Hallo ihr lieben,
Ich melde mich nach ca 1,5 Jahren wieder bei euch. Kurz zu meiner vorherigen Geschichte. Ich bin im Januar 2025 nach der Geburt meines Kindes an einer PPD erkrankt. Ich hatte vorher nie psychische Probleme und trotzdem hat es mich total erwischt da dieses Thema auch absolut neu für mich war und ich gar nicht wusste wo mir der Kopf steht. Mir ging es so schlecht und ich dachte es würde mir nie wieder besser gehen. Ich wurde damals mit 100mg Sertralin eingestellt und nehme dieses bisher auch immernoch. Kurz zum Mut machen: Nach ca. 2-3 Monaten ging es mir wieder super! 1,5 Jahre alles top, ich konnte Freude empfinden und war wieder die alte alles was man sich eben wenn man in diesem Loch steckt nicht vorstellen kann. Da es mir wieder komplett gut ging haben mein Mann und ich uns dazu entschieden ein 2. Kind zu bekommen. Direkt nach dem ersten Versuch wurde ich schwanger. Ich bin auch noch ganz am Anfang der SS. Die ersten Tage war alles super und ich habe mich gefreut. Doch jetzt seit ein paar Tagen geht es mir zunehmend schlechter. Ich bin frühs aufgewacht und aufeinmal war dieses Gefühl wieder da. Das selbe Gefühl dass ich während meiner Depression erlebt habe. Zwar nicht ganz so ausgeprägt aber doch ziemlich dolle. Sofort kam die Panik in mir hoch. Muss ich das Ganze nochmal erleben, muss ich da nochmal durch, wieso habe ich mich darauf eingelassen. Diese Gedanken ich will das nicht, ich will nicht wieder so fühlen, ich schaff das nicht nochmal. Sogar ein paar Gedanken zur abtreibung kamen auf. Ich habe mir direkt heute einen Termin in der Mutter Kind Sprechstunde gemacht bei ich damals schon nach der Geburt meines Kindes war. Ich hoffe einfach ich kann durch frühe Hilfe eine zweite PPD verhindern. Jetzt meine Frage bzw. Meinung an euch. Kennt jemand das Gefühl?, hat jemand positive Erfahrungen bezüglich der zweiten Geburt bzw. diesem Gefühl in der Schwangerschaft? Ich hoffe ja dass es vielleicht gerade am Anfang nur die Hormone sind und sich das ganze in ein paar Tagen von alleine wieder legt, vielleicht ist es auch einfach die Angst vor einer erneuten Depression?
Ich habe mir so sehr gewünscht einmal „gesund“ das Wochenbett zu erleben, glücklich zu sein und mein Kind zu lieben.
Doch jetzt aktuell sehe ich wieder nur schwarz und denke mir ich möchte das meinem Kind und vorallem meinem Neugeborenen nicht nocheinmal „antun“!
Ich freue mich sehr über eure Meinung und Erfahrung zu diesem Thema
Schwanger und Angst vor erneuter PPD
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Jasminriverdale
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Margarita_1989!
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Re: Schwanger und Angst vor erneuter PPD
Hey du,
ich möchte dir mal Mut machen. Ich kann mir vorstellen, dass du jetzt viel früher auf Warnzeichen achtest und mit professioneller Hilfe womöglich bestimmt schlimmere Verläufe abfedern kannst.
Ich drücke dir ganz arg die Daumen, dass du diesmal dein Wochenbett genießen kannst!
ich möchte dir mal Mut machen. Ich kann mir vorstellen, dass du jetzt viel früher auf Warnzeichen achtest und mit professioneller Hilfe womöglich bestimmt schlimmere Verläufe abfedern kannst.
Ich drücke dir ganz arg die Daumen, dass du diesmal dein Wochenbett genießen kannst!
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Jasminriverdale
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Re: Schwanger und Angst vor erneuter PPD
Was ich noch kurz anmerken möchte. Dadurch dass es mir jetzt so lange so gut ging habe ich immer öfter mal vergessen mein AD zunehmen und muss wirklich sagen dass ich vorallem die letzten 2-3 Monate sehr schweifend und unregelmäßige Einnahme hatte. Es hat sich nie bemerkbar gemacht erst jetzt in der SS.
Ich frage mich ob ich durch regelmäßige Einnahme dass alles hätte vermeiden können oder ob trotzdessen wieder eine depressive Episode gekommen wäre. Seit ca. 1 Woche nehme ich das AD jetzt wieder regelmäßig und hoffe dass es schnell wieder gut wird.
Ich frage mich ob ich durch regelmäßige Einnahme dass alles hätte vermeiden können oder ob trotzdessen wieder eine depressive Episode gekommen wäre. Seit ca. 1 Woche nehme ich das AD jetzt wieder regelmäßig und hoffe dass es schnell wieder gut wird.
Re: Schwanger und Angst vor erneuter PPD
Erst einmal herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft und natürlich alles gute für dich und deine Familie.
Ich glaube, ein riesenvorteil ist wirklich, dass du das ganze ja schon mal erlebt hast und so sehr schnell ins Handeln gekommen bist. Gerade dann ist es so, dass vielleicht eine ganz starke Ausprägung einer wochenbettdepression gar nicht auftreten muss. Mit Sicherheit spielen die Hormone jetzt auch wieder eine große Rolle und gerade, weil dein Körper ja schon einmal das ganze durchgemacht hat, ist er einmal anfälliger für ein erneutes krank werden. Und natürlich kommt ihr das alles bekannt vor und dadurch kann ganz schnell die Panik extrem hoch werden. Wo andere eine ganz andere bewertungsskala haben und gewisse Dinge und Empfindungen gar nicht so stark bewerten.
Die regelmäßige Einnahme von einem Antidepressivum ist einfach ein wichtiger Punkt in der Therapie. Ich kenne das auch, dass man im Alltag vielleicht mal einen Tag hat, wo man auf einmal aus seinem Medikamenten Rhythmus raus ist. Aber es sollte nicht die Regel sein. Gerade dann hat das schon eine negativen Einfluss auf die gehirnchemie.
Mein Psychiater hat mir dazu mal gesagt, dass ganz viele seiner Patienten die rückfälle kriegen oder nicht richtig stabil werden. Als Gemeinsamkeit haben, dass sie ihre Medikamente nicht wie vorgeschrieben einnehmen oder auch weglassen, ohne ärztliche Absprache, sobald sie sich etwas besser fühlen. Das macht die Therapie, extrem schwierig und natürlich auch das da gesund werden, geht dadurch nicht wie es sollte. Er sagte mir in der Regel wenn Patienten wieder zu ihm kommen und über Symptome klagen ist die erste Frage, ob sie denn ihre Medikamente regelmäßig nach Vorgabe eingenommen haben. Und das ist oft nicht der Fall. Deswegen will ich dir ans Herz legen. Deine Medikamente wirklich nach Vorgabe zu nehmen und auch deinen Arzt oder Therapeuten zu kontaktieren, mit dem du bei der letzten Episode zu tun hattest.
Ich bin mir sicher, dann ist dieser Spuk sehr schnell vorüber und du kannst dich Schwangerschaft, so genießen, wie du dir das vorgestellt hast.
Ich glaube, ein riesenvorteil ist wirklich, dass du das ganze ja schon mal erlebt hast und so sehr schnell ins Handeln gekommen bist. Gerade dann ist es so, dass vielleicht eine ganz starke Ausprägung einer wochenbettdepression gar nicht auftreten muss. Mit Sicherheit spielen die Hormone jetzt auch wieder eine große Rolle und gerade, weil dein Körper ja schon einmal das ganze durchgemacht hat, ist er einmal anfälliger für ein erneutes krank werden. Und natürlich kommt ihr das alles bekannt vor und dadurch kann ganz schnell die Panik extrem hoch werden. Wo andere eine ganz andere bewertungsskala haben und gewisse Dinge und Empfindungen gar nicht so stark bewerten.
Die regelmäßige Einnahme von einem Antidepressivum ist einfach ein wichtiger Punkt in der Therapie. Ich kenne das auch, dass man im Alltag vielleicht mal einen Tag hat, wo man auf einmal aus seinem Medikamenten Rhythmus raus ist. Aber es sollte nicht die Regel sein. Gerade dann hat das schon eine negativen Einfluss auf die gehirnchemie.
Mein Psychiater hat mir dazu mal gesagt, dass ganz viele seiner Patienten die rückfälle kriegen oder nicht richtig stabil werden. Als Gemeinsamkeit haben, dass sie ihre Medikamente nicht wie vorgeschrieben einnehmen oder auch weglassen, ohne ärztliche Absprache, sobald sie sich etwas besser fühlen. Das macht die Therapie, extrem schwierig und natürlich auch das da gesund werden, geht dadurch nicht wie es sollte. Er sagte mir in der Regel wenn Patienten wieder zu ihm kommen und über Symptome klagen ist die erste Frage, ob sie denn ihre Medikamente regelmäßig nach Vorgabe eingenommen haben. Und das ist oft nicht der Fall. Deswegen will ich dir ans Herz legen. Deine Medikamente wirklich nach Vorgabe zu nehmen und auch deinen Arzt oder Therapeuten zu kontaktieren, mit dem du bei der letzten Episode zu tun hattest.
Ich bin mir sicher, dann ist dieser Spuk sehr schnell vorüber und du kannst dich Schwangerschaft, so genießen, wie du dir das vorgestellt hast.
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
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Jasminriverdale
- Beiträge: 6
- Registriert: 21:09:2026 22:17
Re: Schwanger und Angst vor erneuter PPD
Ich weiß dass es wirklich sehr blöd von mir war die AD so unregelmäßig zu nehmen. Ich frage mich nur einfach wieso ich die ganze Zeit nichts gemerkt habe von der unregelmäßigen Einnahme und jetzt aufeinmal in der Schwangerschaft bekomme ich es zu spüren… denkt ihr das liegt an den Hormonen? Ich hoffe einfach dass eine regelmäßige wiedereinnahme mich schnell wieder „gesund“ werden lässt bzw. dass ich einfach wieder Lebensfreude und auch die gewünschte Freude auf die Schwangerschaft erleben darf.