PPD oder doch was anderes?
Verfasst: 21:07:2026 7:48
Hallo ihr Lieben,
Der Text ist etwas länger, bitte lest ihn:
mein Kind wurde am 27.06.26 nach Einleitung mit Propess geboren. Die Einleitung führte zu heftigen Wehenstürmen, um 15 Uhr war der MM bei 2cm, 17:57 war der Kleine da. Durch die abfallenden Herztöne musste er mit der Saugglocke geholt werden. Wie durch ein Wunder hab ich aber lediglich eine Schürfung davon getragen. Der Kleine ist wohlauf.
Nun zum Problem:
Noch in der Nacht hatte ich das Gefühl innerlich zu verbrennen, ich wusste es handelt sich um seelischen Schmerz. Einen Auslöser für diese Attacke gab es nicht.
In den darauffolgenden Tagen wurde der seelische schmerz immer größer, geschlafen habe ich so gut wie überhaupt nicht, auch wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte.
Ich konnte nach wie vor nicht realisieren, dass ich ein Baby geboren habe. Ich hatte keine Gefühle, keinen Bezug zur realen Welt (kann es schlecht beschreiben, ich nehme rational alles „richtig“ wahr, es ist anders als Derealisation), nur diesen Schmerz.
Die erste Nacht zuhause endete mit einem Notarzteinsatz, weil die Angst und das Brennen so unfassbar groß waren. Vitalwerte okay, keiner kann was tun.
Am nächsten Tag sind wir zur Hausärztin, sie vermutete eine schwere postpartale Depression und hat mir schnellstmöglich einen stationären Platz in der Psychiatrie besorgt.
Das Wochenende über habe ich im Klinikum unter Beobachtung verbracht (mit Partner und Kind), da ich weiterhin absolut nichts „wahrgenommen“ habe und extreme Attacken hatte, ständig unter Angst gelitten habe.
Seit 2 Wochen bin ich nun in der Psychiatrie und bekomme Sertralin (seit 1 Woche 100mg), zusätzlich seit einigen Tagen regelmäßig Tavor wegen der Angstzustände.
Mein Kind ist beim Papa, da ich aktuell nicht fähig wäre, überhaupt irgendwas zu tun. Weder kann ich auf die Straße, könnte einkaufen oder irgendetwas tun.
Dass ich nun Mutter sein soll, habe ich immer noch nicht verstanden und wenn der kleine hier ist, ist es noch schlimmer.
Ich verstehe die Welt nicht mehr. Jeder sagt es ist eine Depression. Aber:
-Ich nehme nicht wahr, dass ich ein Kind geboren habe (selbst wenn der kleine hier ist), aber auch keine anderen Personen, ich habe das Gefühl, mein ganzes Leben war eine Lüge, ist so niemals geschehen
-ich zweifle sogar daran, ob ich überhaupt schwanger war (mein Bauch war direkt nach der Entbindung flach?!)
-Ich zweifle die kompletten letzten Jahre meines Lebens an bzw. mich selbst
-Ich habe die wildesten Erklärungen (ich bin tot und im Fegefeuer, ich bin bereits seit Monaten psychisch gestört, Ich bin im Delirium (seit 3 Wochen) usw.
-ich leide unter diesen extremen Ängsten, die nicht greifbar sind, insbesondere aber, dass der Zustand für immer so bleibt, dass ich nie begreifen kann, dass ich ein Kind geboren habe, dass ich mir was antue, wenn sich der Zustand nicht ändert, usw.
-ich habe absolut null Hoffnung, dass sich dieser Zustand ändert und ich würde am liebsten erlöst werden
Die Symptome traten alle sofort! nach der Entbindung auf, was mich extrem an der Depression zweifeln lässt.
Ein Leben ist aktuell nicht möglich, da ich wie gesagt nichts wahrnehme und unter extremen Angstzuständen leide und immer dran denken muss, dass die Geburt sicher nur eine Lüge war.
Hat jemand irgendetwas ähnliches erlebt oder gehört?
Der Text ist etwas länger, bitte lest ihn:
mein Kind wurde am 27.06.26 nach Einleitung mit Propess geboren. Die Einleitung führte zu heftigen Wehenstürmen, um 15 Uhr war der MM bei 2cm, 17:57 war der Kleine da. Durch die abfallenden Herztöne musste er mit der Saugglocke geholt werden. Wie durch ein Wunder hab ich aber lediglich eine Schürfung davon getragen. Der Kleine ist wohlauf.
Nun zum Problem:
Noch in der Nacht hatte ich das Gefühl innerlich zu verbrennen, ich wusste es handelt sich um seelischen Schmerz. Einen Auslöser für diese Attacke gab es nicht.
In den darauffolgenden Tagen wurde der seelische schmerz immer größer, geschlafen habe ich so gut wie überhaupt nicht, auch wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte.
Ich konnte nach wie vor nicht realisieren, dass ich ein Baby geboren habe. Ich hatte keine Gefühle, keinen Bezug zur realen Welt (kann es schlecht beschreiben, ich nehme rational alles „richtig“ wahr, es ist anders als Derealisation), nur diesen Schmerz.
Die erste Nacht zuhause endete mit einem Notarzteinsatz, weil die Angst und das Brennen so unfassbar groß waren. Vitalwerte okay, keiner kann was tun.
Am nächsten Tag sind wir zur Hausärztin, sie vermutete eine schwere postpartale Depression und hat mir schnellstmöglich einen stationären Platz in der Psychiatrie besorgt.
Das Wochenende über habe ich im Klinikum unter Beobachtung verbracht (mit Partner und Kind), da ich weiterhin absolut nichts „wahrgenommen“ habe und extreme Attacken hatte, ständig unter Angst gelitten habe.
Seit 2 Wochen bin ich nun in der Psychiatrie und bekomme Sertralin (seit 1 Woche 100mg), zusätzlich seit einigen Tagen regelmäßig Tavor wegen der Angstzustände.
Mein Kind ist beim Papa, da ich aktuell nicht fähig wäre, überhaupt irgendwas zu tun. Weder kann ich auf die Straße, könnte einkaufen oder irgendetwas tun.
Dass ich nun Mutter sein soll, habe ich immer noch nicht verstanden und wenn der kleine hier ist, ist es noch schlimmer.
Ich verstehe die Welt nicht mehr. Jeder sagt es ist eine Depression. Aber:
-Ich nehme nicht wahr, dass ich ein Kind geboren habe (selbst wenn der kleine hier ist), aber auch keine anderen Personen, ich habe das Gefühl, mein ganzes Leben war eine Lüge, ist so niemals geschehen
-ich zweifle sogar daran, ob ich überhaupt schwanger war (mein Bauch war direkt nach der Entbindung flach?!)
-Ich zweifle die kompletten letzten Jahre meines Lebens an bzw. mich selbst
-Ich habe die wildesten Erklärungen (ich bin tot und im Fegefeuer, ich bin bereits seit Monaten psychisch gestört, Ich bin im Delirium (seit 3 Wochen) usw.
-ich leide unter diesen extremen Ängsten, die nicht greifbar sind, insbesondere aber, dass der Zustand für immer so bleibt, dass ich nie begreifen kann, dass ich ein Kind geboren habe, dass ich mir was antue, wenn sich der Zustand nicht ändert, usw.
-ich habe absolut null Hoffnung, dass sich dieser Zustand ändert und ich würde am liebsten erlöst werden
Die Symptome traten alle sofort! nach der Entbindung auf, was mich extrem an der Depression zweifeln lässt.
Ein Leben ist aktuell nicht möglich, da ich wie gesagt nichts wahrnehme und unter extremen Angstzuständen leide und immer dran denken muss, dass die Geburt sicher nur eine Lüge war.
Hat jemand irgendetwas ähnliches erlebt oder gehört?