Ich wollte mal fragen welche Gefühle Ihr für Eure Kinder habt? Sind die durchwegs wenig positiv oder ist das sehr unterschiedlich bei Euch?
Bei mir ist es so, dass ich diese Mutter-Kind-Symbiose vermisse (die ich in einer anderen Weise aus der Schwangerschaft kannte). Dass ich meinen Kleinen (inzwischen 3,5 Monate alt) liebe und er mich als seine Mutter betrachtet. Ich glaub nicht, dass das eine Illusion ist und es dieses Gefühl nicht gibt, sondern dass das mit den Merkmalen der Krankheit zusammenhängt...
Für mich ist es nach wie vor sehr schwer vorstellbar, dass das mein Sohn ist, auf den ich mich so wahnsinnig gefreut hab. Vielleicht liegt's am Kaiserschnitt? Also daran, dass ich keine natürliche Geburt hatte und mir dieses Erlebnis fehlt, dass er so plötzlich in mein Leben trat...? Geht's da wem ähnlich?
Vielleicht will mir das jemand mitteilen...
Bin heute (wie so oft) sehr nachdenklich und wahnsinnig traurig darüber
Chippi78 hat geschrieben:Für mich ist es nach wie vor sehr schwer vorstellbar, dass das mein Sohn ist, auf den ich mich so wahnsinnig gefreut hab. Vielleicht liegt's am Kaiserschnitt? Also daran, dass ich keine natürliche Geburt hatte und mir dieses Erlebnis fehlt, dass er so plötzlich in mein Leben trat...?
ich denke nicht, dass der kaiserschnitt da einen großen unterschied macht... ich kenne sehr viele frauen, die spontan entbunden haben und genau dasselbe sagen: plötzlich war das baby da, und unmittelbar nachher konnten sie sich nciht vorstellen, dass das wirklich aus dem eigenen bauch kommt! vielleicht sind geburten - egal wie sie laufen - einfach ein bisschen zu sehr wunder, als dass wir sie ganz begreifen können...
ich hatte auch einen (not-)kaiserschnitt (mit einem wirklich sehr, sehr schlimmen geburtserlebnis mit mehrstündiger dissoziativer amnesie, wir waren nachher getrennt und ich auf der intensivstation, ich kann mich nichtmal ERINNERN, als mir mein kind gezeigt wurde) und (trotzdem) niemals probleme in der beziehung zu meiner tochter (zumindest bisher - in der pubertät wird das schon noch kommen... ).
lass dich mal drücken... im moment ist einfach überall der wurm drin...
manchmal beobachte ich meine tochter und dann denke wo dieses gefühl bleibt wovon immer alle reden. diese absolute liebe...hinterher schäme ich mich unheimlich für die gedanken.
ich glaube sehr wohl dass der Kaiserschnitt damit zusammenhängen KANN !!!
Nicht umsonst gibt es speziell für KSentbindungen auch Beratungsbücher,Foren,Sprechstunden etc. !!!
Natürlich ist in erster Linie die PPD Grund für die "Empindungs"schwäche. Aber das Schöne ist, das mit Besserung der Krankheit auch eine Besserung der Emotionen zu anderen eintritt...
Ich selbst war übrigens auch auf der KS"fährte", allerdings nicht wegen fehlender Gefühle für Pauline, sondern wegen zunehmender Traurigkeit über den Geburtsverlauf. Je gesünder ich wurde umso mehr erkannte ich, zusammen mit meiner Therapeutin, WIE sehr mich einzelne Dinge während des Geburtsablaufs "traumatisiert" haben. Wir arbeiten gerade akut daran
Zu deiner Frage nach negativen Gefühlen: diese sind (ab und zu) meiner Meinung nach sowohl für PPD- als auch "gesunde" Mütter vollkommen natürlich
bei mir ist es so als ich im spital war glaubte ich gefühle für meine tochter zu haben aber jetzt wird mir klar das man das einfach von mir erwartete! (vorallem meine familie). als ich dan zu hause war habe ich gar nichts für sie gespürt, einmal da war ich am stillen und meine mutter fragte mich besorgt was ich für sie fühle, ich fing an zu weinen und sagte ich spüre gar nichts! erst als meine tochter angefangen hat zu lächeln fing ich an gefühle für sie zu spüren. jetzt ist sie 4,5 monate alt ich liebe sie sehr doch ich denke das ich mit der zeit noch mehr für sie spüren werde den das maximum an glück beim anblick von ihr ist noch nicht erreicht. ich hoffe das wen es mir besser geht auch meine gefühle für sie wachsen werden!
auch ich hatte nach 16 Wehen einen Notkaiserschnitt und habe das alles sehr traumatisch empfunden,
ob es Auslöser für meine PPD war, keine Ahnung.
Ich habe auch lange auf diesen Moment gewartet, das ich mein Baby sehe und diese Liebe spüre von der so viele reden, aber ich sah in an und nichts war da, irgendwie hatte ich mir das alles ganz anders vorgestellt.
Anfangs konnte ich unseren Sohn nicht wickeln, nicht füttern, nichts, ich hatte Angst ihm was zu tun und habe einfach nichts als Haß empfunden für diesen kleinen Mann der mein Leben so verändert hat.
Aber ich kann dir sagen das es besser wird, heute ist mein Sohn 3 Jahre alt und er ist die größte Liebe meines Lebens,
ich würde alles für ihn tun und kann kaum glauben das ich einmal so gefühlt habe.
Es braucht viel Kraft und Geduld,
aber es wird besser!!
Also, ich kann nur sagen, dass es sich ganz langsam aufbaut dieses Gefühl, von dem man denkt, es müsse immer und sofort da sein. Ich konnte nach meinem Kaiserschnitt auch nicht glauben, dass der Kleine in meinem Bauch war, so nahe und jetzt so fern. Aber glaubt mir, es kommt wieder.
Keine Angst. Wenn mich mein Kurzer mit seinen Riesigen Blauen Kulleraugen ansieht, dann kommen mir heute die Tränen. Das war früher nicht immer so. Man wächst zusammen. Ich vermisse ihn auch immer ganz doll, wenn er mal bei der Oma ist.
das, was du beschreibst, ist mir sehr nahe gegangen, da es mir lange Zeit ähnlich ging wie dir und mich diese Gefühle auch heute an schlechten Tagen noch manchmal überkommen, obwohl die PPD ausgestanden scheint.
Auch ich wartete auf diese Mutter-Kind-Symbiose, von der immer alle berichten, empfand jedoch stattdessen rein gar nichts. Ich konnte es nicht fassen, dass dieses kleine Wesen MEIN Kind sein sollte und das Baby war, das mir im Bauch immer kräftige Tritte verpasst hatte… Ich hatte vor der Geburt viel über Bonding gelesen und machte es genau so, wie es in den schlauen Büchern stand: Im Krankenhaus hatte ich meinen Sohn fast die ganze Zeit mit bei mir im Bett und zu Hause auch noch sehr häufig (auch wenn ich dadurch eher schlecht schlief und mir alles weh tat). In unserem Schlafzimmer schlief er über ein halbes Jahr im Beistellbettchen. Ich legte ihn in den ersten Wochen ständig an die Brust, trug ihn viel, war zärtlich… Aber dieses von mir so sehnsüchtig erwartete Gefühl blieb aus. Es war kein Hass da, aber auch keine Liebe. Und oft erschrak ich bei dem Gedanken, dass ich nun ein Kind habe. Es ist wirklich schlimm, so etwas empfinden zu müssen. Ich fühlte mich vom Schicksal betrogen. Nie hätte ich gedacht, dass es so etwas gibt, obwohl ich natürlich vorher auch schon einiges über PPD gehört hatte.
Ich denke auch, dass ich vor der Geburt meines Kindes vielleicht auch schon zu viel von dieses ganzen Babybüchern, -sendungen und überglücklichen Müttern beeinflusst war. Hätte ich nicht so viel von dieser unbeschreiblichen Mutterliebe gehört und gelesen, dann hätte ich wahrscheinlich auch nicht so sehnsüchtig darauf gewartet und mich deswegen nicht so fix und fertig gemacht. Auch Frauen ohne PPD empfinden diese Mutterliebe nicht immer und ihr Kind ist ihnen anfangs fremd. (Bei meiner eigenen Mutter war es auch so, und sie litt nicht im Entferntesten an PPD.)
So eine Liebe zu diesem kleinen fremden Wesen muss bei vielen erst wachsen. Man kennt sich doch eigentlich gar nicht und soll gleich tiefe Liebe zueinander empfinden. Bei einigen Frauen mag das möglich sein und bei anderen eben nicht.
Auch bei mir stellte sich ganz, ganz allmählich dann doch Liebe ein. Ich weiß nicht, ob es wirklich diese einmalige, phantastische Mutterliebe ist, die ich für meinen Sohn empfinde. Mittlerweile ist mir das jedoch egal. Ich kann ihn heute lieben. Das ist mir wichtig. Trotzdem sind meine Gefühle meinem Kind gegenüber nicht 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche durchweg positiv. Wenn er mich nachts mehrere Stunden mit Geschrei wachhält (obwohl er schon mit bei mir bzw. bei uns im Bett ist und wir ihm auch schon ein Milchfläschchen gegeben haben) oder tagsüber jetzt des öfteren mal cholerische Anfälle bekommt, weil er das Telefon z.B. nicht in den Müll werfen, dann fällt es mir schwer, unmittelbar in diesem Moment Liebe zu empfinden und ihn in den Arm zu nehmen (auch wenn das von vielen empfohlen wird). Aber ist das nicht normal? Auf unsere Partner, Eltern, Geschwister, Freunde sind wir auch manchmal sauer und könnten sie auf den Mond schießen, obwohl wir sie lieben.
Ja, und zu deiner Frage mit dem Kaiserschnitt: Natürlich kann eine traumatische Geburt mit zu einer PPD beitragen, auch wenn sie sicher nicht der alleinige Auslöser ist. Ich selbst hatte eine “normale†Geburt, jedoch mit ziemlich vielen medizinischen Hilfsmitteln, was ich bis heute nicht richtig verarbeitet habe. Obwohl ich eine möglichst sanfte und natürliche Geburt wollte, ließ ich mich doch zu einer PDA überreden, was ich mittlerweile bereue. Das ganze Geburtserlebnis ist ja soundso schon ein so irreales Erlebnis, was durch die PDA bei mir noch verstärkt wurde: So gut wie keine Schmerzen, nette Unterhaltungen zwischendurch, und plötzlich ist dein Kind da. Sicher war ich schon vor der Geburt schon anfällig für eine PPD (mir ging’s auch in der Schwangerschaft nicht immer blendend), aber mein Geburtserlebnis hat nicht unbedingt zur Besserung oder Linderung beigetragen.
Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen. Die Liebe zu deinem Sohn wirst du irgendwann spüren, auch wenn es vielleicht etwas länger dauert und du dir es im Moment nicht vorstellen kannst. Versuche nicht, darauf zu warten, sondern vertraue einfach darauf.
> zu deiner Frage mit dem Kaiserschnitt: Natürlich kann eine traumatische Geburt mit zu einer PPD beitragen, auch wenn sie sicher nicht der alleinige Auslöser ist.
genau das meinte ich: ein trauma (schwieriger geburtsverlauf, EGAL, wie es endet), kann auf jeden fall ein riesenproblem machen - nur hat das mit dem ks nix zu tun. hätte man in solchen situationen keinen ks gemacht, hätte man das problem auch; hätte man den ks früher gemacht, hätte man das problem vielleicht nicht.
dass diese ganzen gruppen/bücher etc. den ks als aufhänger haben, erklär ich mir so, dass es einfach ein fakt ist, während "traumatische geburt" schon wieder so subjektiv (nach "die war wohl zu schwach") klingt, da greift man weniger wahrscheinich zu. man gibt eher vor sich selbst zu, dass man einen ks hatte, als dass man vor sich zugibt, dass man ein trauma von einer geburt hat.
sehr viele frauen, die dachten, sie hätten ein problem mit dem ks, haben irgendwann das aha-erlebnis, dass das "trauma" von der zeit DAVOR ist, nicht vom ks, der ks ist einfach das greifbarste, was nicht nach wunsch ging...
Tut mir Leid, aber ich glaube du unterschätzt das Kaiserschnitterlebnis an sich kolossal!!!
Es geht nicht immer um TRAUMA dabei. Auch ein sehr gelungener,geplanter KS ohne Schmerzen und Auffälligkeiten KANN schwieriger zu verarbeiten sein und gerade das Muttergefühl vermissen lassen!
Ich würde dir jetzt gerne einige Stellen aus wissenschaftlichen Untersuchungen hier anführen, aber das ist mir zu aufwendig.
[quote="Suse07Tut mir Leid, aber ich glaube du unterschätzt das Kaiserschnitterlebnis an sich kolossal!!![/quote]
ich hatte selber einen. weiß nicht, was du mir damit sagen willst, aber egal. hebammen machen alle möglichen studien zum erhalt ihres berufsstandes...
aber ich glaube, es ist nicht sinnvoll, das irgendwohin weiter zu führen... mein kaierschnitt wurde jedenfalls VIEL zu spät gemacht, mein kind hatte 6 min keine herztöne und ich hatte dabei das 2. todesnahe erlebnis an diesem tag (keins davon wäre notwenig gewesen, wenn mich das personal nicht "vorm ks hätte SCHÜTZEN wollen" -was für ne verkehrte welt...) - und ich weiß wirklich nicht, was ich dabei unterschätzen sollte...???
"sehr viele frauen, die dachten, sie hätten ein problem mit dem ks, haben irgendwann das aha-erlebnis, dass das "trauma" von der zeit DAVOR ist, nicht vom ks, der ks ist einfach das greifbarste, was nicht nach wunsch ging..." sonrisa
SEHR VIELE Frauen haben also kein Problem mit dem KS sondern ein Trauma aus der Zeit davor, und wissen es nur selbst noch nicht?!
Aber DU (!), obwohl du keinen wiss. Studien traust, Hebammen Egoismus unterstellst und allen KSforen, Bücher, Sprechstunden etc. ihre eigentliche Berechtigung absprichst, da sie den KS ja nur "als Aufhänger" benutzen????!!!!
Verstehe. DU bist der eigentliche KSexperte, da du ja immerhin deine EIGENE (EINE) Erfahrung hast. Alle anderen kennensich selbst ja nur nicht genau.
Hallo Sonrisa und Suse,
ich denke, jeder darf seine Meinung haben, oder?
Jede Frau ist auch anders gestrickt - es kann sein, dass jemand hart im Nehmen ist und das Erlebnis des Kaiserschnittes an sich gut wegstecken kann. Ich will bei anderen nicht psychologisieren, aber für mich kann ich sagen, dass ich durch meinen KS einen echten Knacks bekommen habe, und erst recht durch die ganzen Umstände im Krankenhaus danach. Ich hatte so eine Vorstellung von einer normalen Geburt, so musste es sein, an KS habe ich nie gedacht - nach 36 h Wehen habe ich ihn dann aber durchgesetzt, weil nichts mehr ging und ich vor Schmerzen halb wahnsinnig war, dank völlig überforderten Personals in der Klinik, die haben mich zu 99% einfach nur da so liegen und leiden lassen. Außerdem hat man dann noch am Ende festgestellt, dass meine kleine ein Sternengucker war.
Es lag wohl wirklich nicht an mir, aber durch den KS, obwohl zum Schluss selber gewünscht, kam ich mir vor wie eine Versagerin. Mit dem Stillen war es das Gleiche, keine Hilfe von KH, einfach nur sich selber überlassen, es hat nicht geklappt und ich habe dann entschieden, die Flasche zu geben. Danach haben sie mir dann auch noch Vorwürfe gemacht...
Vielleicht hätte eine andere Frau diese Situation besser gemeistert. Aber ich war nur am Boden zerstört dadurch.
Die erste Zeit habe ich meinem Kind gegenüber extreme Schuldgefühle gehabt. Ich habe es wirklich bewundert und immer wieder bestaunt - das wunderschöne Kind sollte meins sein? Wie kann ich Versagerin so ein Kind haben? Ich war monatelang überzeugt davon, dass ich mich besser umbringe, statt meinem Kind eine Mutter zu sein - so habe ich eigentlich auch kaum was für das Kind empfunden.
Erst seit ein paar Monaten ist es wirklich besser geworden. Meine Tochter hilft mir viel dabei, dass ich sie lieben kann. Sie ist eigentlich von anfang an ein ganz liebenswerter Schelm, sie stellt ganz viel lustige Sachen an und bringt mich damit echt unglaublich zum Lachen und zum Lieben. Gott sei Dank.
ich fand das extrem verletzend, was du geschrieben hast.
ich traue sehr wohl wissenschaftlichen studien, aber nicht solchen, die von einer ohnehin recht gefährdeten (durch sinkende geburtenzahlen) berufsgruppe gemacht werden, die sich selbst in ihrer existenz bedrohen würde, wenn die studie etwas anderes ergeben sollte (hypothetisch) als "spontangeburt ist FÜR JEDEN das allerallerbeste" (schließlich ist man ja schon von vornherein unter druck, dem argument "ks ist der sicherste geburstmodus fürs kind (die meisten behinderungen bei kindern kommen von der geburt) und der zweitsicherste für die mutter nach einer unmanipulierten spontangeburt, wobei die wahrscheinlichkeit auf eine unmanipulierte spontangeburt 8% ist, und ein ungplanter ks hat 6-10x höhere risiken als ein ungeplanter" ja etwas entgegensetzen) seine solche studie KANN nicht frei sein vom pygmalioneffekt... und eine solche studie würde ich nicht unbedingt als "wissenschaftlich" bezeichnen. ich würde bei egal welcher studie immer ansehen, wer sie gemacht bzw. beauftragt hat - im gegenteil würde ich es für unsachlich halten, das außer acht zu lassen (es gibt ja auch umweltverträglichkeitsstudien für erdölabbau im regenwald - schon mal eine förderstelle dort gesehen??? das gas wird mitte im wald einfach abgefackelt und das öl steht in pfützen am waldboden.)
ich hatte einen Notkaiserschnitt in der 29.SSW. Meine Zwillinge wurden sofort von Ärzten versorgt und ich habe sie erst gesehen, als ich im Kreißsaal lag. Sie wurden in den Brutkästen, verkabelt und kaum zu erkennen, an mir vorbeigefahren. Dann wurden sie in die 60 km entfernte Kinderklinik verlegt und ich wurde auf mein Zimmer gebracht. Da lag ich nun, mit Schmerzen, leerem Bauch und einem unglaublich traurigen Gefühl. Nach 6 Tagen war ich dann in der Lage mit meinem Mann zu meinen Kindern zu fahren. Ich stand vor den Brutkästen und dachte, "aha, das sind jetzt Deine Kinder". Ich habe nur geheult, sie waren wie fremde für mich. Ich fuhr dann 8 Wochen lang jeden Tag in die Kinderklinik. Aber das Muttergefühl hat sich erst so langsam eingestellt, als wir die Kinder nach 8 Wochen nach Hause nehmen durften.
Heute liebe ich sie über alles.
Wenn ich oft Schwangere höre, die mal eben ins Krankenhaus gehen, weil die Wehen eingetreten sind, und dann ruck zuck ihr Kind auf normalem Wege kriege, merke ich, wie mich das alles immer noch sehr belastet. Ich wünsche mir dann, ich hätte die Zeit, als ich schwanger war, länger genießen können. Die Kinder wären dann auf die Welt gekommen und ich hätte sie auf den Bauch gelegt bekommen und hätte sie dann mit im Zimmer gehabt. Eben ein richtiges, schönes Geburtserlebnis. Ich beneide heute noch immer alle Frauen, die normal entbunden haben, um dieses schöne Erlebnis.
Manchmal kommt es mir vor, als wäre es gestern gewesen. So deutlich sehe ich die Bilder vor mir.
Ich kann die Frauen, die sich für einen Wunschkaiserschnitt eintscheiden nur bedingt verstehen (wenn sie z.B. bereits ein traumatisches Geburtserlebnis hinter sich haben oder wenn es aus medizinischer Sicht nötig ist, ist das natürlich was anderes). Die Schmerzen hinterher sind doch ziemlich heftig und mein Bauch ist teilweise oberhalb der Narbe immer noch taub. Dann lieber die Wehenschmerzen aushalten und hinterher ist alles vergessen und man ist schneller wieder fit.
Ich denke, das muß jeder selbst entscheiden und bei jedem ist das KS-Erlebnis anders. Bei mir war es jedenfalls traumatisch.