Mein Mann der Ignorant...

Austausch alltäglicher Sorgen oder Freuden

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Loulou7

Mein Mann der Ignorant...

Beitrag von Loulou7 »

Mein Mann nimmt nicht wirklich zur kenntnis das ich krank bin. ich habe ihm ja mal gesagt, das mir der Doc eine Depression bescheinigt hat, aber da kam gar nichts. JEdesmal wenn ich mich selbst verletzt habe, hat nichts dazu gesagt (außer als ich ihn mal gefragt habe ob er das normal findet, da kam dann er will es mit seinen KOmmentaren nicht noch schlimmer machen). Wenn ich austicke und er ist dabei, schreit er mich höchstens auch noch an, ich soll mich zusammennehmen oder mich nicht so aufführen.
Gestern wollte ich gern die DVD Das Fremde in mir mit ihm ansehen. NAch 3 min springt er auf, blafft rum, das er keine so belastenden Filme anschauen will und ich soll das auch nicht und weg war er.
Ich nehm ja nun Medikamente (Opipramol), aber das nützt irgendwie nicht so wirklich was, Anfags dachte ich super, alles besser, aber nach 3 Schreitagen mit meinem Kleinen Sohn bin ich wieder am Anschlag (oder drüber).
Ich weiß nicht mehr weiter, mein MAnn ließt nicht (sonst würde ich ihm mal was passendes geben über Depressionen) und er will heile Welt und ignoriert alle Probleme. ich bin hier ja auch für alles zuständig (Finanzen etc).
Wie ist das bei Euren Männern? Nehmen die Eure Krankheit zur Kenntnis, sind sie Euch eine Stütze?
Athene

Beitrag von Athene »

Hallo
Ich denke, dass dein Mann überfordert ist und daher auch evtl. Unterstützung braucht, hm?
Er hat vielleicht so reagiert als Selbstschutz. Gehst du zum Therapeuten? Wenn ja, da kann er vielleicht ja mal mitkommen, hm? Denn es betrifft auch ihn.
Alles Liebe
Julia
Loulou7

Beitrag von Loulou7 »

Nein, nachdem ich 5 Therapeuten durch habe und mir alle gesagt haben, das ich mich nicht so anstellen soll und die kinder schließlich älter werden habe ich davon Abstand genommen. Ich schmeiß lieber Pillen ein, als das ich mich jemals wieder so erniedrigen lassen möchte.
Mag sein, das er auch ein Problem mit mir hat,aber ich habe keine Energie mich auch noch um ihn zu kümmern. Ich bin einfach nur traurig und enttäuscht, das er mich so ignoriert, bzw meine Probleme mit dem derzeitigen Leben.
Athene

Beitrag von Athene »

Oh je. hier gibt es auch ne Liste von den empfohlenen Therapeuten, die Erfahrungen damit haben. Hm, schon die benutzt? Im Raum Stuttgart gibt es sicher welche, die nicht meinen, dass du dich so anstellst. Menno, ist ja krass, gleich alle 5 haben so gesagt? Warum sind sie dann Therapeuten???
Klar, du hast keine Kraft, dich zusätzlich um deinen Mann zu kümmern. So habe ich das auch nicht gemeint, sondern nur, dass dein Mann sich selber Hilfe holt und sich informieren sollte, denn dann kann er dich evtl besser verstehen. Ich nehme mal an, dass dein Mann ebenfalls denkt, du sollst dich nicht so anstellen, wenn das gleich 5 Therapeuten sagen :0(
Daher weiß er nicht, wie es in dir geht
Von wem bekommst du Pillen verschrieben?
Loulou7

Beitrag von Loulou7 »

Die Medis bekomem ich von einer Psychiaterin. Die hat keine Zeit und keine Lust auf Gespräche, was mir zur Zeit auch ganz Recht ist. Hingehen, sagen was man will und 10min später steht man mit dem Rezept in der Apo. 8)
Vielleicht hab ich irgendwann mal die Energie nach jmd zu suchen, der mir wirklich weiter hilft, grad gehts nicht, hab zuviel um die ohren und muß funktionieren.
Ylaina

Beitrag von Ylaina »

Mein Mann hatte damals auch Probleme das alles richtig einzuschätzen und mich zu behandeln.

Eine Diskussion steht stellvertretend, wie ich ihn damals wahrgenommen habe. Ich: 'Es verletzt mich, wenn Du sagst, ich bräuchte einfach einen Job, dann wäre alles wieder gut' Danach eine endlos lange Diskussion, an deren Ende er sagt:' Du brauchst einfach einen Job!' :roll:

Mein Ansruch und seine Reaktion lagen soweit auseinander, dass es uns beinahe unsere Ehe gekostet hätte.
Eine lange Zeit des gegenseitigen Lernens folgte und inzwischen sind wir uns sprichwörtlich näher als je zuvor.

Es verlangt Geduld, die man wenig hat, wenn man krank ist.
Es verlangt Glaube, den man ja scheinbar vollkommen verliert in dieser Krankheit.
Aber man holt trotzdem das letzte aus sich heraus, und ich glaube inzwischen wieder daran, dass es sich 'lohnt'. Diese ewige Auseinandersetzung miteinander, wir haben uns tausendmal das Gleiche sagen müssen, bis wir einander verstanden haben. :wink:

Ich will Dir Mut machen uns sagen, ich weiß wie ätzend sich das anfühlt, wenn der Mann, den man so dringend bräuchte gerade gar nix rafft. Damit biste nicht alleine.
Und aber auch, dass es sich lohnt im Austausch zu bleiben mit ihnen, für sie ist es so neu, wie für uns, so bedrohlich und auch sie müssen erst Zeit haben zu lernen wie man damit umgeht.
Aber soweit ich weiß die meisten wollen das auch. Wir müssen nur wieder lernen das zu glauben. :wink:

Also, fühl Dich verstanden von mir und ermutigt Deinen Mann weiter mit einzubeziehen, Dich mitzuteilen und auszudrücken.

Liebe Grüße
Verena
AmoebeMS

Beitrag von AmoebeMS »

(Hier) Verena,

eine Beziehung und/oder eine Ehe/Partnerschaft ist ein ewiger Kampf, oder? Dieser „Kampf“ hört nicht vor dem Standesamt auf, auch nicht vor dem Pfarrer und auch nicht im Kreissaal. Selbst nach 18 Jahren Beziehung kämpfe ich täglich!

Egal was jemand bedrückt,...

...wenn der Partner nicht der erste Ansprechpartner in der Not sein sollte, dann wüsste ich gar nicht, wie mir geholfen worden wäre. Der Partner muss nicht die Lösung meiner Probleme sein, war er auch nicht, aber er war ein Teil vom Ganzen. Ein sehr wichtiger Teil sogar. Hätte er nicht verstanden, warum ich mir Hilfe von außerhalb gesucht habe, wüsste ich nicht, wo wir uns heute befänden. Und er rät mir noch heute über dies oder jenes mit meiner Thera zu reden, sofern seine Worte nicht bei mir fruchten.

LG AmoebeMS
Feebie

Beitrag von Feebie »

Hallo LouLou,

ich denke du solltest dich mal an eine der folgenden Personen wenden:

Dipl.-Psych. Constanze Weigle 0711/698400
Dr. med. Hildesuse Obermayer 0711/525050
Dipl.-Psych. Ursula Grouls 0711/1200318
Dr. med. Stefan Muffler 0711/6363050

Ich habe mir mal die "Mühe" gemacht und dir die Fachleute in deiner "Region" aus der Liste von der S&L-Startseite zu kopieren. Mehr Informationen und Daten findest du in der Liste.
Die Erstgenannte ist sogar S&L-Mitglied.

Frage die 4 doch mal, was sie zu deiner Situation sagen.
Sind sie der gleichen Meinung wie die anderen, wird wohl etwas dran sein. Aber wenn sie zu einem anderen Schluß kommen, dann solltest du dir dringend zusätzliche Hilfe zu deinen "Pillen" (wie du sie abschätzig nennst) holen. Du solltest dir selbst wichtig genug sein, das du dich weiter um Hilfe kümmerst. Die meisten von uns mußte sich selbst Hilfe suchen.
Warte nicht darauf das dein Mann dich dahin schubst, wo du eigentlich hin möchtest. Er kann dich vielleicht nachher prima begleitend unterstützen, wenn du erstmal die richtige Hilfe für dich gefunden hast.

Es ist ein langer und harte Weg, aber du solltest dran bleiben, denn es loht sich!

LG,
Feebie
claudia

Beitrag von claudia »

Liebe LouLou,

über unsere erste Vorsitzende ,Sabine Surholt,kannst Du auch ein Info-Blatt für Angehörige anfordern.

Vielleicht wäre das ein "Türöffner",für Deinen Mann und ihr beide könntet darüber in`s Gespräch kommen?!

Feebie hat sich ja lieb ganz viel Mühe gemacht.Ich drück Dir die Daumen,das da jemand dabei ist,mit dem Du "warm" wirst.

LG,Claudia
Loulou7

Beitrag von Loulou7 »

Danke :D
Ich ruf die erste von der Liste morgen an, soviel Hilfe kann ich ja nicht ignorieren :oops:
Ich hatte auch selber schon mal die Liste hier auf der HP angeschaut, aber da war mir das zuviel, ich kanns nicht erklären, ich hab die Liste angeklickt und da fiel ne Klappe und ich hab sie wieder zugeklickt :? -kapier ich selber nicht, daher dickes Danke für den Hinterntritt.
Mit meine Mann muß ich wohl mehr machen als ein Infoblatt durchlesen (aber das ist ein guter 1. Schritt), wir driften auch in Erziehungsfragen der Kinder immer mehr auseinander. Da muß was passieren, sonst sind die Kleinen bald die Leidtragenden von dem ganzen Schlamassel (sind sie ja eh, aber es muß ja nicht noch schlimmer werden).
Ich hoffe zur Zeit auf die Gründung einer Depri-Selbsthilfegruppe in Esslingen, das steht wohl in den Startlöchern, das wär schön, wenn ich da eine Anlaufstelle hätte.
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