsonst gewesen, weil es eh wieder soo schlimm ist. Man ist mutlos, hoffnungslos und verzweifelt - wie gut ich das noch von mir weiß. Ich habe ganz oft verzweifelt in mein Kissen geschrieen, weil ich dachte, es zerreißt mich innerlich vor lauter Angst und Schmerz. Solche heftigen Tiefs hatte ich einige. Es geht (leider) nur langsam bergauf - aber dafür stetig. Das merkst du eindeutig daran, dass du schon eine sehr gute Phase hattest. Es zeigt eindeutig, dass das AD anschlägt.
Mit der Zeit, haben die Tiefs sich dann langsam verändert. Ich kann mich noch gut daran erinneren, dass dann auch eine Wut dazu kam - ich war dann sooooo wütend, wenn ich wieder mal ein Tief hatte - wütend auf die Krankheit und den Umstand, dass gerade ICH sie haben mußte. Nicht nur einmal hätte ich am liebsten mein AD samt Bachblüten, Entspannungs CD´s und meine ganzen Bücher über PPD über den Balkon geschmissen vor Wut und Enttäschung, dass schon wieder ein Tief da war und mich die ZG soooo quälten.

Ich war dann so verzweifelt und hoffnungslos und hatte sooo Angst, dass dieser Mist nie aufhört, das AD doch nicht wirkt und alles für die Katz war.
Das war es aber nicht und es kam die Zeit, dass ich eindeutig merkte, wie du Tiefs milder wurden und auch kürzer. Anfangs hatte vielleicht einen halben Tag ein hoch - dafür folgten wieder 3-4 Wochen lang ein Tief.

Dann kam die Zeit, in der ich 1 Woche lang ca. gut klar kam, dann wieder 2-3 Wochen ein Tief... usw. bis sich das ganz langsam umgekehrt hat.
Ich weiß, es ist sehr schwer zu ertragen, wenn man so von ZG und Impulsen gequält wird, wenn man doch schon eine gute Phase hatte. Aber eines ist ganz sicher: Es geht trotzdem bergauf - ich weiß es aus eigener Erfahrung. Lasst euch nicht aus dem Konzept bringen - nach dem Tief folgt wieder ein Hoch und jedesmal kommt ihr einen Schritt vorwärts.
@Bellchen: Du fragtest, wie sich die Impulse anfühlen: Also bei mir waren sie so, dass ich wirklich dachte, gleich tust du "es", dabei war ich meist in einer Situation, in der ich nicht "flüchten" konnte - z.B. beim Fläschchen geben (da kann ich mich noch sehr gut an so einen Impuls mit ZG erinnern). Mein Herz raste dann, ich begann zu schwitzen und konnte nur schwer atmen. Ich weißt noch wie ich dachte, so jetzt verselbständigt sich mein Arm und..... (Einzelheiten erspar ich euch, ihr könnt es euch eh denken). Ich saß da, fütterte Noah sein Fläschchen und wartete nur noch stocksteif auf eben den letzten Impuls der zum Ausführen noch fehlte. Es ist gar nicht einfach zu beschreiben: Irgendwie war es so ein Gefühl wie kurz vor einer Panikattacke - ich habe mich für Sekunden "aufgegeben" und so was wie "jetzt ist es zu spät, jetzt passiert es" gefühlt.
Ich habe damals diese Situation ausgehalten (wie gesagt, konnte nicht "flüchten") und NICHTS ist passiert. Mein Mann sagte später zu mir, als ich ihn fragte, ob er was besonderes bemerkt hatte: Ne, ihr habt so friedlich ausgesehen!!!

Es lief also wirklich alles nur in meinem Kopf ab und ich glaube heute, dass dieses Impuls Gefühl ganz nah an der Panikattacke steht. Denn ganz am Anfang hatte ich das oft - nur kam danach dann die PA - da konnte ich mich nicht bewegen, nichts mehr tun, bekam den Tunnelblick, Herzrasen und dachte immer - so jetzt fällst du um und stirbst vor Angst. Impulse hatte ich immer, wenn ich aus der Situation gar nicht raus kam (Fläschchen geben), PA waren dann, wenn ich hätte "flüchten" können, also die Situation verlassen.
Wie äußern sich denn diese "Impulse" bei euch?
Viele liebe Grüße und ein gutes neues Jahr von