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Update
Verfasst: 09:03:2009 14:49
von Gitta09
Hallo Ihr,
ein kleines Update. Habe gerade auch bei Medikamenten gepostet. Ich nehme jetzt seit 3 Wochen cipramil mir geht es leider immer noch nicht viel besser. Hatte vor 2 Wochen einen richtigen Zusammenbruch und wurde in eine Klinik überwiesen. Ich war eigentlich erstmal erleichtert, auch von zu Hause weg zu kommen, aber als ich dort ankam habe ich mich so richtig unwohl gefühlt. Es war auch keine Mutter-Kind-Station und ich kam mir da richtig fehl am Platz vor. Naja, die Psychologin mit der ich gesprochen habe ging ja noch, aber der Arzt hatte keine Ahnung. Ich fing an meine Situation zu schildern (was ja auch irgendwie gut tut) und mitten drin hat er mich unterbrochen und gesagt, das er nicht so genau sein muss und wir später ja sowieso nochmal mit der Oberärtzin sprechen. Über meine AD besondert in der Schwangerschaft hatte er gar keine Ahnung. Die Oberärztin allerdings, die ich dann irgendwann abends gesehen habe war dann sehr nett und kompetent. Nachdem ich dann die ganze Nacht wach lag, weil meine Zimmernachbarin so laut geschnarcht hat, habe ich am nächten Tag meinen Koffer gepackt und bin zu meinen Eltern. Ich weiß nicht, ob es die richtige Entscheidung war, aber mein Mann hatte nur eine Woche Urlaub genommen und länger wollte ich sowieso nicht bleiben. Wird man denn in der Klinik wirklich so viel schneller gesund oder ist es nicht besser solange es geht zu Hause zu bleiben?
Bei meinen Eltern war ich dann den Rest der Woche einschließlich WE. Es hat wirklich gut getan mal weg von den Kindern zu sein und sich nicht um den Haushalt kümmern zu müssen. Ich habe dann auch jeden Tag gearbeitet einschließich Samstag, weil das so ziemlich das einzige ist was mich ablenkt. Ich dachte dann auch es geht wieder und hatte promt Sonntag wieder einen Heultag. Ich glaube es lag aber auch an der Angst wieder nach Hause zu müssen und nicht arbeiten zu können (also den ganzen Tag mit mir und meinen schlechten Gefühlen verbringen zu müssen)
Letzte Woche war ich dann wieder zu Hause und ich bin so einigermassen zurecht gekommen, bis ich Donnerstag wieder einen Zusammenbruch (Heulen, Verzweiflung) hatte. Das habe ich dann echt nicht verstanden. Kennt Ihr das, diese Schwankungen. Mein Mann sagt es könnte daran liegen, das ich 2 Tage vorher die Dosis Cipramil von 20 auf 30mg erhöht habe. Aber müsste es mir dann nicht eher besser gehen oder zumindest nicht schlechter?
Heute habe ich übrigens den zweiten Termin bei der Psychologin, die hier im Forum empfohlen wurden. Sie war ganz nett, wobei ich noch nicht ganz überzeugt bin. Ich weiß einfach nicht so genau, wie mir eine Therapie helfen kann. Aber vielleicht sehe ich daa heute etwas klarer. Ich werde dann auch mal bei Therapie etwas schreiben, vielleicht helfen mir da andere Erfahrungen weiter.
Oje, jetzt habe ich aber ganz schön viel geschrieben und eigentlich gehört das eher in mein Tagebuch, aber vielleicht hat jemand ja doch noch ein paar Tips oder aufbauende Worte. Furchtbar wie erbärmlich ich im Moment bin...
Liebe Grüße
Gitta
Verfasst: 10:03:2009 11:29
von Tanja_1976
Hallo Gitta,
Erstmal möchte ich Dir sagen, das Du mit dieser Krankheit viel Geduld haben musst. Es wird immer drei Schritte nach vorn geben und manchmal auch wieder einen zurück. Du musst für Dich entscheiden, wo Du dich wohler fühlst, in den eigenen 4 Wänden oder in einer Klinik. Man kann glaube ich pauschal nicht sagen, wo man schneller gesund wird. Wichtig ist, das Du in dich hineinhörst und merkst, was für Dich besser ist und dir gut tut. Ein Spaziergang, einfach mal faul sein, Freundinnen besuchen, mach einfach mal, worauf DU Lust hast und lass dich nicht in eine Spirale drängen.
Ich will hoffen, dir damit etwas geholfen zu haben.
Liebe Grüße
Tanja
Verfasst: 11:03:2009 16:43
von Gitta09
Hallo Tanja,
Du hast recht, ich muss geduldig sein, es ist halt nur immer die Angst dabei, das es mir nicht mehr besser gehen wird.
Heute morgen hatte ich aber tatsächlich das Gefühl (zum ersten mal), das mein Morgentief nicht mehr ganz so schmerzhaft war und das gibt mir Hoffnung. Ich glaube im Moment bin ich
am besten zu Hause aufgehoben. Ich stehe aber noch auf der Warteliste für einen Mu-Ki-Platz und werde dann entscheiden, wie es mir geht. Mit dem Ablenken und mir Gutes tun hast
Du recht, allerdings fange ich jetzt erst überhaupt wieder an dazu fähig zu sein und in den letzten schlimmen Wochen habe ich jeglichen Kontakt zu Freunden abgebrochen, weil
ich einfach niemand sehen wollte und konnte und irgendwie habe ich jetzt bammel mich wieder zu melden, weil einige ständig auf den AB gequatscht haben und ich mich einfach
nicht gemeldet habe. Aber das wird wohl der nächste Schritt sein, den ich in Richtung Besserung selbst aktiv gehen muss!
Viele liebe Grüße und Danke für Deine Antwort
Gitta
Verfasst: 12:03:2009 9:12
von Tanja_1976
Liebe Gitta,
Angst vor der Angst kenne ich zu Genüge. Aber wie gesagt, bau Dir dein Leben so auf, dass DU zurecht kommst.
Wenn Du dich bei Deinen Freunden meldest, dann hörst du, wie sie reagieren. Entweder stehen sie dir bei, dann hast du Freunde, oder sie kehren dir den Rücken, dann kannst du aber auch auf solche Freunde verzichten. Es gibt immer Freunde, die dich eine Zeit lang begleiten und dann in den Hintergrund rücken. Aber dann sollte man sich fragen, ob sie es wert sind, seine Gedanken an solche Freunde zu verschwenden. Glaub mir, ab einem gewissen Alter ( ich war 30 ) beginnt man, Freunde auszusortieren. Man verändert sich ständig und wenn Freunde das nicht sehen und auf einen eingehen und da sein können, dann braucht man sie nicht. Das habe ich so festgestellt. Ich habe auch nur wenige Freunde, aber das stört mich nicht. Wenn ich alle paar Wochen mal meine Freundin sehe, dann ist es um so intersiver. Wichtig ist, das man mit seinem Partner und Kind zurecht kommt, weil die hat man jeden Tag. Ich habe mir vorgenommen, meinen Mann auch gleichzeit als BESTEN Freund zu sehen, das macht vieles manchmal einfacher.
So, genug geschrieben. ( LACH)
LIIIIIEEEEBBBBEEE GRÜÜÜÜÜßßßßßEEEE
Tanja
Verfasst: 12:03:2009 23:02
von Gitta09
Hallo Tanja,
Du hast recht mit dem was du schreibst. Meine beste Freundin weiß auch über alles Bescheid und steht zu mir auch wenn ich mich bei Ihr auch nicht mehr melden konnte. Sie versteht es aber. Auch meine anderen Freunde würden mir nicht den Rücken kehren, aber ich will einfach nicht das sie mich in meiner Depression sehen. Es ist mir peinlich. Ich habe nach aussen ein Bild von mir aufgebaut, wie ich nur teilweise (ohne die Depression bin), wie ich aber gerne wäre. Selbstbewust, stark, fröhlich. Und das ist nicht nur Fassade, aber leider gibt es eben auch die schwache, traurige Seite. Ich habe mich jetzt wieder bei Ihnen gemeldet und auch gesagt das es mir nicht gut ging die letzte Zeit und ich so eine Art Wochenbettdepression jetzt während der Schwangerschaft habe, es mir aber schon besser geht. Nachgefragt was genau los war hat aber keiner und ich weiß nicht, ob ich erleichtert oder traurig sein soll. Ich nehme aber an es ist einfach schwer zu verstehen, wenn man nicht selbst in der Situation war. Sogar meinem Mann fällt das ja schwer. Ausserdem war ich ja ganz die alte, fröhliche Gitta am Telefon und auch wenn es etwas gespielt war denke ich das es mir hilft wieder so zu werden. Verstehst Du das?
Das mit dem Freunde aussortieren habe ich übrigens witzigerweise auch als ich 30 wurde gemacht. Ich habe mir früher oft Sorgen gemacht, was andere wohl von mir denken und mich dann mal hingesetzt und überlegt wer diese anderen überhaupt sind. Es wurde mir klar das es „die anderen“ so gar nicht gibt, sondern einfach Leute in meinem Leben, die mehr oder weniger wichtig sind und die weniger Wichtigen wurden von meiner Liste gestrichen. Das hat gut getan!
Der Mann als bester Freund, so sollte es eigentlich sein, auch wenn ich das schwierig finde. Mein größtes Ziel wäre es aber eigentlich mir selbst eine Freundin zu sein, mich selbst wieder zu mögen und davon bin ich leider noch ganz weit entfernt.
Liebe Grüße
Gitta
Verfasst: 13:03:2009 8:14
von Tanja_1976
Hallo Gitta,
Ich bin davon überzeugt, das Du es schaffst, wieder ein Stück die "ALTE" zu werden. Manchmal passieren zu viele Dinge gleichzeit im Leben, die man nicht so schnell begreifen und sortieren kann. Mein Sohn wird im Oktober 4 Jahre und nun mit ganz langsamen Schritten bin ich ein Stück weit die Alte geworden. Wenn es mir manchmal schlecht geht, dann erinnere ich mich an die Zeit, als es mir noch schlechter ging und dann sage ich mir, ich kann stolz sein, viel geschafft zu haben. Ich muss nur noch lernen, dass man als Mutter nicht so perfektionistisch sein soll, denn das wiederum verursacht Stress und schlechte Gefühle. Ich kann manchmal meinen hohen Erwartungen an mich selbst nicht gerecht werden. Und ehrlich, muss ich das? Wenn mein Kurzer im Kiga ist und ich dann schon alles im Haushalt erledigt habe, habe ich mich neulich aufs Sofa gesetzt und wollte meinen Kaffee trinken. Doch ich fühlte mich von meiner inneren Stimme gedrängt: Du kannst doch unmöglich schon fertig sein, du musst noch was tun.... etc. Ich fühle mich dann innerlich getrieben und muss aufstehen.
Meine Thera. sagt, es sei lebensnotwendig, sich hinzusetzten und nix zu machen, wir haben vor 14 Tagen drüber gesprochen. Wenn ich nächste Woche hin gehe fragt sie mich bestimmt ob ich auch mal faul war.... Da kann ich dann nein sagen. Aber wie gesagt, für mich ist ein Wohnungsputz mnchmal sehr befreiend. Vieles alte wirft man weg, gewinnt neuen Platz und freut sich über die Ordnung.... bis der kurze aus dem Kiga wieder da ist. Dann hat die Bombe in kürze wieder eingeschlagen... ( LACH )
Verstecke Dich nicht hinter einem "fremden" Bild, stehe zu Dir, denn Du kannst nichts für Deine Depression. Du hast dich nicht unter den blauen Himmel gestellt und mit weit ausgebreiteten Armen gerufen: Hier bin ich, bestraf mich mit Depressionen.
Dir muss nichts peinlich sein. Wer dich nicht versteht, verschwendet deine Zeit, die du für dich brauchst um wieder gesund zu werden.
Schreib mir bitte, wie du die Schwangerschaft erlebst und wann das Baby kommen soll etc. Ich freue mich, wieder von Dir zu hören.
Liebe Grüße
Tanja
Verfasst: 18:03:2009 18:17
von Gitta09
Hallo Tanja,
so langsam geht es bergauf. Das Negative wird immer weniger und auch wenn noch keine positiven Gefühle das sind, ist es doch eine Erleichterung. Ich nehme allerdings jetzt genau seit 4 Wochen mein AD. Ich habe mich jetzt auch wieder mit Freundinnen getroffen und wir hatten dieses WE endlich mal wieder Besuch. Ausserdem kann ich endlich wieder schlafen. Ich glaube so langsam bekomme ich mein Leben wieder in den Griff. Jetzt hoffe ich darauf alles vielleicht bald nicht mit großer Anstrengung, sondern mit Freude tun zu können. Aber ich weiß, ich muss Geduld haben!!!!
Dieses schlechte Gewissen, wenn man mal nichts macht kenne ich auch. Ich fühle mich auch immer ganz unwohl, wenn alles um mich rum im Chaos versinkt. Wenn ich es dann beseitigt habe fühle ich mich richtig gut und befreit. Leider ist es dann auch schon wieder Zeit die Kleine von der Krippe abzuholen und das Chaos bricht von Neuem aus

. Aber es ist auch wirklich wichtig mal abzuschalten und zu entspannen. Eigentlich kann ich das auch ganz gut. Meistens lese ich und dann vergesse ich sowieso alles um mich herum und damit das schlechte Gewissen, das ich ja eigentlich dies und jenes mal machen müsste. Bei mir ist es leider so, dass ich eine Meisterin darin bin Dinge aufzuschieben, wie z.B. Rechnungen bezahlen, Telefonate erledigen...etc. Was ich schon an Mahngebühren bezahlt habe, einfach weil ich es nicht auf die Reihe bekomme die Dinge rechtzeitig zu erledigen.
Aber bei Dir scheint es ja so zu sein, dass Du eher zu viel tust. Vielleicht kannst du Dir ja immer nur eine bestimmte Aufgabe für den Vormittag vornehmen, diese erledigen und es danach wirklich als „Aufgabe“ sehen einen Kaffee trinken, Zeitschrift lesen etc. Im Sommer habe ich mich auch schon manchmal, wenn ich die Kleinen abgegeben habe mit einer Zeitschrift ins Cafe gesetzt und einen leckeren Latte Macchiato mit etwas Süssem genossen. (ach ja, seufz das waren noch Zeiten vor meiner Depression) Zuhause sieht man nämlich immer Dinge, die man noch zu tun hat! Frag mich, wie schon gesagt ich bin die Meisterin im Aufschieben, Verdrängen und vor Arbeit drücken (hihihi) leider habe ich noch nicht gelernt mich auch dabei wohlzufühlen (seufz, das schlechte Gewissen). Wie so oft macht es die gesunde Mischung....
Schwangerschaftsmässig geht es mir gut. Ich hatte letzte Woche eine Fruchtwasseruntersuchung, die zum Glück soweit gut verlaufen ist, und auch das Ergebniss hat keine Auffälligkeiten gezeigt. Das war schon eine Erleichterung für mich. Als ich dann erfahren habe das es wieder ein Mädchen wird habe ich mich doch irgendwie gefreut. Ansonsten kann ich mich leider noch nicht richtig auf das Kind freuen, aber wie soll das auch gehen, wenn ich noch keine Freude empfinden kann. Ich mache mich da erstmal nicht verrückt. Es ist ja noch eine ganze Weile bis zur Geburt (ET 31.08). Ich werde auf jeden Fall weiter berichten, wie es mir ergeht!
Unsere Söhne habe ich gelesen sind ja ungefähr gleich alt, habt Ihr eigentlich nochmal Nachwuchs geplant?
LG Gitta
Verfasst: 18:03:2009 19:44
von Tanja_1976
Hallo Gitta,
schön, wieder was von dir zu hören und zu lesen. Also ich dachte bis vor 7 Tagen ich wäre schwanger, weil meine Periode etwas auf sich warten lies. Ich wusste nicht, ob Segen oder Fluch. Der alte Film ging los... Du weist was ich meine.... Erleichtert war ich aber trotzdem, als meine Tage kamen. Wenn es passiert wäre, dann würde ich nicht abtreiben, das könnte ich nicht. Geplant ist ein 2. Kind nicht. Ich habe noch nicht mal alles von der 1. Geburt verarbeitet. Da ich viel mitgemacht habe, war die Bereitschaft zum 2. Kind nicht da. Wäre das damals bei Yannick anders verlaufen, dann würde ich sicher noch welche haben wollen. Aber nun sage ich immer: Wenn Aldi Kinder auf dem Krabbeltisch für 1,99 € im Angebot hat, dann nehme ich noch eins ( LACH ). Ich hoffe Du verstehst meinen Humor. Also drauf anlegen nochmal schwanger zu werden muss ich nicht.
Dann bekommt ihr also Baby NR. 3 ??? Das ist toll. In der heutigen Zeit ist es auch nicht ganz so einfach, viele Leute gucken dann immer und ich muss sagen, die finanzielle Seite sollte man nicht ausser Acht lassen. Aber ich find das toll.
Ich freue mich, dass es dir langsam besser geht. Was darfst du denn als AD nehmen in der SS?
Ich muss schon sagen, dein Beitrag liest sich wirklich besser als der letzte... der wirkte wirklich traurig und verzweifelt.
Ich drücke dir weiterhin die Daumen, dass es alles so bleibt und weiter bergauf geht.
Im Moment habe ich wieder mehr mit unterschwelligen Ängsten zu tun. Bin immer nervös und hibbelig. Werde morgen mit meiner Thera sprechen. Mal sehen, was ich dann berichten kann.
So, einen schönen Abend wünsche ich euch und lass wieder von Dir hören.
Liebe Grüße
Verfasst: 22:03:2009 16:29
von Gitta09
Hallo Tanja,
also den Spruch mit dem Aldi-Krabbeltisch finde ich klasse

. Könnte auch von mir kommen. Und ernsthaft für mich ist schwanger sein einfach furchtbar. Vielleicht blieb mir deshalb bis jetzt eine PPD erspart, weil ich mich immer während der Schwangerschaft dermassen elend gefühlt habe, so dass ich einfach nur froh bin wenn es vorbei ist. Naja, wahrscheinlich doch eher die Medis. Aber Spaß bei Seite, ich denke Du wirst merken, ob der Kinderwunsch doch nochmal so stark wird, das Du es wagst. Und wenn nicht, ist doch auch völlig okay. Ja wir bekommen jetzt das Dritte. Finanziell muss man sich das natürlich wirklich überlegen, auch wenn ich denke, dass es irgendwie immer geht. Aber in dieser Hinsicht, sind wir einigermassen abgesichtert und wie sagt man so schön „no risk no fun“
Momentan werden während der Schwangerschaft bei den SSRI´s Citalopram und Sertralin als die Sichersten angegeben, dann gibt es aber auch noch einige trizyklische Ads, die man nehmen kann.
Du hast recht, wenn ich 2 Wochen zurückdenke, geht es mir schon viel besser und auch wenn ich noch nicht ganz wieder die Alte bin kann ich sagen, ich bin auf dem richtigen Weg. Allerdings denke ich, ich sollte auf jeden Fall auch eine Therapie beginnen, nur ist es wirklich schwer jemand geeignetes zu finden und ich bin noch auf der Suche.....
Nimmst Du eigenlich Medikamente? Wie war denn Dein Termin bei Deiner Thera, ich hoffe sie konnte Dir weiterhelfen und Dir geht´s etwas besser!
Viele liebe Grüße
Gitta
Verfasst: 22:03:2009 18:11
von Tanja_1976
Hallo Gitta,
also, meine Thera sagt, ich brauche mir keine Gedanken zu machen. Das man Hochs und Tiefs hat ist ganz normal und nach einer Geburt, wird man mit dem "NEUEN Leben" erstmal aus der Bahn geworfen. Mit zunehmenden Alter ( LACH, jetzt 32 ) steht man mitten im Leben und es gibt nicht nicht umsonst die Krise des Mittleren Alters. Vieles ist schwerer, grade für die Mütter, die ihren Job aufgegeben haben und somit keine BESTÄTIGUNG mehr für den Haushalt und das MAMA dasein bekommen. Die Männer bekommen im Job ihre Leistung anerkannt, vielleicht durch ein Trinkgeld etc. Mütter nicht. Mütter sind nicht mehr so flexibel wie vorher ohne Kind(er), da öffnet sich erstmal ein Loch und man fragt sich, welchen Status man als Mama hat.
Sonst nehme ich im Moment Laif 900mg 1x morgens und 1x abends. Dann gegen die Unruhe Passionsblume. So komme ich ganz gut klar.
Vieles hat aber auch mit VERGANGENEM zu tun, was sich jetzt langsam auf den Weg nach oben macht. Tja, wie heißt es so nett: Mama werden ist nicht schwer, Mama sein dagegen sehr. Ich muss sagen, Yannick war ein absolutes Wunschkind und ich hatte eine SUPER TOLLE SS. Nur die Art der Entbindung war SCH... und das reißt mich rein. Nach mehr als 3 Jahren bin ich damit noch nicht fertig geworden. Immer wenn ich darüber erzähle, kommen wieder Fragen hoch. Es lässt mich nicht ruhen das Erlebnis.
Aber ich freue mich, das es dir echt besser geht. Freue mich wieder was von Dir zu hören.
Liebe Grüße