Hallo zusammen,
Ich habe im Vorstellungsthread schon bisschen geschrieben. Ich versuche mich einmal kurz zu fassen.
Ich habe escitalopram nach 17 jähriger Einnahme zwei Jahre lang ausgeschlichen. 3 Wochen nach 0mg bin ich extrem abgestürzt. Panikattacke 24/7, Adrenalinschübe, Benommenheit, Gefühl neben mir zu stehen, Insomnia. Habe dann direkt wieder mit dem Escitalopram angefangen. 2mg nur weil ich Angst hatte vor einer Verschlechterung. Das war vor 15 Wochen. Es wurde besser aber immer noch Hölle.
Jeder Tag ist ein überleben. Habe vor 1 Woche auf 2,5mg erhöht Mache dies mit der wasserlösemethode.
Ich habe so viel im Antidepressiva Forum gelesen. Dort steht, dass es nach dem Absetzen dazu kommen kann, dass der Körper extrem schlecht auf das Medikament reagiert wenn man es dann wieder versucht zu nehmen. Oder das es auch gar nicht mehr hilft. Und das man auch nur eine kleine Dosis nehmen sollte, weil der Körper sich während des zweijährigen absetzen ja schon an weniger gewöhnt hat und mehr dann sehr schlimm sein könnte.
Mich macht das ganze verrückt. Ich weiß nicht was richtig und falsch ist.
Vielleicht sind hier Mamis, die ebenso einen Rückfall hatten und das Medikament wieder genommen haben.
Habt ihr direkt eine normale Dosis genommen? Eingeschlichen? Ging’s euch dann erstmal noch schlechter? Und vor allem, hat das Medikament wieder geholfen?
Ich wäre so dankbar über eure Erfahrungen.
Liebe Grüße
Antidepressiva Wiederaufnahme nach Rückfall
Moderator: Moderatoren
Re: Antidepressiva Wiederaufnahme nach Rückfall
Ich schreibe dir mal, auch wenn ich sonst nur noch selten reinschaue. Ich habe zweimal Escitalopram über einem Zeitraum von fast einem Jahr ausgeschlichen und komplett abgesetzt. Weil ich es langsam gemacht habe, spürte ich auch keine Absetzsymptome. Nach ca. 2-3 Monate merkte ich jeweils, dass ich immer dünnhäutiger wurde und nah am Wasser gebaut war. Dann musste es nur noch ein kleinen Trigger oder größere Stresssituation geben und ich war, was die Symptome von Angst und Depressionen angingen, wieder auf 100 %. Alles was du beschreibst hatte ich auch. Beide Male habe ich wieder das Antidepressivum eingeschlichen und es hat Gott sei Dank, wieder gewirkt, auch wenn ich furchtbare Angst hatte, dass es das nicht tun wird. Und ja, mir ging es erstmal sehr viel schlechter, die sogenannte Erstverschlimmerung. Die habe ich etwas mit Promethazin abgefedert. Das ging so ca. 4-6 Wochen, bis es eine kleine Verbesserung gab. Gerne würde ich irgendwann ohne Medikamente auskommen, aber bis meine Kinder nicht volljährig sind, werde ich keine Absetzversuche mehr starten. Was ich allerdings mache, ist, dass ich die Dosierung immer wieder mal je nach Situation anpassen.
Ich wünsche dir von Herzen, dass dein Antidepressivum bald wirkt und du wieder Erleichterung verspürst.
Ich wünsche dir von Herzen, dass dein Antidepressivum bald wirkt und du wieder Erleichterung verspürst.
Dez. 2015 - Mai 2016 - 1. depressive Episode mit Unruhe und Angst.
AD Venlafaxin. Auslöser - Burnout meines Mannes, 2 kleine Kids und keine Hilfe.
Über zwei Jahre Medikamentenreduzierung - Frühjahr 2019 auf 0.
Okt. 2019 Rückfall, erneute Eindosierung mit Escitalopram 10 mg. Ab Jan. 2020 stabil.
Jan. 2021 langsame Reduzierung des AD. Im Juni 2022 auf 0.
Nov. 2022 Rückfall, AD eindosiert. Langsame Stabilisation 2-3 Monate später.
Bis heute kurze Tiefs bei zu viel Stress.
AD Venlafaxin. Auslöser - Burnout meines Mannes, 2 kleine Kids und keine Hilfe.
Über zwei Jahre Medikamentenreduzierung - Frühjahr 2019 auf 0.
Okt. 2019 Rückfall, erneute Eindosierung mit Escitalopram 10 mg. Ab Jan. 2020 stabil.
Jan. 2021 langsame Reduzierung des AD. Im Juni 2022 auf 0.
Nov. 2022 Rückfall, AD eindosiert. Langsame Stabilisation 2-3 Monate später.
Bis heute kurze Tiefs bei zu viel Stress.
Re: Antidepressiva Wiederaufnahme nach Rückfall
Guten Morgen,
Ich hatte nach der postpartalen Depression nach einigen Jahren auch wieder einen rückfall in eine schwere depressive Episode. Es war bei mir auch so, dass ich mein Medikament über lange Zeit sehr langsam ausgeschlichen habe. Auch mit der wasserauflösung Methode. Und erst schien ich ziemlich befestigt, aber nachdem dann arbeitsmäßig deutlich mehr Belastung auf mich eintrafen und das Medikament nicht mehr geschützt hat, kam es nach zwei drei Monaten zu einem deftigen rückfall. Wir haben dann wieder mit Mirtazapin gestartet und relativ zügig auf dosiert auf höchste Dosis. Dass ein dosieren war bei mir nie mit mit schweren nebenwirkungen oder Symptomen des einschleichens begleitet. Ich habe das immer sehr gut vertragen. Und bis auf Müdigkeit, die aber sowieso da war nicht viel gemerkt.
Leider ist es bei mir so, dass es immer ein bisschen Zeit braucht, bis sich meine Symptome langsam legen. Das ist aber nicht mit den meisten hier zu vergleichen. Die relativ zügig dann merken, wenn das Medikament anfängt zu wirken.
Ich hatte nach der postpartalen Depression nach einigen Jahren auch wieder einen rückfall in eine schwere depressive Episode. Es war bei mir auch so, dass ich mein Medikament über lange Zeit sehr langsam ausgeschlichen habe. Auch mit der wasserauflösung Methode. Und erst schien ich ziemlich befestigt, aber nachdem dann arbeitsmäßig deutlich mehr Belastung auf mich eintrafen und das Medikament nicht mehr geschützt hat, kam es nach zwei drei Monaten zu einem deftigen rückfall. Wir haben dann wieder mit Mirtazapin gestartet und relativ zügig auf dosiert auf höchste Dosis. Dass ein dosieren war bei mir nie mit mit schweren nebenwirkungen oder Symptomen des einschleichens begleitet. Ich habe das immer sehr gut vertragen. Und bis auf Müdigkeit, die aber sowieso da war nicht viel gemerkt.
Leider ist es bei mir so, dass es immer ein bisschen Zeit braucht, bis sich meine Symptome langsam legen. Das ist aber nicht mit den meisten hier zu vergleichen. Die relativ zügig dann merken, wenn das Medikament anfängt zu wirken.
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
Re: Antidepressiva Wiederaufnahme nach Rückfall
Aktuell ist bei mir auch nicht geplant die Medikamente zu reduzieren, ähnlich wie bei Nelli werde ich sie so weiter nehmen, bis die Kinder vielleicht aus dem Haus sind? Und hier etwas mehr Ruhe einkehrt und die Belastung, die täglich auf mich einwirkt. Weniger ist.
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung