Wie lange noch...

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Ramona_Maria89
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Wie lange noch...

Beitrag von Ramona_Maria89 »

Ich weis, wie lange es noch geht, kann mir niemand beantworten.
Ich nehme nun seit 7 wochen sertralin, es wurde langsam in 25mg Schritten auf bis 100mg aufdosiert. Nach jeder Erhöhung hatte ich das gedphle, ein paar tage mit der neuen Dosis eine Verschlimmerung der Symptome zu spüren. Ich weis, am Anfang kann eine erstverschlimmerung auftreten, vorallem vei angstpatienten. Aber auch bei jeder Erhöhung? So krass wle es die letzten tage ist, wsr es glaub schon nie. Da ich seit einigen wochen tgl ein Stimmungslagebuch führe, mit den Parametern angst, Unruhe, Zwangsgedanken und Depressive Gedanken, kann ich ganz gut vergleichen, wie sich meine Symptome entwickeln und ich hatte die letzten tage deutlich stärkere Symptome, als 2 wochen noch Beginn mit sertralin. Gut in der Zeit hatte ich 2 Wochen 25mg genommen, aber ich denke nach 7 wochen muss dich die Antidepressive Wirkung endlich eintreten?!? Hatte die tage wieder so eine Anspannung, angst, zg und Depressive Gedanken....
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Marika
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Re: Wie lange noch...

Beitrag von Marika »

Hallo!

Es kann tatsächlich auch bei Erhöhungen Erstverschlimmerungen geben, das ist nicht mal so selten. Auch ich habe jede Erhöhung gemerkt.

Hat sich denn schon irgendwas ein bisschen verbessert in diesen 7 Wochen? ❤️
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
alibo79
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Re: Wie lange noch...

Beitrag von alibo79 »

Hey, wie geht es dir aktuell? Sieben Wochen Medikamente hört sich erstmal lange an, aber im Rahmen einer Depression ist das noch eher am Anfang bzw. Es ist möglich, dass du jetzt erst die ersten Verbesserungen merkst. Das ist dann auch nicht so, dass es dir auf einmal super gut geht, sondern wirklich kleine Dinge. Auf einmal etwas leichter sind der Alltag vielleicht ein Mini bisschen einfacher läuft oder manchmal ist es auch sowas banales Wie der Schlaf der besser wird Appetit der wieder zurückkommt. Du kannst ja auch dein Umfeld Fragen. Oft merkt das Umfeld schon positive Veränderungen, während man selber das noch gar nicht richtig wahrnimmt.
Und bei mir war es auch so, dass es anfangs Tiefs gegeben hat die sich so schlimm anfühlten als wäre noch gar nichts passiert. Aber trotzdem wenn man das über die Zeit beobachtet, ist es dann in der Summe doch immer ein kleines Stückchen besser geworden.
Auch ich habe damals ein stimmungstagebuch geführt und am Anfang war das wirklich nur minimal dass ich kleine Verbesserung aufschreiben konnte. Und trotzdem gab es danach auch immer mal wieder Tage wo die Stimmung wieder deutlich schlechter wurde. Du bist davon natürlich sehr schnell irritiert und es macht Angst und verunsichert. Trotzdem stimmt in der Regel die Richtung und es wird besser werden.
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
Ramona_Maria89
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Re: Wie lange noch...

Beitrag von Ramona_Maria89 »

Hallo, ich danke euch für die Antworten. Ich bin heute seit 2 Wochen nun bei 100mg und acht Wochen Sertralin. Seit ein paar Tage ist es wieder etwas besser als letzte woche. Ich verbeiss mich vielleicht zu sehr auf Betroffene, die nach sechs Wochen fast wieder stabil waren. Aber uch denke, dadurch, das ich erst seit ca 2 Wochen auf einer therapeutischen Dosis bin, kann ich noch drauf hoffen, dass es in ein paar Wochen nochmal deutlich besser sein wird. Parallel dazu läuft Therapie und ich hab ne Haushaltshilfe. Sollte viel in meinem privaten Umfeld ändern, ist aber gar nicht so einfach.... und ich fühle mich oft einsam.... mein Partner wohnt 1,5std weg und ist nur am we da.... er ist der vater beider kinder aber meine Therapeutin rät mir die Trennung, was ich im inneren auch weis, aber ich schaffe nicht...
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Marika
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Re: Wie lange noch...

Beitrag von Marika »

Hallo Ramona!

Dass du dich so an schnellen Verläufen (nach 6 Wochen stabil - davon können die meisten nur träumen) orientierst ist zwar verständlich, aber es ist wenig realistisch. Natürlich gibt es solche Fälle. Aber wenn du hier ein bisschen ließt, kommen dir kaum so schnelle Verläufe unter. Nach 6 Wochen AD war ich noch rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen. Alleine auch nur zu duschen, war unmöglich. In dieser Zeit hatte ich insgesamt noch 3 Medikamente, wobei 2 davon langsam reduziert wurden und mein Haupt - AD Escitalopram erhöht. Es ist eigentlich erst der Anfang.

Selbstverständlich kommt da noch viel, viel mehr. Du musst diesen 100 mg noch viel mehr Zeit geben. Es handelt sich um sehr komplexe Reparatur Mechanismen im Gehirn. Das dauert ... Wochen, Monate. Es ist kein schneller Prozess und das Gesund werden geht nicht linear vor sich. Auf und Abs wechseln sich eine Zeit lang ab. Das ist etwas was sehr schwierig zu akzeptieren ist, aber wenn man sich das vor Augen hält, geht es etwas leichter.

Du merkst eine Verbesserung, eine Erleichterung. Das zeigt, dass die Richtung stimmt. Jetzt musst du dem ganzen Zeit, Zeit, Zeit geben.
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
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