Ihr Lieben,
an die Mamas, die zur Behandlung in der Klinik waren: wie ging es bei euch nach der Entlassung weiter? Wie verlief die Genesung? Wie habt ihr euch „im echten Leben“ gefühlt?
Bei mir kam die Depression zwei Mal in der Schwangerschaft. Aktuelle Episode kam nun letztes Jahr und mein jüngstes Kind ist vier. Im September kam ich auf eigenen Wunsch in die Klinik und heute wurde ich entlassen. Es war ein langer Weg, 16 Wochen. Die letzten Tage vor der Entlassung nahmen bei mir die Ängste stark zu. Und die Sorge, wie es wohl sein wird, wenn ich wieder zu Hause ohne den Schutz und den Ansprechpartner von der Klinik bin.
Ich freue mich, wieder zu Hause zu sein und gleichzeitig fürchte ich mich vor den starken Gefühlen meiner Kinder. Das kommt ja im Alltag oft vor, dass sie sich streiten, wütend oder verärgert sind. Ich merke, wie stark mich das mitnimmt und die Anspannung steigt. Kennt das jemand von euch? Wie habt ihr euch in solchen Situationen geschützt?
Liebe Grüße von
Mirabel
Wieder zu Hause nach der Klinik
Moderator: Moderatoren
Re: Wieder zu Hause nach der Klinik
Hallo Mirabel,
als ich damals aus der tagesklinik entlassen wurde, war es schon so, dass ich eine ganze Zeit gebraucht habe mich zu Hause wieder zurecht zu finden und dass es gerade mit kleinen Kindern zu Hause, es ja manchmal sehr turbulent sein kann .
Bei meiner zweiten Episode waren die Kinder etwas älter und wir haben das zu Hause ziemlich klar kommuniziert und den Kindern meine Erkrankung versucht so altersgerecht wie möglich zu erklären. Ich brauchte viele Pausen und gerade wie du das beschreibst mit den wutausbrüchen und den starken Gefühlen bei Kindern , war mir das manchmal schon sehr anstrengend.
Was mir geholfen hat, wenn die Kinder in der Betreuung gewesen sind und ich dann Zeit und Ruhe hatte. Meine Eltern haben immer mal wieder die Kinder genommen, damit ich eine Auszeit bekomme und ich habe die Kinder regelmäßig zum spielen verabredet. Das war für mich Komischerweise gut machbar, wenn andere Kinder da waren und alle einfach draußen gespielt haben. Ich hatte das Gefühl die Kinder sind beschäftigt und glücklich und ich musste nur von weitem immer mal gucken ob alles gut ist. Ansonsten wurde bei uns eine regelmäßige mittagspause eingeführt, in der jeder von der Familie eine Stunde Pause an Mittag macht. Das hat mir sehr gut getan um etwas abzuschalten und Reserven für die zweite tageshälfte zu bekommen. Und wenn ich natürlich Tage hatte, an denen ich total platt war, dann durfte auch der Fernseher mal länger laufen oder Hörspiel gehört werden oder es wurden nur Ganz einfache Dinge hier zu Hause erledigt. Kein besonderes essen wurde gekocht, sondern es gab Einfach Nudeln mit gemüsesticks und im Haushalt wurde nur das gemacht, was für mich machbar war.
Sind deine Kinder im kindergarten oder bei einer tagesmutter? Und hast du Familie aktuell bei dir, die dich unterstützen kann?
als ich damals aus der tagesklinik entlassen wurde, war es schon so, dass ich eine ganze Zeit gebraucht habe mich zu Hause wieder zurecht zu finden und dass es gerade mit kleinen Kindern zu Hause, es ja manchmal sehr turbulent sein kann .
Bei meiner zweiten Episode waren die Kinder etwas älter und wir haben das zu Hause ziemlich klar kommuniziert und den Kindern meine Erkrankung versucht so altersgerecht wie möglich zu erklären. Ich brauchte viele Pausen und gerade wie du das beschreibst mit den wutausbrüchen und den starken Gefühlen bei Kindern , war mir das manchmal schon sehr anstrengend.
Was mir geholfen hat, wenn die Kinder in der Betreuung gewesen sind und ich dann Zeit und Ruhe hatte. Meine Eltern haben immer mal wieder die Kinder genommen, damit ich eine Auszeit bekomme und ich habe die Kinder regelmäßig zum spielen verabredet. Das war für mich Komischerweise gut machbar, wenn andere Kinder da waren und alle einfach draußen gespielt haben. Ich hatte das Gefühl die Kinder sind beschäftigt und glücklich und ich musste nur von weitem immer mal gucken ob alles gut ist. Ansonsten wurde bei uns eine regelmäßige mittagspause eingeführt, in der jeder von der Familie eine Stunde Pause an Mittag macht. Das hat mir sehr gut getan um etwas abzuschalten und Reserven für die zweite tageshälfte zu bekommen. Und wenn ich natürlich Tage hatte, an denen ich total platt war, dann durfte auch der Fernseher mal länger laufen oder Hörspiel gehört werden oder es wurden nur Ganz einfache Dinge hier zu Hause erledigt. Kein besonderes essen wurde gekocht, sondern es gab Einfach Nudeln mit gemüsesticks und im Haushalt wurde nur das gemacht, was für mich machbar war.
Sind deine Kinder im kindergarten oder bei einer tagesmutter? Und hast du Familie aktuell bei dir, die dich unterstützen kann?
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung