Wochenbett Depression und ZG

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Melanie
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Wochenbett Depression und ZG

Beitrag von Melanie »

Hallo
Ich bin vor 5 Monaten Mama geworden und anfangs war auch alles gut ich hatte starke Mutter Gefühle und nach der Geburt war alles so schön bis vor einen Monat
Ich bekam ein starkes inneres Unruhe Gefühl so als hätte ich Angst oder etwas schlimmes gemacht und dazu kamen auch noch diese schrecklichen Gedanken das ich meinen Kind was antun könnte also das sind wie kleine Bilder die im Kopf erscheinen und mir sehr dolle Angst machen
Dieses komische Gefühl was ich oben beschrieben hab hatte ich auch schon in der Schwangerschaft ganz schlimm aber ohne solche Gedanken und das hab ich ohne Medikament weg bekommen kurz vor der Geburt und Dan Kamm es wieder und noch dazu sind alle meine Gefühle weg ich habe solche Angst das es nie wieder weg geht
Ich habe Gottseidank schnell ein Termin bei einer Psychiaterin bekommen die mir erst 5 mg escitalopram und Dan nach drei Tagen 10 mg verschrieben hat es hat auch die erste Woche geholfen und seid ca. einer Woche geht es mir wieder schlecht und ich habe Angst das es mir nicht hilft oder nicht wirkt und es mir nie Mals besser geht
Hat vielleicht irgend wer Erfahrung oder ähnliches durch gemacht ? 😔
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Marika
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Re: Wochenbett Depression und ZG

Beitrag von Marika »

Hallo Melanie!

Herzlich Willkommen bei uns. Was du beschreibst, könnte von mir sein. Es sind ganz typische Symptome einer Wochenbettdepression. Es ist sehr gut, dass du bereits in Behandlung bist. Aber das Escitalopram braucht sicher noch viel mehr Zeit. Wie lange nimmst du schon die 10 mg Escitalopram?

Ich habe das gleiche AD bekommen. Bei einer AD Einnahme dauert es zuerst mal 2 bis 4 Wochen bis eine erste Verbesserung eintritt. Nach etwa 8 Wochen kann die jeweilige Dosis richtig wirken. Aber der Weg dauert um einiges länger, da die Mechanismen im Gehirn sehr komplex sind. Dazwischen kann es immer wieder zu Tiefs kommen, bis man dann endlich stabil ist. Dazu kommt, dass du mit 10 mg Escitalopram eher niedrig eingestellt bist. Am besten besprichst du dich mit deiner Psychiaterin, ob die Dosis angepasst werden soll.

Auch eine Therapie wäre sinnvoll und wichtig. Gerade bei ZG ist das sehr, sehr hilfreich.
Ich hatte beides, Escitalopram und Therapie. Es hat gedauert und ich hatte viele Tiefs, aber ich bin gesund geworden.

Wie gesagt, das AD braucht Zeit! ❤️
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Melanie
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Re: Wochenbett Depression und ZG

Beitrag von Melanie »

Ich nehme das Medikament jetzt schon über drei Wochen
Es ist gerade im Moment so schlimm wie am Anfang seid ein paar Tagen und jetzt hab ich Angst das es garnicht wirkt
Das Problem ist meine Psychiaterin ist gerade im Urlaub und ist erst am Montag wieder da und das fühlt sich an wie einer sehr lange Zeit jetzt bin ich am überlegen ob ich nicht ins Krankenhaus fahr vielleicht könne die mir helfen
Ich bin schon auf der Suche nach einem Therapieplatz und hab auch schon ein Platz in einer Mutterkind Klinik aber erst in über einen Monat und da muss ich so stabil sein das ich mich alleine um mein Baby kümmern kann
Was hast du den gemacht um es erträglich zu machen ?
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Marika
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Re: Wochenbett Depression und ZG

Beitrag von Marika »

3 Wochen sind noch sehr kurz. Dass du schon mal eine erste Verbesserung hattest, ist ja eh schnell. So ein Tief jetzt ist völlig normal. Das AD braucht wesentlich länger um richtig zu wirken und auch danach ist der Weg nicht beendet. Dieser Druck in einem Monat stabil zu sein, ist sehr schlecht für das Gesund werden. So schnell stabil zu werden ist ein eher unrealistisches Ziel. Im Gegenteil: du solltest jetzt ganz viel Hilfe und Unterstützung im Alltag haben. Ist die Kur nicht etwas früh angesetzt? Ich hätte das damals nie und nimmer in so kurzer Zeit stemmen können.

Mir hat damals ein Bedarfsmedikament geholfen. Es hilft diese Tiefs am Anfang bis das AD gut wirkt, zu überbrücken. Und extrem viel Hilfe im Alltag, ich war die ersten 3 Monate nach Ausbruch der Krankheit nie alleine. Dann natürlich engmaschige Therapie Sitzungen. Eine Kur habe ich nie gemacht.

Selbstverständlich kannst du jederzeit ins Krankenhaus fahren, um Hilfe zu bekommen.

Diese Erkrankung dauert und Druck ist kontraproduktiv. Die Medikamente brauchen Zeit und die musst du auch dir geben, um gesund zu werden. ❤️
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
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Melanie
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Re: Wochenbett Depression und ZG

Beitrag von Melanie »

Ok ich habe Angst das es garnicht wirkt oder ich nie gesund werde oder es schlimmer wird
Ich bin ja schon auf der Suche nach einen Therapie Platz ist aber leider schwer zu kriegen und deswegen bin ich froh überhaupt was bekommen zu haben
Wie hast du das gemacht das du nie alleine warst
Ich traue mich nicht es meiner Familie zu sagen der einzige der es weis ist mein Partner und der muss in einer Woche wieder arbeiten
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Marika
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Re: Wochenbett Depression und ZG

Beitrag von Marika »

Ich bin sehr offen damit umgegangen und meine Familie wusste sofort bescheid. Sie haben mich großartig unterstützt. Dazu die engmaschigen Sitzungen bei meinem Psychiater.

Die Angst dass die Medikamente nicht wirken und man nie gesund wird, kennen hier viele. Ich hatte sie auch. Gerade weil es so schwankt auch mit den Medikamenten denkt man oft so. Aber du darfst darauf vertrauen, dass alles gut werden wird! ❤️
Liebe Grüße von
Marika

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