Bin die "Neue"

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grinsekatze-hh
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Bin die "Neue"

Beitrag von grinsekatze-hh » 08:11:2018 21:03

Hallo zusammen,

ich bin 41 Jahre, Vollzeit berufstätig, mit meinem Mann seit über 20 Jahren zusammen und ganz frisch in der 7 SSW.

Kinder waren nie so mein Lebensziel. Jetzt im Nachhinein weiß ich auch nicht, warum ich auf das Projekt „Kind 1.0“ (so haben mein Mann und ich das immer gesagt) einließ. Ich befürchte ich wollte meinen Partner nicht verlieren (er wollte schon eher Kinder haben) oder weil Kinder auch einfach zum Leben dazu gehören.
Ich muss aber auch zugeben, dass ich in meinem Leben immer zu depressiven Phasen neigte und auch davor Angst hatte, keine gute Mutter zu sein, weil ich halt sehr viel Zeit für mich brauche.

Nichts desto trotz nützten mir diese Erkenntnisse gerade nicht viel, denn ich stehe jetzt vor der Entscheidung:
Einen Weg gehen, den ich anscheint nie wollte (also Baby austragen) oder den Weg der Abtreibung, was im Umkehrschluss bedeuten würde, dass meine 20jährige Partnerschaft zu Ende gehen wird.

Seit zwei Wochen geht es mir nun nicht so gut und ich drehe mich mit meinen Gedanken nur im Kreis. Mit Profamilia habe ich schon gesprochen, bin auch dort nicht weitergekommen und meine Therapeutin (habe in unregelmäßigen Abständen noch Sitzungen) hat erst Ende November Zeit für mich.
Als ich heute das erste Ultraschallbild sah, habe ich gedacht „Oh, Gott. Das (ich tue mich schwer schon Baby zu sagen), kannst du doch nicht wegmachen lassen“. Aber dann gleichzeitig die Angst, „Schaffe ich die Mutterrolle?!“

Ich erhoffe mir daher, hier im Forum Entscheidungshilfen zu finden oder auch zu sehen, dass man/frau mit Depressionen es auch schaffen kann eine gute Mutter zu werden.

Es grüßt die
Grinsekatze

P.S.: Grinsekatze nenne ich mich deshalb, da ich nach außen die taffe, strahlende Frau bin, aber innendrin es bei mir eher ganz anders aussieht.

Christina
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Re: Bin die "Neue"

Beitrag von Christina » 08:11:2018 22:23

Hallo Grinsekatze,
Schön, dass du bei uns im Forum bist. Ich kann deine Zweifel sehr gut verstehen. Ich wollte vor 2 Jahren unbedingt ein Kind, da war ich auch schon 37. Jetzt nach der schlimmen PPD-Zeit und den ganzen Therapien, Gesprächen und Gedankenmachen würd ich mir wünschen ich hätte auch etwas mehr nachgedacht so wie du.

Gerade, wenn du nicht 100% ein Kind willst, wird es nach der Geburt vielleicht hart für dich werden. Die Umstellung von einem unabhängigen freien Leben, in dem man viel Zeit für sich hat, zu einem fremdbestimmten Babyalltag hat mich ehrlich gesagt schockiert. Und obwohl meine Tochter ein Wunschkind ist, vergeht eigentlich kein Tag, an dem ich mir nicht ein kinderloses Leben zurückwünsche. Wie wollt ihr die Zeit nach der Geburt organisieren? Traurige Realität ist ja leider, dass man als Frau das meiste zu schultern hat. Könntest du es aushalten, wenn die ganze Arbeit an dir hängen bleibt, obwohl dein Partner doch den größeren Kinderwunsch hatte? Auch mit Kind könnt ihr euch irgendwann trennen.

Manchmal muss man vielleicht auch einfach aufhören nachzudenken und es laufen lassen. Wie es sein wir mit Kind und wie du es finden wirst kann eh keiner wissen.
Seit Geburt meiner Tochter im Oktober 2017 an PPD erkrankt.
5 Wochen stationär ohne Kind
7 Wochen Mutter-Kind-Tagesklinik
Medis: Sertralin, Bupropion, Quetiapin, Progesteron in 2. Zyklushälfte
Psychotherapie

Juli 2018: Quetiapin wegen Restless Leg-Syndrom abgesetzt.

Aktuell: Leider wieder sehr wechselhaft.

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grinsekatze-hh
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Re: Bin die "Neue"

Beitrag von grinsekatze-hh » 09:11:2018 12:45

Hallo Christina,

vielen Dank für Deine Rückmeldung.

Ach, was Du Dir vielleicht zu wenig an Gedanken gemacht hast, mache ich mir vielleicht gerade zu viel ;-) Ich bin halt ein absoluter Kopfmensch.

In diesem Forum ist mir halt aufgefallen, dass alle den Kinderwunsch hatten. Ich glaube, mit 27 hatte ich mal wirklich den Wunsch „So, jetzt kann’s losgehen“. Aber da mein Mann zu dem Zeitpunkt noch im Studium steckte, hat der Kopf gesagt „nee, erstmal eins nach dem anderen“. Tja, dann ist der Wunsch irgendwie verschütt gegangen bzw. dieses Leben ohne Kinder hat halt auch seine Vorteile.

Bei uns wird es wohl ganz klassisch ablaufen. Ich ein Jahr zu Hause und dann Teilzeit wieder in den Beruf. Mein Mann überlegt gerade, ob er nicht auch 1-2 Jahre Teilzeit macht. Wir wollten uns hier noch mal zusammensetzen und das durchrechnen. Was ich sagen will, mein Mann ist da etwas aufgeschlossener. Dennoch gebe ich Dir Recht, dass die meiste Arbeit an mir hängen bleiben wird – und dieser Gedanke gefällt mir gar nicht….

Weil Du geschrieben hast, dass Du Dir ein kinderloses Leben zurück wünscht, darf ich Dich mal was fragen, was hoffentlich nicht böse rüber kommt. Wenn eine Fee (oder wer auch immer)Dir jetzt das Angebot macht, dass sie Dein Kind sofort mitnimmt und Du wieder Dein kinderloses Leben haben kannst, würdest Du das annehmen? Dein Mann wäre auch nicht sauer und die Großeltern haben auch nichts dagegen. Also so, als ob das Thema Kind nie existierte.
Würdest Du hier zugreifen?

Ich stelle mir diese Frage gerade selber. Eine Fee kann bei mir alles rückgängig machen. Keine Abtreibung beim Arzt, meine Ehe bleibt bestehen usw. Irgendwas hält mich jetzt ab zu sagen „Ja, mach“. Vielleicht insgeheim doch schon Muttergefühle?!

Grüße
Grinsekatze

Dian
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Re: Bin die "Neue"

Beitrag von Dian » 10:11:2018 23:35

Liebe Grinsekatze,

Ich bin frische 38 Jahre alt. Meine Töchter sind 4 und 1.
Beide Kinder sind das Ergebnis einer Kinderwunschbehandlung und damit Wunschkinder. Trotzdem, gerade nach meinem Zusammenbruch im April, wünsche ich mir ab und an mein kinderloses Leben zurück. Das geht aber nicht, denn dazu müsste ich meine Mädels angeben und das würde ich trotz aller Probleme niemals tun!
Vielleicht beantwortet das die Frage mit der Fee.


Und zum Thema Abtreibung ein paar ganz persönliche Worte.
Es tut mir so weh das zu lesen. Allein der Gedanke, dass jemand dieses "junge Leben" einfach "wegmacht", zerreisst mir das Herz.
Du bist gesegnet, weil du schwanger werden kannst.
Ja, vielleicht gibt es Gründe, die gegen ein Kind sprechen und ich habe kein Recht darüber zu urteilen aber 1. Ist es auch das Kind deines Partners und 2. Wäre doch eventuell auch Adoption oder Babyklappe eine Möglichkeit die Abtreibung zu umgehen.

Du scheinst ein starker Kopfmensch zu sein. Bedenke, dass auch viele schon an den Schuldgefühlen einer Abtreibung (das ist endgültig und nicht mehr ungeschehen zu machen), zerbrochen sind.

Ich wünsche dir nur das Beste und dass du gute und für euch richtige Entscheidungen triffst.
06/2014 Geburt der 1. Tochter - keine PPD
11/2017 Geburt der 2. Tochter
04/2018 Diagnose Belastungsstörung und PPD

aktuell 30 mg Mirtazapin und Gesprächstherapie

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grinsekatze-hh
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Re: Bin die "Neue"

Beitrag von grinsekatze-hh » 11:11:2018 15:07

Liebe Dian,

Ich danke Dir für Deine Rückmeldung.

Du wirst es nicht glauben, aber auch meine Schwangerschaft ist durch eine ICSI zu Stande gekommen. Mit Sicherheit kommt jetzt die berechtigte Frage, warum hat die das alles auf sich genommen, wenn sie gar nicht schwanger werden wollte und der Kinderwunsch eh nie so ausgeprägt war?!
Das waren mehrere Gründe:
- Ich hatte immer gehofft, dass dieser verschüttete Kinderwunsch (siehe vorherigen Beitrag) wieder hoch kommt. Irgendein Teil von mir wollte ja anscheint Mutter werden.
- Wenn keine Kinder, was dann im Leben?!
- Vielleicht auch Angst im Alter alleine zu sein. (Wir haben nur noch unsere Eltern und kein weitere Verwandtschaft. Ich weiß, es klingt sehr egoistisch)
- Hauptsächlich habe ich es meinem Mann zur Liebe getan. Wir hatte eine sehr schwere Krise und er hat alles daran gesetzt diese Ehe zu retten. Vielleicht wollte ich irgendwas zurückgeben und meinen Mann glücklich sehen?!

Ich weiß, dass klingt alles sehr abstrakt, egoistisch und für viele nicht nachvollziehbar. Dabei hat mir die ProFamilia Mitarbeiterin gesagt, dass es gar nicht so selten ist, dass Frau zur Abbruchberatung kommt, die durch eine Kinderwunschbehandlung schwanger geworden ist. Dies nur am Rande.

Jedenfalls weiß ich, egal was ich mache (Abbruch/Austragen), ich werde es bereuen.

Grüße
Grinsekatze

Nelli
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Re: Bin die "Neue"

Beitrag von Nelli » 12:11:2018 22:02

Hallo Grinsekatze!

Wir wollen ja immer EINE Lösung, aber der Mensch trägt so viele Möglichkeiten in sich.
Daher dieser, zunächst möglicherweise irritierende Satz für Dich:
Du kannst es bereuen, Mutter geworden zu sein UND zugleich Dein Kind lieben.
Denn es gibt da meines Erachtens zwei Dinge, die in Sachen Kind aufeinandertreffen:
Diese kleine Persönlichkeit und der große Pflegeaufwand.
Ich liebe mein Kind, immer mehr, will es nie mehr missen - aber es ist halt auch ein Fulltimejob,
der Dich echt schaffen kann. Du wirst dann eventuell bereuen, Deine alten Freiheiten aufgegeben
zu haben, aber das heißt noch lange nicht, dass Du Dein Kind selbst bereust.
Solltest Du Dich für das Kind entscheiden (hast Du ja eigentlich bereits), dann rate ich Dir,
Dir rechtzeitig, durchaus bereits im ersten Jahr, eine gute Tagesbetreuung zu suchen.
Jede Frau hat ihr eigenes Bedürfnis nach eigener Zeit, auch, um Ressourcen aufrecht erhalten zu
können. Bei mir ist das so, ich kann nicht den ganzen Tag mit Baby zu Hause hocken,
und das ist okay. Aber wenn wir zusammen sind, bin ich ganz für sie da.
Sie spürt das und ist total ausgeglichen.
Eine frühzeitige Betreuung (die auch fördernd ist) würde Dir Freiraum verschaffen, dennoch,
oder gerade deshalb, weil Du darauf achtest, kannst Du eine gute Mutter sein.
Der obige Satz will Dir sagen: widerstreitende Gefühle schließen einander nicht aus.

LG, Nelli

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grinsekatze-hh
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Re: Bin die "Neue"

Beitrag von grinsekatze-hh » 14:11:2018 18:53

Liebe Nelli,

vielen Dank für Deine lieben Zeilen, die mich sehr nachdenklich gemacht haben.

Ja, der Satz hat mich in der Tat irritiert, aber es ist wirklich was dran. Ich habe das jetzt mit meinen Katzen verglichen, die ich nachts um 3 Uhr bereue angeschafft zu haben (wenn sie sich quer durch die Wohnung jagen), aber missen möchte ich die Beiden auch nicht ;-) Ok, an dieser Stelle sei auch gesagt, dass Tiere nicht mit Kinder zu vergleichen sind und ich meine Katzen auch nicht als Kinderersatz sehe.

Ich habe auch daran gedacht, das Baby vielleicht schon vorzeitig, z. B. 1 x die Woche bei einer Tagesmutter anzumelden. Sowohl um für mich Kräfte zu tanken als auch, dass das Baby mit anderen in Kontakt kommt. Keine Ahnung, ob es so eine 1 x die Woche-Betreuung für Babys gibt.
Ich bin zwar auch ein Typ, der gerne mal zu Hause ist, aber tagtäglich zu Hause zu seien, könnte für mich auf Dauer auch zum Problem werden.
Das wären halt Punkte, die ich mit meinem Mann klären muss. Dann das weitere Problem ist, dass unsere Familie weiter weg wohnt und ich mit Unterstützung auch aufgrund des fortgeschrittenen Alters nicht mehr rechnen kann. Eher brauchen die in den nächsten Jahren unsere Unterstützung…

Und das ist einfach der Knackpunkt, dass ich Angst habe mein Kind, mein Mann, meine Eltern/Schwiegereltern irgendwann nicht mehr unterstützen kann. Auch wenn ich mir meine vorherigen Zeilen durch lese, denke ich auch schon: „Das Kind ist noch nicht da und du planst schon, wie Du es woanders unterbringen kannst“. Hier kommt halt meine Gedanken hoch: „Du musst funktionieren; Du darfst keine Hilfe holen, andere schaffen das doch auch; wo ist die glückliche Mutter“ usw.… Manchmal mache ich mir auch das Leben selbst schwer…

Grüße
Grinsekatze

Nelli
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Re: Bin die "Neue"

Beitrag von Nelli » 14:11:2018 22:45

Liebe Grinsekatze,

die Idee mit der Tagesmutter finde ich gut! Ich kenne Deinen Konflikt, aber sein Kind zu lieben
heißt schlußendlich, wenn möglich, auch, sich um sich selbst zu kümmern: Selbstfürsorge.
Einge gute Mutter zu sein ist nicht gleichbedeutend mit: Ich bin 24 Stunden lang für das Kind da.
Das heißt, natürlich bist Du es, auf Abruf, schon, aber die Unterstützung durch Tagesmutter, Freunde, Familie
ist von unschätzbarem Wert, wie ich finde. Du wirst es schaffen, aber Du musst es nicht alleine schaffen:
"Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf", lautet ein afrikanisches Sprichwort.
Und das ist wahr, Kinder profitieren auch von mehreren Bezugspersonen.
Meine Tochter ist, seit sie 6 Wochen alt ist, zwangsläufig, bei einer Tagesmutter, 6-8 Stunden.
Danach und am Wochenende oder wenn sie krank ist, kümmere ich mich um sie, das klappt auch super,
weil ich Kraft tanken kann. Dennoch bin ich momentan der wichtigste Mensch für sie, unsere Bindung
ist wunderbar. Ja, ich brauche diese Unterstützung, und ja, ich bin in der Lage, für mein Kind da zu sein.
Das Katzen-Beispiel ist gar nicht schlecht! Denn natürlich ist es wahnsinnig stressig, nachts aufzustehen,
etcetera, das ist ätzend! Nicht aber das Kind ist es, sondern die Umstände.

LG Nelli

Christina
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Re: Bin die "Neue"

Beitrag von Christina » 15:11:2018 0:41

Hallo Grinsekatze,

Ich seh das auch wie Nelli, man kann Mutter sein ... finden, aber sein Kind trotzdem lieben (auch wenn mich meine Tochter oft in den Wahnsinn treibt). Ich wäre vielleicht lieber ein Vater... relativ normal weiterleben und trotzdem ein Kind haben. Geht bei Männern ja meistens.

Und über die Fee habe ich lange nachgedacht: ich glaub ich würd sagen „flieg zu jemand anderem, ich behalt meine Maus“. Weil wenn ich sie ansehe und daran denke, dass ich für sie ja gerade die wichtigste Person auf der Welt bin und ich ihrem Herzen eine Heimat gebe, dann treibt es mir echt die Tränen in die Augen. So wichtig wie meine Mama für mich, werde ich für sie sein?!? Unglaublich...aber ich will alles dafür tun, dass sie sich geliebt und gewollt fühlt. Das ich ne PPD hatte und generell alles zerdenke, dafür kann sie nichts.
Seit Geburt meiner Tochter im Oktober 2017 an PPD erkrankt.
5 Wochen stationär ohne Kind
7 Wochen Mutter-Kind-Tagesklinik
Medis: Sertralin, Bupropion, Quetiapin, Progesteron in 2. Zyklushälfte
Psychotherapie

Juli 2018: Quetiapin wegen Restless Leg-Syndrom abgesetzt.

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grinsekatze-hh
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Re: Bin die "Neue"

Beitrag von grinsekatze-hh » 18:11:2018 20:38

Liebe Nelli,
Liebe Christina,

vielen, vielen Dank für Eure lieben Zeilen.

Ich hatte mir ein paar Tage Internetverbot zu diesem Thema erteilt, da sich meine Gedanken immer im Kreis gedreht hatten. Morgen habe ich dann ein Gespräch mit einer Therapeutin. Hoffentlich komme ich dann langsam zu einer Entscheidung.

Ich wünsche Euch Beiden alles Liebe und Gute. Ihr seid schon tolle Frauen und liebevolle Mütter.

Grüße
Grinsekatze

Nelli
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Re: Bin die "Neue"

Beitrag von Nelli » 19:11:2018 0:16

Liebe Grinsekatze,

mir fällt noch etwas ein: Ich glaube, Du siehst die ganze Sache durchaus realistisch:
Ein Kind zu haben ist eine große Kraftanstrengung, auch ohne Depression oder dergleichen. Punkt.
Jedem, der dies verneint, schenke ich keinen Glauben - natürlich fällt es manchen leichter als anderen.
Diese realistische Sicht ist von Vorteil, denn Du machst Dir keine Illusionen. ABER: Das muß nicht im Widerspruch zum Kind
stehen. Denn Du hast die Möglichkeit, vorab zu planen: Tagesmutter, Elternzeit...
Du musst nicht Krabbelgruppen oder Musikgartenkurse besuchen, Babyyoga... mußt Dich nicht Tag und Nacht alleine
um das Kind kümmern...Du musst auch nicht stillen! Das kann sicher ganz wunderbar sein, aber
auch Flaschenkinder sind glücklich - und Du bist unabhängiger betreffs Betreuung, Dein Mann kann
das Kind auch nähren und wird darüber auch mehr mit einbezogen. Indem Du dir diese Gedanken machst,
arbeitest Du nicht gegen, sondern für das Kind. Du wirst Deinen eigenen Weg gehen können.
Nichtsdestotrotz: Gleich, welche Entscheidung Du triffst, Du machst es Dir nicht leicht, das zählt.
Wobei ich Dians Worte auch gut finde.

Alles Gute für morgen!

Nelli

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