Hallo ihr lieben
Kennt jemand das gefühl, im kopf sozusagen gefangen zu sein? Als ob sich die welt nur um mich dreht. Mein eigenes Bewusstsein meine innere Stimme machen mir in dieser Depression Angst. Als sei es was anormales. Also mein Bewusstsein fühlt sich fremd und beängstigend an. Darurch beobachte ich mein inneres noch mehr. Ich fühle mich komisch, wenn ich mich im Spiegel angucke.. Ist das verständlich? Hatte das jemand? Und geht das weg?
Gefühl verrückt zu werden
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Zaubernuss
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Re: Gefühl verrückt zu werden
Hey, ich melde mich eben bei diesem Bericht von dir.
Erstmal zu deinem Gefühl im Kopf. Ja das kenne ich auch und hatte es sehr lange. Es war irgendwie, als wäre ich nur in meinem Kopf gefangen und nur mit meinen Gedanken beschäftigt und konnte mich gar nicht auf das außen konzentrieren oder auch richtig dran teilnehmen. Oft weiß auch wie ein Nebel oder Watte im Kopf. Ein ganz dumpfes benebeltes Gefühl. Für mich hat sich das angefühlt jetzt könnte ich nicht aus meinem Kopf raus denken. Es ist wirklich total schwer zu beschreiben, aber ich glaube es kommt dem was du fühlst sehr ähnlich. Teilweise hing das auch mit meinem extremen zwanghaften Grübeln zusammen. Und wenn ich an dem außenleben teilnehmen wollte, musste ich mich mega konzentrieren und es war auch richtig anstrengend, aber es war trotzdem wichtig, dass immer wieder zu versuchen, da dadurch diese nervenverbindungen, die halt falsch verknüpft sind, auf die Dauer wieder langsam gelöst wurden und ein normales denken ganz langsam wieder eingetreten ist.
Erstmal zu deinem Gefühl im Kopf. Ja das kenne ich auch und hatte es sehr lange. Es war irgendwie, als wäre ich nur in meinem Kopf gefangen und nur mit meinen Gedanken beschäftigt und konnte mich gar nicht auf das außen konzentrieren oder auch richtig dran teilnehmen. Oft weiß auch wie ein Nebel oder Watte im Kopf. Ein ganz dumpfes benebeltes Gefühl. Für mich hat sich das angefühlt jetzt könnte ich nicht aus meinem Kopf raus denken. Es ist wirklich total schwer zu beschreiben, aber ich glaube es kommt dem was du fühlst sehr ähnlich. Teilweise hing das auch mit meinem extremen zwanghaften Grübeln zusammen. Und wenn ich an dem außenleben teilnehmen wollte, musste ich mich mega konzentrieren und es war auch richtig anstrengend, aber es war trotzdem wichtig, dass immer wieder zu versuchen, da dadurch diese nervenverbindungen, die halt falsch verknüpft sind, auf die Dauer wieder langsam gelöst wurden und ein normales denken ganz langsam wieder eingetreten ist.
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
Re: Gefühl verrückt zu werden
Und zu deiner Frage der krankheitsdauer. Du weißt ja von mir auch, dass ich sehr lange krank gewesen bin. Die PPD hat sehr lange gedauert. Bis überhaupt eine Besserung eingetreten ist und dann auch noch mal sehr lange bis ich sagen konnte. Es ist okay so wie es aktuell ist.
In den ersten zwei Jahren waren bei mir sehr viele sehr lange und dunkle Tiefs gewesen. Nach zweieinhalb Jahren war es das erste mal, so, dass ich morgens aufgewacht bin und auf einmal den ersten morgen hatte, wo mir nicht zum Heulen gewesen ist, sondern ich wach wurde und mich einfach neutral gefühlt habe. Zwar immer noch mega erschöpft und erschlagen, aber nicht mehr mit Angst und Trauer, sondern einfach normal und entspannt.
Es war auch bei mir, so, dass ich sehr oft an der Krankheit verzweifelt bin. Aber ich weiß, in der ersten Episode habe ich das sehr oft Mit meinem Psychologen gemacht, dass wir zurückgeschaut haben uns die tiefst erklärt haben und auch dann noch mal länger zurückgeschaut haben und genau hingesehen haben, was schon besser geworden ist. Das waren oft natürlich nur ganz kleine Dinge, aber ich habe mich versucht daran festzuhalten. Das ging natürlich mal besser und auch Zeiten wo das gar nicht gut funktioniert hat.
Meine Erkrankung begleitet mich ja nun schon wirklich sehr viele Jahre, 14 Jahre als meine große Tochter alt und 12. Meine zweite Tochter und natürlich hatte ich vorher auch schon psychische auffälligkeiten. Aber wenn ich überlege 14 Jahre, das ist eine verdammt lange Zeit und natürlich bin ich manchmal wütend und traurig über das, was mir die Krankheit genommen hat. Aber ich muss auch sagen. Es war ja in dieser Zeit nicht immer alles schlecht und ganz dramatisch. Es gab auch gute Zeiten wo ich mich normal gefühlt habe oder auch selbst wachsen konnte. Ich habe viel über mich gelernt. Und auch über das Leben. Und was überhaupt wichtig ist.
In den ersten zwei Jahren waren bei mir sehr viele sehr lange und dunkle Tiefs gewesen. Nach zweieinhalb Jahren war es das erste mal, so, dass ich morgens aufgewacht bin und auf einmal den ersten morgen hatte, wo mir nicht zum Heulen gewesen ist, sondern ich wach wurde und mich einfach neutral gefühlt habe. Zwar immer noch mega erschöpft und erschlagen, aber nicht mehr mit Angst und Trauer, sondern einfach normal und entspannt.
Es war auch bei mir, so, dass ich sehr oft an der Krankheit verzweifelt bin. Aber ich weiß, in der ersten Episode habe ich das sehr oft Mit meinem Psychologen gemacht, dass wir zurückgeschaut haben uns die tiefst erklärt haben und auch dann noch mal länger zurückgeschaut haben und genau hingesehen haben, was schon besser geworden ist. Das waren oft natürlich nur ganz kleine Dinge, aber ich habe mich versucht daran festzuhalten. Das ging natürlich mal besser und auch Zeiten wo das gar nicht gut funktioniert hat.
Meine Erkrankung begleitet mich ja nun schon wirklich sehr viele Jahre, 14 Jahre als meine große Tochter alt und 12. Meine zweite Tochter und natürlich hatte ich vorher auch schon psychische auffälligkeiten. Aber wenn ich überlege 14 Jahre, das ist eine verdammt lange Zeit und natürlich bin ich manchmal wütend und traurig über das, was mir die Krankheit genommen hat. Aber ich muss auch sagen. Es war ja in dieser Zeit nicht immer alles schlecht und ganz dramatisch. Es gab auch gute Zeiten wo ich mich normal gefühlt habe oder auch selbst wachsen konnte. Ich habe viel über mich gelernt. Und auch über das Leben. Und was überhaupt wichtig ist.
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Margarita_1989!
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Re: Gefühl verrückt zu werden
Hello. Das Gefühl verrückt zu werden kenne ich ganz gut. Mein Psychiater meinte damals auch, dass das ziemlich viele Frauen so berichtet haben. Wenn ich in den Spiegel sehe, es ist komisch, ich versuche mich zu erkennen bzw eine Verbindung zu mir herzustellen, aber ich kann sie immer noch nicht finden. Auch Gefühle kann ich immer noch nicht wahrnehmen. Ist das diese Depersonalisation? Und geht das wieder weg? Ich schaue meine Kinder an und ich fühle einfach nix. Das ist abartig. GlG an alle
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Margarita_1989!
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Re: Gefühl verrückt zu werden
Achja und so einen dünnen Nebel habe ich auch immer noch beim Sehen. Das geht mir tierisch auf den Zeiger.