Glück und Leid-meine "Geschichte"

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Kätzin

Glück und Leid-meine "Geschichte"

Beitrag von Kätzin »

Hallo zusammen :-)

Als erstes möchte ich mich schon mal ganz herzlich bei Siggi bedanken, für den netten E-Mail Kontakt, DANKE!

Immer schwierig einen Anfang zu finden, ich lege einfach mal los.
Habe hier schon ein bisschen Zeit verbracht und konnte mich ein wenig einlesen, es ist schön zu wissen das man nicht alleine ist!

Okay, dann gehts los: Unsere Tochter ist jetzt 15 Wochen alt, ich bin 28., da mir beim Anmelden kein anderer Nickname eingefallen ist kam ich auf den Namen Kätzin, höre aber auch gerne auf Tina :-). Vor 3 Wochen hatte ich dann abends eine starke Panikattacke, weil mir mal wieder alles so fremd vor kam, vor allem meine Tochter und das hat mich richtig runtergezogen. Zum Glück hat unsere Maus an diesem Abend recht früh geschlafen und auch sehr lange, und die Nacht durch.
Es war so heftig das ich meinen Mann an diesem Freitag dann gebeten habe nicht zur Arbeit zu fahren.
Mein Mann und ich sind 7 Jahren zusammen, davon 5 glücklich verheiratet. Trotz allem...

Ich muss ein wenig ausholen, da mir die Fremdheit eben nicht ganz fremd ist. Ich hatte vor knapp 5 Jahren das erste mal eine Panikattacke, bin einfach aus dem Schlaf hochgeschreckt, war panisch, musste mich übergeben wusste nicht wo mir der Kopf steht.
Ich bin am nä. Tag auch gleich zu meinem HA weil ich wusste, da stimmt was ganz und gar nicht. Also alles körperliche wurde dann auch ausgeschlossen, ich bekam Antidepresiva verschrieben und eine Überweisung zum Psychiater.
Es ging wieder stetig bergauf, auch wenn es harte Wochen waren, und ich die Tabletten auch noch bis in den 5. Schwangerschaftsmonat genommen habe.
Ich war gerade dabei sie endlich auszuschleiche, dann kam die Diagnose, dass mein Schwiegerpapa letztes Jahr im August an Leberkrebs erkannt ist, im September ist er dann verstorben.
Und bei mir gings wieder richtig bergab. Wieder öfter bei meinem Psychiater gesessen, Tabletten wieder erhöht.
Dann kam der positive Schwangerschaftstest. Ich konnte mich erst nicht so richtig freuen, dachte: Jetzt bekommt mein Baby eine depri Mama... aber da wir eben auf Grund der Antidepresiva eine Schwangerschaft immer weiter "verschieben" mussten/wollten(es geht ja auch mit Antidepr.), war es alles in allem eine definitiv gewollte Schwangerschaft. Zu diesem Zeitpunkt gings mir halt einfach wieder schlechter.
Ich hab dann auch Ende Februar einen ganz lieben und tollen Therapeuten gefunden. Durch ihn konnte ich auch endlich die Schwangerschaft anfangen geniessen, er stand und steht mir immer hilfreich zur Seite, dass beruhigt immer ein wenig. Ich kann es auch wirklich jedem nur empfehlen, es zumindest zu versuchen, einen Therapeuten in Anspruch zu nehmen. Klar ist es bestimmt nicht für jeden was...aber manchmal kann es auch schon helfen, einfach nur verstanden zu werden.

Jedenfalls bin ich seit dieser besagten Panikattacke wieder richtig am Boden, ich habe Angst mit der Maus alleine zu sein, würde sie meinem Mann am liebsten sofort in die Arme drücken wenn er nach Hause kommt...sie ist mir so fremd...und doch habe ich Momente wo ich diese Liebe für sie spüre...dann aber wieder denke ich: NEIN, ich mag jetzt nicht schon wieder nur lachend durch die Gegend laufen, Windel wechseln, alleine wenn ich schon merke das sie wach wird, befällt mich Panik. Wenn ich höre das mein Mann, wenn er sie nimmt und sagt: Schatz leg dich bisschen hin ruhe dich aus, wieder mit ihr rüber kommt weil sie hunger hat und gestillt werden möchte, zieht sich mir der Magen zusammen...das tut so verdammt weh. Ich weiss das ich das nicht möchte, und kann doch nichts dagegen tun. Ich schaffe auch jeden Tag mit ihr, aber im Moment merke ich wie es immer schlimmer wird. Und ich will die Tage nicht schaffen, ich will sie geniessen können und Freude daran haben. Ich habe auch kein Schreikind oder sonstiges...sie ist wahrhaftig ein Engel, dass weiss ich auch.
Mein Therapeut meint, wir müssen rausfinden wo dieses Angst konkret herkommt und diese Fremdheit. Wir gehen auch schon ein paar Spuren nach, aber es ist so verdammt hart! Ich muss JETZT für meine Tochter da sein und nicht dann wenn ich grade mal wieder ne gute Phase habe...habe hier auch schon gelesen von diesen schrecklichen Gedanken, seinem Kind gegenüber, auch davon kann ich ein Lied singen... :-( auch wenn ich es nie könnte, es macht einem solch eine Angst, dass man nur noch davon laufen möchte.

Momentan stehe ich unter Dauer-Angst...nur Angst, Angst, Angst...es ist so lähmend und doch funktioniere ich noch.
Werde auch morgen zu meinem Psychiater gehen, vielleicht ist es doch an der Zeit sich wieder medikamentös unterstützen zu lassen, denn so ist das nur ein Kampf. Habe nur ein schlechtes Gewissen da ich voll stille, aber auch gelesen das es da auch Möglichkeiten gibt?!

Ohje das ist alles ganz schön durcheinander, würde mich dennoch über eine Antwort freuen und wenn noch was unklar ist, bitte einfach fragen.

Eine verzweifelte Tina alias Kätzin
Sabrina M.

Beitrag von Sabrina M. »

Liebe Tina,

ich möchte Dich ganz herzlich bei uns WILLKOMMEN heißen und Dir gleich mit auf dem Weg geben: Hier wirst du verstanden und unterstützt. DU BIST NICHT ALLEIN!

Vieles was Du geschrieben hast kommt mir sehr bekannt vor. Auch ich leide unter einer Angststörung und habe diese schrecklichen Gefühle, wenn ich mit meinem Kleinen allein bin. Dank dem AD und einer guten Therapeutin geht es langsam vorwärts.

Du hast auf jeden Fall schon viel für Dich getan. Ich denke auch, dass es eine gute Idee ist, zum Psychiater zu gehen. Es wird wirklich einfacher mit einem AD diese schwere Zeit zu meistern.

Aber: ES WIRD BESSER, DASS KANN ICH DIR SAGEN.

Fühl Dich umarmt ...
tasi

Beitrag von tasi »

liebe tina..
herzlich willkommen..
du wirst sehen.. du bist nicht allein mit diesem problem.. manchmal hilft es ein stückchen das zu wissen..
was du beschreibst kenne ich sehr gut und vielen anderen hier geht es ähnlich..
mein sohn ist übrigens nur 2 wochen älter als deine kleine maus..
einen wichtigen schritt hast du schon gemacht! du hast dir hilfe gesucht... das ist ganz toll.. ohne hilfe geht das meist nicht!! und auch medikamente können da eine wahre stütze und wichtiger teil des weges sein..
ich stille ebenfalls voll.. also seit gestern gibt es mittags ein bisschen brei.. aber mein spatz nimmt partout keine flasche und so stille ich weiterhin.. mit AD!!! nehme mirtazapin und citalopram.. beide medis sind in der stillzeit möglich.. es gibt auch noch andere mit denen man stillen kann..
man muss da immer nutzen und risiko abwägen.. wenn du also ein AD brauchst und stillen möchtest ist das möglich.. verzichtest du aber auf das medikament weil du stillen möchtest und es geht dir weiter immer schlechter hat doch niemand was davon - im gegenteil..
es ist wichtig, wieder licht am ende des tunnels zu sehen..
und du wirst das schaffen!

berichte doch gern weiter was du mit deinem psychiater morgen besprochen haben wirst..

liebste grüße
tasi
Kätzin

Beitrag von Kätzin »

Danke Euch Beiden für die Antwort und den Zuspruch.
Im Moment ist es wirklich schwer Licht zu sehen, denn man macht und tut und es wird doch schlimmer.
Muss auch dazu sagen, dass seit Mittwoch Nacht mein Papa mit einem leichten Schlaganfall im KH liegt und ich denke das mein Unterbewusstsein das doch nicht so toll fand. (Ich hab es eigentlich recht gefasst aufgenommen, meine Familie verbindet ein starkes Band, also auch dort finde ich immer volle Unterstützung, genau wie bei meinem Mann).

Ich war Mittwoch auch noch bei meinem Theri, jetzt geh ich da schon seit Ende Feb. hin und konnte mich aber jetzt das 1. Mal wirklich öffnen, so kannte ich mich selbst nicht.
Vielleicht arbeitet das Ganze jetzt auch wieder?! Wenn ich mir überlege, mit was ich da am Anfang bei meinem Theri aufgekreutzt bin...also ich kann Euch auch in Gewisserweise Mut machen :-) ich kann wieder mit Messern und Scheren normal umgehen ohne zu denken mich damit verletzten zu müssen.
Aber das jetzt mit meiner Maus macht ich echt so was von fertig!!!
Es ist, als würde ich mir immer wieder einen anderen "Kanal" suchen. Geht eine Tür zu, geht die nä. wieder auf...das ist so anstrengend.

Ich merke auch grade wieder wie mir alles andere schwer fällt. Am liebsten will ich nur sitzen und gar nix machen, allem aus dem Weg gehen.
Bestes Beispiel: Mein kleiner Schatz ist eben wach geworden, ich dachte wieder...NEIN bitte schlaf weiter ich will nicht aufstehen mit dir rum laufen, schlaf einfach weiter...sie macht die Augen auf, lacht mich an, wird unruhig, weint...und ich lauf mit ihr rum...oh man...

Kennt ihr das auch mit dieser Fremdheit? Habt ihr das "nur" Euren Kindern gegenüber, oder auch Euch selbst, eurer Umgebung? Das macht mir immer so viel Angst...
Mein Mann saß vorhin mit der Kleinen auf dem Schoß da und beide haben Mama beim Wäsche aufhängen zugeschaut...als ich mich dann wieder zu ihnen umdrehte...dachte ich vorher schon: Sitzt da jetzt wirklich mein Mann und mit MEINEM Kind auf dem Schoß...kennt ihr solche komischen Gedanken?

Ich werde Euch darüber gerne berichten, selbstverständlich, ich möchte hier auch gerne Mut machen :-))) vor allem: Holt Euch Hilfe, dass ist so imens wichtig!
Auch wenn ich selbst gerade etwas hilflos wirke, hab ich immer im Hinterkopf, wenns gar nicht mehr geht, kann ich sofort meinen Theri kontaktieren.
Hab trotzdem ein bissl bammel vor morgen, da er das letzte Mal schon so komisch reagierte, als ich fragte ob meine verstärkte Migräne (das ist übrigens mein einziges Kindheitstrauma, meine Migräne, mit Ausfallserscheinungen, Sprachstörung ect..) vom erhöhen der AD (Paroxat) kommen kann. Da meinte er nur: Ja Teufel oder Beltze Bub...
Aber die kam dann scheinbar von der Schwangerschaft, was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste.

Übrigens, dass hatte ich ganz vergessen: Meine Schwangerschaft verlief bis auf die bestehenden Depris/Angststörung ohne Komplikationen, nur die Nachgeburt musste im OP rausgeholt werden.
Aber ehrlich gesagt ging die Angst schon am 3. Tag los im KH, da kam mir meine Maus plötzlich schon so fremd vor, ich dachte dann: Komm, dass geht vorbei!
Ich denke habs nur unterdrückt :-(

Fühlt Euch auch gedrückt und habt einen schönen Abend!
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Marika
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Beitrag von Marika »

Hallo Kätzin,

willkommen bei uns - vielen Dank für deine Geschichte, ich hoffe wir können dir hilfreich zur Seite stehen!

Frage: Nimmst du dein AD noch? Und wenn ja - in welcher Dosis?

Zur Mirgräne: Ich hatte diese auch ganz stark in der Pubertät - ebenfalls mit Lähmungen und Sprachstörungen, sowie Erbrechen - halt das volle Programm. Dananch war ich generell anfällig für Kopfweh, das hat sich mit meinem AD zum Großteil gelegt. Hast du jetzt wieder Mirgräne?

Der Spruch "Teufel oder Belzebub" - find ich auch etwas komisch: Ist dein Thera negativ dem AD gegenüber eingestellt?

Meine PPD ist schon 7 Jaher und für mich war meine 2,5 jährige Therapie und da AD DIE Heilung. Heute nehme ich noch eine kleine Dosis meines AD´s, da die Therapie nicht alles richten konnte, mir aber doch 2/3 meines AD´s erspart hat. Für mich ein großer Erfolg, da mein Hauptsymptom Zwangsgedanken waren und diese zu therapieren recht langwierig und nicht immer leicht sind.

Da es dir im Moment so schlecht geht, wäre es wichtig zu wissen wie es gerade mit deinem AD ausschaut. Denn es ist nachgewiesen das Therapie UND AD die besten Erfolge erziehlen. Ich wäre ohne AD gar nicht fähig gewesen in der Therapie zu arbeiten!

Das Gefühl der Fremdheit des eigenen Babys kenne ich auch aus meiner ganz schweren Anfangszeit. Ich habe ihn zwar versorgt und alles getan, aber er mein Sohn war mir fremd - das ist ein ganz typisches Symptom, das ganz viele Frauen hier haben. Dieses Gefühl verging aber mit der Zeit immer mehr - dank Therapie und eben AD.

Viele Fragen gell, hoffe es war nicht zuviel! :wink:
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Wolke

Beitrag von Wolke »

Liebe Tina!
Ich wollte damals auch keine AD nehmen weil ich voll gestillt habe. Meine Psychiaterin hat gesagt dass es mit AD nicht möglich ist zu stillen, was mich noch tiefer ´runtergzogen hat. Heute weiß ich: es ist sehr wohl möglich, unter AD zu stillen! Also falls dir auch so etwas passieren sollte und du dich dann nicht traust, AD zu nehmen, würde ich dir raten, eine 2.Meinung einzuholen und einmal auf Embryotox.de nachzusehen, da findet man auch gute Infos ob das jeweilige AD "stillverträglich" ist. Es gibt hier sehr viele Frauen, die von Psychiatern berichten, die ziemlich "engstirnig" sind was das betrifft. Ich möchte keine Werbung für AD machen, aber wie Marika schon sagt: Wenn es jemandem so schlecht geht sollte man diese Möglichkeit in Betracht ziehen, das nützt Mutter und Kind eher als nichts zu tun. Ich hatte furchtbare Monate hinter mir, weil ich mich gegen AD entschieden habe, und würde das heute nie mehr tun! Dicken Drücker für dich!
Kätzin

Beitrag von Kätzin »

Guten Morgen Ihr Lieben :-)

Mir ging es gestern schon besser nachdem ich mich hier mal "ausheulen" durfte und jetzt habt Ihr meinen Tag auch wieder etwas heller gemacht, dafür danke ich Euch schon jetzt :-)

Marika, ich nehme seit dem 5. Schwangerschaftsmonat keine ADs mehr, hatte davor noch 5mg ein über den anderen Tag genommen (also Mo., 5mg, Die. keine, Mi., wieder 5mg) war also nur noch gering.
Angefangen vor knapp 5 Jahren hatte ich mit 30mg...

Die Migräne kam gleich mit voller Wucht, nach dem ich eine Woche zu Hause war vom Krankenhaus. Naja also nicht soooooo schlimm wie früher "nur" Sehstörung, total platt, Kreislauf, und starke Kopfschmerzen.
Ja das ist so ein Mist mit der Migräne, begann bei mir auch in der Pubertät :-(

Der Spruch kam nicht von meinem Theri, sorry kam bissl falsch rüber, sondern vom Psychiater selbst...
Er hat mir auch gleich gesagt, dass ich die Paroxat keinesfalls in der Stillzeit nehmen darf....während der SS durfte ich aber...naja man muss nicht alles verstehen.
Aber all zu viel hält mein Theri von den Medis nicht das weiss ich, aber er hat mir nie nen Vorwurf gemacht als ich sie noch genommen hab, oder schlecht darüber gesprochen, er meinte dann nur als ich sie nicht mehr genommen habe: Sehr gut Frau XY, die brauchen Sie auch nicht!!!

Ich denke einfach auch das ich im Moment Beides brauche, da mir die Therapie zwar hilft, aber eben nicht JETZT, ich weiss das auch die Medis Wirkzeit haben, aber man kann es absehen.

Das freut mich so sehr für dich, dass du jetzt mit so wenig Medis und Dosen auskommst!!! Der Kampf lohnt sich also!!!

Liebe Wolke, ich hoffe das ich auf die 2. Meining verzichten kann, sehe da aber auch eher schwarz :-(
man will eben auch nix falsch machen und quält sich dann lieber...

Muss erst Mal zum Ende kommen, die Maus mag bissl Gegend erkunden :-) Und ich werde mich wohl rausquälen bei dem schönen Wetter.

Drück Euch ganz feste Tina
Kätzin

Psychiater Besuch

Beitrag von Kätzin »

Also Ihr Lieben,
komme gerade von meinem Psychiater, so lief es ab:

Ich habe Ihm erzählt was im Moment so bei/in mir los ist. Er meinte das dass natürlich durchaus passieren kann, nach einer SS, dass da auch durchaus die beste Therapie einem erst mal nicht weiterbringen kann.
Nur das er noch nie jemanden da hatte, der dann trotz stillen AD nehmen möchte.
Ich habe ihm dann auch gesagt, dass ich gerne drauf verzichten würde, aber das dass im Moment kein Zustand ist, vor allem meiner Tochter gegenüber, dass ich es langsam nicht mehr verstecken kann, wenn meine Panickattacken mich übermannen. Er sagte dann: Das müssen Sie auch auf keinen Fall aushalten!
Er hat sich dann voll reingekniet. Hat einen Ordner geholt, da war dann ein Büchlein drin, hab extra geschaut was drauf stand:

Bipolare Störung
Kinderwunsch
Info für Ärzte
Daraus hat er mir dann vorgelesen: ...keine nachweisbaren Spuren sowohl in der Muttermilch als auch beim Kind gefunden...

Rote Liste:
...geringer Nachweis bei einem 5 Tage alten Säugling...
Medikament: Paroxetin

Und dann hat er auf Embryotox geschaut und mir das sogar ausgedruckt :shock: :...bei weit über 50 Mutter-Kind-Paaren wurden keine klinischen Auffälligkeiten bei den gestillten Kindern beobachtet.
Paroxetin gehört in der Stillzeit zu den SSRI der Wahl.

Tja...eigentlich...könnte ich ja jetzt einfach wieder mit den Tabletten anfangen, er meinte aber auch, dass ich doch noch eine Woche aushalten sollte, WENN ES GEHT!, dann abstillen soll, 4 Monate würden ja völlig ausreichen...

Jetzt bin ich total verwirrt, mein Mann meinte auch, nimm sie, aber vielleicht doch abstillen...herje ich weiss grade auch nicht was ich machen soll.
Will eigentlich noch nicht abstillen, will aber auch das es mir besser geht...anderer Seits könnte ich sie dennoch nehmen, mach ich mir zuviele Gedanken??? Das es immer so schwierig sein muss... :evil:

Das wars erst mal von meiner Seite, wenn der Post woanders besser hin passt, könnt ihr ihn gerne verschieben, war mir nur unsicher wo ich ihn reinschreiben soll.

LG Tina
tasi

Beitrag von tasi »

also.. ich finde das klingt eigentlich nach "alle ampeln auf grün".. für stillen mit AD..
und wenn es schon untersuchte mutter-kind-paare gibt die unauffällig waren finde ich dass der nutzen da überwiegt..
wenn du also das gefühl hast, es ohne AD nicht auszuhalten und dass dir die medi-einnahme helfen würde... dann würde ich an deiner stelle meine therapeuten anrufen und sagen, dass du es machen möchtest..
ich verstehe deine bedenken total gut.. denn ich hatte sie auch..
habe sogar versucht abzustillen als ich mit citalopram anfangen sollte.. hat aber nicht geklappt, da mein kleiner schatz an der flasche total ausgerastet ist.. habe mich dann auf die bisherigen klinischen erfahrungen verlassen und die einnahme begonnen.. es ging einfach nicht mehr ohne.. und mein kleiner hat sich überhaupt nicht verändert.. unruhig war er schon immer.. aber er schläft nicht schlechter als vorher auch schon, trinkt genauso gut und weint genauso viel ;)... die letzten tage ist es sogar mal wieder etwas weniger geworden und er lacht oft richtig laut mit mir..
also.. hab keine angst..

letztendlich musst du das aber ganz allein entscheiden.. hör auf dein bauchgefühl!!

liebe grüße
tasi
Kätzin

Beitrag von Kätzin »

Ich werde das vermutlich auch so handhaben, also AD und weiter stillen.

Habe jetzt aber auch wie du schon sagtest meinen Theri kontaktiert, seine Meinung ist mir da auch schon wichtig und irgendwie will ich Ihn da auch nicht "übergehen". Muss nur auf Rückruf warten.

Was mir grade echt zu denken gibt, positiv: Mir gings vorhin wieder richtig mies, ständig kurze und heftige Panikattacken, kurz vorm heulen...da hab ich meine Bachblüten wieder im Schrank gefunden :shock:
Mir gehts echt besser seid ich sie genommen habe....einfach ein Tropfen unter die Zunge (kann man ja wenns akut ist).

Liebe Grüße Tina
Wolke

Beitrag von Wolke »

Liebe Kätzin! Prima dass er sich so reingekniet hat! Aber der Satz mit "4 Monate stillen reicht wohl auch" ist ja total für den A...!!!
Das Gleiche sagte meine Psychiaterin auch, 3 Monate stillen sei jetzt auch genug.*Kopfschüttel* So wie du sagst würdest du ja gern weiterstillen, und das würde ich in deinem Fall auf jeden Fall machen. Die Entscheidung hast du ja eigentlich in deinem Herzen schon getroffen, bitte quäle dich nicht weil du Angst hast das AD einzunehmen. Liebe Grüße Wolke
Kätzin

Beitrag von Kätzin »

Hallo Wolke!

Ja im Prinzip könnt ich dir Medi jetzt nehmen. Weiss auch nicht warum ich mich noch so dagegen wehre. Bin grundsätzlich kein Mensch der Nebenwirkungen liesst und ich kenne die Paroxat ja auch und geholfen haben sie mir definitiv.

Habe jetzt auch Rücksprache mit meinem Theri gehalten, er meinte auch, ich kann sie durch aus wieder nehmen, zur Unterstützung bis es wieder begauf geht und ob ich es bis nä. Woche durchhalte, oder früher kommen mag...also mit meinen Ärzten/Theri hab ich echt Glück. :!:

Die Bachblüten machen mich zwar etwas ruhiger aber leider nicht auf Dauer :? schade...

Liebe Grüße Tina
tasi

Beitrag von tasi »

wie schon gesagt.. das weißt letztendlich DU am besten.. und wenn dir das medi hilft... dann hilft es auch deinem baby - indirekt.. verstehst du was ich meine?
wenn mami ausgeglichener ist, spüren das auch die kleinen muckel und sind auch ausgeglichener..
also.. klär das mit deinem therapeuten - hast du ja eigentlich schon und überwinde deine angst.. (wenn du willst ;) )
Kätzin

Beitrag von Kätzin »

Ja Tasi, ich weiss, dass muss ich entscheiden, bin nur grade nicht so entscheidungsfreudig :?
Habe jetzt heute noch mal durchgehalten, war auch wieder bissl besser, aber das Auf- und Ab ist ja auch kein Zustand.
Werde morgen früh vermutlich anfangen...

Liebe Grüße und drück Euch alle mal ganz lieb Tina
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Marika
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Beitrag von Marika »

Liebe Kätzin,

ich möchte dir gerne noch einen Denkanstoss für deine Entscheidungsfindung mit auf den Weg gehen:

Die Stresshormone (allen voran Cortisol) die dein Körper bei Ängsten und Panikattacken ständig ausschüttet, gehen ebenfalls in die Muttermilch über und somit auf dein Kind. :idea:

Ich denke, diese Seite der Medaille sollte man unbedingt auch beachten, wenn es darum geht es ohne Medikament zu versuchen.

Bachblüten sind super, nimm sie doch regelmässig weiter! Sie haben mir auch sehr gut geholfen damals zusätzlich zum AD und zur Therapie.
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
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