Nach über 3 Jahren ein Tief

Austausch persönlicher Erfahrung mit der Depression/Psychose vor und nach der Geburt

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alibo79
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Re: Nach über 3 Jahren ein Tief

Beitrag von alibo79 »

Guten Morgen. Ich kann deinen Gedanken durchaus nachvollziehen. Und ich glaube dadurch, dass meine Kinder viel größer sind und meine Krankheit Phasen auch schon länger zurücklegen, habe ich mehr Abstand zu diesem Thema. Denn auch bei mir stand im Raum ob es nur eine Depression ist, denn mein Psychiater sagt, dass er bei mir auch manchmal leichte manische Züge sehen würde. Und genauso wie bei dir wurden verschiedene Medikamente kurz ausprobiert und unter citalopram, mit dem es mir sehr sehr schlecht ging , inklusive Suizid Gedanken. Die vielleicht sonst auch da waren aber mit diesem Medikament sich extrem aufgedrängt haben und auch die Vorstellung meine Kinder los werden zu wollen(Gewalt Vorstellungen)weil dieser Zustand so unerträglich war.
Natürlich kann man da Verbindungen herstellen und sich vergleichen. Trotzdem musst du immer sehen, dass du eine eigene Person bist mit deiner eigenen Geschichte und deine eigenen Krankheit. Und es gibt mit Sicherheit Ganz viele psychisch kranke Menschen, die ähnliche Geschichten erlebt haben, lange krank waren, wo viel ausprobiert wurde und die trotzdem keine Menschen getötet haben. Das ist nämlich der große überwiegende teil. Dieser Fall ist traurig, aber nur ein kleiner bruchteil von allen psychisch kranken Menschen auf der Welt.
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
alibo79
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Re: Nach über 3 Jahren ein Tief

Beitrag von alibo79 »

Bei mir wäre es eine Einordnung in bipolar 2 würde ich sagen
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
Sarash
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Re: Nach über 3 Jahren ein Tief

Beitrag von Sarash »

Ja, dass stimmt wohl, Alibo! Es gibt viele mit diesen Erkrankungen und bei den meisten geht es gut. Ich hatte in meinen schlimmsten Zeiten keine Gewaltfantasien, aber durchaus Fantasien, meinen Mann und meine Tochter zu verlassen.

Sara, ja klar, kannst gerne fragen. Nach der Geburt hatte ich eine Phase, wo ich mich ungewöhnlich angstfrei gefühlt habe. Ich habe auch ziemlich viele Unternehmungen im Wochenbett (mit Baby natürlich) gemacht und wollte mich auf gar keinen einschränken lassen. Danach kippte ich in eine schwere Depression. Dieser Zustand hielt aber von März - Oktober an, was sehr lange für eine hypomane Phase wäre. Außerdem brauchte ich in der ganzen Phase immernoch viel Schlaf, habe nicht schnell geredet oder rasende Gedanken gehabt etc,‚weshalb meine Psychologin und auch meine Psychiaterin im Nachhinein keine Diagnose stellen würden. Aber dieses „vielleicht“ macht mich schon etwas verrückt..
10/2024: PPD/PTBS
10 mg Escitalopram + 15 mg Mirtazapin
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