Tiefste Hoffnungslosigkeit
Moderator: Moderatoren
-
Margarita_1989!
- power user
- Beiträge: 258
- Registriert: 25:09:2025 14:21
Re: Tiefste Hoffnungslosigkeit
Hallo Zaubernuss, ich denke ganz oft an dich. Ich wünsche dir die Kraft der Welt wirklich, diese Zeit durchzustehen. Ich kann mich noch erinnern, wie aussichtslos mir alles erschien, wie alles zerbrach, wie sehr meine Tochter gelitten hat und wie abgrund schlecht es mir ging. Ich dachte wirklich, so, das wars, ich überleb das alles nicht. Da, wo meine Schlaftabletten einst lagen, liegt nun ein Gottesbild. Und trotzdem macht man weiter in Vertrauen auf die Ärzte, die Medikamente und Gott. Du bist noch so jung und unsere Körper sind stark! Du wirst das schaffen und dir wird ganz sicher iwie geholfen werden können! Ich glaube ganz fest daran und du wirst die Zeit mit deiner Tochter wieder genießen können! Wie ergeht es dir mit dem neuen AD? Drücke dich so sehr.
-
Zaubernuss
- power user
- Beiträge: 156
- Registriert: 24:02:2024 19:03
Re: Tiefste Hoffnungslosigkeit
Hallo lirbe alibo und margarita
Ich bin noch bis freitag in der klinik und danach werde ich von zuhause aus betreut, also bekomme stationsäquivalente behandlung. Mir geht es besser, was diese schlimme innere unruhe und auswegslosigkeit angeht, aber habe große Angst nachhause zu gehen, weil ich nicht wieder diese panische Unruhe bekomme möchte, wogegen nichrs half. Es war wirklich schlimm vor dem klinikaufenthalt ich dachte ich halte es nicht aus und muss sterben.. hier habe ich etwas hoffnung bekommen. Dennoch habe ich jeden abend vorm schlafen extreme angstzustände und tagsüber pessimistische Gedanken. Selbst wenn es sich mal gut anfühlt, kann ich dem Gefühl nicht mehr trauen, weil ich so oft gefallen bin. Ich habe sehr oft gedacht, jetzt ist es geschafft, aber das leben hat mir das gegenteil bewiesen. Ich habe gar ken selbstvertrauen mehr.. ich wünschte diese innere sicherheit würde sich wieder aufbauen können…versteht man meinen Gedankengang? Also ich blockiere mich selber, aus schutz vor erneuter Enttäuschung. Aber dadurch bleibe ich auch in diesem Teufelskreis gefangen
Ich bin noch bis freitag in der klinik und danach werde ich von zuhause aus betreut, also bekomme stationsäquivalente behandlung. Mir geht es besser, was diese schlimme innere unruhe und auswegslosigkeit angeht, aber habe große Angst nachhause zu gehen, weil ich nicht wieder diese panische Unruhe bekomme möchte, wogegen nichrs half. Es war wirklich schlimm vor dem klinikaufenthalt ich dachte ich halte es nicht aus und muss sterben.. hier habe ich etwas hoffnung bekommen. Dennoch habe ich jeden abend vorm schlafen extreme angstzustände und tagsüber pessimistische Gedanken. Selbst wenn es sich mal gut anfühlt, kann ich dem Gefühl nicht mehr trauen, weil ich so oft gefallen bin. Ich habe sehr oft gedacht, jetzt ist es geschafft, aber das leben hat mir das gegenteil bewiesen. Ich habe gar ken selbstvertrauen mehr.. ich wünschte diese innere sicherheit würde sich wieder aufbauen können…versteht man meinen Gedankengang? Also ich blockiere mich selber, aus schutz vor erneuter Enttäuschung. Aber dadurch bleibe ich auch in diesem Teufelskreis gefangen
-
Margarita_1989!
- power user
- Beiträge: 258
- Registriert: 25:09:2025 14:21
Re: Tiefste Hoffnungslosigkeit
Diese Ängste habe ich jetzt auch. Und dann denk ich mir, schau mal, du könntest genau so andere Sachen bekommen, es gibt zig Krankheiten auf dieser Welt. Aber warum sollte es wieder so sein? Im Prinzip muss man jeden Tag genießen und dankbar sein, dass man gesund ist und dass es einem gut geht, also Kopf hoch. Das alles hört sich ja schon besser an bei dir. Und diese Unruhe, wie du sie beschreibst, hatte ich auch. Ganz ganz furchtbar, aber sie kam so bisher nicht mehr zurück. Habe keine Angst und freu dich auf zuhause! Außerdem wirst du ja weiterhin betreut, das ist klasse. Es wird alles gut werden.
-
Margarita_1989!
- power user
- Beiträge: 258
- Registriert: 25:09:2025 14:21
Re: Tiefste Hoffnungslosigkeit
Achso... Und diese Sicherheit kann man doch nie haben. In allen Lebenslagen. Bleib im Vertrauen!
Re: Tiefste Hoffnungslosigkeit
Die Sicherheit wird sich wieder aufbauen, ganz gewiss, aber das braucht Zeit und Unterstützung, auch therapeutisch.
Alles Liebe Jenni
Alles Liebe Jenni
12/20 1. Geburt PTBS / Ängste
5 mg Escitalopram - abgesetzt
Nach Rückfall Herbst 2025 wieder 10 mg Escitalopram
5 mg Escitalopram - abgesetzt
Nach Rückfall Herbst 2025 wieder 10 mg Escitalopram
-
Margarita_1989!
- power user
- Beiträge: 258
- Registriert: 25:09:2025 14:21
Re: Tiefste Hoffnungslosigkeit
Denkst du, liebe Jen? Dass man all dies hinter sich lassen kann und nicht mehr daran denkt? Ich habe bisher auch noch keine Therapie gemacht und überlege, ob ich doch noch eine mache, jetzt wones etwas stabilee geht.
-
Zaubernuss
- power user
- Beiträge: 156
- Registriert: 24:02:2024 19:03
Re: Tiefste Hoffnungslosigkeit
Hallo ihr lieben
Heute schlafe ich zuhause, um zu testen, wie es klappt. Ich habe sehr viel geweint aus angst, dass ich es zuhause nicht schaffe und dann wieder getrennt von meiner tochter bleiben muss. Diese angst ist so riesig, weil es für mich gefühlt um alles oder nichts geht. Diese qualvolle unruhe ist Gottseidank noch nicht eingetreten, aber wer weiss, ob sie morgen kommt. Aber andererseits denke ich, ich bin jetzt in enger therapeutischer behandlung, die ausgangssituation sieht anders aus als zu beginn im märz. Dennoch überkommt mich diese schreckliche angst, dass mein Gehirn mir ein spiel spielt und ich zuhause wieder es nicht aushalten kann. Ich möchte mich nicht mehr von meiner tochter trennen müssen, es ist schon schlimm genug depressiv zu sein plus trennung ist das maximum an seelischem schmerz. Ich hoffe gott steht mir bei und schenkt mir kraft.
Heute schlafe ich zuhause, um zu testen, wie es klappt. Ich habe sehr viel geweint aus angst, dass ich es zuhause nicht schaffe und dann wieder getrennt von meiner tochter bleiben muss. Diese angst ist so riesig, weil es für mich gefühlt um alles oder nichts geht. Diese qualvolle unruhe ist Gottseidank noch nicht eingetreten, aber wer weiss, ob sie morgen kommt. Aber andererseits denke ich, ich bin jetzt in enger therapeutischer behandlung, die ausgangssituation sieht anders aus als zu beginn im märz. Dennoch überkommt mich diese schreckliche angst, dass mein Gehirn mir ein spiel spielt und ich zuhause wieder es nicht aushalten kann. Ich möchte mich nicht mehr von meiner tochter trennen müssen, es ist schon schlimm genug depressiv zu sein plus trennung ist das maximum an seelischem schmerz. Ich hoffe gott steht mir bei und schenkt mir kraft.
-
Margarita_1989!
- power user
- Beiträge: 258
- Registriert: 25:09:2025 14:21
Re: Tiefste Hoffnungslosigkeit
Hallo liebe Zaubernuss, das wird er, definitiv.
Wie du sagst, du bist nun in enger Betreuung und du wirst diese qualvolle Unruhe so nicht nochmal aushalten müssen. Ich denk mir auch bei mir, es hat iwie verdammt lang gedauert, bis ich endlich an der richtigen Stelle war und richtig therapiert wurde. Davor hatte ich ja einen Ärztemarathon und wollt ums Verrecken nicht zum Psychiater. Wäre ich früher an die richtige Adresse gekommen, wäre mir vermutlich etwas Leid erspart. Zum Thema weinen, lass es raus, wenn es raus muss. Ich bin mir ganz sicher, es geht jetzt bergauf! Ich knuddel dich ganz arg. Du musst da nicht alleine durch!
Wie du sagst, du bist nun in enger Betreuung und du wirst diese qualvolle Unruhe so nicht nochmal aushalten müssen. Ich denk mir auch bei mir, es hat iwie verdammt lang gedauert, bis ich endlich an der richtigen Stelle war und richtig therapiert wurde. Davor hatte ich ja einen Ärztemarathon und wollt ums Verrecken nicht zum Psychiater. Wäre ich früher an die richtige Adresse gekommen, wäre mir vermutlich etwas Leid erspart. Zum Thema weinen, lass es raus, wenn es raus muss. Ich bin mir ganz sicher, es geht jetzt bergauf! Ich knuddel dich ganz arg. Du musst da nicht alleine durch!
Re: Tiefste Hoffnungslosigkeit
Ja davon gehe ich aus und wie wir auch an Marika sehen können, gibt es ein Leben ‚danach‘ ein glückliches Leben, also wieso soll das uns verwehrt bleiben?
Es braucht Zeit und Unterstützung. Abstand und Verarbeitung und der Blick ‚ja Es war schlimm, aber es bestimmt mein Leben nicht mehr!
Und es braucht die radikale Ehrlichkeit zu uns. Was tut mir nicht gut und wie möchte ich es haben?
Ich denke, wenn ich die Kraft habe eine Depression zu besitzen, dirchzustehen, wieso soll ich dann keine Kraft haben für ein schönes Leben? Die Kraft ist da!
Es braucht Zeit und Unterstützung. Abstand und Verarbeitung und der Blick ‚ja Es war schlimm, aber es bestimmt mein Leben nicht mehr!
Und es braucht die radikale Ehrlichkeit zu uns. Was tut mir nicht gut und wie möchte ich es haben?
Ich denke, wenn ich die Kraft habe eine Depression zu besitzen, dirchzustehen, wieso soll ich dann keine Kraft haben für ein schönes Leben? Die Kraft ist da!
12/20 1. Geburt PTBS / Ängste
5 mg Escitalopram - abgesetzt
Nach Rückfall Herbst 2025 wieder 10 mg Escitalopram
5 mg Escitalopram - abgesetzt
Nach Rückfall Herbst 2025 wieder 10 mg Escitalopram
Re: Tiefste Hoffnungslosigkeit
Hey, wie hat die letzte Nacht zu Hause geklappt? Hast du dich sicher gefühlt? Hast du es recht gut meistern können? Klar ist sowas aufregend und die Sorge ist groß. Aber du bist stark. Ich bin mir sicher, dass du das gut geschafft hast
Zum Thema Vertrauen und Angst vor der Erkrankung kann ich dir sagen, dass das mit der Zeit immer besser wird, je mehr gute Momente kommen. Wo du merkst, du schaffst wieder etwas. Du bist wieder etwas belastbarer, dann kommt auch immer mehr Vertrauen und selbst wenn es einem schlecht geht, bringt das natürlich erstmal Sorge. Aber auch das geht wieder vorbei. Und du kannst daran wachsen weil du siehst das nichts schlimmes passiert.
Mein Mann sagte neulich zu mir, dass ich so viel wieder schaffe und wenn ich zwei Jahre zurück denke, dann hätte ich vor zwei Jahren es nicht glauben können oder es mein Mann auch nicht geglaubt, wenn er mir gesagt hat, was in der Zukunft alles wieder möglich ist.
Die Angst ist da, aber genauso ist die Stärke in dir. Und du wirst das mit der Zeit alles hinter dir lassen können und gestärkt aus dieser Episode hervorgehen.
Zum Thema Vertrauen und Angst vor der Erkrankung kann ich dir sagen, dass das mit der Zeit immer besser wird, je mehr gute Momente kommen. Wo du merkst, du schaffst wieder etwas. Du bist wieder etwas belastbarer, dann kommt auch immer mehr Vertrauen und selbst wenn es einem schlecht geht, bringt das natürlich erstmal Sorge. Aber auch das geht wieder vorbei. Und du kannst daran wachsen weil du siehst das nichts schlimmes passiert.
Mein Mann sagte neulich zu mir, dass ich so viel wieder schaffe und wenn ich zwei Jahre zurück denke, dann hätte ich vor zwei Jahren es nicht glauben können oder es mein Mann auch nicht geglaubt, wenn er mir gesagt hat, was in der Zukunft alles wieder möglich ist.
Die Angst ist da, aber genauso ist die Stärke in dir. Und du wirst das mit der Zeit alles hinter dir lassen können und gestärkt aus dieser Episode hervorgehen.
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
-
Zaubernuss
- power user
- Beiträge: 156
- Registriert: 24:02:2024 19:03
Re: Tiefste Hoffnungslosigkeit
Hallo ihr lieben
Ich habe gestern zuhause richtige Angstzustände gehabt, gegen abend wurde es besser. Bin dann nach 3 wochen mit meiner Tochter im arm eingeschlafen
wie sehr ich das vermisst habe
sie macht alles so toll mit, obwohl sie noch ein kleinkind ist. Heute hatte ich in der klinik aber einen Nervenzusammenbruch.. es macht mir angst 4 Tage ohne jegliche betreuung zuhause zu bleiben bis StäB beginnt, gleichzeitig frage ichnmich, ob das überhaupt was bringen wird. Diese 3 wochen hier haben gefühlt keinen wirklichen fortschritt gebracht. Meine denkweise meine Glaubenssätze sind so tief ib mir verankert. Die ärztin meinte aucz ich muss viel mehr dran arbeiten, dass die medikamente nur 1/5 der genesung ausmachen. Und dass hat mich nochmal runtergezogen, weil ich mir nicht mehr zutrraue und jedes mal versage. Ich will am liebsten dass medikamente mir einen gewissen schutz bieten und mich weniger schwarz sehen lassen. Das würde mir soviel kraft und Hoffnung geben, mich gegen die krankheit zunstellen. Aktuell frisst mich diese depression auf und ich fühle mich dem so ausgeliefert wie noch nie
Ich habe gestern zuhause richtige Angstzustände gehabt, gegen abend wurde es besser. Bin dann nach 3 wochen mit meiner Tochter im arm eingeschlafen
Re: Tiefste Hoffnungslosigkeit
Liebe Zaubernuss!
Es ist völlig klar, dass es zu Hause noch nicht so klappt, wie man sich das wünscht. Du bist noch zu wenig stabil dafür. Es hat bei mir Monate gedauert (mit AD und Therapie) bis ich den Tag daheim mit Kind geschafft habe. Warst du alleine mit der Kleinen, oder wie muss ich mir die Situation vorstellen? War jemand bei dir?
Wenn du 4 Tage auf die Stäb Betreuung warten musst: kann in dieser Zeit jemand bei dir sein und dir zur Seite stehen? Machst du eine Therapie weiter bzw. hat die Klinik da ein Angebot, da die Ärztin ja meinte, du musst mehr an dir arbeiten? Wie schaut deine aktuelle Medikation aus?
Wenn ein AD (endlich) passt, dann tritt genau das ein, was du dir wünscht: es bietet Schutz und hellt die Stimmung auf. Viele Glaubenssätze resultieren aus der Erkrankung und können vor dem Wirken eines Medikamentes gar nicht bearbeitet werden. Das zeigen die Erfahrungen immer wieder. Für mich war das AD sicher zu 70 % der Grund meiner Genesung, der Rest Therapie usw. Natürlich ist das individuell, es soll dir nur zeigen, dass du dich bitte nicht mit diesem zitierten "1/5" aufhalten solltest.
Ich glaube du bekommst jetzt Venlafaxin?
Es ist völlig klar, dass es zu Hause noch nicht so klappt, wie man sich das wünscht. Du bist noch zu wenig stabil dafür. Es hat bei mir Monate gedauert (mit AD und Therapie) bis ich den Tag daheim mit Kind geschafft habe. Warst du alleine mit der Kleinen, oder wie muss ich mir die Situation vorstellen? War jemand bei dir?
Wenn du 4 Tage auf die Stäb Betreuung warten musst: kann in dieser Zeit jemand bei dir sein und dir zur Seite stehen? Machst du eine Therapie weiter bzw. hat die Klinik da ein Angebot, da die Ärztin ja meinte, du musst mehr an dir arbeiten? Wie schaut deine aktuelle Medikation aus?
Wenn ein AD (endlich) passt, dann tritt genau das ein, was du dir wünscht: es bietet Schutz und hellt die Stimmung auf. Viele Glaubenssätze resultieren aus der Erkrankung und können vor dem Wirken eines Medikamentes gar nicht bearbeitet werden. Das zeigen die Erfahrungen immer wieder. Für mich war das AD sicher zu 70 % der Grund meiner Genesung, der Rest Therapie usw. Natürlich ist das individuell, es soll dir nur zeigen, dass du dich bitte nicht mit diesem zitierten "1/5" aufhalten solltest.
Ich glaube du bekommst jetzt Venlafaxin?
Liebe Grüße von
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Re: Tiefste Hoffnungslosigkeit
Liebe Zaubermaus,
ich lese hier meist nur mit, aber ich wollte Dir an dieser Stelle auch Mut machen.
Ich war auch 2 Mal in der Klinik mit meiner Tochter und hatte eine lange Krankheitszeit. Ich kann deine Ängste bzgl. der Zeit zu Hause nach der Klinik sehr gut nachvollziehen. Ich wollte damals gar nicht heim, weil ich solche Angst hatte, dass es wieder nicht klappt und ich nicht klar komme zu Hause. Aber nach meinem 2. Aufenthalt ging es mir stetig besser und nun bin ich sei fast 3 Jahren wieder gesund.
Dass ein Medikament nur zu 1/5 zur Genesung beiträgt, kann ich bei mir überhaupt nicht sagen. In meinem Fall waren es sicherlich 90%. Ohne das passende Medikament hat es bei mir nicht geklappt. Trotz Therapie, Entlastung etc. Das hat mir alles ohne das passende Medikament nichts gebracht.
Da ich insgesamt über 6 Monate in der Klinik war, habe ich viele Menschen mit psychischen Erkrankungen dort angetroffen. Ich kenne Einige, die mit Venlafaxin gut klar kamen. Eine Patientin hat es über 15 Jahre genommen und es wirkte bei ihr in dieser Zeit gut. Insofern hoffe ich, dass ich dir etwas Mut machen konnte.
Alles Gute!
ich lese hier meist nur mit, aber ich wollte Dir an dieser Stelle auch Mut machen.
Ich war auch 2 Mal in der Klinik mit meiner Tochter und hatte eine lange Krankheitszeit. Ich kann deine Ängste bzgl. der Zeit zu Hause nach der Klinik sehr gut nachvollziehen. Ich wollte damals gar nicht heim, weil ich solche Angst hatte, dass es wieder nicht klappt und ich nicht klar komme zu Hause. Aber nach meinem 2. Aufenthalt ging es mir stetig besser und nun bin ich sei fast 3 Jahren wieder gesund.
Dass ein Medikament nur zu 1/5 zur Genesung beiträgt, kann ich bei mir überhaupt nicht sagen. In meinem Fall waren es sicherlich 90%. Ohne das passende Medikament hat es bei mir nicht geklappt. Trotz Therapie, Entlastung etc. Das hat mir alles ohne das passende Medikament nichts gebracht.
Da ich insgesamt über 6 Monate in der Klinik war, habe ich viele Menschen mit psychischen Erkrankungen dort angetroffen. Ich kenne Einige, die mit Venlafaxin gut klar kamen. Eine Patientin hat es über 15 Jahre genommen und es wirkte bei ihr in dieser Zeit gut. Insofern hoffe ich, dass ich dir etwas Mut machen konnte.
Alles Gute!
Viele Grüße von Nat
-
Zaubernuss
- power user
- Beiträge: 156
- Registriert: 24:02:2024 19:03
Re: Tiefste Hoffnungslosigkeit
Danke euch beiden
Ich bekomme venlafaxin 150mg und 300mg quetiapin.. das venlafaxin wurde heute erhöht. Ich hoffe so sehr, dass es diesmal anschlägt.
Mein mann ist im homeoffice, also habe immer jemanden zuhause, sonst kommt meine mama mich unterstützen. Heute bleibe ich wieder zur Übernachtung zuhause. Ich bin die ganze zeit am grübeln, voller ängste und angespannt. Ich möchte doch einfach mal innere ruhe haben. Das tavor schlägt nicht mal an…
Dass die medikamente bei euch einen großen beitrag geleistet haben, beruhigt mich etwas.
Ich bekomme venlafaxin 150mg und 300mg quetiapin.. das venlafaxin wurde heute erhöht. Ich hoffe so sehr, dass es diesmal anschlägt.
Mein mann ist im homeoffice, also habe immer jemanden zuhause, sonst kommt meine mama mich unterstützen. Heute bleibe ich wieder zur Übernachtung zuhause. Ich bin die ganze zeit am grübeln, voller ängste und angespannt. Ich möchte doch einfach mal innere ruhe haben. Das tavor schlägt nicht mal an…
Dass die medikamente bei euch einen großen beitrag geleistet haben, beruhigt mich etwas.
Re: Tiefste Hoffnungslosigkeit
Liebe zaubernuss!
Auch wenn die letzte Nacht zu Hause nicht so gewesen ist, wie du dir das vorgestellt hast, finde ich es trotzdem, dass du es dir hoch anerkennen darfst, wie du die Situation gemeistert hast. Und klar, solange man nicht stabil ist, bringt einen sowas ganz schnell wieder aus dem tritt. Und es ist halt auch so, dass das Gehirn erst wieder richtig arbeiten muss, um solche alltäglichen Sachen souverän zu meistern. Ich würde es vielleicht so sehen, dass du vielleicht die Nacht nicht so geschafft hast, wie du gedacht hast, aber du hast sie geschafft und vielleicht den blickwinkel ein wenig ändern, dass du auch Situationen meistern kannst und vielleicht nicht 100% deinen Vorstellung entspricht, sondern vielleicht nur 40 oder 50 %. Aber trotzdem hast du sie geschafft und gemeistert und darfst dir selber auf die Schulter klopfen.
Du weißt von mir, dass ich durch meine Erkrankung auch schwere grübelei hatte. Das ist natürlich durch die fehlfunktion im Gehirn bedingt. Und das war manchmal fast nicht zu stoppen. Trotzdem habe ich immer wieder versucht, mich von diesem Gedanken kreisen zu trennen und wieder in den normalen Alltag einzusteigen und bewusst Dinge mit voller Aufmerksamkeit zu machen. Denn das hat doch geholfen, diesen Kreislauf etwas zu unterbrechen und dadurch dann diese ganzen negativen Gefühle die auftreten etwas zu bremsen.
Es heißt ja in den Therapien immer so schön. Man soll Akzeptanz üben. Seine Krankheit akzeptieren. Die Gefühle akzeptieren, dass es aber ganz schön schwer und auch schwer zu ertragen. Trotzdem hat es mir doch auch in einem gewissen maße geholfen, mir zu sagen. Okay, jetzt bin ich traurig oder ich merke, wie die Angst kommt, oder ich fühle mich furchtbar müde. Mit der Zeit und viel Therapie konnte ich das dann aber stehen lassen und es nicht mehr so stark bewerten und das hat sehr viel auch mit meinen negativen Gefühlen gemacht.
Hilft es dir für heute Abend einen Plan zu machen, indem du ganz strukturierst den Abend abarbeitest? Das kann ja doch Halt und Orientierung geben und auch Sicherheit, die dir aktuell noch fehlt.
Auch wenn die letzte Nacht zu Hause nicht so gewesen ist, wie du dir das vorgestellt hast, finde ich es trotzdem, dass du es dir hoch anerkennen darfst, wie du die Situation gemeistert hast. Und klar, solange man nicht stabil ist, bringt einen sowas ganz schnell wieder aus dem tritt. Und es ist halt auch so, dass das Gehirn erst wieder richtig arbeiten muss, um solche alltäglichen Sachen souverän zu meistern. Ich würde es vielleicht so sehen, dass du vielleicht die Nacht nicht so geschafft hast, wie du gedacht hast, aber du hast sie geschafft und vielleicht den blickwinkel ein wenig ändern, dass du auch Situationen meistern kannst und vielleicht nicht 100% deinen Vorstellung entspricht, sondern vielleicht nur 40 oder 50 %. Aber trotzdem hast du sie geschafft und gemeistert und darfst dir selber auf die Schulter klopfen.
Du weißt von mir, dass ich durch meine Erkrankung auch schwere grübelei hatte. Das ist natürlich durch die fehlfunktion im Gehirn bedingt. Und das war manchmal fast nicht zu stoppen. Trotzdem habe ich immer wieder versucht, mich von diesem Gedanken kreisen zu trennen und wieder in den normalen Alltag einzusteigen und bewusst Dinge mit voller Aufmerksamkeit zu machen. Denn das hat doch geholfen, diesen Kreislauf etwas zu unterbrechen und dadurch dann diese ganzen negativen Gefühle die auftreten etwas zu bremsen.
Es heißt ja in den Therapien immer so schön. Man soll Akzeptanz üben. Seine Krankheit akzeptieren. Die Gefühle akzeptieren, dass es aber ganz schön schwer und auch schwer zu ertragen. Trotzdem hat es mir doch auch in einem gewissen maße geholfen, mir zu sagen. Okay, jetzt bin ich traurig oder ich merke, wie die Angst kommt, oder ich fühle mich furchtbar müde. Mit der Zeit und viel Therapie konnte ich das dann aber stehen lassen und es nicht mehr so stark bewerten und das hat sehr viel auch mit meinen negativen Gefühlen gemacht.
Hilft es dir für heute Abend einen Plan zu machen, indem du ganz strukturierst den Abend abarbeitest? Das kann ja doch Halt und Orientierung geben und auch Sicherheit, die dir aktuell noch fehlt.
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung