muss ich nur geduld haben?
Moderator: Moderatoren
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engelchen2012
muss ich nur geduld haben?
guten morgen zusammen!
kurz zu meiner geschichte: ich leide seit ca. 2 monaten an einer ppd, bin seit knapp 3 wochen in ärztlicher behandlung. seit 1,5 wochen nehme ich valdoxan. ich spüre schon, dass es mir über den tag ein wenig besser geht, ich bin nicht mehr nur depressiv, aber sehr kraftlos. seit einer woche sieht mein tag so aus, dass morgens schon um 6 uhr meine mama kommt, um mir mit der kleinen zu helfen, weil ich meine noch verbliebene kraft komplett für mich brauche. auch muss ich mich morgens nach dem frühstück manchmal übergeben, ich komme nur sehr langsam in schwung. dann fahren wir zwischen 7 und 8 uhr zu meinen eltern, wo ich eigentlich den ganzen tag verbringe, bis mein mann nach hause kommt. solange ich diese unterstützung habe, sind die tage leichter zu schaffen. zwar erst mal nur erträglich (die nachmittage werden dann manchmal sogar ganz ok), aber immer noch besser als noch vor 3 wochen.
heute früh dachte ich dann, ich schaffe es alleine. hab die kleine maus gefüttert, gewickelt und umgezogen. nach ca. einer stunde mit ihr bin ich dann aber total zusammengebrochen, hab meinen mann aufgeweckt, weil ich nur noch heulen konnte und mir alles zu viel war. ich habe auch wieder meine mama angerufen, die sofort gekommen ist und beide haben sich dann sehr rührend um uns gekümmert. jetzt schläft die kleine wieder und es ist, als wäre alles wieder halbwegs ok.
ich gehe auch davon aus, dass es nur die überbelastung in der früh war und der tag dann auch wieder ok sein wird.
allerdings haben wir schon auch überlegt, ob das medikament wirklich ausreicht oder ob wir nicht doch einen stationären aufenthalt in erwägung ziehen sollten. aber wie gesagt, ich nehme das AD erst seit 1,5 wochen und tagsüber fühle ich mich dann nie so, als hätte ich den stationären aufenthalt wirklich nötig.
wie war das denn bei euch in den anfängen? ist geduld wirklich das zauberwort? ich hatte noch nie wirklich viel geduld und gerade in dieser phase jetzt fällt es mir extrem schwer!
ich freue mich schon auf eure antworten!
kurz zu meiner geschichte: ich leide seit ca. 2 monaten an einer ppd, bin seit knapp 3 wochen in ärztlicher behandlung. seit 1,5 wochen nehme ich valdoxan. ich spüre schon, dass es mir über den tag ein wenig besser geht, ich bin nicht mehr nur depressiv, aber sehr kraftlos. seit einer woche sieht mein tag so aus, dass morgens schon um 6 uhr meine mama kommt, um mir mit der kleinen zu helfen, weil ich meine noch verbliebene kraft komplett für mich brauche. auch muss ich mich morgens nach dem frühstück manchmal übergeben, ich komme nur sehr langsam in schwung. dann fahren wir zwischen 7 und 8 uhr zu meinen eltern, wo ich eigentlich den ganzen tag verbringe, bis mein mann nach hause kommt. solange ich diese unterstützung habe, sind die tage leichter zu schaffen. zwar erst mal nur erträglich (die nachmittage werden dann manchmal sogar ganz ok), aber immer noch besser als noch vor 3 wochen.
heute früh dachte ich dann, ich schaffe es alleine. hab die kleine maus gefüttert, gewickelt und umgezogen. nach ca. einer stunde mit ihr bin ich dann aber total zusammengebrochen, hab meinen mann aufgeweckt, weil ich nur noch heulen konnte und mir alles zu viel war. ich habe auch wieder meine mama angerufen, die sofort gekommen ist und beide haben sich dann sehr rührend um uns gekümmert. jetzt schläft die kleine wieder und es ist, als wäre alles wieder halbwegs ok.
ich gehe auch davon aus, dass es nur die überbelastung in der früh war und der tag dann auch wieder ok sein wird.
allerdings haben wir schon auch überlegt, ob das medikament wirklich ausreicht oder ob wir nicht doch einen stationären aufenthalt in erwägung ziehen sollten. aber wie gesagt, ich nehme das AD erst seit 1,5 wochen und tagsüber fühle ich mich dann nie so, als hätte ich den stationären aufenthalt wirklich nötig.
wie war das denn bei euch in den anfängen? ist geduld wirklich das zauberwort? ich hatte noch nie wirklich viel geduld und gerade in dieser phase jetzt fällt es mir extrem schwer!
ich freue mich schon auf eure antworten!
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Sonnenschein84
Hallo Engelchen,
erst mal herzlich willkommen hier! Als ich deinen Beitrag gelesen habe, hab ich als erstes gedacht, dass du ganz großes Glück hast, die Unterstüzung von deiner Familie zu bekommen. Und ich finde es ganz toll, das du die Hilfe annehmen kannst. Das ist ja nicht so selbstverständlich.
Wenn man bisher kein geduldiger Mensch war, dass lernt man die Geduld mit der Krankheit bzw. mit dem gesund werden! Das ist nicht einfach, aber mit der Zeit geht das. Du nimmst die Medikamente ja noch keine zwei Wochen jetzt. Bei Anti-Depressiva ist das m.W. so, dass die erst nach 4-6 Wochen richtig anfangen zu wirken, weil sich der Wirkstoffspiegel allmählich aufbaut. Deswegen würde ich dem Medikament ruhig erst mal eine Chance geben und weiter abwarten bevor, du erhöhst oder den Arzt nach einem anderen Medikament fragst.
Du schreibst ja auch, dass es dir schon etwas besser geht.
Die Frage nach dem Klinikaufenthalt lässt sich schwer pauschal beantworten. Es gibt hier viele Frauen im Forum, denen das sehr geholfen hat. Ich selbst bin auch einige Wochen stationär aufgenommen worden. Allerdings konnte ich leider nicht mein Kind mitnehmen, aber hab es jeden Tag gesehen und nach 2 Wochen war ich jedes Wochenende zu Hause und auch während der Woche mit Übernachtungen zu Hause als so genannte "Belastungserprobung". Ich muss aber ehrlich sagen, dass ich es zu Hause mit Mann und Maus viel weniger belastend fand, als im Krankenhaus. Zu Hause lief es wirklich gut und ich fand es schwieriger, dass wieder ins Krankenhaus zurück zu müssen. Rückblickend habe ich ganz viel aus dem Krankenhausaufenthalt mitgenommen aber wenn es nicht zwingend nötig wäre, würde ich wohl nicht noch einmal ohne Kind ins Krankenhaus gehen sondern erst alles versuchen ambulant wieder auf die Beine zu kommen.
Mir hat es riesig geholfen zu sehen, wie gut sich meine Familie um mich und mein Kind gekümmert hat. Besonders der Wunsch mich um meinen Sohn wieder kümmern zu können und bei ihm sein zu wollen, hat mir ganz doll geholfen gesund zu werden. Und am Anfang auf jeden Fall auch die Medikamente um einfach wieder für ein vernünftiges chemisches Gleichgewicht zu sorgen.
Also bleib weiter geduldig und beobachte, wie es dir mit dem Medikament und der Unterstützung in deiner Familie geht. Wenn ein Klinikaufenthalt für dich eine Option wäre, dann besprich das doch mal mit deinem Arzt und deiner Familie und frag evtl. nach, ob sie dir Kliniken empfehlen können. Überleg aber auf jeden Fall, ob eine Aufnahme ohne Kind überhaupt in Frage kommt. Soweit ich weiß gibt es bei den Mutter-Kind-Kliniken oft ziemlich lange Wartezeiten. Aber fragen kostet ja nichts.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Zuversicht.
Ein Lichtblick ist vielleicht, dass du ganz ganz sicher wieder gesund wirst. Bei dem einen geht es schneller, manchmal dauert es länger. Aber es wird wieder gut.
Und auch wenn du denkst, dass es dir so unglaublich schlecht geht, dass es nicht besser wird, oder ewig dauern würde.... Das ist ein Gefühl, was durch die Krankheit verursacht wird. Ich hatte das auch. Aber mir geht es jetzt seit über einem Jahr wieder total gut. Wahrscheinlich sogar besser als vor der Krankheit. Wenn du das alles hinter dir hast, gehst du sicher gestärkt daraus hervor.
Alles Liebe
erst mal herzlich willkommen hier! Als ich deinen Beitrag gelesen habe, hab ich als erstes gedacht, dass du ganz großes Glück hast, die Unterstüzung von deiner Familie zu bekommen. Und ich finde es ganz toll, das du die Hilfe annehmen kannst. Das ist ja nicht so selbstverständlich.
Wenn man bisher kein geduldiger Mensch war, dass lernt man die Geduld mit der Krankheit bzw. mit dem gesund werden! Das ist nicht einfach, aber mit der Zeit geht das. Du nimmst die Medikamente ja noch keine zwei Wochen jetzt. Bei Anti-Depressiva ist das m.W. so, dass die erst nach 4-6 Wochen richtig anfangen zu wirken, weil sich der Wirkstoffspiegel allmählich aufbaut. Deswegen würde ich dem Medikament ruhig erst mal eine Chance geben und weiter abwarten bevor, du erhöhst oder den Arzt nach einem anderen Medikament fragst.
Du schreibst ja auch, dass es dir schon etwas besser geht.
Die Frage nach dem Klinikaufenthalt lässt sich schwer pauschal beantworten. Es gibt hier viele Frauen im Forum, denen das sehr geholfen hat. Ich selbst bin auch einige Wochen stationär aufgenommen worden. Allerdings konnte ich leider nicht mein Kind mitnehmen, aber hab es jeden Tag gesehen und nach 2 Wochen war ich jedes Wochenende zu Hause und auch während der Woche mit Übernachtungen zu Hause als so genannte "Belastungserprobung". Ich muss aber ehrlich sagen, dass ich es zu Hause mit Mann und Maus viel weniger belastend fand, als im Krankenhaus. Zu Hause lief es wirklich gut und ich fand es schwieriger, dass wieder ins Krankenhaus zurück zu müssen. Rückblickend habe ich ganz viel aus dem Krankenhausaufenthalt mitgenommen aber wenn es nicht zwingend nötig wäre, würde ich wohl nicht noch einmal ohne Kind ins Krankenhaus gehen sondern erst alles versuchen ambulant wieder auf die Beine zu kommen.
Mir hat es riesig geholfen zu sehen, wie gut sich meine Familie um mich und mein Kind gekümmert hat. Besonders der Wunsch mich um meinen Sohn wieder kümmern zu können und bei ihm sein zu wollen, hat mir ganz doll geholfen gesund zu werden. Und am Anfang auf jeden Fall auch die Medikamente um einfach wieder für ein vernünftiges chemisches Gleichgewicht zu sorgen.
Also bleib weiter geduldig und beobachte, wie es dir mit dem Medikament und der Unterstützung in deiner Familie geht. Wenn ein Klinikaufenthalt für dich eine Option wäre, dann besprich das doch mal mit deinem Arzt und deiner Familie und frag evtl. nach, ob sie dir Kliniken empfehlen können. Überleg aber auf jeden Fall, ob eine Aufnahme ohne Kind überhaupt in Frage kommt. Soweit ich weiß gibt es bei den Mutter-Kind-Kliniken oft ziemlich lange Wartezeiten. Aber fragen kostet ja nichts.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Zuversicht.
Ein Lichtblick ist vielleicht, dass du ganz ganz sicher wieder gesund wirst. Bei dem einen geht es schneller, manchmal dauert es länger. Aber es wird wieder gut.
Und auch wenn du denkst, dass es dir so unglaublich schlecht geht, dass es nicht besser wird, oder ewig dauern würde.... Das ist ein Gefühl, was durch die Krankheit verursacht wird. Ich hatte das auch. Aber mir geht es jetzt seit über einem Jahr wieder total gut. Wahrscheinlich sogar besser als vor der Krankheit. Wenn du das alles hinter dir hast, gehst du sicher gestärkt daraus hervor.
Alles Liebe
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engelchen2012
hallo sonnenschein!
danke für deine antwort!! es tut zum einen gut zu lesen, dass man nicht alleine ist und zum andren natürlich auch, dass es besser wird!! auch wenn man nicht immer dran glauben kann!
gestern hatte ich wieder einen weniger schönen tag, zwischendurch war es mal ok, am späten nachmittag musste ich wieder ständig weinen und war so unglücklich! heute geht es mir aber wieder besser. außer die ersten paar stunden am morgen, da geht es mir so schlecht, dass ich am liebsten sofort in eine klinik möchte. aber bisher war es meistens wirklich so, dass es mir so ab 9 oder 10 uhr immer besser ging und ich mich wieder halbwegs normal um meine kleine kümmern konnte. so auch heute, der tag wurde sogar relativ gut!
ich bin mir auch sehr bewusst, dass ich eine ganz tolle familie habe. zum glück arbeiten bei uns alle entweder teilzeit oder verschiedenste schichten, so dass eigentlich fast rund um die uhr jemand bei mir bzw. uns sein kann. die nächsten 3 wochen sind auf jeden fall schon mal gesichert und bis dahin sehe ich hoffentlich ein bisschen klarer.
ich habe heute auch ein telefonisches gespräch mit einer psychologischen psychotherapeutin gehabt, die mir schon für den 09.01. einen termin gegeben hat. erst hieß es, wartezeit 1 jahr und dann ging's doch so fix! da hatte wohl auch mein arzt ein bisschen sein händchen mit im spiel. ich weiß zwar noch nicht wirklich genau, was da auf mich zukommt, aber ich bin bereit, mich auf eine therapie einzulassen und bin auch wirklich dankbar, dass ich so schnell einen termin bekommen habe!
am mittwoch habe ich jetzt erst mal wieder einen termin beim psychiater. ich werde auf jeden fall erst mal versuchen, das ganze ambulant zu schaffen. ein stationärer aufenthalt ist zwar noch nicht ganz gestrichen, aber ich hätte glaube ich wirklich probleme, von meiner familie getrennt zu sein. die ist momentan mein absoluter rettungsanker!!
danke für deine antwort!! es tut zum einen gut zu lesen, dass man nicht alleine ist und zum andren natürlich auch, dass es besser wird!! auch wenn man nicht immer dran glauben kann!
gestern hatte ich wieder einen weniger schönen tag, zwischendurch war es mal ok, am späten nachmittag musste ich wieder ständig weinen und war so unglücklich! heute geht es mir aber wieder besser. außer die ersten paar stunden am morgen, da geht es mir so schlecht, dass ich am liebsten sofort in eine klinik möchte. aber bisher war es meistens wirklich so, dass es mir so ab 9 oder 10 uhr immer besser ging und ich mich wieder halbwegs normal um meine kleine kümmern konnte. so auch heute, der tag wurde sogar relativ gut!
ich bin mir auch sehr bewusst, dass ich eine ganz tolle familie habe. zum glück arbeiten bei uns alle entweder teilzeit oder verschiedenste schichten, so dass eigentlich fast rund um die uhr jemand bei mir bzw. uns sein kann. die nächsten 3 wochen sind auf jeden fall schon mal gesichert und bis dahin sehe ich hoffentlich ein bisschen klarer.
ich habe heute auch ein telefonisches gespräch mit einer psychologischen psychotherapeutin gehabt, die mir schon für den 09.01. einen termin gegeben hat. erst hieß es, wartezeit 1 jahr und dann ging's doch so fix! da hatte wohl auch mein arzt ein bisschen sein händchen mit im spiel. ich weiß zwar noch nicht wirklich genau, was da auf mich zukommt, aber ich bin bereit, mich auf eine therapie einzulassen und bin auch wirklich dankbar, dass ich so schnell einen termin bekommen habe!
am mittwoch habe ich jetzt erst mal wieder einen termin beim psychiater. ich werde auf jeden fall erst mal versuchen, das ganze ambulant zu schaffen. ein stationärer aufenthalt ist zwar noch nicht ganz gestrichen, aber ich hätte glaube ich wirklich probleme, von meiner familie getrennt zu sein. die ist momentan mein absoluter rettungsanker!!
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Sonnenschein84
Hallo Engelchen,
schön von dir zu hören. Ja, das ist doch schon super, wenn du nach dem Morgentief den Rest des Tages dich schon um deinen Wurm kümmern kannst. Und wenn die nächsten 3 Wochen gesichert sind ist das doch auch ganz klasse. Dann haben bestimmt auch schon die Medis ein bisschen angeschlagen.
Ich bin überzeugt, dass eine starke Familie im Rücken, die dich unterstützt ganz viel hilft. Da können die besten Therapien in einer guten Klinik nicht mithalten.
Bei mir haben die Ärzte letztendlich auch gesagt, dass ich sobald mein Sohn mich besucht hat, riesen Schritte vorwärts gemacht habe. Der Oberarzt hat meinen Spatz irgendwann als den eigentlichen "Oberarzt" bezeichnet, weil auch die anderen Patienten, die sonst so depressiv waren und sehr wenig gesagt haben, durch ihn immer aufgeblüht sind.
Also denk weiter daran, dass dich eine liebevolle Familie unterstützt und beboachte die kleinen Fortschritte, die du machst. Die gibt es bestimmt jetzt schon.
Ganz liebe Grüße
schön von dir zu hören. Ja, das ist doch schon super, wenn du nach dem Morgentief den Rest des Tages dich schon um deinen Wurm kümmern kannst. Und wenn die nächsten 3 Wochen gesichert sind ist das doch auch ganz klasse. Dann haben bestimmt auch schon die Medis ein bisschen angeschlagen.
Ich bin überzeugt, dass eine starke Familie im Rücken, die dich unterstützt ganz viel hilft. Da können die besten Therapien in einer guten Klinik nicht mithalten.
Bei mir haben die Ärzte letztendlich auch gesagt, dass ich sobald mein Sohn mich besucht hat, riesen Schritte vorwärts gemacht habe. Der Oberarzt hat meinen Spatz irgendwann als den eigentlichen "Oberarzt" bezeichnet, weil auch die anderen Patienten, die sonst so depressiv waren und sehr wenig gesagt haben, durch ihn immer aufgeblüht sind.
Also denk weiter daran, dass dich eine liebevolle Familie unterstützt und beboachte die kleinen Fortschritte, die du machst. Die gibt es bestimmt jetzt schon.
Ganz liebe Grüße
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engelchen2012
hallo sonnenschein!
ich glaube auch, dass ich es mit meiner familie schaffen kann. ich bekomme so wahnsinnig viel unterstützung, echt unglaublich! da wird einem gleich noch mehr bewusst, wie wichtig die familie eigentlich ist.
und ich hoffe wirklich, dass sich in den nächsten 3 wochen noch mehr fortschritte ergeben. es ist ja eigentlich noch nicht viel zeit vergangen, aber ich möchte es auch irgendwann mal wieder alleine schaffen! ich glaube aber, dass ich bis dahin doch noch viel geduld haben muss. ich bin halt eher so der typ, dass ich meine, wenn's mir mal wieder besser geht, dann muss ich gleich alles wieder machen. kind, haushalt etc. und dann tut's halt doch wieder einen schlag. muss mich erst noch daran gewöhnen, dass nichts so wichtig ist wie meine kräfte zu sammeln und irgendwann wieder gesund zu werden. der rest (vorallem der haushalt!!) muss erst mal warten!
ich glaube auch, dass ich es mit meiner familie schaffen kann. ich bekomme so wahnsinnig viel unterstützung, echt unglaublich! da wird einem gleich noch mehr bewusst, wie wichtig die familie eigentlich ist.
und ich hoffe wirklich, dass sich in den nächsten 3 wochen noch mehr fortschritte ergeben. es ist ja eigentlich noch nicht viel zeit vergangen, aber ich möchte es auch irgendwann mal wieder alleine schaffen! ich glaube aber, dass ich bis dahin doch noch viel geduld haben muss. ich bin halt eher so der typ, dass ich meine, wenn's mir mal wieder besser geht, dann muss ich gleich alles wieder machen. kind, haushalt etc. und dann tut's halt doch wieder einen schlag. muss mich erst noch daran gewöhnen, dass nichts so wichtig ist wie meine kräfte zu sammeln und irgendwann wieder gesund zu werden. der rest (vorallem der haushalt!!) muss erst mal warten!
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Sonnenschein84
Hallo Engelchen,
ja, eine unterstützende Familie ist wirklich eine ganz große Hilfe. Da kannst du wirklich glücklich sein. Mir ist auch in der Zeit der Krankheit richtig bewusst geworden, wie wichtig mir meine Familie ist, und wie sehr sie mir geholfen hat. Im Nachhinein hat sich dadurch auch eine ganz besondere Beziehung z.B. zu der Mutter meines Freundes entwickelt, die uns auch sehr unterstützt hat.
Ja, es ist ja bei dir wirklich noch gar nicht viel Zeit vergangen. Umso besser, dass du dir so früh Hilfe geholt hast. Irgendwann wirst du das auch wieder alles alleine schaffen. Wenn es einem so schlecht geht und man unsicher ist, kann man sich das vielleicht gar nicht vorstellen, aber mit der Zeit kommt das alles zurück.
Ich weiß noch wie es mir ging, als ich das erste mal für einen Tag alleine mit der Maus war, als ich kurz vorher aus dem Krankenhaus kam. Hatte erst sehr viel Respekt davor, aber dann lief es prima. Auch als mein Freund einige Wochen später mit Übernachtung auf einer Konferenz war, war ich erst unsicher, aber es gab keine Probleme. Und jedes mal, wenn so kleine Schritte kamen, die ich bewältig habe, hab ich auch wieder mehr Selbstvertrauen gehabt und besseres Selbstbewusstsein zurück erlangt.
Jetzt ist es gar kein Problem mehr auch mal mehrere Tage und Nächte am Stück alleine mit unserem Spatz zu sein.
Aber es hat eben seine Zeit gedauert.
Du musst dich wirklich daran gewöhnen, erst mal deine Kräfte für dich zu sammeln. Du bist sicher auch so ein perfektionistischer Typ, der immer 100% geben will, überall... Den Zahn muss man sich ziehen lassen.
Gerade im Hinblick auf den Haushalt denke ich, dass der ja auch bei vielen Familien mit Kindern auch ohne Krankheit ruhig zurück stecken kann. Da kann man wirklich 5 gerade sein lassen.
Wenn es dir wieder besser geht und sich der Alltag mit Kind besser organisieren lässt, dann klappt das mit dem Haushalt managen auch wieder besser. Aber bis dahin lass dir Zeit und hol dir wirklich so viel Hilfe, wie geht.
Ich finde es sehr gut, dass du das selbst schon erkennst, dass es wichtig ist, die Kräfte erst mal für dich zu sammeln um gesund zu werden.
Liebe grüße
ja, eine unterstützende Familie ist wirklich eine ganz große Hilfe. Da kannst du wirklich glücklich sein. Mir ist auch in der Zeit der Krankheit richtig bewusst geworden, wie wichtig mir meine Familie ist, und wie sehr sie mir geholfen hat. Im Nachhinein hat sich dadurch auch eine ganz besondere Beziehung z.B. zu der Mutter meines Freundes entwickelt, die uns auch sehr unterstützt hat.
Ja, es ist ja bei dir wirklich noch gar nicht viel Zeit vergangen. Umso besser, dass du dir so früh Hilfe geholt hast. Irgendwann wirst du das auch wieder alles alleine schaffen. Wenn es einem so schlecht geht und man unsicher ist, kann man sich das vielleicht gar nicht vorstellen, aber mit der Zeit kommt das alles zurück.
Ich weiß noch wie es mir ging, als ich das erste mal für einen Tag alleine mit der Maus war, als ich kurz vorher aus dem Krankenhaus kam. Hatte erst sehr viel Respekt davor, aber dann lief es prima. Auch als mein Freund einige Wochen später mit Übernachtung auf einer Konferenz war, war ich erst unsicher, aber es gab keine Probleme. Und jedes mal, wenn so kleine Schritte kamen, die ich bewältig habe, hab ich auch wieder mehr Selbstvertrauen gehabt und besseres Selbstbewusstsein zurück erlangt.
Jetzt ist es gar kein Problem mehr auch mal mehrere Tage und Nächte am Stück alleine mit unserem Spatz zu sein.
Aber es hat eben seine Zeit gedauert.
Du musst dich wirklich daran gewöhnen, erst mal deine Kräfte für dich zu sammeln. Du bist sicher auch so ein perfektionistischer Typ, der immer 100% geben will, überall... Den Zahn muss man sich ziehen lassen.
Gerade im Hinblick auf den Haushalt denke ich, dass der ja auch bei vielen Familien mit Kindern auch ohne Krankheit ruhig zurück stecken kann. Da kann man wirklich 5 gerade sein lassen.
Wenn es dir wieder besser geht und sich der Alltag mit Kind besser organisieren lässt, dann klappt das mit dem Haushalt managen auch wieder besser. Aber bis dahin lass dir Zeit und hol dir wirklich so viel Hilfe, wie geht.
Ich finde es sehr gut, dass du das selbst schon erkennst, dass es wichtig ist, die Kräfte erst mal für dich zu sammeln um gesund zu werden.
Liebe grüße
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engelchen2012
hey!
ich kann mir momentan wirklich überhaupt nicht vorstellen, auch nur mehrere stunden alleine mit der kleinen maus zu sein... wie man sich eben auch nicht oder nur sehr schwer vorstellen kann, dass das ganze irgendwann vorbei geht.
wie lange hat die ppd denn bei dir gedauert? bzw. wie lange hast du medikamente nehmen müssen?
ich war ja heute wieder bei meinem psychiater. er hat mir auch "verschrieben", dass ich täglich so 1 bis 2 stunden "frei nehmen" soll. also die kleine abgeben und was machen, was mir spaß macht. wird sich zwar auf dauer nicht täglich machen lassen, aber ich werd's erst mal versuchen. allerdings fällt mir auch kaum was ein, was mir spaß macht. irgendwie ist alles so nebensächlich geworden. mich interessiert kaum noch was, was mir früher gefallen hat. aber vielleicht muss ich es einfach mal wieder probieren und dann gefällt es mir doch?
ich werde auf jeden fall die nächsten 2,5 wochen nutzen, in denen ich eigentlich von fast allen familienmitgliedern unterstützung bekommen kann und dann sehen wir einfach weiter! es muss ja schließlich wieder werden!
liebe grüße zurück!!
ich kann mir momentan wirklich überhaupt nicht vorstellen, auch nur mehrere stunden alleine mit der kleinen maus zu sein... wie man sich eben auch nicht oder nur sehr schwer vorstellen kann, dass das ganze irgendwann vorbei geht.
wie lange hat die ppd denn bei dir gedauert? bzw. wie lange hast du medikamente nehmen müssen?
ich war ja heute wieder bei meinem psychiater. er hat mir auch "verschrieben", dass ich täglich so 1 bis 2 stunden "frei nehmen" soll. also die kleine abgeben und was machen, was mir spaß macht. wird sich zwar auf dauer nicht täglich machen lassen, aber ich werd's erst mal versuchen. allerdings fällt mir auch kaum was ein, was mir spaß macht. irgendwie ist alles so nebensächlich geworden. mich interessiert kaum noch was, was mir früher gefallen hat. aber vielleicht muss ich es einfach mal wieder probieren und dann gefällt es mir doch?
ich werde auf jeden fall die nächsten 2,5 wochen nutzen, in denen ich eigentlich von fast allen familienmitgliedern unterstützung bekommen kann und dann sehen wir einfach weiter! es muss ja schließlich wieder werden!
liebe grüße zurück!!
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Sonnenschein84
Hallo,
bei mir gab es auch die kurze Zeit, da hab ich mich nicht getraut auch nur 10 Minuten mit meinem Kleinen allein zu sein. Als alles anfing und ich noch nicht einschätzen konnte, dass ich krank werde/ bin, war ich teilweise zwei Stunden alleine mit meinem Kind und das war total schlimm für mich, weil ich dachte, er will nicht mit mir alleine sein. Das war aber schon Teil meiner Krankheit, dass ich mir solche irrealen Gedanken gemacht habe.
Ich konnte mir im Krankenhaus auch erst nicht richtig vorstellen, dass ich mich irgendwann wieder alleine um mein Kind kümmern kann. Aber dann ist es mit der Zeit alles wieder geworden und hat auch nicht sooo lange gedauert, wie man vielleicht erst vermuten konnte.
So eine richtige PPD hatte ich nicht. Hatte wohl eher psychotische Symptome, durch die ich dann stark depressives Verhalten gezeigt habe. Das hat würde ich sagen ein-zwei Wochen gedauert, bis ich das gemerkt habe und behandelt wurde. Dann so ca. 2-3 Wochen, bis alle psychotischen Symptome weg waren. Depressive Gedanken sind auch weg gegangen. Antidepressiva hab ich 2 Wochen genommen und dann gesagt, dass ich nicht depressiv sei, sondern einfach traurig, weil ich im Krankenhaus bin anstatt bei meinem Kind zu sein. Ich meinte, dass das ja wohl normal sei und ich dagegen kein Medikament brauchte. Das haben alle Ärzte auch so gesehen und das AD konnte ich sofort absetzen. Ich musste dann aber noch ca. ein halbes Jahr Neuroleptika nehmen, um zu verhindern, dass ich wieder irgendwelche psychotischen Symptome bekomme. Die Medis sind aber nach 2 Monaten auch reduziert bzw. ausgeschlichen worden. Laut Arzt war das aber außergewöhnlich schnell. Ein halbes Jahr nach Ausbruch der Krankheit war ich aber wirklich wieder ganz gesund und belastbar. Das ging schon sehr schnell. Man kann das vorher wirklich nie vorhersagen und die Ärzte waren deshalb auch sehr vorsichtig mit ihrer Prognose. Ich glaube, dass sie anfangs schon dachten, dass ich mehr Zeit bräuchte, aber haben dann gesehen, dass es wirklich schnell besser wurde.
Ich glaube, dass ich einfach einen sehr starken Willen hatte, wieder gesund zu werden- und das möglichst schnell. Und alle äußeren Umstände waren wirklich sehr gut. Und das familiäre Umfeld war sehr sehr wichtig dafür.
Auch wenn es länger dauert, du wirst sicher wieder gesund.
Ich habe auch die ERfahrung gemacht und von vielen anderen Frauen gehört, dass sie nach so einer überstanden Krankheit danach stabiler waren, als sogar in gesundem Zustand vor der Krankheit. Das ist jetzt in deiner Situation vielleicht sehr weit weg, aber vielleicht ein kleiner Hoffungsschimmer.
Ganz liebe Grüße
bei mir gab es auch die kurze Zeit, da hab ich mich nicht getraut auch nur 10 Minuten mit meinem Kleinen allein zu sein. Als alles anfing und ich noch nicht einschätzen konnte, dass ich krank werde/ bin, war ich teilweise zwei Stunden alleine mit meinem Kind und das war total schlimm für mich, weil ich dachte, er will nicht mit mir alleine sein. Das war aber schon Teil meiner Krankheit, dass ich mir solche irrealen Gedanken gemacht habe.
Ich konnte mir im Krankenhaus auch erst nicht richtig vorstellen, dass ich mich irgendwann wieder alleine um mein Kind kümmern kann. Aber dann ist es mit der Zeit alles wieder geworden und hat auch nicht sooo lange gedauert, wie man vielleicht erst vermuten konnte.
So eine richtige PPD hatte ich nicht. Hatte wohl eher psychotische Symptome, durch die ich dann stark depressives Verhalten gezeigt habe. Das hat würde ich sagen ein-zwei Wochen gedauert, bis ich das gemerkt habe und behandelt wurde. Dann so ca. 2-3 Wochen, bis alle psychotischen Symptome weg waren. Depressive Gedanken sind auch weg gegangen. Antidepressiva hab ich 2 Wochen genommen und dann gesagt, dass ich nicht depressiv sei, sondern einfach traurig, weil ich im Krankenhaus bin anstatt bei meinem Kind zu sein. Ich meinte, dass das ja wohl normal sei und ich dagegen kein Medikament brauchte. Das haben alle Ärzte auch so gesehen und das AD konnte ich sofort absetzen. Ich musste dann aber noch ca. ein halbes Jahr Neuroleptika nehmen, um zu verhindern, dass ich wieder irgendwelche psychotischen Symptome bekomme. Die Medis sind aber nach 2 Monaten auch reduziert bzw. ausgeschlichen worden. Laut Arzt war das aber außergewöhnlich schnell. Ein halbes Jahr nach Ausbruch der Krankheit war ich aber wirklich wieder ganz gesund und belastbar. Das ging schon sehr schnell. Man kann das vorher wirklich nie vorhersagen und die Ärzte waren deshalb auch sehr vorsichtig mit ihrer Prognose. Ich glaube, dass sie anfangs schon dachten, dass ich mehr Zeit bräuchte, aber haben dann gesehen, dass es wirklich schnell besser wurde.
Ich glaube, dass ich einfach einen sehr starken Willen hatte, wieder gesund zu werden- und das möglichst schnell. Und alle äußeren Umstände waren wirklich sehr gut. Und das familiäre Umfeld war sehr sehr wichtig dafür.
Auch wenn es länger dauert, du wirst sicher wieder gesund.
Ich habe auch die ERfahrung gemacht und von vielen anderen Frauen gehört, dass sie nach so einer überstanden Krankheit danach stabiler waren, als sogar in gesundem Zustand vor der Krankheit. Das ist jetzt in deiner Situation vielleicht sehr weit weg, aber vielleicht ein kleiner Hoffungsschimmer.
Ganz liebe Grüße