Liebe Birdee, Leuchtkäfer,Lulla und Marika
Vielen Dank für eure netten und hilfreichen Antworten. Das Buch werde ich auf jeden Fall im Hinterkopf behalten. Ich habe mir heute eines von einer Bekannten geliehen "Wenn plötzlich die Angst kommt" von einem Roger..? hmm Nachnamen vergessen

. Es scheint auf den ersten Blick nicht schlecht zu sein.
Tja, was die Therapie anbelangt muß ich "gestehen", daß ich bereits seit 2005 eine tiefenpsychologische Therapie mache. Das war zuerst eine Gruppentherapie, die kaum was gebracht hat und ist seit 2006 eine recht intensive Einzeltherapie. Ich habe da auch schon einige Brocken bei Seite geräumt wie Marika so schön gesagt hat. Insbesondere was das sehr schwierige Verhältnis zu meinen Eltern, vorallem zu meiner sehr ehrgeizigen Mutter angeht...Trotzdem habe ich immer wieder mal diese Angstattacken und trotzdem stehe ich denen teilweise immer noch so hilflos gegenüber. Trotz der langen Therapie

Leider hatte jetzt auch meine Therapeutin einen Unfall, so daß ich sie seit 4 Wochen nicht erreichen kann. Mittlerweile haben die Ängste nicht mehr die Wucht einer Tsunami Welle, aber es ist immer noch heftig. Anfangs hat schon das bloße erwähnen von chronisch Depressiven oder von Suiziden eine riesige Angst hervorgerufen, die mir den Tag gründlich versaut hat. Das ist jetzt deutlich besser, auch Dank dem Forum. Am schlimmsten ist diese Angst vor der Angst. Wenn ich was schönes plane, z.B. eine Freundin übers Wochenende zu besuchen (was ich nächstes WE vorhabe), dann traue ich mich kaum mich darauf zu freuen, weil ich Angst habe, daß mir diese blöde Angst dazwischenkommt und wieder alles versaut...!
Ich weiß das klingt ziemlich verückt...!! Kennt das jemand ? Das ist doch Sch..Mittlerweile denke ich schon, es haben sich richtige Bahnen aus Angstspiralen und Kreiselgedanken in mein Hirn reingefräst. Ein "falscher Gedanke" und ab geht die Post. Das ist doch unglaublich, daß ich zeitweise Angst vor meinen eigenen Gedanken habe..!
Zu den Auslösern, da finde ich Lullas Idee, daß die Angst auf was aufmerksam machen will nicht uninterssant. Vermutlich ist es besser, zu versuchen sich auf das zu konzentrieren was dahinter stecken könnte, als ständig darüber nachzugrübeln ob ich doch wieder depressiv bin und wenn ja ,wie schrecklich das ist .
Angefangen hat es damit, daß ich dachte ich muß nun bald den Arbeitgeber wechseln um beruflich weiterzukommen- aber irgendwie trau ich mich nicht. Teils weil mein Mann nur eine 50 % Stelle hat, die zudem befristet ist und teils weil ich mich irgendwo neu beginnen immer total stresst. Anderseits hocke ich so vielleicht in 5 Jahren immer noch auf dem alten Posten, während sich alle anderen weiterentwickeln , weil sie eben keine solchen Angsthasen sind. Ja, ich weiß- bloß nicht unter Druck setzen.
Abdererseits verstehe ich nicht warum die Vorstellung (nächstes Jahr!)die arbeit zu wechseln bereits so eine Panik in mir hervorruft?
Tja, das werde ich heute wohl nicht mehr rausfinden. Gehe jetzt ins Bett, muß morgen leider arbeiten. Bis bald.
Lg Vanessa