Re: Neu hier mit 2. PPD und auf der Suche nach Hoffnung
Verfasst: 09:02:2026 16:26
Ich hatte auch ein sehr schreckliches morgentief. Es war manchmal extrem hart aufzustehen und den Tag zu beginnen. Manchmal wollte ich einfach nur liegen bleiben. Bloß dann war es so, dass mich meine ganzen negativen Gedanken eingeholt haben und dadurch, dass morgen tief noch verstärkt wurde. Bei mir war es so, dass ich morgens und abends immer alleine war, da mein Mann arbeiten ist und er das Haus meist um 6 Uhr verlässt. Es gab bei mir also gar keine andere Möglichkeit als alleine für die Kinder zu sorgen, anziehen und z.b für kindergarten oder Schule fertig zu machen. Damals in der postpartalen Depression, wo ich in der Klinik war, ist meine Mama jeden Abend gekommen und hat mir geholfen die Kinder bettfertigt zu machen. Abendbrot zubereiten und war dann für eine Stunde ca. Bei mir, bis mein Mann von der Arbeit zurückgekommen ist.
Dass ich alleine mit den Kindern war, empfand ich natürlich als wahnsinnig anstrengend und belastend. Aber es hat im gleichen Augenblick auch viel Struktur gegeben. Wie bei Marika entstand dadurch ein straffer tagesplan, an dem ich mich quasi durch den Tag hangeln konnte. Und was bei mir auch dazu kommt, ist, dass ich den Vorteil habe, dass mein Mann Landwirt ist und dadurch schon greifbar und in der Nähe war. Das heißt ich war zwar alleine mit den Kindern aber ich wusste im Notfall packte ich die Kinder ein und ging zu meinem Mann rüber in den kuhstall und war so nicht alleine. Das hat mir wahnsinnig geholfen, dass ich nicht das Gefühl hatte Ich bin alleine, sondern es ist irgendeine Person im Hintergrund da. Was ich auch noch gemacht habe, dass ich meine Schwiegermutter gefragt habe, ob es womöglich wäre Wenn sie Mittagessen macht, eine größere Portion kocht, so dass wir mit essen können. Das war für sie nicht viel extra Arbeit, da sie sowieso gekocht hat. Und für mich hieß es, dass ich mich mit den Kindern an einen gedeckten Tisch setzen durfte und einfach Essen bekommen habe. Dieses System haben wir bis heute ein wenig beibehalten. Zwar nicht mehr jeden Tag, aber wenn ich arbeiten bin, ist ganz oft extra Essen gemacht, dass ich mitnehmen darf in unseres Haus oder die Kinder kommen von der Schule und können sich bei der Oma an den Tisch setzen und essen. Ich gebe zu, das genieße ich sehr. Und im Gegenzug koche ich dann mehr essen und gebe etwas ab oder backe am Wochenende einen Kuchen den sie bekommt.
Du siehst, es gibt viele Möglichkeiten für kleine entlastungen im Alltag.
Ich denke, es ist okay, wenn du dir morgens etwas Zeit für dich gönnst, aber genauso wichtig ist es, den Tag zu beginnen, denn in der Regel verfliegt das morgen tief durch Aktivierung des Körpers, also Bewegung, frische Luft, etwas essen und trinken und den Tag beginnen, auch wenn es schwer fällt. Ich habe das hier schon häufiger geschrieben, dass ich richtig im Gehirn merken konnte Wenn das morgen tief zurückgeht und meist zwischen 10 Uhr und 11 Uhr wurde das Gehirn von mir aktiv und das morgen tief löste sich auf.
Dass ich alleine mit den Kindern war, empfand ich natürlich als wahnsinnig anstrengend und belastend. Aber es hat im gleichen Augenblick auch viel Struktur gegeben. Wie bei Marika entstand dadurch ein straffer tagesplan, an dem ich mich quasi durch den Tag hangeln konnte. Und was bei mir auch dazu kommt, ist, dass ich den Vorteil habe, dass mein Mann Landwirt ist und dadurch schon greifbar und in der Nähe war. Das heißt ich war zwar alleine mit den Kindern aber ich wusste im Notfall packte ich die Kinder ein und ging zu meinem Mann rüber in den kuhstall und war so nicht alleine. Das hat mir wahnsinnig geholfen, dass ich nicht das Gefühl hatte Ich bin alleine, sondern es ist irgendeine Person im Hintergrund da. Was ich auch noch gemacht habe, dass ich meine Schwiegermutter gefragt habe, ob es womöglich wäre Wenn sie Mittagessen macht, eine größere Portion kocht, so dass wir mit essen können. Das war für sie nicht viel extra Arbeit, da sie sowieso gekocht hat. Und für mich hieß es, dass ich mich mit den Kindern an einen gedeckten Tisch setzen durfte und einfach Essen bekommen habe. Dieses System haben wir bis heute ein wenig beibehalten. Zwar nicht mehr jeden Tag, aber wenn ich arbeiten bin, ist ganz oft extra Essen gemacht, dass ich mitnehmen darf in unseres Haus oder die Kinder kommen von der Schule und können sich bei der Oma an den Tisch setzen und essen. Ich gebe zu, das genieße ich sehr. Und im Gegenzug koche ich dann mehr essen und gebe etwas ab oder backe am Wochenende einen Kuchen den sie bekommt.
Du siehst, es gibt viele Möglichkeiten für kleine entlastungen im Alltag.
Ich denke, es ist okay, wenn du dir morgens etwas Zeit für dich gönnst, aber genauso wichtig ist es, den Tag zu beginnen, denn in der Regel verfliegt das morgen tief durch Aktivierung des Körpers, also Bewegung, frische Luft, etwas essen und trinken und den Tag beginnen, auch wenn es schwer fällt. Ich habe das hier schon häufiger geschrieben, dass ich richtig im Gehirn merken konnte Wenn das morgen tief zurückgeht und meist zwischen 10 Uhr und 11 Uhr wurde das Gehirn von mir aktiv und das morgen tief löste sich auf.