hi ihr!
ich stecke mal wieder voll drin... seit mittwoch hat es sich eigentlich schon angekündigt, die 2 tage vorher ging es mir relativ gut. donnerstag war ich bei meinem arzt, der meinte, ich soll ruhig öfter mal zu lorazepam greifen. das hab ich jetzt auch 3 tage am stück gemacht, aber ich habe leider eine ganz andere wirkung gespürt als beim ersten mal. da wurde ich richtig fit und es ging mir gut. jetzt bin ich 3 tage lang nur total müde geworden und fast im stehen eingeschlafen. und wenn ich dann geschlafen hab, dann war es so tief, dass ich nicht mal das babyphone gehört habe (wenn die kleine tagsüber geschlafen hat). ich brauche diese notfalltablette ja nicht zum schlafen, sondern um den tag zu schaffen. aber so macht das ja wohl auch keinen sinn. ich werde morgen auch meinen arzt nochmal anrufen, ob er mir nicht vielleicht etwas anderes geben kann.
und nachdem ich schon wieder tagelang in diesem tief drin hänge, habe ich sowieso wieder das gefühl, es wird nie mehr besser. dieses mal sind vorallem die gefühle gegenüber meiner tochter weg. ich weiß zwar, dass ich sie liebe, aber ich fühle nichts!! es ist so furchtbar!!
wieder so ein tief...
Moderator: Moderatoren
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franzi8511
Das mit dem gefühl kenne ich auch, meine thera hat mir damals aber gesagt das ich sie trotzdem liebe aber man fühlt es ja nich 24 stunden am tag... Also es ist quasi normal.. nur wir machen uns da gleixh wieder gedanken ob wir es denn fühlen... Das hat mir damals sehr geholfen... Das mit dem medi würde ich einfach mal abklären... Kopf hoch es wird alles wieder gut!!!!
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mama4
Hallo Engelchen2012!
Wünsche dir erstmal, dass das Tief schnell wieder vorbei sein wird.
Ich habe ähnliche Erfahrungen mit dem Lorazepam als Notfallmedikament gemacht.
Es wirkt wirklich super, wenn es um PA und ZG geht. Bei dir wirkt es mir ein bisschen so, als wärest du zur Zeit eher erschöpft. Dann machen dich die Pillen einfach nur sehr müde. Hast du vielleicht die Möglichkeit dir tagsüber etwas Entlastung zu verschaffen (z. B. durch deinen Mann, Großeltern, Freunde...)?
Und die Sache mit den Gefühlen - das scheint einfach manchmal dazu zu gehören. Stecke gerade auch mal wieder in einem Zwischentief, nachdem ich versucht habe eines meiner ADs zu reduzieren und mir geht es mit den Kindern genauso. Bin halt total erschöpft. Da bleibt für große Gefühle halt nix übrig. Geht aber wieder vorbei.
Ganz liebe Grüße mama4
Wünsche dir erstmal, dass das Tief schnell wieder vorbei sein wird.
Ich habe ähnliche Erfahrungen mit dem Lorazepam als Notfallmedikament gemacht.
Es wirkt wirklich super, wenn es um PA und ZG geht. Bei dir wirkt es mir ein bisschen so, als wärest du zur Zeit eher erschöpft. Dann machen dich die Pillen einfach nur sehr müde. Hast du vielleicht die Möglichkeit dir tagsüber etwas Entlastung zu verschaffen (z. B. durch deinen Mann, Großeltern, Freunde...)?
Und die Sache mit den Gefühlen - das scheint einfach manchmal dazu zu gehören. Stecke gerade auch mal wieder in einem Zwischentief, nachdem ich versucht habe eines meiner ADs zu reduzieren und mir geht es mit den Kindern genauso. Bin halt total erschöpft. Da bleibt für große Gefühle halt nix übrig. Geht aber wieder vorbei.
Ganz liebe Grüße mama4
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engelchen2012
hallo ihr beiden!
ja, ich habe eigentlich rund um die uhr personen, die mir die kleine wirklich viel abnehmen können. es will nur einfach nicht in meinen kopf rein, dass ich am dienstag noch so super mit ihr spielen konnte und plötzlich ist sie wieder wie ein fremder mensch für mich! das tut so verdammt weh!!
und ich will auch diese blöden tiefs endlich mal länger hinter mich lassen.
auch dachte ich, dass ich die letzten wochen wieder etwas mehr kraft gesammelt habe. aber in diesen tagen ist alles wieder wie weg! ich dachte immer, man kann sowas gar nicht so lange durchstehen, aber ich bin immer noch da und werde wahrscheinlich noch ein ganzes stück länger damit zu kämpfen haben.
ich hoffe ein bisschen, dass der arzt mir morgen evtl ein anderes notfallmedikament geben kann.
und dann geh ich ja morgen auch wieder zu meiner therapie. manchmal erscheint mir der weg unglaublich schwer!
ja, ich habe eigentlich rund um die uhr personen, die mir die kleine wirklich viel abnehmen können. es will nur einfach nicht in meinen kopf rein, dass ich am dienstag noch so super mit ihr spielen konnte und plötzlich ist sie wieder wie ein fremder mensch für mich! das tut so verdammt weh!!
und ich will auch diese blöden tiefs endlich mal länger hinter mich lassen.
auch dachte ich, dass ich die letzten wochen wieder etwas mehr kraft gesammelt habe. aber in diesen tagen ist alles wieder wie weg! ich dachte immer, man kann sowas gar nicht so lange durchstehen, aber ich bin immer noch da und werde wahrscheinlich noch ein ganzes stück länger damit zu kämpfen haben.
ich hoffe ein bisschen, dass der arzt mir morgen evtl ein anderes notfallmedikament geben kann.
und dann geh ich ja morgen auch wieder zu meiner therapie. manchmal erscheint mir der weg unglaublich schwer!
Hey Engelchen,
lass dich mal drücken. Ja - der Weg ist unglaublich schwer, es tut höllisch weh ihn zu gehen. Wir kennen das alle hier nur zu gut. Aber dennoch ist dieser Weg zu schaffen - auch du wirst das, ganz sicher!
Mal kurz zum Vergleich: Ich erkrankte vor fast 8 Jahren: PA, ZG, massive Ängste. 2,5 Jahre Therapie wo es oft den Punkt gab an dem ich dachte - das gibts doch nicht jetzt hab ich alles wieder vergessen. Die Tiefs waren immer so grausam und es liegt in der Natur des Menschen, dass er sich viel weniger an die guten Tage erinnert, als an die schlechten. Wenn ich nach einer Hochphase wieder eher ZG und Ängste bekam, ist jedesmal eine Welt für mich zusammen gebrochen und sagte genau wie du: Das schaff ich nie. Und doch - ich habs geschafft, es hat gedauert, es hat extrem weh getan und Mill. von Tränen habe ich geweint. Aber ich habe es geschafft, dank dem Forum hier, dass mich immer bestärkt hat nie auf zu geben. Nach diesen ersten 2,5 Jahren war ich stabil, sodass ich die Therapie beenden konnte.
Ein kleiner Tipp: Wie wärs mit einem Glückstagebuch? Da kommt jeden Tag etwas rein, was schön oder gut war. Und wenn es nur eine Winzigkeit ist z.B. den Autoschlüssel den du wieder gefunden hast - auch das ist etwas positives. Erstens schärft das den Blick für das Gute im Leben und zweitens kannst du bei einem Tief das Buch immer wieder durchlesen und erinnerst dich so leichter, an das Schöne und vor allem auch die Fortschritte die du schon gemacht hast. Mir hat das sehr geholfen in der schweren Zeit!
lass dich mal drücken. Ja - der Weg ist unglaublich schwer, es tut höllisch weh ihn zu gehen. Wir kennen das alle hier nur zu gut. Aber dennoch ist dieser Weg zu schaffen - auch du wirst das, ganz sicher!
Mal kurz zum Vergleich: Ich erkrankte vor fast 8 Jahren: PA, ZG, massive Ängste. 2,5 Jahre Therapie wo es oft den Punkt gab an dem ich dachte - das gibts doch nicht jetzt hab ich alles wieder vergessen. Die Tiefs waren immer so grausam und es liegt in der Natur des Menschen, dass er sich viel weniger an die guten Tage erinnert, als an die schlechten. Wenn ich nach einer Hochphase wieder eher ZG und Ängste bekam, ist jedesmal eine Welt für mich zusammen gebrochen und sagte genau wie du: Das schaff ich nie. Und doch - ich habs geschafft, es hat gedauert, es hat extrem weh getan und Mill. von Tränen habe ich geweint. Aber ich habe es geschafft, dank dem Forum hier, dass mich immer bestärkt hat nie auf zu geben. Nach diesen ersten 2,5 Jahren war ich stabil, sodass ich die Therapie beenden konnte.
Ein kleiner Tipp: Wie wärs mit einem Glückstagebuch? Da kommt jeden Tag etwas rein, was schön oder gut war. Und wenn es nur eine Winzigkeit ist z.B. den Autoschlüssel den du wieder gefunden hast - auch das ist etwas positives. Erstens schärft das den Blick für das Gute im Leben und zweitens kannst du bei einem Tief das Buch immer wieder durchlesen und erinnerst dich so leichter, an das Schöne und vor allem auch die Fortschritte die du schon gemacht hast. Mir hat das sehr geholfen in der schweren Zeit!
Liebe Grüße von
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
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engelchen2012
hallo marika!
das mit dem tagebuch ist vielleicht wirklich eine gute idee. ein "normales" tagebuch führe ich seit einigen wochen schon, aber da schreibe ich halt hauptsächlich rein, wenn's mir wieder extrem schlecht geht.
ich war heute kurzfristig bei meinem psychiater und er hat mir zusätzlich zu valdoxan jetzt citalopram 20mg verschrieben. ich hoffe mal wieder sehr, dass es dann aufwärts geht. aber auch hier muss ich wieder ca. 2 wochen warten, meinte er. naja, wenigstens geht es mir heute nicht ganz so schlecht wie die letzten tage. ist ja auch schon mal was wert!
wenn ich allerdings höre, dass du 2,5 jahre gekämpft hast... respekt!! ich hoffe aber doch, dass ich nicht so lange leiden muss
das mit dem tagebuch ist vielleicht wirklich eine gute idee. ein "normales" tagebuch führe ich seit einigen wochen schon, aber da schreibe ich halt hauptsächlich rein, wenn's mir wieder extrem schlecht geht.
ich war heute kurzfristig bei meinem psychiater und er hat mir zusätzlich zu valdoxan jetzt citalopram 20mg verschrieben. ich hoffe mal wieder sehr, dass es dann aufwärts geht. aber auch hier muss ich wieder ca. 2 wochen warten, meinte er. naja, wenigstens geht es mir heute nicht ganz so schlecht wie die letzten tage. ist ja auch schon mal was wert!
wenn ich allerdings höre, dass du 2,5 jahre gekämpft hast... respekt!! ich hoffe aber doch, dass ich nicht so lange leiden muss
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sol
Hallo Engelchen,
gut dass du noch mal bei deinem Arzt warst. Citalopram ist ein altes bewährtes Ad.
Noch ein paar Gedanken zum Glückstagebuch:
Aus der Traumaforschung ist bekannt das so ein Glücktagebuch oder Wohlfühltagebuch wirklich Veränderungen im Gehirn mit sich bringen.
Es ist auch nicht nötig, jeden Tag etwas positives hineinzuschreiben- Hauptsache man versucht es und in Situationen in denen es einem schlecht geht, soll man dann in sein Tagebuch schauen. Dadurch dass nur schöne Dinge drin stehen, erinnert sich das Gehirn auch wieder dran und es kann ein anderes Gefühl entstehen.
Es reichen wirklich Kleinigkeiten aus, die man dort hineinschreibt wie z.b. einen Sonnenstrahl gespürt, die Helligkeit durch den Schnee, ein Vogelsingen, ein Lächeln von jemanden. Es müssen nicht viele Dinge täglich sein, jedoch sollte man gerade am Anfang versuchen täglich hineinzuschauen.
Mir hat das Glückstagebuch sehr geholfen während meiner schlimmsten Zeit und selbst wenn ich heute nur noch selten reinschreibe, so liegt es immer neben meinem Bett und ich erinnere mich gerne daran.
Lg
gut dass du noch mal bei deinem Arzt warst. Citalopram ist ein altes bewährtes Ad.
Noch ein paar Gedanken zum Glückstagebuch:
Aus der Traumaforschung ist bekannt das so ein Glücktagebuch oder Wohlfühltagebuch wirklich Veränderungen im Gehirn mit sich bringen.
Es ist auch nicht nötig, jeden Tag etwas positives hineinzuschreiben- Hauptsache man versucht es und in Situationen in denen es einem schlecht geht, soll man dann in sein Tagebuch schauen. Dadurch dass nur schöne Dinge drin stehen, erinnert sich das Gehirn auch wieder dran und es kann ein anderes Gefühl entstehen.
Es reichen wirklich Kleinigkeiten aus, die man dort hineinschreibt wie z.b. einen Sonnenstrahl gespürt, die Helligkeit durch den Schnee, ein Vogelsingen, ein Lächeln von jemanden. Es müssen nicht viele Dinge täglich sein, jedoch sollte man gerade am Anfang versuchen täglich hineinzuschauen.
Mir hat das Glückstagebuch sehr geholfen während meiner schlimmsten Zeit und selbst wenn ich heute nur noch selten reinschreibe, so liegt es immer neben meinem Bett und ich erinnere mich gerne daran.
Lg