Welche Symptome sind vorherrschend?

Austausch persönlicher Erfahrung mit der Depression/Psychose vor und nach der Geburt

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Universum

Welche Symptome sind vorherrschend?

Beitrag von Universum »

Hallo ihr Lieben!

Ich wollte Euch mal fragen,welche Symptome der PPD bei Euch vorherrschend sind bzw. waren. Es gibt ja so viele und es dauert lange,diese Krankheit überhaupt zu verstehen und erklären zu können.

Meine Symptomatik wechselt teilweise,von sehr traurig zu sehr gereizt,gestresst in Verbindung mit diffuser Ängstlichkeit.
Ich habe auch absolut kein dickes Fell,mit extrem dunnhäutig.

Was immer da ist,ist diese "Sehnsucht nach dem alten Leben" und die starken Schuldgefühle,dass ich als Mutter versage,nicht zum Muttersein tauge.

Wie ist das bei Euch? Welche Symptome sind bei Euch vorherrschend?

LG

Uni
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Marika
power user
Beiträge: 10983
Registriert: 04:06:2005 16:05

Beitrag von Marika »

Hallo,

bei waren eindeutig die Zwangsgedanken DAS vorherrschende Symptom. Daraus resultierten dann massive Ängste und Panikattacken. Es schüttelt mich heute noch, wenn ich daran denke.

Als ich vergangenen Somemr wieder eine depressive Episode erlitt - ich war davor 3/4 Jahr ohne AD - war es anders: Dieses Mal war Gereiztheit, schlechter Schlaf, Unruhe, diffuse Ängste im Vordergrund. Aber jetzt mit AD gehts mir wieder sehr gut! :D
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
janajulia

Beitrag von janajulia »

Genau so sieht es bei mir aus. Gereiztheit, null Belastbarkeit, extreme Panikattacken und Angst. Seehr sensibel. Zwischendurch mogeln sich ZG dazu die aber nicht vorherrschend sind und dadurch schnell wieder verschwinden.
Feuervogel

Re: Welche Symptome sind vorherrschend?

Beitrag von Feuervogel »

Universum hat geschrieben:
Ich wollte Euch mal fragen,welche Symptome der PPD bei Euch vorherrschend sind bzw. waren. Es gibt ja so viele und es dauert lange,diese Krankheit überhaupt zu verstehen und erklären zu können.
Die Frage finde ich sehr interessant!!
Und schwer zu beantworten. Der Beginn war bei mir wohl eher schleichend, wohl bereits wenige Wochen nach der Geburt, aber aus der Retrospektive finde ich das schwer zu beurteilen.

Ich hatte anfangs unverhältnismäßige Befürchtungen und war besonders nachts extrem gereizt und auch verbal aggressiv!
Später (nach eins bis zwei Monaten) kam eine massive innere Unruhe mit großer Angst vor dem Alleine sein hinzu. Ich fühlte ich absolut nicht mehr in der Lage meinen Alltag zu bewältigen und frage mich heute wie ich es geschafft habe die Kinder und mich zu versorgen. Danach kamen die Suizidgedanken und extreme Reizbarkeit und Zunahme der inneren und motorischen Unruhe, Angst. Noch ein Jahr drauf war ich ein wandelndes Pulverfaß, bereit jederzeit zu explodieren! Das war dann das Stadium, in dem mein Mann meinte ich solle mir Hilfe holen!
Im Laufe meiner ersten Psychotherapie ging es mir langsam und allmählich besser, die Depression (Unruhe, Reizbarkeit, Suizidgedanken) gingen zurück, die Angst inkl. Panikattacken blieb noch lange bei mir.
Universum

Beitrag von Universum »

Danke für Eure Antworten :-)

Das mit dem Pulverfass finde ich interessant! So geht es mir auch,ich habe das Gefühl,als würde ich innerlich unter einem immensen Druck stehen,ja,als ob ich auf einem Pulverfass sitzen würde!

Ein Ventil dafür zu finden,um den Druck loszuwerden,ist dann immer schwierig. Mal helfen Gespräche,mal muss ich laufen,rausgehen.

Woher kommt dieses Gefühl?
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