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Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Verfasst: 13:08:2026 14:05
von PerfectPeach
Hallo in die Runde,
ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr eure Erfahrungen mit mir teilen könnt ❤️!
Ich habe zuvor in meinem Leben noch nie (!!!) psychische Probleme gehabt, ganz im gegenteil, war immer sehr glücklich und erfolgreich im Job usw. Vor ca 10 Wochen kam mein erstes Kind zur Welt. War sogar in der Kinderwunschbehandlung wegen PCOS etc. Die Geburt war nicht ohne, aber ich habe (zumindest bewusst) kein Trauma o.ä. ABER dann ging es los, hatte extremen Babyblues und konnte einfach nicht mehr Schlafen- obwohl ich soooo müde war. Das hat mich fertig gemacht und in eine postpartale Depression/Angststörung gebracht… Nach zwei Wochen war ich dann im Krankenhaus und hab Quetiapin bekommen. Bin mit 25 mg gestartet und hat anfangs etwas geholfen, dann nicht mehr so und bin auf 50 mg rauf. Auch das hat Anfangs einigermaßen geholfen und dann wurde es wieder schlimmer. Liege dann mit Herzklopfen wach und kann einfach nicht einschlafen… Jetzt soll ich zu Mirtazapin wechseln auf 15 mg, auch, weil das im Gegensatz zu Quetiapin antidepressiv wirken und das Ganze an der Ursache beheben soll… Bin grad bei 25 mg Quetispin (ausschleichen) und 7,5 mg Mirtazapin. Letzte Nacht war trotzdem nicht mehr als 5 Stunden drin, danach lag ich wach und hab mich von einer Seite auf due andere gedreht.
Hab mittlerweile Angst, dass ich für immer in der Situation feststecke und da niemals rauskomme…

Können mir Medikamente wirklich helfen, wieder zu mir zu finden und gut zu schlafen? Das macht mich so fertig. Versuche einen aktiven Lebensstil zu führen, viel raus, Bewegung, unter Leute gehen etc., aber es bringt nicht wirklich was… Ich kann so nicht mehr weitermachen, bin echt am Ende…

Re: Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Verfasst: 13:08:2026 21:55
von Margarita_1989!
Hello, bin das Beste Beispiel für EXTREME Schlaflosigkeit. Wirklich extrem. Dachte ich sterbe daran. Ich kann dich sehr gut verstehen, wie quälend das ist. So begann der ganze Spuk bei mir auch, und auch ich hatte davor eig nie psychische Probleme, also nicht,dass ich wüsste. Wie du, erfolgreich im Job, Wunschkinder... Es war so krass, dass ich regelrecht pAnik vor dem Zubettgehen bekommen hab, weil ich auch die ganze Nacht nur wach lag. Ein Jahr später, glaube es mir, ich schlafe wieder ganz gut. Ich habe zunächst Schlaftabletten bekommen, das war für mich wie eine Erlösung. Aber auch damit gingen nur einige wenige Stunden. Ich dachte, soweit bist du schon gekommen, auf Schlaftabletten. Ich bekam Sertalin, später Quetiapin und könnte so die Schlaftabletten ohne Probleme absetzen. Quetiapin habe ich bestimmte ein gutes halbes Jahr genommen. 50mg. Das könnte ich aber vor Kurzem problemlos absetzen. Jetzt bin ich weiterhin bei 100 Sertalin. Bin leider auch noch nicht die Alte, aber vor einem Jahr war ich nur Asche, ich sag es dir.

Re: Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Verfasst: 13:08:2026 21:57
von Margarita_1989!
Such dir unbedingt Hilfe und quäle dich nicht. Es gibt Wege. Bei mir waren Medikamente unausweichlich, ich war wie erstarrt...hatte meinen Körper nicht mehr unter Kontrolle.

Re: Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Verfasst: 13:08:2026 22:06
von Margarita_1989!
By the way, 5 h ist gar nicht so schlecht. Ich hatte anfänglich auch voll den Kontrollwahn, wieviel Stunden ich geschlafen habe, und hatte immer auf meiner auhr geguckt. Aber das soll man wohl nicht machen. Oh Gott, wenn ich mich zurück erinnere, HORROR...ich hatte mich aber so erschöpft Gefühlt, egal wie viel ich geschlafen hatte. Versuch geduldig und gut zu dir zu sein. Drück dich

Re: Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Verfasst: 14:08:2026 9:18
von alibo79
Guten Morgen und herzlich, willkommen hier im Forum.
Ich nehme tatsächlich seit Jahren die Kombination aus Mirtazapin und quetiapin. Da ich auch unter Depressionen leide, die dann mit schlafstörungen einhergehen.
Tatsächlich ist meine Erfahrung, dass die schlafstörungen an sich relativ schnell behoben werden können. Mirtazapin hilft da schon wirklich gut. Oft ist es aber so, dass man eine Angst vor dem nicht schlafen können hat oder entwickelt, weil das einfach so ein unangenehmes Gefühl ist und diese Symptom natürlich auch echt beängstigend sein kann. Das hat bei mir schon länger gedauert, bis ich die Angst davor nicht schlafen zu können loslassen konnte. Aber an sich der Schlaf hat sich relativ schnell gebessert. Das war nicht gleich richtig gut, aber ich hatte z.b nicht mehr so oft. Das herzrasen beim Einschlafen und auch das frühe erwachen wurde weniger. Es gab dann schon in manchen Situationen, oder Wenn ich in einem tiefer wieder Probleme mit dem schlafen aber ich hätte gesagt 60 bis 70%. Der Nächte waren dann schon wieder deutlich besser.
Gerade wenn du ganz neu mit dem Thema psychische Erkrankungen konfrontiert bist, kann man sich viele Dinge gar nicht vorstellen, was erstmal an Symptomen auftreten kann oder auch was eine Therapie oder Medikamente bewirken können. Oft ist da in der Gesellschaft eine ganz falsche Vorstellung. Es ist ja so, dass dein Gehirn und der Stoffwechsel im Gehirn total durcheinander geraten ist und da setzen die Medikamente an und helfen, dass es nach und nach besser wird und dein Gehirn wieder in den richtigen Bahnen arbeitet.

Re: Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Verfasst: 14:08:2026 9:24
von alibo79
Und tatsächlich am besten nicht auf die Uhr gucken oder versuchen den Schlaf zu kontrollieren. Das ist meistens kontraproduktiv. Es mag dir für einen Moment dann Sicherheit geben, aber in einem anderen Moment kann es dich genauso gut total verunsichern. Deswegen nicht auf irgendeine smartwatch deinen Schlaf kontrollieren und auch die Uhren am Bett nicht beachten.

Re: Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Verfasst: 15:08:2026 11:26
von PerfectPeach
Danke für eure Beiträge und ermutigenden Worte!!!!!! ❤️❤️❤️ wie lange hat es denn bei euch gedauert, bis ihr eine Verbesserung durch das Antidepressivum gemerkt hat? Aktuell war ja der Plan, von Quetiapin zum Mirtszapin zu wechseln. Aber bisher hat es noch nicht wirklich geklappt, da ich von alleine keine Beruhigung oder ausreichende Müdigkeit abends verspüre. Also bin ich gerade bei 15 mg Mirtazapin zwei Tagen und 50 mg Quetiapin. Gestern Abend war ich so unruhig und verzweifelt, dass ich nach 2 Stunden noch mal 50 mg Quetiapin genommen habe. Dann konnte ich dann aber 6-7 Stunden durchschlafen… (Mein Mann kümmert sich dann um den Kleinen, der zum Glück nur einmal nachts wach wird).
Ich fühle mich auch so unglaublich schlecht und schuldig, weil wir wirklich ein „Anfänger Baby“ haben, der kaum schreit oder weint, nachts nur einmal wach wird… Fühle mich so, als ob ich es gar nicht verdient hätte, dass es mir schlecht geht, weil andere Frauen mit „anstrengenden“ Kindern doch so viel schlechter dran sind und ich doch eigentlich Mega dankbar sein sollte :(.
Aber wirklich Angst, in dieser Situation für immer festzustellen und dass es nie besser wird… Wie lange hat es denn bei euch gedauert, bis ihr Verbesserung gespürt habt? Beziehungsweise wie habt ihr gemerkt, dass das Antidepressivum anfängt zu wirken?

Vielen Dank an euch, die sich Zeit nehmen und nicht geantwortet haben/ antworten ❤️❤️❤️❤️

Re: Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Verfasst: 15:08:2026 21:23
von Margarita_1989!
Hello. Mein Kleiner ist heute 1 geworden. Tja schwer zu sagen. Die ersten Monate hab ich gefühlt gar nix gemerkt, als Bedarfsmedikament habe ich Promethazin genommen. Gegen Tavor hab ich mich gewehrt xD aber diese Unruhe war unerträglich, weiß nicht wie ich das ausgehalten habe. Könnte nicht mal still irgendwo sitzen, war wie getrieben. Oh Gott. Erste kleine Minischritte habe ich glaub ich nach 3 Monaten so wirklich bewusst gemerkt. Die Alte bin ich leider immer noch nicht, aber ich konnte den Geburtstag doch Recht genießen und wir haben ein wenig gefeiert. Das war wirklich schön. Ist schon heftig, wie lang der Mist bei mir dauert, aber ich war auch wirklich schwer betroffen und gebe einfach nicht auf, dazu hab ich mein altes Leben zu sehr geliebt. Ich hoffe, dass es in einem Jahr dann hftl komplett weg ist. Ansonsten könntest du dir mal Zitronenmelisse holen, das beruhigt auch das Nervensystem, am besten von Vimergy. Bei mir waren es anfangs auch 100 Quietapin und das war schon ein Klopper und ich habe endlich durchgeschlafen. Halte durch, es wird bald helfen!

Re: Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Verfasst: 16:08:2026 9:37
von PerfectPeach
Konntest du das Promethazin zusätzlich zum Quetiapin einnehmen?

Hatte letzte Nacht wieder die Mischung von 100 Quetiapin & 15 mg Mirtazapin und bin tritz leichter Benebelubg ewig wach gelegen… Habe Angst, dass all die Mefikamente, die bei anderen helfen, bei mir irgendwie nichts bringen und ich für immer mit dieser Schlafstörung zu kämpfen haben werde…

Ich lese in Foren, dass manche schreiben, dass sie 7,5 mg Mirtazapin „über Stunden ausknockt“ und frage mich, wie es sein kann, dass das nichts bei mit bribgt