Seit längerem Mal wieder ein Tief

Austausch persönlicher Erfahrung mit der Depression/Psychose vor und nach der Geburt

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Marika
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Re: Seit längerem Mal wieder ein Tief

Beitrag von Marika »

Hallo Liebes!

Das tut mir sehr leid, lass dich mal fest drücken! Wahrscheinlich ist es alles zusammen: zuviel Stress und dann fehlt die AD Stütze. Ich kenne das. Vor Jahren habe ich auch mal ganz abgesetzt und war sogar 9 Monate ohne AD. Aber schleichend kamen die Symptome wieder, ich habe lange gewartet, obwohl ich nach 3 Monaten schon leichte erste Anzeichen hatte.

Sehr gut, dass du deinen Arzt kontaktierst. Solltest du wieder mit Sertralin beginnen, ist die Einschleichphase oft milder, vorallem weil es noch gar nicht lange her ist, dein Körper kennt den Wirkstoff noch. Ich habe damals beim Wiederbeginn nur etwas Müdigkeit, leichte Kopfschmerzen und etwas weniger Appetit gehabt. Allerdings hatte ich Escitalopram. Dein Arzt könnte dir auch ein Begleitmedikament dazu verschreiben, dass könnte dir Sicherheit geben. Viele haben ja Promethazin, das hilft schnell und macht nicht abhängig.

Liebes, das wird wieder, du wirst das Richtige und Nötige tun. Lass mal hören, was der Arzt gesagt hat. ❤️
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
alibo79
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Re: Seit längerem Mal wieder ein Tief

Beitrag von alibo79 »

Hallo Sternschnuppe
Ich freue mich von dir zu hören. Auch wenn es dir aktuell nicht so gut geht, ist es schön, dass du dich hier meldest.
Ich würde jetzt nicht direkt in Panik verfallen und eigentlich hast du es ja auch schon ganz richtig entschieden, dass du deinen Arzt kontaktierst. Vielleicht ist es nur ein tief, was ich jetzt meldet, aufgrund dieser ganzen stressigen Momente in den letzten Wochen. Wir haben halt eine Waage, die sehr schnell ins negative ausschlagen kann. Wenn Dinge nicht zu laufen, wie sie sollen oder zu viel Stress ist. Wo andere Menschen das viel besser ausbalancieren können, schlägt bei uns das zünglein schnell ins negative. Gerade, wenn das Antidepressivum nicht mehr zusätzlichen Schutz oder gegenGewicht bietet, Gerät die Waage aus dem Gleichgewicht.
Du kennst das ja aus den vorherigen Tiefs, was dir hilft um wieder in die Balance zu kommen. Das hast du damals auch sehr gut geübt und kannst es sicher anwenden.
Ich glaube in deinem Kopf ist gerade sehr viel Panik und Schiss und auch schon diese große Blase mit den Gedanken, Was ist, wenn dies oder jenes eintritt. Aber soweit bist du noch gar nicht. Versuche erstmal Schritt für Schritt die einzelnen Punkte abzuarbeiten. Wie arztgespräch , selbstfürsorge und bei Bedarf die Medikamente wieder einnehmen. Und genau wie Marika schreibt, nimm einen bedarfsmedikament .dafür sind sie da! Und dann wirst du auch schnell wieder ins Lot kommen.
Übrigens, als ich meine Medikamente wieder eingeschlichen habe, habe ich davon auch nichts gemerkt , minimal Müdigkeit, aber alles nichts was dramatisch ist!!
Gib uns bitte Bescheid was der Arzt gesagt hat und wie es dir in den nächsten Tagen geht ❤️❤️
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
Sternschnuppe2023
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Re: Seit längerem Mal wieder ein Tief

Beitrag von Sternschnuppe2023 »

Ich danke euch so sehr für eure mutmachenden Worte, Marika und Albio 💚.
Seit meinem ersten Tag hier im Forum habt ihr mir immer wieder Hoffnung geschenkt.
Ich habe heute Mittag mit meinem Arzt gesprochen. Er meinte, wenn der Stress bei mir zu groß wird, reagiert mein System mit diesen Symptomen und wenn einwas zu viel dazu kommt, auch mit diesen Befürchtungen.
Er meinte, dass ich ja noch das Mirtazapin nehme, dass ja auch Antidepressiv wirke. Und dass ich alle Anforderungen, außer meinen Sohn, erstmal zurückfahren solle. Und schauen soll, wie es mir dann geht und vorallem auch erstmal den Infekt abwarten soll. Er würde jetzt erstmal nicht wieder mit Sertralin einsteigen. Wir haben einen Termin für den 18.06. ausgemacht, wo wir dann nochmal schauen wollen.
Ich war jetzt zwei Tage krankgeschrieben und dann habe ich nach morgen auch bis zum 15.06. Urlaub und habe als Anforderung "nur" die Beteuerung meines Sohns. Ich hoffe dann finde ich wieder etwas in die Ruhe. Aber ja, es ist eher die Panik, dass es wieder in dieses nicht schlafen können gehen könnte oder diese dauernde Unruhe. Heute war es etwas besser, als gestern.
Habt ihr manchmal auch noch Tiefs? Bzw. Alibo, du Angst vor dem nicht schlafen oder der Unruhe?
Liebe Grüße
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