trevilor absetzen

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00julchen

trevilor absetzen

Beitrag von 00julchen »

hi,

ich würde gerne mal wissen, ob hier jemand erfolgreich trevilor abgesetzt hatte und ob es absetzsympthome gab? ich reduziere seit 4 wochen und da ich eine retardkapsel mit 6 kleinen tabletten habe, reduziere ich jede woche um eine halbe kapsel = 6,25mg. bisher hat es super geklappt, aber seit der letzten reduktion auf 4 kapseln= 50mg fing es an: schwindel, übelkeit, unrealitätsgefühl, etc. und das jetzt seit 6 tagen.

hat jemand von euch schonmal trevilor abgesetzt und hatte solche sympthome? wie lange blieben sie?
mici

Beitrag von mici »

Hi Julchen, darf ich mich Deinem Thread anschließen?

Habe nämlich gerade gestern von meinem Psychiater die kleine Dosierung verordnet bekommen, um das Trevilor langsam auszuschleichen. Kann Dir also leider nichts zu Deinen Fragen sagen, wäre nur selber an Antworten interessiert.
Sag mal, hast Du die Kapsel aufgemacht? Und darin befinden sich kleinere Tabletten? Muss ich glatt mal gucken. Nehme ab heute also 112,5 mg statt wie bisher 150 mg. Wie ist denn Deine Dosierung?

Gruß, MICI
Stefanie H.

Beitrag von Stefanie H. »

Hi julchen,

also hab wie du 75mg Trevilor genommen vor dem Absetzen. Naja ich hab vor dem Absetzen zwischendrin manchmal eh schon eine Dosis vergessen zu nehmen. Darum habe ich dann mit Absprache meiner Ärztin dieses Jahr von 75 auf 0 reduziert weil es mir mit dem vergessen schon nicht schlechter ging. Nach dem komplett Absetzen hatte ich ca. 3 Wochen so ein Schwindelgefühl und etwas Unwohlsein was ich damals nicht mit dem Absetzen in Verbindung gebracht hab. Mit den Absetzsymptomen könnte also ein Weilchen dauern denke ich mal.

LG
Steffi
00julchen

Beitrag von 00julchen »

mici hat geschrieben:Hi Julchen, darf ich mich Deinem Thread anschließen?

Habe nämlich gerade gestern von meinem Psychiater die kleine Dosierung verordnet bekommen, um das Trevilor langsam auszuschleichen. Kann Dir also leider nichts zu Deinen Fragen sagen, wäre nur selber an Antworten interessiert.
Sag mal, hast Du die Kapsel aufgemacht? Und darin befinden sich kleinere Tabletten? Muss ich glatt mal gucken. Nehme ab heute also 112,5 mg statt wie bisher 150 mg. Wie ist denn Deine Dosierung?

Gruß, MICI
hi!

ich hatte bis kurz nach der geburt von nr. 2 noch das original trevilor (nahm bis dahin 75mg) mit kügelchen, dann 1x ein billigeres produkt auch mit kügelchen und das letzte rezept war für eine retardkaspel, die eben diese 6 tabletten beinhaltet. also habe ich beschlossen immer nach 1 woche um 1/2 tablette zu reduzieren. eigentlich wollte ich 4 wochen pausieren, wenn ich bei 3 tabletten bin, aber soweit bin ich ja leider nicht gekommen, seufz.

ich hatte in den letzten jahren schon öfters versucht trevilor abzusetzen. manchmal mit der normalen 37,5 tabletten, dann mit kügelchen auf leerkapseln umschütten. jedes mal hatte ich aber diese doofen absetzsympthome, wenn ich direkt auf 37,5mg runterbin und die blieben über 14 tage. daher habe ich dieses mal beschlossen, in noch kleineren schritten runterzugehen.


übrigens ging das reduzieren oberhalb von 75mg ohne probleme. bin 2006 von 225mg jeden monat um 37,5mg runter ohne große probleme.
00julchen

Beitrag von 00julchen »

Stefanie H. hat geschrieben:Hi julchen,

also hab wie du 75mg Trevilor genommen vor dem Absetzen. Naja ich hab vor dem Absetzen zwischendrin manchmal eh schon eine Dosis vergessen zu nehmen. Darum habe ich dann mit Absprache meiner Ärztin dieses Jahr von 75 auf 0 reduziert weil es mir mit dem vergessen schon nicht schlechter ging. Nach dem komplett Absetzen hatte ich ca. 3 Wochen so ein Schwindelgefühl und etwas Unwohlsein was ich damals nicht mit dem Absetzen in Verbindung gebracht hab. Mit den Absetzsymptomen könnte also ein Weilchen dauern denke ich mal.

LG
Steffi
wie lang hast du denn trevilor genommen? bei mir sinds jetzt ca 5 jahre.
Leuchtkäfer

Beitrag von Leuchtkäfer »

Hallo,

ich habe zwar kein Trevilor genommen, kann aber nur bestätigen, daß die höheren Dosierungen deutlich leichter zu reduzieren waren, als dann die letzten drei Schritte. Da merkt der körper dann eohl erst so richtig, was ihm fehlt.
Ich hatte fast sechs Wochen Absetzsymptome nach der letzten Tablette und davor auch schon mehr als einen Monat, das ist echt nervig.

Ich drücke Euch allen die Daumen, daß es klappt.

Grüße von Leuchtkäfer
Stefanie H.

Beitrag von Stefanie H. »

Habe sie nur 1 Jahr genommen julchen.
00julchen

Beitrag von 00julchen »

Leuchtkäfer hat geschrieben:Hallo,

ich habe zwar kein Trevilor genommen, kann aber nur bestätigen, daß die höheren Dosierungen deutlich leichter zu reduzieren waren, als dann die letzten drei Schritte. Da merkt der körper dann eohl erst so richtig, was ihm fehlt.
Ich hatte fast sechs Wochen Absetzsymptome nach der letzten Tablette und davor auch schon mehr als einen Monat, das ist echt nervig.

Ich drücke Euch allen die Daumen, daß es klappt.

Grüße von Leuchtkäfer
hi!

also hattest du schon absetzsympthome bevor du auf null warst? wie hast du das durchgehalten? was für sympthome hattest du denn?
bin ehrlichgesagt etwas am verzweifeln, weil ich ja noch nicht mal die halbes dosis habe und eigentlich auf null möchte. heute ist es wieder ganze schlimm: dicker kopf, schwindel, übelkeit....
Leuchtkäfer

Beitrag von Leuchtkäfer »

Hallo,

ja, ich hatte Absetzsymptome von der ersten Reduktion an (habe Cipralex genommen). Bei den höheren Dosen war es Übelkeit, Schwindel und Weinerlichkeit für einige Tage.
Von 10 auf 5mg war es ganz schlimm. Da blieb das ganze für zwei Wochen extrem schlimm und dann etwas weniger. Dazu kam, daß ich doll gereizt war und Stimmungschwankungen hatte.

Der Schritt von 5 auf Null hat dann auch echt nochmal Kraft gekostet. Da war es wieder genauso, hat aber insgesamt sechs WOchen angehalten. Auch danach war es nicht schlagartig weg, sondern eine gewisse Unsicherheit und Unruhe ist geblieben. Das wird aber auch stetig etwas besser.

Tja, wie habe ich das durchgehalten? Es gab Tage, da wollte ich nur zu gerne mein AD wieder haben. Ich konnte für mich aber immer unterscheiden, daß die jetzigen Symptome anders waren als zu Beginn meiner Depression. Das hat mir geholfen, daran zu glauben, daß es kein Rückfall ist. Das war für mich der ausschlaggebende Punkt.

Dir alles Gute, versuch nicht zu viel in dich hinein zu hören, sondern hinzunehmen, daß es jetzt erstmal blöd ist. Es wir dbestimmt besser.

Grüße von Leuchtkäfer
00julchen

Beitrag von 00julchen »

Leuchtkäfer hat geschrieben:Hallo,

ja, ich hatte Absetzsymptome von der ersten Reduktion an (habe Cipralex genommen). Bei den höheren Dosen war es Übelkeit, Schwindel und Weinerlichkeit für einige Tage.
Von 10 auf 5mg war es ganz schlimm. Da blieb das ganze für zwei Wochen extrem schlimm und dann etwas weniger. Dazu kam, daß ich doll gereizt war und Stimmungschwankungen hatte.

Der Schritt von 5 auf Null hat dann auch echt nochmal Kraft gekostet. Da war es wieder genauso, hat aber insgesamt sechs WOchen angehalten. Auch danach war es nicht schlagartig weg, sondern eine gewisse Unsicherheit und Unruhe ist geblieben. Das wird aber auch stetig etwas besser.

Tja, wie habe ich das durchgehalten? Es gab Tage, da wollte ich nur zu gerne mein AD wieder haben. Ich konnte für mich aber immer unterscheiden, daß die jetzigen Symptome anders waren als zu Beginn meiner Depression. Das hat mir geholfen, daran zu glauben, daß es kein Rückfall ist. Das war für mich der ausschlaggebende Punkt.

Dir alles Gute, versuch nicht zu viel in dich hinein zu hören, sondern hinzunehmen, daß es jetzt erstmal blöd ist. Es wir dbestimmt besser.

Grüße von Leuchtkäfer
hi,

heute ist es total mies und ich habe beschlossen wieder 1 tablette hochzugehen (also auf 62,5mg) und dann da ne weile zu bleiben. wahrscheinlich muss ich noch langsamer (nur alle 2 wochen) und in kleineren schritten (3mg) runtergehen. in dem zustand werde ich meinen 2 kids einfach nicht gerecht. hätte es mir echt nicht so schwer vorgestellt. ich will von den tabletten los, aber nicht um jeden preis.werde morgen auch nochmal meine neurologin intereviewen, was sie davon hält.
00julchen

Beitrag von 00julchen »

Leuchtkäfer hat geschrieben:Hallo,

ja, ich hatte Absetzsymptome von der ersten Reduktion an (habe Cipralex genommen). Bei den höheren Dosen war es Übelkeit, Schwindel und Weinerlichkeit für einige Tage.
Von 10 auf 5mg war es ganz schlimm. Da blieb das ganze für zwei Wochen extrem schlimm und dann etwas weniger. Dazu kam, daß ich doll gereizt war und Stimmungschwankungen hatte.

Der Schritt von 5 auf Null hat dann auch echt nochmal Kraft gekostet. Da war es wieder genauso, hat aber insgesamt sechs WOchen angehalten. Auch danach war es nicht schlagartig weg, sondern eine gewisse Unsicherheit und Unruhe ist geblieben. Das wird aber auch stetig etwas besser.

Tja, wie habe ich das durchgehalten? Es gab Tage, da wollte ich nur zu gerne mein AD wieder haben. Ich konnte für mich aber immer unterscheiden, daß die jetzigen Symptome anders waren als zu Beginn meiner Depression. Das hat mir geholfen, daran zu glauben, daß es kein Rückfall ist. Das war für mich der ausschlaggebende Punkt.

Dir alles Gute, versuch nicht zu viel in dich hinein zu hören, sondern hinzunehmen, daß es jetzt erstmal blöd ist. Es wir dbestimmt besser.

Grüße von Leuchtkäfer
hi,

heute ist es total schlimm und ich habe beschlossen wieder 1 tablette hochzugehen (also auf 62,5mg) und dann da ne weile zu bleiben. wahrscheinlich muss ich noch langsamer (nur alle 2 wochen) und in kleineren schritten (3mg) runtergehen. in dem zustand werde ich meinen 2 kids einfach nicht gerecht. hätte es mir echt nicht so schwer vorgestellt. ich will von den tabletten los, aber nicht um jeden preis.werde morgen auch nochmal meine neurologin intereviewen, was sie davon hält.
00julchen

Beitrag von 00julchen »

hi,
tja, nachdem ich einen tag wieder auf 62,5mg war gings mir schon etwas besser und heute ist der schwindel und die übelkeit komplett weg.... das war wohl leider eindeutig! war dann gestern noch beim arzt und der meinte, daß es ein kann, daß ich immer das ad nehmen muss, weil ich es brauche. es hat ne weile gedauert, bis ich ihm klargemacht habe, daß es KEIN rückfall, sondern absetzsympthome waren. ich muss jetzt nächste woche mit seiner frau (die ist eigentlich meine ärztin) nen absetzyplan absprechen. denke aber nicht, daß da so viel bei rumkommen wird. vermutlich muss ich halt jetzt ganz langsam und in minischritten reduzieren.
mici

Beitrag von mici »

Ich habe am WE privat mit nem Psychiater gesprochen, der meinte, dass die Absetzsymptome bei Trevilor häufig als relativ heftig geschildert werden, wobei sie nach einigen wenigen Tagen auch fast vollständig verschwunden sind. Also kribbeln, Schwindel, Mattigkeit usw. kenne ich z.B. auch, wenn ich mal eine Tablette vergesse. Vielleicht müssen wir bei Trevilor in den sauren Apfel beißen und diese Absetzsymptome ausstehen. Denn dass Du das Trevilor dauerhaft nehmen musst, nur, weil Du ansonsten Absetzsymptome entwickelst, kann ja nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Man nimmt ein AD ja nicht gegen Absetzsymptome, sondern gegen Depris und ohne AD hätte man ja gar keine Absetzsymptome. Wenn Du Dir also ganz sicher bist, dass es kein Rückfall war, dann muss es eine Lösung geben, wir Du davon loskommst. Ein sehr kleinschrittiger Absetzplan scheint mir eine gute Idee!
00julchen

Beitrag von 00julchen »

mici hat geschrieben:Ich habe am WE privat mit nem Psychiater gesprochen, der meinte, dass die Absetzsymptome bei Trevilor häufig als relativ heftig geschildert werden, wobei sie nach einigen wenigen Tagen auch fast vollständig verschwunden sind. Also kribbeln, Schwindel, Mattigkeit usw. kenne ich z.B. auch, wenn ich mal eine Tablette vergesse. Vielleicht müssen wir bei Trevilor in den sauren Apfel beißen und diese Absetzsymptome ausstehen. Denn dass Du das Trevilor dauerhaft nehmen musst, nur, weil Du ansonsten Absetzsymptome entwickelst, kann ja nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Man nimmt ein AD ja nicht gegen Absetzsymptome, sondern gegen Depris und ohne AD hätte man ja gar keine Absetzsymptome. Wenn Du Dir also ganz sicher bist, dass es kein Rückfall war, dann muss es eine Lösung geben, wir Du davon loskommst. Ein sehr kleinschrittiger Absetzplan scheint mir eine gute Idee!
du hast einen befreundeten psychiater? ist ja super... und es hört sich ja auch so an, als wenn er interessierter und informierter als die meisten anderen ist. die ärzte, die ich kenne leugnen immernoch die absetzprobleme von trevilor.
mici

Beitrag von mici »

Moin Julchen,

wie läuft das Absetzen? Ich bin inzwischen bei nur noch 75 mg... mal abwarten...
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