Wochenbettdepression und Klinikaufenthalt

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Sarah388
Beiträge: 2
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Wochenbettdepression und Klinikaufenthalt

Beitrag von Sarah388 »

Hallo Zusammen,

Ich liege gerade wach im Bett in meiner ersten Nacht in der Klinik - ohne Mann und ohne Baby.

Am 9 5 kam unser Wubschkind nach einer für mich traumatischen Geburt zur Welt. Vier Tage lag ich nach dem Blasensprung wach, bis eingeleitet wurde und nach 17 Stunden war er da.

Für mich als Angst- und Panikpatientin war das ein Horror. Die Tage bis zur Geburt habe ich sehr gelitten. Danach war er 4 Tage auf der Intensiv, da ich seit meiner Jugend aufgrund von Depressionen und Angst und Panik Medikamente nehme.

Als wir dann nach Hause kamen, war es natürlich erstmal sehr stressig und mir ging es nicht so gut, allerdings mithilfe meiner Therapeutin pendelte sich das etwas ein.

Als mein Mann nach 7 Wochen wieder arbeiten gehen musste, fing es an. Gleichzeitig war meine Therapeutin auch 3 Wochen im Urlaub.

Ich bekam schlimme Panikattacken, Angstschleifen ubd depressive Gedanken. Ich hatte mir das Kind so gewünscht - hatte uns tolle erste Ausflüge machen sehen- und jetzt ging es mir so schlecht mit viel weinen und Angst, dass es nie wieder besser wird.

Letzte Woche hat mir meine Psychaterin einen Klinikaufenthalt (ohne baby) nahegelegt, um erstmal etwas Kraft wieder zu tanken und runterzukommen.

Jetzt liege ich hier wach im Bett, nachdem ich gestern an meinem ersten Tag mehrere Weinanfälle hatte, vermiss die beiden total und frag mich, ob das jetzt immer so bleibt:-(

Naiverweise dachte ich, in der ersten Nacht hier schlaf ich bestimmt wie ein Stein und dann geht's mir besser morgens. Ja, ich weiss, sehr optimistisch.

Ich bräuchte gerade mal etwas Support. Wird es einfacher? Gewöhnt man sich sn den Alltag hier?

Und vor allem: wird diese Phase je enden :-(
alibo79
power user
Beiträge: 1938
Registriert: 16:06:2021 11:15

Re: Wochenbettdepression und Klinikaufenthalt

Beitrag von alibo79 »

Guten Morgen und herzlich, willkommen hier im Forum.
Zum allererst, ja, diese Phase wird wieder enden und es wird alles wieder gut werden. Und du wirst den Alltag mit deinem Kind genießen können und Freude an deinem Kind haben. Ihr werdet schöne gemeinsame Sachen Unternehmen und du wirst wieder gesund werden. Es ist natürlich so und das weißt du wahrscheinlich auch, dass solche Phasen manchmal zäh sein können und auch dauern. Oft länger als man sich das natürlich wünscht. Trotzdem wirst du wieder gesund werden.
Schön, dass du dich angemeldet hast. Es hilft oft einfach mal, sich den ganzen Mist von der Seele zu schreiben. Ich kann mir gut vorstellen, dass bei dir gerade ganz viele Sachen zusammen gekommen sind. Vor allen Dingen auch der Urlaub deiner Therapeutin. Das war bei mir damals nämlich ähnlich, dass sobald eine sicherungsperson nicht da war oder nicht greifbar für mich, dass es direkt Angst und Panik ausgelöst hat. Es reichte schon über meine Eltern in Urlaub gefahren sind, obwohl sie mich nicht ständig unterstützt haben, sondern einfach das eine Person, die mir vertraut ist, nicht da war. Oder ich weiß, dass mein Mann manchmal Migräne hatte und selbst sowas bei mir schon wieder Unruhe ausgelöst hat, weil er in der migränephase nicht für mich permanent da sein konnte.
Jetzt in der Klinik kannst du erstmal zur Ruhe kommen. Deine Gedanken sortieren und hast dort auch betreuungspersonal, was gut für dich sorgt und die Sicherheit gibt.
Vielleicht magst du zu deinem Leben noch ein bisschen erzählen und wie bisher deine Medikamente und Therapien aussahen.
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
Sarah388
Beiträge: 2
Registriert: 30:08:2026 10:37

Re: Wochenbettdepression und Klinikaufenthalt

Beitrag von Sarah388 »

Ich habe seit meiner Jugend mit Angst- und Panikattacken zu kämpfen und auch schon mehrere depressive Episoden gehabt.

Ich war lange auch in Therapie und seit unserem Kinderwunsch hatte ich auch eine therapeutische Begleitung.

Medikamente habe ich schon lange Paroxetin genommen, das wurde jetzt erhöht. Zusätzlich bekomme ich aktuell etwas zum Schlafen und tagsüber 2x 0,5 Tavor, weil ich so schlimme Unruhe hatte :-(

Das soll jetzt in der Klinik aber auch wieder ausgeschlichen werden und vielleicht gibt es ja eine bessere Alternative.

Gerade scheint es sooo schwierig, das wieder alles gut wird. Dabei will ich einfach meine Familie genießen und das wars!
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