Stillen und AD... wie bekomme ich die Sperre aus dem Kopf

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Kleineschwarze

Stillen und AD... wie bekomme ich die Sperre aus dem Kopf

Beitrag von Kleineschwarze »

Hallo Zusammen,

vielleicht kann mir von euch jemand helfen.
Ich stille meine Tochter eigentlich voll, aber seit ich auf 50mg Sertralin erhöht habe, habe ich tagsüber fast keine Milch mehr und meine Maus wird nicht satt. Das belastet mich sehr, was es natürlich nicht besser macht. Sowohl meine Stimmung als auch den Milchfluss. Ich hatte jetzt 5 Tage keine Unruhe oder Panikattacke mehr, aber als es heute morgen nahc dem Aufstehen wieder ans Stillen ging, war da wieder die Angst :(
Ich hatte am Anfang ziemliche Bedenken wegen des ADs und der Milch, ob es nicht doch übergeht und mit meiner Tochter etwas macht. Ich weiss, es ist das Mittel der Wahl laut Embryotox und ich kann darauf vertrauen, dass es nicht schädlich ist.
Dennoch denke ich, dass mein Kopf nachdem ich morgens das AD genommen habe, wie eine Sperre eingebaut hat, dass ich keine Milch produziere, weil dann kann ja auch nichts über gehen :(
Ich hab schon versucht mir zu sagen, dass alles gut ist und mach mach alles mögliche zum anregen (Globuli, Bockshornkleesamen-Kapseln, Abpumpen nach dem Stillen...)
Vielleicht hat von euch noch jemand ne Idee, wie ich meinen Kopf/ Unterbewusstsein uberreden kann mit mir zu arbeiten und nicht gegen mich...
Rosenrot

Re: Stillen und AD... wie bekomme ich die Sperre aus dem Kop

Beitrag von Rosenrot »

Hallo Kleinesschwarze,
ich kann deine Sorgen was das Stillen mit AD angeht absolut nachvollziehen. Ich nehme seit 4 Wochen Paroxetin ( auch das Mittel der Wahl laut Embryotox) und stille voll. Ich hatte am Anfang richtige Panikattacken, weil ich Angst hatte, ich schade meinem Kind. Wollte dann abstillen, was gar nicht funktioniert hat und mich nur mehr in Streß versetzt hat. Habe dann nochmal mit meiner Ärztin telefoniert und mir meine Sorgen geschildert und sie hat mich beruhugen können. Außerdem habe ich eine Stillberaterin kontaktiert, die mir auch nochmal gut zugeredet hat. Inzwischen stille ich wieder sehr gerne und stressfrei, was aber glaube ich auch daran liegt, dass mein AD immer besser wirkt und meine Angst immer mehr nachlässt.
Ich werde von einer Ärztin behandelt, die eine Mutter-Kind einrichtung betreut, die mir erzählt hat, dass die frühere Oberärztin fast vier Jahre lange eine Studie durchgeführt hat: es wurden bei den Frauen, die Sertalin nahmen und gestillt haben,Blut abgenommen (bei den Babys auch) und es wurde bei keinem Kind Sertalin nachgewiesen. Da Sertalin dem Paroxetin sehr ähnlich ist, hat mich die Info sehr beruhigt.
Mir hat sehr geholfen, meine Ängste kompetenten Menschen anzuvertrauen. Ich hoffe sehr, dass du auch einen Weg findest und du deine Kleine weiter stillen kannst. Ich bin total erleichtert, dass ich nicht abstillen mußte. Es hätte mir das Herz gebrochen.
Du bist nicht alleine mit deinen Sorgen. Liebe Grüße, Rosenrot
Kleineschwarze

Re: Stillen und AD... wie bekomme ich die Sperre aus dem Kop

Beitrag von Kleineschwarze »

Hallo Rosenrot,

vielen Dank für deine liebe Nachricht.
Mein Wochenende war furchtbar :( ich war wieder total unruhig, hatte Weinkrämpfe und war einfach schlecht drauf. Mich hat das so belastet mit der Milch und wieder total aus der Bahn geworfen.
Dann kam noch dazu, dass meine Maus die Flasche nur angebrüllt hat, obwohl die hungrig war, was mir das Herz zerrissen hat. Sie hat einfach nicht verstanden (wie auch) warum sie die Brust nicht bekommt. Ihre Welt war auf den Kopf gestellt.
Alle eingefrorene Muttermilch ist nun aufgebraucht und seit gestern haben wir Pulvermilch da. Das mochte sie natürlich noh weniger.
Ich habe dann gestern Abend meine Hebamme nochmal angerufen und um Rat gefragt. Wie ich weiter machen soll, da ich noch nicht akzeptieren kann, dass ich abstille, und wie wir es bei ihr mit der Flasche besser hin bekommen. Dieses Telefonat war scheinbar heilsam, denn heute morgen hatte ich wieder richtig Milch :D jetzt hoffe ich nur, dass es auch so bleibt...

Von dem Sertralin merke ich auch nichts bei ihr, aber bei mir, dass es mir besser geht, auch wenn meine Psychiaterin meint, bei der niedrigen Dosis wäre es eher eine gewünschte Wirkung. Aber hauptsache Wirkung und davon ne positive ;)
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