Hallo
Ich hoffe ihr könnt mir helfen. Ich weiß im Moment nicht ganz genau was mit mir los ist und wie schwer meine Depression ist oder ob es mehr als eine Phase ist.
Vielleicht könnt ihr mir aus euren Erfahrungen sagen ob und was für Hilfe mir helfen würde???
Ich beschreibe einfach mal meine Gefühle zur Zeit.
-Ich habe in erster Linie Angst vor dem Schreien meiner Tochter. Ich bekomme schon Angst wenn sie Wachphasen hat. Ich versorge sie irgendwie mechanisch und mag es am liebsten wenn sie schläft. Agressionen habe ich nicht gegen sie oder Zwangsgedanken. Nur einmal als sie ganz lange geschrien hatte war ich auch fertig mit den Nerven und hatte innerlich totale Wut.
-Dann habe ich das Gefühl dass sie mir mein Leben geraubt hat. Meine Spontanität, meine Leichtigkeit.
-Ich habe das Gefühl wieder arbeiten zu müssen. Ich war in meinem Job nie ganz zufrieden aber ich vermisse meine Kollegen und diese Routine.
-Ich habe starke Verlustängste. Ich habe Angst meinen Mann zu verlieren.
Das hatte ich aber auch schon vor der Schwangerschaft und es waren immer Phasen. Aber jetzt ist es dauernd so.
-Ich weine sehr oft und heftig. Bin überfordert mit Situationen. Ich meistere sie zwar aber ich denke immer wieder dass ich es nicht schaffe.
Ich nehme seit 22 Tagen ein AD. Meine Tochter ist 4 Wochen alt.
Ich weiß nicht genau was ich brauche im Moment.
Eine Therapie???
Einfach nur noch etwas Zeit???
Ich weiß ihr seid keine Experten aber viele haben Erfahrung und können mir vielleicht helfen. Ich möchte wissen wie es um mich steht?
Hört sich irgendwie komisch an...
Liebe Grüße
Hilfe
Moderator: Moderatoren
Liebe Tüdelü,
vieles was Du schreibst kenne ich aus meiner schlimmsten Zeit. Ich hatte auch immer Angst, wenn mein Sohn wach war. Und wenn er geschlafen hat, konnte ich micht nicht entspannen weil ich Angst hatte, dass er gleich wieder anfängt zu weinen. Ich hatte sehr oft den Gedanken, hoffentlich kommt jemand und nimmt mein Kind mit - ich kann ihn nicht behalten und ich wollte wieder so frei sein wie früher. Ich schaffte es zwar, ihn zu versorgen, aber da war keine Liebe und keine Freude in mir. Alles war so ein riesengroßer Berg und schien unüberwindbar. Viel geweint habe ich auch. Noch dazu kämpfte ich mit Angst-/Panikattacken und Schlaflosigkeit. Auch ich hatte schon immer Verlustängste. Vor allem was meine Partner betraf. Wie bei dir immer in Schüben. Und als ich dann an PPD erkrankt bin dachte ich auch oft, was will mein Mann mit so einer kaputten Frau.
Eine Besserung trat bei mir so ca. 3-4 Wochen nach Beginn der Einnahme meines AD ein. Alelrdings ganz langsam. Das weinen wurde weniger und so langsam konnte ich auch wieder schlafen. Da ich auch Angst hatte, mit meinem Sohn allein zu sein, haben wir eine Haushaltshilfe bekommen. So war die meiste ZEit tagsüber jemand da und die Zeit bis mein Mann von der Arbeit kam hab ich dann irgendwie alleine geschafft.
Zum Thema Arbeiten: ich bin als mein Sohn knapp 4 Monate alt war wieder in Teilzeit gegangen. Mir persönlich hat es einen großen positiven Schub gegeben. Ich war abgelenkt und konnte mich auf etwas anderes konzentrieren und hatte dadurch weniger Ängste. Nebenbei habe ich noch eine Gesprächstherapie gemacht.
Es wird besser werden. Du stehtst am Anfang, aber ich kann Dir versichern, dass es besser wird. Die ersten Wochen sind schrecklich und man hat keine Hoffnung. Aber es wird. Langsam aber steitig. Vielleicht wäre eine Therapie unterstützend zu Deinem AD wichtig. Ich selbst hatte ja im November einen schlimmen Rückfall und nehme nun auch wieder ein AD. Der Rückfall hat mir gezeigt, dass ich mich mit dem Thema Therapie nochmal auseinerandersetzen muß. Ich möchte eine tiefenpsychologische Therapie machen. Bin auf Warteliste und muß jetzt abwarten wann es losgeht.
Liebe Grüße und viel Kraft
Nora
vieles was Du schreibst kenne ich aus meiner schlimmsten Zeit. Ich hatte auch immer Angst, wenn mein Sohn wach war. Und wenn er geschlafen hat, konnte ich micht nicht entspannen weil ich Angst hatte, dass er gleich wieder anfängt zu weinen. Ich hatte sehr oft den Gedanken, hoffentlich kommt jemand und nimmt mein Kind mit - ich kann ihn nicht behalten und ich wollte wieder so frei sein wie früher. Ich schaffte es zwar, ihn zu versorgen, aber da war keine Liebe und keine Freude in mir. Alles war so ein riesengroßer Berg und schien unüberwindbar. Viel geweint habe ich auch. Noch dazu kämpfte ich mit Angst-/Panikattacken und Schlaflosigkeit. Auch ich hatte schon immer Verlustängste. Vor allem was meine Partner betraf. Wie bei dir immer in Schüben. Und als ich dann an PPD erkrankt bin dachte ich auch oft, was will mein Mann mit so einer kaputten Frau.
Eine Besserung trat bei mir so ca. 3-4 Wochen nach Beginn der Einnahme meines AD ein. Alelrdings ganz langsam. Das weinen wurde weniger und so langsam konnte ich auch wieder schlafen. Da ich auch Angst hatte, mit meinem Sohn allein zu sein, haben wir eine Haushaltshilfe bekommen. So war die meiste ZEit tagsüber jemand da und die Zeit bis mein Mann von der Arbeit kam hab ich dann irgendwie alleine geschafft.
Zum Thema Arbeiten: ich bin als mein Sohn knapp 4 Monate alt war wieder in Teilzeit gegangen. Mir persönlich hat es einen großen positiven Schub gegeben. Ich war abgelenkt und konnte mich auf etwas anderes konzentrieren und hatte dadurch weniger Ängste. Nebenbei habe ich noch eine Gesprächstherapie gemacht.
Es wird besser werden. Du stehtst am Anfang, aber ich kann Dir versichern, dass es besser wird. Die ersten Wochen sind schrecklich und man hat keine Hoffnung. Aber es wird. Langsam aber steitig. Vielleicht wäre eine Therapie unterstützend zu Deinem AD wichtig. Ich selbst hatte ja im November einen schlimmen Rückfall und nehme nun auch wieder ein AD. Der Rückfall hat mir gezeigt, dass ich mich mit dem Thema Therapie nochmal auseinerandersetzen muß. Ich möchte eine tiefenpsychologische Therapie machen. Bin auf Warteliste und muß jetzt abwarten wann es losgeht.
Liebe Grüße und viel Kraft
Nora
Vielen lieben Dank für deine Antwort liebe Nora! Hast du die Haushaltshilfe einfach so bekommen? Von der Krankenkasse?
Ich merke wie es mir besser geht aber manchmal denke ich auch ich bilde es mir nur ein. Ganz komisches Gefühl.
Schlaflosigkeit habe ich nicht, ich kann sehr gut einschlafen. Auch mein Appetit ist sehr groß. Hab so oft gelesen dass es eher andersherum ist bei einer Depression.
Ich merke wie es mir besser geht aber manchmal denke ich auch ich bilde es mir nur ein. Ganz komisches Gefühl.
Schlaflosigkeit habe ich nicht, ich kann sehr gut einschlafen. Auch mein Appetit ist sehr groß. Hab so oft gelesen dass es eher andersherum ist bei einer Depression.
hallo tüdelü!!!
du redes mir aus der seele,mir gehts seit ca.8 mon.so.genau diese gefühle habe ich auch .ich will einfach mein altes leben zurück haben,das alte ich sein.ich hatte eben das glück das mein doc mir immer eingeredet hatte die AD (trevilor) wird wirken ich solle mich gedulden,aber es war verlorene zeit mit dem trevilor.seit 3 wochen nehme ich meine neue AD,und hoffe das es mir besser geht.ich glaube wir sind noch am anfang deshalb gehts uns noch nicht gut.ich hoffe mit der zeit gehts uns besser und wir haben wieder spass am leben.
liebe tüdelü,du siehst das wir nicht alleine sind,es ist sehr schwer zu glauben das das weg geht ich weis,mir gehts auch so,ich möchte einfach glauben das ich wieder gesund werde.
alles gute und viel kraft
sevcan
du redes mir aus der seele,mir gehts seit ca.8 mon.so.genau diese gefühle habe ich auch .ich will einfach mein altes leben zurück haben,das alte ich sein.ich hatte eben das glück das mein doc mir immer eingeredet hatte die AD (trevilor) wird wirken ich solle mich gedulden,aber es war verlorene zeit mit dem trevilor.seit 3 wochen nehme ich meine neue AD,und hoffe das es mir besser geht.ich glaube wir sind noch am anfang deshalb gehts uns noch nicht gut.ich hoffe mit der zeit gehts uns besser und wir haben wieder spass am leben.
liebe tüdelü,du siehst das wir nicht alleine sind,es ist sehr schwer zu glauben das das weg geht ich weis,mir gehts auch so,ich möchte einfach glauben das ich wieder gesund werde.
alles gute und viel kraft
sevcan
Hallo Tüdelü,
die Haushaltshilfe haben wir von der Krankenkasse bekommen. Wir mußten besondere Formulare vom Arzt mit Diagnose und Dauer der Unterstützung ausfüllen lassen und haben diese dann bei der KK eingereicht. Das meiste hat die Krankenkasse bezahlt - wir mußten einen geringen Eigenanteil pro Tag selbst zahlen.
Das mit dem Appetit ist so eine Sache. Manchen haben keinen andere wiederum mehr. Da darfst Du Dich nicht verrückt machen. Jeder reagiert ein bißchen anders. Vielleicht liegt der vermehrte Appetit auch an Deinem AD.
LG,
Nora
die Haushaltshilfe haben wir von der Krankenkasse bekommen. Wir mußten besondere Formulare vom Arzt mit Diagnose und Dauer der Unterstützung ausfüllen lassen und haben diese dann bei der KK eingereicht. Das meiste hat die Krankenkasse bezahlt - wir mußten einen geringen Eigenanteil pro Tag selbst zahlen.
Das mit dem Appetit ist so eine Sache. Manchen haben keinen andere wiederum mehr. Da darfst Du Dich nicht verrückt machen. Jeder reagiert ein bißchen anders. Vielleicht liegt der vermehrte Appetit auch an Deinem AD.
LG,
Nora