Mirtazapin* furchtbarer Ausschleichversuch

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Alraune
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Mirtazapin* furchtbarer Ausschleichversuch

Beitrag von Alraune »

Hallo Ihr Lieben,

das letzte Mal hatte ich ja so sehr mit dem Herstellerwechsel vom Sertralin zu kämpfen ( Mitte / Ende Dezember ).
Das hat sich dann aber tatsächlich nach ca. 10 Tagen eingependelt undes ging mir dann 3 Wochen relativ gut. Also nicht super, aber das kann ich wohl auch nicht erwarten.
Nun habe ich, dumm wie ich bin, diesen Montag das Mirtazapin ( nach 5 1/2 Wochen Einnahme 7,5mg ) angefangen runter zu dosieren.
Hab gleich mal mehr als die Hälfte weggenommen und es müssten seit Montag ca. 3mg sein.
Scheinbar war das ein Fehler.
Dienstag Abend habe ich dss erste mal so Herzrasen bemerkt, aber nicht weiter darauf geachtet.
Mittwoch konnte ich schon wieder nur noch in Etappen schlafen und plötzlich war die Angst wieder da.
Die Beine taten 2 Tage dolle weh, Kopfschmerzen, Zittern, leichte Übelkeit und ich bin total weinerlich ( was ich die ganze Zeit gar nicht war.
Bin insgesamt sehr instabil.
Ich heule seit Donnerstag den ganzen Vormittag.
Mein Mann sagt jetzt, dass das Runterdosieren zu früh war.
Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob ich das jetzt durchhalten sollte - hab ja schon fast ne Woche geschafft - oder wieder mit der Dosis hochgehen sollte.

Hat kemand Erfahrungen beim runterdosieren von Mirta?

Liebe Grüße
alibo79
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Re: Mirtazapin* furchtbarer Ausschleichversuch

Beitrag von alibo79 »

Hallo Alraune,
ich habe Erfahrung mit dem runterdosieren von Mirtazapin. Das habe ich ja auch schon hinter mir. Aber meine eigentliche Frage ist, warum du es überhaupt runter dosiert hast, denn du hast es ja erst ganz kurz genommen und es hat ja doch ganz gut getan. Und vor allen Dingen nimmst du ja eine relativ geringe Dosierung. Wurde dir das von deinem Arzt so empfohlen??
Ich habe das Mirtazapin erst nach sehr langer Einnahme langsam runter dosiert und hauptpunkt waren bei mir, wenn ich zu schnell reduziert habe, dass die Nächte wieder richtig doof wurden. Da musste ich das reduzieren sehr langsam angehen. Ich habe dann selber entweder gesagt ich gehe wieder ein bisschen hoch in der Dosierung, oder Ich halte es aus. Das habe ich davon abhängig gemacht, wie es mir tatsächlich ging, ob ich die Kraft hatte Durchzuhalten. Und wenn mir die Kraft fehlte, dann bin ich wieder etwas höher gegangen mit der Dosierung. Den Schritt von 7,5 mg Auf die Hälfte habe ich über Wochen gemacht und das hat ganz gut funktioniert.
Ich darf natürlich keine Empfehlungen aussprechen, aber meine persönliche Meinung ist, dass die Reduzierung bei dir viel zu früh ist. Und im Zweifelsfall müsstest du eben mit deinem Arzt das einmal durchsprechen.
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
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