Ich bin neu bei euch (Zwangsgedanken)
Verfasst: 25:01:2011 13:37
Hallo,
Ich bin in bereits in einem anderen Forum gewesen aber ich denke ihr könnt mich besser verstehen.
Ich bin 23 (weiblich) und leide seit ca. neun Monaten unter Zwangsgedanken.
Vor 16 Monaten habe ich unsere Tochter bekommen. Mein Mann und ich waren überglücklich.
Schon kurz nach der Geburt hatte ich immer wieder Zwangsgedanken von Kindern und Babys die gequält oder misshandelt werden. Allerdings war das noch in Maßen.
Als meine Tochter sieben Monate alt wurde, übertrugen sich die Gedanken auf mich. Also ich tat meiner Tochter etwas zuleide. Es ging hierbei allerdings immer um sexuelle Gewalt.
Ich habe mich dann kundig gemacht weil ich schon einmal etwas über Zwangsgedanken gelesen hatte und bin auf einen Forumseintrag einer Frau gestoßen die schilderte, dass sie sehr unter einem Traum leide, bei dem ihr Sohn sie zum Orgasmus brachte und dass sie seither bei dem Gedanken daran auch tatsächlich einen bekomme. So wie sie schrieb litt sie sehr darunter und es handelte sich scheinbar auch um Zwangsgedanken.
Seit ich das gelesen hatte, hatte ich auch eine Art Spannung im Unterleib und das Gedankenkarusell fing an sich zu drehen.
Ich weiß, dass ich nie sexuell an Kindern interessiert bin und war. Ich habe auch nie lesbische Vorlieben gehabt. Es ist für mich ein unverzeihbares Verbrechen sich an einem Kind zu vergehen.
Nun ja, so ging es zwei Wochen jeden Tag von früh bis spät. Ich habe immer wieder aufgezählt warum ich nicht so bin. Und trotzdem zweifelte ich immer wieder. Nachdem ich 3 Tage lang keine Bissen mehr runtergebracht hatte weil mir die Gedanken mittlerweile auf den Magen schlugen (und ich esse sehr gerne), habe ich einen Therapeuten kontaktiert.
Ich hatte sehr viel Glück denn ich konnte am selben Tag noch kommen. Seither bin ich in Therapie.
Es ist die letzten Monate erträglicher geworden, aber weg natürlich nicht. Und den Alltag mit meiner Tochter zu genießen fällt mir zeitweise sehr schwer. Bei jedem Bussi das ich ihr gebe und bei jeder Berührung zweifle ich daran nicht pädophil zu sein.
Zeitweise hatten sich die Zwangsgedanken verlagert, so dass ich bei Berichten über vernachlässigte Babys nicht mehr aufhören konnte daran zu denken wie sie leiden und die Bilder vor mir gesehen habe. Ich habe nächtelang geweint und bin wie besessen davon gewesen andere Mütter zu kontrollieren.
Heute ich wieder ein schlimmerer Tag und ich wünschte derjenige der mich erschaffen hat würde vor mich treten und sagen "Nein, so habe ich dich nicht geschaffen, du bist nicht pädophil."
Mein Therapeut sagt das der Zwang hauptsächlich daher kommt, dass ich immer alles perfekt und zu 100% haben möchte. Ich denke das Geburtserlebnis hat auch eine Menge damit zu tun.
Ich komme aus einer sehr zerrütteten Familie und habe daher auch früh selbst geheiratet und ein Kind bekommen, weil ich mich nach Perfektion sehne, eben Mann, Frau, Kind, Haus etc.
Naja ich hoffe es sind Leute hier die mich aufbauen können, obwohl ich von Müttern mit pädophilen Zwangsgedanken seither wenig gehört habe, was mich wieder zweifeln lässt ob es nur Zwang ist.
Ach ja, ich habe Antidepressiva daheim (vom Therapeuten) nehme es aber nicht. Momentan ist es eher eine visuelle Hilfe.
Marika hat mir bereits eine sehr aufmunternde Nachricht geschrieben wofür ich dankbar bin. Sie riet mir auch meine Geschichte hier einzustellen um mich auch mit anderen Betroffenen auszutauschen.
Freue mich auf Antworten.
stonehaven
Ich bin in bereits in einem anderen Forum gewesen aber ich denke ihr könnt mich besser verstehen.
Ich bin 23 (weiblich) und leide seit ca. neun Monaten unter Zwangsgedanken.
Vor 16 Monaten habe ich unsere Tochter bekommen. Mein Mann und ich waren überglücklich.
Schon kurz nach der Geburt hatte ich immer wieder Zwangsgedanken von Kindern und Babys die gequält oder misshandelt werden. Allerdings war das noch in Maßen.
Als meine Tochter sieben Monate alt wurde, übertrugen sich die Gedanken auf mich. Also ich tat meiner Tochter etwas zuleide. Es ging hierbei allerdings immer um sexuelle Gewalt.
Ich habe mich dann kundig gemacht weil ich schon einmal etwas über Zwangsgedanken gelesen hatte und bin auf einen Forumseintrag einer Frau gestoßen die schilderte, dass sie sehr unter einem Traum leide, bei dem ihr Sohn sie zum Orgasmus brachte und dass sie seither bei dem Gedanken daran auch tatsächlich einen bekomme. So wie sie schrieb litt sie sehr darunter und es handelte sich scheinbar auch um Zwangsgedanken.
Seit ich das gelesen hatte, hatte ich auch eine Art Spannung im Unterleib und das Gedankenkarusell fing an sich zu drehen.
Ich weiß, dass ich nie sexuell an Kindern interessiert bin und war. Ich habe auch nie lesbische Vorlieben gehabt. Es ist für mich ein unverzeihbares Verbrechen sich an einem Kind zu vergehen.
Nun ja, so ging es zwei Wochen jeden Tag von früh bis spät. Ich habe immer wieder aufgezählt warum ich nicht so bin. Und trotzdem zweifelte ich immer wieder. Nachdem ich 3 Tage lang keine Bissen mehr runtergebracht hatte weil mir die Gedanken mittlerweile auf den Magen schlugen (und ich esse sehr gerne), habe ich einen Therapeuten kontaktiert.
Ich hatte sehr viel Glück denn ich konnte am selben Tag noch kommen. Seither bin ich in Therapie.
Es ist die letzten Monate erträglicher geworden, aber weg natürlich nicht. Und den Alltag mit meiner Tochter zu genießen fällt mir zeitweise sehr schwer. Bei jedem Bussi das ich ihr gebe und bei jeder Berührung zweifle ich daran nicht pädophil zu sein.
Zeitweise hatten sich die Zwangsgedanken verlagert, so dass ich bei Berichten über vernachlässigte Babys nicht mehr aufhören konnte daran zu denken wie sie leiden und die Bilder vor mir gesehen habe. Ich habe nächtelang geweint und bin wie besessen davon gewesen andere Mütter zu kontrollieren.
Heute ich wieder ein schlimmerer Tag und ich wünschte derjenige der mich erschaffen hat würde vor mich treten und sagen "Nein, so habe ich dich nicht geschaffen, du bist nicht pädophil."
Mein Therapeut sagt das der Zwang hauptsächlich daher kommt, dass ich immer alles perfekt und zu 100% haben möchte. Ich denke das Geburtserlebnis hat auch eine Menge damit zu tun.
Ich komme aus einer sehr zerrütteten Familie und habe daher auch früh selbst geheiratet und ein Kind bekommen, weil ich mich nach Perfektion sehne, eben Mann, Frau, Kind, Haus etc.
Naja ich hoffe es sind Leute hier die mich aufbauen können, obwohl ich von Müttern mit pädophilen Zwangsgedanken seither wenig gehört habe, was mich wieder zweifeln lässt ob es nur Zwang ist.
Ach ja, ich habe Antidepressiva daheim (vom Therapeuten) nehme es aber nicht. Momentan ist es eher eine visuelle Hilfe.
Marika hat mir bereits eine sehr aufmunternde Nachricht geschrieben wofür ich dankbar bin. Sie riet mir auch meine Geschichte hier einzustellen um mich auch mit anderen Betroffenen auszutauschen.
Freue mich auf Antworten.
stonehaven