Neu bei euch...
Verfasst: 13:07:2009 10:14
Erstmal hallo!
Ich bin neu hier, und ich möchte mich und meine Geschichte kurz vorstellen:
mein Name ist Elisabeth, ich bin Ende 20 und komme aus Österreich. Ich habe 2 Töchter. Die Erste ist fast 4, ihre Schwangerschaft war ungeplant, mit ihrem Papa war ich noch nicht lang zusammen. Trotzdem hat alles im Endeffekt wunderbar geklappt, ich konnte sogar weiterstudieren. Als sie 2 Jahre alt war, hatten wir uns zu einem 2. Kind entschlossen. Es klappte auch sofort und zunächst hatte ich eine wunderbare Zeit. Dann, in der 29. SSW begann es mit vorzeitigen Wehen. Ich war eine Woche stationär, wurde mit Wehenhemmern behandelt und bekam für zu Hause Tabletten mit. Die nächsten Wochen hab ich dann fast ausschließlich auf der Couch verbracht, die Wehen hatte ich eigentlich durchgehend immer, trotz medikamente. Immer wieder war ich in der Ambulanz, wenn die Wehen ganz schlimm wurden. Ich hatte durchgehend schreckliche Angst. In der 34. SSW hatte ich dann eine Panikattacke. Das war für mich so der beginn, bzw. der Punkt, an dem ich bemerkt hab, dass was nicht stimmt. Ich hatte schon in der Schwngerschaft viel Angst, dass nach der Geburt nicht alles vorbei sein könnte. Leider war es dann auch so. Ich weiß nicht genau wie, aber irgendwie hab ich die Zeit auf der Couch umgebogen und 2 Wo vor dem termin kam meine kleine Tochter zur Welt (per Kaiserschnitt, BEL) Die ersten 2 Tage nach der geburt waren herrlich, ich fühlte mich, als hätte ich es überstanden. Dann begann alles wieder: Angst, Heulen etc. Habe dann die Adresse einer Ambulanz bekommen, die aud peripartale Psychiatrie spezialisiert ist. Dort haben sie mir Tresleen (Sertralin) verschrieben. Bis das gewirkt hat, war es fürchterlich. Ich wollte keine Sekunde ohne meinen Mann sein, weil ich so Angst hatte, eine Panikattacke zu haben, wenn nur meine Kinder da sind. Nach 2,5 Wochen ca. ging es mir besser, bis mein Mann geschäftlich verreisen musste, da hatte ich dann wieder 2 schreckliche Wochen. dann ging s eigentlich stetig bergauf, mein Leben wurde wiedr recht normal, mit nur einigen schlechten Tagen dazwischen. So habe ich dann nach 4,5 Monaten die Medikamente abgesetzt. Wie sich leider herausstellte, war das zu früh. Vor ca. 3 wochen bin ich wieder da rein geschlittert.
Ich habe jetzt wieder Medikamente bekommen und mache eine Psychotherapie, die mir auch hilft. Zumindest kann ich jetzt darüber sprechen und hol mir Hilfe so gut es geht. Ich funktioniere so vor mich hin, versuche Dinge zu tun, von denen ich weiß, dass sie mir eigentlich Spaß machen. Aber ich hab solche Angst, dass es immer so bleibt, obwohl ich ja schon weiß, dass es vorbei geht. Es fühlt sich nur einfach nicht so an. Dieses herumsitzen und auf die wirkung von einem medikament warten, das liegt mir überhaupt nicht.
Ich bin so traurig, dass ich die Zeit mit meiner Familie nicht wenigstens ansatzweise genießen kann und so unendlich wütend, dass diese besch*** Krankheit mich so in Besitz genommen hat.
"I know that it`s a wonderful world, but I can`t feel it right now"
Ich weiß, ich bin nicht schwer depressiv, ich kann jeden Tag aufstehen, ich versorge meine Kinder und spiele mit ihnen, ich geh Laufen, lese etc.
Aber ich denke die ganze Zeit nur, dass es mir so schlecht geht, dass ich nicht mehr ich selbst bin und dass ich Angst hab, dass es nie vorbei geht.
Ich fühl mich einfach extrem machtlos, freudlos, schlaflos, lieblos und überhaupt -los.
Liebe Grüße, Elisabeth
Ich bin neu hier, und ich möchte mich und meine Geschichte kurz vorstellen:
mein Name ist Elisabeth, ich bin Ende 20 und komme aus Österreich. Ich habe 2 Töchter. Die Erste ist fast 4, ihre Schwangerschaft war ungeplant, mit ihrem Papa war ich noch nicht lang zusammen. Trotzdem hat alles im Endeffekt wunderbar geklappt, ich konnte sogar weiterstudieren. Als sie 2 Jahre alt war, hatten wir uns zu einem 2. Kind entschlossen. Es klappte auch sofort und zunächst hatte ich eine wunderbare Zeit. Dann, in der 29. SSW begann es mit vorzeitigen Wehen. Ich war eine Woche stationär, wurde mit Wehenhemmern behandelt und bekam für zu Hause Tabletten mit. Die nächsten Wochen hab ich dann fast ausschließlich auf der Couch verbracht, die Wehen hatte ich eigentlich durchgehend immer, trotz medikamente. Immer wieder war ich in der Ambulanz, wenn die Wehen ganz schlimm wurden. Ich hatte durchgehend schreckliche Angst. In der 34. SSW hatte ich dann eine Panikattacke. Das war für mich so der beginn, bzw. der Punkt, an dem ich bemerkt hab, dass was nicht stimmt. Ich hatte schon in der Schwngerschaft viel Angst, dass nach der Geburt nicht alles vorbei sein könnte. Leider war es dann auch so. Ich weiß nicht genau wie, aber irgendwie hab ich die Zeit auf der Couch umgebogen und 2 Wo vor dem termin kam meine kleine Tochter zur Welt (per Kaiserschnitt, BEL) Die ersten 2 Tage nach der geburt waren herrlich, ich fühlte mich, als hätte ich es überstanden. Dann begann alles wieder: Angst, Heulen etc. Habe dann die Adresse einer Ambulanz bekommen, die aud peripartale Psychiatrie spezialisiert ist. Dort haben sie mir Tresleen (Sertralin) verschrieben. Bis das gewirkt hat, war es fürchterlich. Ich wollte keine Sekunde ohne meinen Mann sein, weil ich so Angst hatte, eine Panikattacke zu haben, wenn nur meine Kinder da sind. Nach 2,5 Wochen ca. ging es mir besser, bis mein Mann geschäftlich verreisen musste, da hatte ich dann wieder 2 schreckliche Wochen. dann ging s eigentlich stetig bergauf, mein Leben wurde wiedr recht normal, mit nur einigen schlechten Tagen dazwischen. So habe ich dann nach 4,5 Monaten die Medikamente abgesetzt. Wie sich leider herausstellte, war das zu früh. Vor ca. 3 wochen bin ich wieder da rein geschlittert.
Ich habe jetzt wieder Medikamente bekommen und mache eine Psychotherapie, die mir auch hilft. Zumindest kann ich jetzt darüber sprechen und hol mir Hilfe so gut es geht. Ich funktioniere so vor mich hin, versuche Dinge zu tun, von denen ich weiß, dass sie mir eigentlich Spaß machen. Aber ich hab solche Angst, dass es immer so bleibt, obwohl ich ja schon weiß, dass es vorbei geht. Es fühlt sich nur einfach nicht so an. Dieses herumsitzen und auf die wirkung von einem medikament warten, das liegt mir überhaupt nicht.
Ich bin so traurig, dass ich die Zeit mit meiner Familie nicht wenigstens ansatzweise genießen kann und so unendlich wütend, dass diese besch*** Krankheit mich so in Besitz genommen hat.
"I know that it`s a wonderful world, but I can`t feel it right now"
Ich weiß, ich bin nicht schwer depressiv, ich kann jeden Tag aufstehen, ich versorge meine Kinder und spiele mit ihnen, ich geh Laufen, lese etc.
Aber ich denke die ganze Zeit nur, dass es mir so schlecht geht, dass ich nicht mehr ich selbst bin und dass ich Angst hab, dass es nie vorbei geht.
Ich fühl mich einfach extrem machtlos, freudlos, schlaflos, lieblos und überhaupt -los.
Liebe Grüße, Elisabeth