Schwanger in der 28. SSW und depressiv
Verfasst: 16:11:2009 14:26
So, jetzt überwinde ich mich auch mal hier zu schreiben. Ich bin 34 Jahre alt und in der 28. SSW. Ich habe bereits eine kleine Tochter von 19 Monaten. Ihre Schwangerschaft verlief relativ reibungslos und nach ihrer Geburt war ich der glücklichste Mensch auf Erden. Bei mir/uns stellte sich relativ schnell wieder Kinderwunsch ein und ich habe nach langem Grübeln im Mai 2009 die Pille abgesetzt. Zunächst war ich stark hin- und hergerissen, da ich nach einem Jahr Elternzeit erst Anfang April wieder angefangen war zu arbeiten. Ich bin Lehrerin. Ich wurde auch direkt schwanger. Von Anfang an ging es mir in der Schwangerschaft nicht gut. Fühlte mich immer schlapp, müde, traurig, machte mir viele Gedanken usw. Dachte aber, dass es ja normal ist die ersten 3 Monate. Hatte ich bei meiner Tochter auch. Außerdem hatte ich total viel zu tun als Mutter mit voller Stelle. Kind morgens wegbringen. Bis halb zwei Schule. Kind abholen. Nachmittag mit ihr verbringen. Abends an den Schreibtisch und Unterricht vorbereiten. Also kaum Erholung. Mein Befinden wurde leider nicht besser und im Oktober (in den Herbstferien) ging es mir dann richtig schlecht. Ich fühlte mich nur noch unglücklich, alles erschien sinnlos usw. Meine Hebamme riet mir zum Arzt zu gehen und mich erst mal krankschreiben zu lassen, da ich wohl überlastet sei. Widerwillig ging ich zu ihr und sie verpasste mir ein Beschäftigungsverbot (mit dem ich bis jetzt nicht wirklich zurecht komme, da ich mir ständig vorhalte, dass ich es nicht geschafft habe, bis zum Mutterschutz durchzuhalten und dass es mir ja gar nicht sooo schlecht geht...).Außerdem hat sie mir ein Medikament aufgeschrieben: Doxepin und mir geraten ggf. einen Neurologen aufzusuchen. Da ich mich nicht wirklich gut genug beraten fühlte, ging ich zu meinem Hausarzt. Er untersuchte meine Schilddrüsenwerte etc. Alles in Ordnung. Ich erhielt eine Überweisung zum Neurologen. Der empfahl mir das Medikament Citalopram. Ich sollte mich übers Wochenende informieren und mich mit meiner Familie beraten und ggf. wiederkommen. Ich war nach dem Besuch total niedergeschmettert. Keine Ahnung, was ich erwartet habe. Auf jeden Fall konnte ich die Medis nicht nehmen. Ich habe einfach zu viel Angst dem ungeborenen Baby was anzutun. Naja, auf jeden Fall bin ich ich dann auf Empfehlung eines Bekannten zu einer weiteren Ärztin, die Psychotherapeutin und gleichzeitig Gynäkologin ist. Ich bin jetzt zweimal bei ihr gewesen und sie hat mir vorgeschlagen, eine Therapie zu machen. Ich bin mir noch nicht wirklich sicher, ob das wirklich helfen kann.
Ich befand mich bereits vor meiner Schwangerschaft schon häufig in Phasen, in denen es mir nicht gut ging. Ich habe auch bereits vor 9 Jahren mal eine Gesprächstherapie gemacht, die mir aber wohl nicht wirklich geholfen hat. Damals dachte ich das. Da ging es mir aber auch nicht ansatzweise so schlecht wie es mir jetzt manchmal geht. Es ist nicht jeden Tag so, aber wenn es kommt, dann haut es mich um. Ich habe das Gefühl nie mehr ein glücklicher Mensch zu werden und vor allem habe ich Angst, dass es nach der Entbindung noch schlimmer werden könnte. Deswegen frage ich mich auch, ob es wirklich die richtige Entscheidung ist, keine Medis zu nehmen.
Ich frage mich zur Zeit, was wirklich mit mir los ist? Woher das alles kommt? Bin ich wirklich überlastet? Burn out? Oder liegt es an Dingen aus meiner Vergangenheit, die ich nicht verarbeitet habe? (Ich hatte eine ziemlich bescheidene Kindheit). Oder woran liegt es sonst? Hormone? Ich quäle mich jeden Tag mit diesen Fragen und versuche eine Antwort zu finden, um mir so auch irgendwie helfen zu können. Ich weiß das alles nicht und ich weiß auch nicht, was ich sonst noch machen kann außer eine Therapie. Die hilft ja nicht so kurzfristig.
Zunächst bin ich froh, dieses Forum gefunden zu haben. Vielleicht finde ich hier einige Antworten.
Danke fürs Lesen, Luise74.
Ich befand mich bereits vor meiner Schwangerschaft schon häufig in Phasen, in denen es mir nicht gut ging. Ich habe auch bereits vor 9 Jahren mal eine Gesprächstherapie gemacht, die mir aber wohl nicht wirklich geholfen hat. Damals dachte ich das. Da ging es mir aber auch nicht ansatzweise so schlecht wie es mir jetzt manchmal geht. Es ist nicht jeden Tag so, aber wenn es kommt, dann haut es mich um. Ich habe das Gefühl nie mehr ein glücklicher Mensch zu werden und vor allem habe ich Angst, dass es nach der Entbindung noch schlimmer werden könnte. Deswegen frage ich mich auch, ob es wirklich die richtige Entscheidung ist, keine Medis zu nehmen.
Ich frage mich zur Zeit, was wirklich mit mir los ist? Woher das alles kommt? Bin ich wirklich überlastet? Burn out? Oder liegt es an Dingen aus meiner Vergangenheit, die ich nicht verarbeitet habe? (Ich hatte eine ziemlich bescheidene Kindheit). Oder woran liegt es sonst? Hormone? Ich quäle mich jeden Tag mit diesen Fragen und versuche eine Antwort zu finden, um mir so auch irgendwie helfen zu können. Ich weiß das alles nicht und ich weiß auch nicht, was ich sonst noch machen kann außer eine Therapie. Die hilft ja nicht so kurzfristig.
Zunächst bin ich froh, dieses Forum gefunden zu haben. Vielleicht finde ich hier einige Antworten.
Danke fürs Lesen, Luise74.