Neu und doch nicht ganz neu :-)

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Beautiful

Neu und doch nicht ganz neu :-)

Beitrag von Beautiful »

Hallo,

ich war schon mal hier und jetzt eben ein Jahr inaktiv, vorher hatte ich den Namen "lichterkette" falls sich noch jemand erinnert. Ich erinnere mich jedenfalls noch an einige hier.

Nochmal zu meiner Geschichte.
Mein Junge wird nun 4 und nach der Geburt hat er viel geschrien und ich bin dann in eine Depression gerutscht. Ich hab auf dem Dorf gewohnt und die Hebamme und der Doc sagten nur, der Kleine habe Blähungen, da müsse ich durch. Wirkliche HIlfsangebote gab es nicht. Als er 4 Monate war bin ich zum Osteophaten mit ihm, dann wurde es auch deutlich besser, aber eine Mutter-Kind-Bindung gab es nicht wirklich und dadurch war er unzufrieden und war nur am quengeln. als er ca 8 Monate war, bin ich zu einer Schreibabyamublanz und dort hat man mir dann mit der Mutter-Kind-Bindung geholfen, aber von meinen Depris wusste ich selbst noch nichts... ich wusste nur, dass ich nicht mehr dieselbe war und wieder anders sein wollte.
Erst als mein KLeiner ein Jahr war, bin ich zum Doc, ich wollte nicht mehr aufstehn hab nur geweint und mich grad so um den Kleinen gekümmert.
Der Hausarzt hat mich sofort zum Psychiater verwiesen und die meinte dann, ich hätte Depressionen. Ich war dann erleichtert, weil wo eine Diagnose, da auch ein WEg.
Hab dann Mirtazapin bekommen, wollte ich aber nicht und bin dann bei Johanniskraut hängen geblieben, 6 Wochen später hatte ich auch eine Therapeutin und dann ging es bergauf, sehr langsam aber es ging bergauf. Das war im August 2006
Mal zum Vergleich: Damals konnte ich nur einen Anruf pro Tag machen, wollte ich noch eine weitere Nummer wählen, saß ich überfordert vor dem Telefon und habe geweint, ich konnte nich wählen. Genauso konnte ich pro Vormittag oder Nachmittag nur einen EInkaufsladen anfahren, danach musste ich wieder heim. Wollte ich noch zur Apo musste ich das auf den nächsten Tag legen. Es ging nur von zu hause, zu laden A und wieder nach Hause. Von Laden A zu Laden B und wieder heim ging nicht, ich war überfordert....

Im April 2007 habe ich mich von meinem Mann getrennt, es war hart aber nötig, ich hab ihn noch geliebt, aber die Liebe ist irgenwann gestorben. Er war der Meinung, nur meine Depressionen hätten an der Ehekrise SChuld, er habe doch nichts getan. Tja, ich sage, zu so einer Trennung gehören immer 2!!!!!
Bin dann umgezogen, Therapeutenwechsel war schwierig, hab dann eine Gruppentherapie gemacht um überhaupt was zu machen, war dann 4 Monate stationär bis letzten November und nächste Woche fange ich wieder ambulant eine Therapie an.

Mir geht es heute sehr gut. Es gibt noch viel Baustellen, aber im Vergleich zu 2007 oder gar 2006 geht es mir verdammt gut.
Ich kann telefonieren soviel ich will und einkaufen wohin ich will :-)
ich bin relativ ruhig mit meinem KInd und und echt viel ausgelassener, teilweise macht das Leben richtig Spaß :-)
Ich weiss jetzt wer ich bin und was ich kann, das fühlt sich echt gut an.

ich bin hier, weil ich sicher auch noch den ein oder anderen Rat brauche und um Mut zu machen. Man kann es schaffen.
Und beim richtigen Therapeuten gibt es keine chronischen Depris. Mir hat eine Thera gesagt, wenn der Therapeut dran glaub, dass der Patient wieder ganz gesund wird, dann wird er das auch!!!!! Ich glaube daran.
Es gibt immer wieder Löcher, in die wir fallen, aber wenn wir fest daran glauben, dann können wir unsere Depris hinter uns lassen - für immer!!!!!

Es ist schön, wieder hier zu sein,

Maren
bellami1983

Beitrag von bellami1983 »

Hallo Maren,

jau ich kann mich noch an dich erinnern! Sehr sehr schön dass du wieder hier bist - ich freu mich :D und es ist super zu hören, dass es dir gut geht.

Ich denke auch, dass du absolut Recht hast mit dem was du sagst. Wenn der Therapeut glaubt, dass man wieder ganz gesund wird, dann wird das schon stimmen; ich glaube auch daran.

Hoffe wir lesen uns bald wieder,

glG Isabell
Felizia

Hallo

Beitrag von Felizia »

Vielen Dank für deine Antwort!
Ja, ich habe panische Angst, meiner Tochter nicht gerecht zu werden.
Ich liebe meine Mutter natürlich, aber es war und ist immer noch soooooo unsagbar schwierig mit ihr und ich war kein glückliches Kind, um es mal gelinde auszudrücken und die Vorstellung, dass sich die Geschichte wiederholt macht mich kaputt.
Ich wollte alles anders machen und jetzt empfinde ich nicht mal Muttergefühle.
Darf ich fragen, wie du dich zu deinen schlimmsten Zeiten gefühlt hast?

Wie lange hat es bei dir gedauert, bis du gemerkt hast, dass dir die
Psychotherapie hilft (Gesprächstherapie?)

Liebe Grüße
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