Ich habe heute mit der Einnahme von Sertralin begonnen und nach dem gestrigen, sehr guten Telefonat den Psychiater gesehen, der wirklich nett und kompetent zu sein scheint, aber vielleicht ein bisschen zuuuu betont "Gutmensch" ist: Ich habe deutlich beteuert bekommen, dass meine Behandlung rein betriebswirtschaftlich ein Minusgeschäft ist, er sich meiner aber trotzdem annehmen will, weil er mir in dieser Sitution eben gern helfen will. Er habe selbst kleine Kinder und ...naja, das hat ihn wohl bewogen, mir zu helfen.
However.
Ich werde das einfach so annehmen, ich muss das nicht werten - im Moment weiß ich halt, dass mir die Behandlung helfen kann, der Doc ist gut und motiviert, mich auf dem Weg aus der Depression zu begleiten, mich zu unterstützen - und das zählt.
Er hat mir für den Bedarfsfall Tavor aufgeschrieben, was mich ziemlich schockiert hat.
Allerdings bleibt es mir freigestellt, ob ich das nehme (0,5mg oder weniger, ich darf die kleinbröseln, wie ich möchte). Hab eine Minipackung mit 10 Tabletten bekommen, für die Zeit, bis das Sertralin wirkt.
Tavor.
Puh.
Das war immer so mein Horrormedikament, weil ich mal eine Freundin hatte, die davon eine Abhängigkeit entwickelt hatte.
Freitag sollen wir telefonieren. Und am Mittwoch um 16 Uhr hab ich den nächsten Termin.
Das ist schon Luxus, dass das so schnell geht...ich wäre saudumm, das nicht wahrzunehmen.
Da sag ich auch gern einmal mehr Danke, weil ich mich finanziell nicht rentiere.
Bin heute schon deutlich gelassener, auch wenn ich Mittags ziemlich geheult hab, als ich das erste Mal nach der Einnahme von Sertralin gestillt hab.
Bescheuert.
Ganz liebe Grüße an Euch. Danke fürs Mitlesen, es ist so lieb, wie ihr mich begleitet.
Lovis