Mittendrin statt nur dabei...
Verfasst: 15:08:2010 19:15
...wo soll ich nur anfangen? das einzige was ich mit 100%iger sicherheit sagen kann, ist dass ich furchtbar unglücklich bin. und wisst ihr was das schlimmste ist, als kind war ich auch noch nie wirklich glücklich weil ich emotional ziemlich vernachlässigt wurde. echt krass, ich sitze hier am pc und frage mich, ob ich schon jemals in meinem leben glücklich war und mir fällt nichts dazu ein. ständig frage ich mich ob ich mein kind liebe. ich denke schon, aber ich spüre es nicht. wie fühlt sich liebe überhaupt an. warum habe ich wieder dauerhaft die aggressiven zg meiner kleinen gegenüber, vor allem wenn wir alleine sind. heut morgen hab ich sie gebadet, da hab ich ständig gedacht: ich könnte sie ja jetzt ertränken. gestern abend als sie eingeschlafen ist dachte ich: erstick sie doch mit dem kissen...usw. alles was ich weiß ist, dass ich das nicht mehr lange aushalte. letztes jahr insgesamt zehn monate in der klapse (sorry für den ausdruck) und die scheiß zg begleiten mich nach wie vor täglich. und das schon seit meiner jugend!!! vielleicht bin ich ja wirklich ein monster? is doch nicht normal dass man schon im jugendalter ständig solche abmurks-gedanken hat. ich will so nimmer! ich will endlich mal leben. jetzt bin ich 31 und ich komme aus diesem loch einfach net raus. ich hab das gefühl schon immer da drin zu sitzen. was soll ich nur tun. beten? hilft das? hallo, is da oben einer der mich hört und der sieht wie verzweifelt ich bin? während ich schreibe laufen mir dicke tränen die wangen entlang. keiner hat gesagt dass das leben leicht ist, aber wenn man so wie ich aufgewachsen ist und gelernt hat nur pessimistisch und unzufrieden zu sein weil es andere so vorgelebt haben, dann hat man doch gar keine chance sich da wieder rauszuziehen. oder? ja, ich will damit sagen dass ich glaube dass meine eltern zum größten teil an meinem unglück schuld sind. hätten sie mir gezeigt was es heißt zu lieben, dann wäre ich heute nicht so ein emotional verkrüppeltes etwas. seit es mir letztes jahr so schlecht ging, is meine kleine in ner pflegefamilie weil ich alleinerziehend bin und mich letztes jahr nicht mal mehr um mich selbst kümmern konnte. und wenn ich sehe wie toll die pfelegeltern mit ihr umgehen und was sie alles mit ihr unternehmen denke ich immer automatisch, warum hatte ich nicht so eine kindheit. warum hat mich keiner geliebt? und dann frag ich mich immer, was ich denn meinem kind bieten kann im gegensatz zu den pflegeeltern und mir fällt auf, dass ich niemals so eine tolle mutter sein werde wie die pflegemutter und ich frage mich, ob es besser wäre mein kind für immer dort zu lassen. was will mein kind mit einer mutter, die nicht lieben kann? ich hasse mich so!