Bin ebenfalls neu hier und freue mich auf Eure Kommentare
Verfasst: 21:07:2010 10:05
Ein herzliches Hallo an alle!
Meine Geschichte:
Vor 4 Monaten brachte ich meinen kleinen Sonnenschein zur Welt. Sie ist ein absolutes Wunschkind und auch die Geburt lief recht gut. Ich war überglücklich, mein Leben schien perfekt zu sein, ich hatte mit der Liebe meines Lebens ein Baby, endlich sind wir eine richtige kleine Familie!
Nach der Geburt merkte ich das ich ständig nervös war, Herzklopfen und Kopfschmerzen hatte, mir schwindelig war und ich absolut keinen Appetitt hatte... Die Ärzte meinten ich hätte Blutarmut, das sei auch nichts ungewöhnliches nach der Geburt, ich bekam Eisentabletten.
Als ich nach Hause kam war ich zuerst einmal erleichtert, es schien auch ein wenig aufwärts zu gehn. Mit dem Stillen wollte es nicht so richtig klappen, das frustrierte mich. Letztendlich nach einem Monat gab ich meiner Kleinen das Fläschchen und sie schien viel zufriedener.
Schön langsam merkte ich, dass mich nichts zum lachen bringt, ich ständig nervös war, Angst hatte, Spannungskopfschmerz hatte, früh aufwachte und nicht mehr schlafen konnte, Angst hatte allein zu sein, bei jeder Kleinigkeit zu heulen anfangte, ich zog mich immer mehr zurück und wollte mit niemanden reden. Mein Mann versuchte mich immer wieder aufzuheitern, erfolglos. Ich kannte mich nicht mehr aus, warum konnte ich nur nicht glücklich sein, das alles habe ich mir doch so sehr gewünscht, und jetzt?! Es war schrecklich und von Tag zu Tag viel ich immer mehr in ein tiefes Loch. Letztendlich suchte ich mir Hilfe bei 2 Internisten und bei meinem Hausarzt, ich erzählte denen was los sei. Mein Hausarzt meinte, das sei gefährlich weil ich immer so nervös bin und Herzklopfen habe, ich könne einen Herzinfarkt kriegen usw. usw. das beunruhigte mich umsomehr, ich wurde noch nervöser. Dann ging ich zum Internisten, der machte ein EKG und es war sehr schön, er sagte es sei ein Blödsinn ich könne natürlich keinen Herzinfarkt kriegen, ich solle einfach ein wenig zur Ruhe kommen ich sei völlig gesund, das wusste ich in meinem Unterbewusstsein auch aber ich wurde trotzdem nicht ruhiger, ich steckte schon in einer Depression. Ich ging zu noch einem Internisten, er sagte auch das gleiche, ich sagte, dass ich nicht mehr zur Ruhe komme und nicht mehr weiter weiss, er gab mir ein leicht blutdrucksenkendes Mittel und sagte das könne schon nach der Schwangerschaft sein, in 2 Monaten würde sich das wieder legen... Ich war weiterhin angespannt, ängstlich und nervös, ich dachte immer ans Negative und an die Worte von meinem Hausarzt!
2 Tage später war ich in meiner Wohnung und konnte gar nicht mehr zur Ruhe kommen, ich ging ständig hin und her war nervös, konnte nicht ruhig sitzten usw. Meine Mama war da, ich brach in Tränen aus, ich erzählte ihr alles, mir tat auch meine kleine Tochter so leid, ich schenkte ihr nur wenig Aufmerksamkeit. Ich sagte meiner Mama ich müsste in die Notambulanz ich habe so angst das ich schwer krank bin und fühle mich so schlecht. Meine Mama erzählte mir, das sie so was ähnliches durchgemacht hätte als sie mit mir schwanger war und nach der Geburt. Sie sagte ich sei körperlich völlig gesund, da ist sie sich sicher aber ich solle zu einbem Neurologen gehen, so geht es nicht weiter!
Am nächsten Morgen ging ich sofort zu einem Neurologen, Diagnose: Postpartale Depression mit Angststörung
Die Neurologin gab mir folgende Medikamente:
* Gladem (Antidepressivum, Gruppe: SSRI)
* Trittico (beruhigendes und schlafförderndes AD für die Nacht)
* Praxiten (Beruhigungsmittel nur für Notfälle)
Sie meinte das hätten viele junge Frauen, das sei völlig heilbar! Was für ein Glück dachte ich mir, endlich scheine ich Hilfe zu kriegen, ich dachte schon das mir niemand mehr helfen kann. Genau dies sei ein häufiges Symptom dieser Krankheit sagte sie.
Ich nehme die Medikamente jetzt 2 Monate und es hat sich schon vieles gebessert, ich kann wieder etwas klarer denken und habe manchmal sogar "gute Tage". Am schlimmsten ist momentan noch die Angst das ich krank sei und manchmal Zwangsgedanken. Jetzt werde ich bald auch eine Verhaltenstherapie anfangen.
Meine Fragen:
* Hat jemand so was ähnliches durchgemacht?
* Ist diese Krankheit wirklich völlig heilbar (wird es jemals wieder so werden wie früher = völlig angstfrei leben?)
* Hat jemand Erfahrungen mit diesen Medikamenten und kennt jemand die Wirkungsweise?
* Was stimmt denn eigendlich mit mir nicht und wieso hab ich das?
Ach ja noch eines, was mich sehr wütend macht ist, dass mich keiner der 3 Ärzte zu einem Neurologen überwiesen hat, wie es aussieht wissen auch die Ärzte über die Krankheit viel zu wenig obwohl ich gehört habe das viele junge Frauen nach der Geburt so etwas erleben! Das ist wirklich traurig, zum Glück wusste meine Mama was zu tun ist.
Jetzt hab ich wirklich einen Roman geschrieben... :)
Ich würde mich sehr über Antworten freuen und vielen Dank im Voraus.
Liebe Grüsse von einer hoffentlich bald sehr glücklichen und gesunden Mami
Meine Geschichte:
Vor 4 Monaten brachte ich meinen kleinen Sonnenschein zur Welt. Sie ist ein absolutes Wunschkind und auch die Geburt lief recht gut. Ich war überglücklich, mein Leben schien perfekt zu sein, ich hatte mit der Liebe meines Lebens ein Baby, endlich sind wir eine richtige kleine Familie!
Nach der Geburt merkte ich das ich ständig nervös war, Herzklopfen und Kopfschmerzen hatte, mir schwindelig war und ich absolut keinen Appetitt hatte... Die Ärzte meinten ich hätte Blutarmut, das sei auch nichts ungewöhnliches nach der Geburt, ich bekam Eisentabletten.
Als ich nach Hause kam war ich zuerst einmal erleichtert, es schien auch ein wenig aufwärts zu gehn. Mit dem Stillen wollte es nicht so richtig klappen, das frustrierte mich. Letztendlich nach einem Monat gab ich meiner Kleinen das Fläschchen und sie schien viel zufriedener.
Schön langsam merkte ich, dass mich nichts zum lachen bringt, ich ständig nervös war, Angst hatte, Spannungskopfschmerz hatte, früh aufwachte und nicht mehr schlafen konnte, Angst hatte allein zu sein, bei jeder Kleinigkeit zu heulen anfangte, ich zog mich immer mehr zurück und wollte mit niemanden reden. Mein Mann versuchte mich immer wieder aufzuheitern, erfolglos. Ich kannte mich nicht mehr aus, warum konnte ich nur nicht glücklich sein, das alles habe ich mir doch so sehr gewünscht, und jetzt?! Es war schrecklich und von Tag zu Tag viel ich immer mehr in ein tiefes Loch. Letztendlich suchte ich mir Hilfe bei 2 Internisten und bei meinem Hausarzt, ich erzählte denen was los sei. Mein Hausarzt meinte, das sei gefährlich weil ich immer so nervös bin und Herzklopfen habe, ich könne einen Herzinfarkt kriegen usw. usw. das beunruhigte mich umsomehr, ich wurde noch nervöser. Dann ging ich zum Internisten, der machte ein EKG und es war sehr schön, er sagte es sei ein Blödsinn ich könne natürlich keinen Herzinfarkt kriegen, ich solle einfach ein wenig zur Ruhe kommen ich sei völlig gesund, das wusste ich in meinem Unterbewusstsein auch aber ich wurde trotzdem nicht ruhiger, ich steckte schon in einer Depression. Ich ging zu noch einem Internisten, er sagte auch das gleiche, ich sagte, dass ich nicht mehr zur Ruhe komme und nicht mehr weiter weiss, er gab mir ein leicht blutdrucksenkendes Mittel und sagte das könne schon nach der Schwangerschaft sein, in 2 Monaten würde sich das wieder legen... Ich war weiterhin angespannt, ängstlich und nervös, ich dachte immer ans Negative und an die Worte von meinem Hausarzt!
2 Tage später war ich in meiner Wohnung und konnte gar nicht mehr zur Ruhe kommen, ich ging ständig hin und her war nervös, konnte nicht ruhig sitzten usw. Meine Mama war da, ich brach in Tränen aus, ich erzählte ihr alles, mir tat auch meine kleine Tochter so leid, ich schenkte ihr nur wenig Aufmerksamkeit. Ich sagte meiner Mama ich müsste in die Notambulanz ich habe so angst das ich schwer krank bin und fühle mich so schlecht. Meine Mama erzählte mir, das sie so was ähnliches durchgemacht hätte als sie mit mir schwanger war und nach der Geburt. Sie sagte ich sei körperlich völlig gesund, da ist sie sich sicher aber ich solle zu einbem Neurologen gehen, so geht es nicht weiter!
Am nächsten Morgen ging ich sofort zu einem Neurologen, Diagnose: Postpartale Depression mit Angststörung
Die Neurologin gab mir folgende Medikamente:
* Gladem (Antidepressivum, Gruppe: SSRI)
* Trittico (beruhigendes und schlafförderndes AD für die Nacht)
* Praxiten (Beruhigungsmittel nur für Notfälle)
Sie meinte das hätten viele junge Frauen, das sei völlig heilbar! Was für ein Glück dachte ich mir, endlich scheine ich Hilfe zu kriegen, ich dachte schon das mir niemand mehr helfen kann. Genau dies sei ein häufiges Symptom dieser Krankheit sagte sie.
Ich nehme die Medikamente jetzt 2 Monate und es hat sich schon vieles gebessert, ich kann wieder etwas klarer denken und habe manchmal sogar "gute Tage". Am schlimmsten ist momentan noch die Angst das ich krank sei und manchmal Zwangsgedanken. Jetzt werde ich bald auch eine Verhaltenstherapie anfangen.
Meine Fragen:
* Hat jemand so was ähnliches durchgemacht?
* Ist diese Krankheit wirklich völlig heilbar (wird es jemals wieder so werden wie früher = völlig angstfrei leben?)
* Hat jemand Erfahrungen mit diesen Medikamenten und kennt jemand die Wirkungsweise?
* Was stimmt denn eigendlich mit mir nicht und wieso hab ich das?
Ach ja noch eines, was mich sehr wütend macht ist, dass mich keiner der 3 Ärzte zu einem Neurologen überwiesen hat, wie es aussieht wissen auch die Ärzte über die Krankheit viel zu wenig obwohl ich gehört habe das viele junge Frauen nach der Geburt so etwas erleben! Das ist wirklich traurig, zum Glück wusste meine Mama was zu tun ist.
Jetzt hab ich wirklich einen Roman geschrieben... :)
Ich würde mich sehr über Antworten freuen und vielen Dank im Voraus.
Liebe Grüsse von einer hoffentlich bald sehr glücklichen und gesunden Mami