Hallo ihr lieben,
Erst einmal eine Triggerwarnung. Menschen mit akuter Angst- und Zwangsproblematik, besonders in Bezug auf Angst das eigene Kind zu verletzen sollten am besten nicht weiterlesen.
ich wollte euch mal fragen, wie ihr mit Angst- und Zwangssymptomatik mit den aktiellen Berichten von der Gerichtsverhandlung von Lindsay Clancy zurechtkommt? Der ganze Fall hat mich so entsetzt und nachdem ich wochenlang in keiner Angst- und Zwangsspirale drin war, bin ich es jetzt wieder. Ich habe Angst, dass ich gefährlich werden könnte für meine Tochter, möchte ungern Zeit mit ihr alleine verbringen, nachdem ich stundenlang (ja, war sehr blöd) mich mit diesem Fall beschäftig habe. Ich bin überrascht, dass hier noch gar nicht thematisiert wurde. Es heißt ja immer, Menschen mit Zwangsgedanken führen ihre Handlungen nicht durch, der Weg zur Psychose etc ist noch weit weg. Dieser Fall beweist für mich das Gegenteil und macht mir wahnsinnige Angst. Es hat mir irgendwie völlig die mühsam aufgebaute Sicherheit wieder genommen. Wie geht ihr damit um?
Starker Angstrückfall nach aktuellen Medienberichten (Achtung: Triggerwarnung)
Moderator: Moderatoren
Starker Angstrückfall nach aktuellen Medienberichten (Achtung: Triggerwarnung)
10/2024: PPD/PTBS
10 mg Escitalopram + 15 mg Mirtazapin
10 mg Escitalopram + 15 mg Mirtazapin
Re: Starker Angstrückfall nach aktuellen Medienberichten (Achtung: Triggerwarnung)
Hallo Sarah!
Wie ich lese, litt sie an einer Wochenbettpsychose und die Behandlung scheint auch sehr lückenhaft gewesen zu sein. Eine Psychose ist anders, das hat mit unseren Zwangsgedanken nichts zu tun. Da kann es zu wahnhaften Gedanken kommen, Gewalt aus einem inneren Druck, Drang oder Stimmen auszuführen, muss aber nicht. Das hat aber mit klassischen Zwangsgedanken (Zwangsstörung oder Angststörung) nichts zu tun.
Leider gibt es solche Fälle. Lt. meinem Psychiater sind solche Zwangsgedanken wie ich sie z.b. hatte KEINE Vorstufe zu einer Psychose. Das darf man nicht vermischen. Somit sehe ich weder einen Zusammenhang, noch eine Bestätigung dass ZG doch ausgeführt werden.
Mich triggern solche Meldungen nicht mehr, ich bin aber auch schon lange stabil. Du darfst nicht den Fehler machen und alles vermischen und in einen Topf werfen. Schon gar nicht kannst du das mit deiner Situation vergleichen.
Dass es hier nicht Thema ist, könnte daran liegen dass es ja immer wieder mal solche Meldungen gibt und vielen bereits bewusst ist, was das eine und was das andere ist. Zusätzlich muss man sehr aufpassen, in den Medien wird immer viel spekuliert, vermischt usw... am Schluss kommt dann was ganz anderes raus.
Evtl könnte dein Therapeut dir helfen, aus dieser Spirale wieder heraus zu kommen.
Hier zur Einordnung meine KI Recherche:
Zwangsgedanken im Rahmen einer Psychose:
Vorkommen: Bei manchen Patienten mit psychotischen Erkrankungen treten parallel oder im Verlauf zwangshaft anmutende Symptome auf.
Fließende Übergänge: Oft ist die Grenze zwischen einem echten Zwangsgedanken und einem Wahn(gedanken) fließend. [1, 2, 3]
[]Sind es dieselben Zwangsgedanken wie bei einer Zwangsstörung?
NEIN, es gibt einen entscheidenden psychopathologischen Unterschied in der Art, wie die Betroffenen diese Gedanken erleben: [1]
Bei einer reinen Zwangsstörung (OCD):Die Person weiß, dass die aufdringlichen Gedanken von ihr selbst stammen.Sie erkennt die Gedanken als unsinnig, übertrieben oder unvernünftig an, leidet aber stark darunter, dass sie sich nicht abstellen lassen. [1, 2, 3]
Im Rahmen einer Psychose:Die Gedanken werden oft nicht als die eigenen erkannt.Betroffene erleben sie häufig als von außen eingegeben oder von anderen gesteuert (sogenannte Gedankeneingebung oder Beeinflussungserleben).Es fehlt meist die Einsicht, dass der Gedanke „unsinnig“ oder übertrieben ist; stattdessen wird er in den Wahnkontext integriert. [1, 2, 3]
Wie ich lese, litt sie an einer Wochenbettpsychose und die Behandlung scheint auch sehr lückenhaft gewesen zu sein. Eine Psychose ist anders, das hat mit unseren Zwangsgedanken nichts zu tun. Da kann es zu wahnhaften Gedanken kommen, Gewalt aus einem inneren Druck, Drang oder Stimmen auszuführen, muss aber nicht. Das hat aber mit klassischen Zwangsgedanken (Zwangsstörung oder Angststörung) nichts zu tun.
Leider gibt es solche Fälle. Lt. meinem Psychiater sind solche Zwangsgedanken wie ich sie z.b. hatte KEINE Vorstufe zu einer Psychose. Das darf man nicht vermischen. Somit sehe ich weder einen Zusammenhang, noch eine Bestätigung dass ZG doch ausgeführt werden.
Mich triggern solche Meldungen nicht mehr, ich bin aber auch schon lange stabil. Du darfst nicht den Fehler machen und alles vermischen und in einen Topf werfen. Schon gar nicht kannst du das mit deiner Situation vergleichen.
Dass es hier nicht Thema ist, könnte daran liegen dass es ja immer wieder mal solche Meldungen gibt und vielen bereits bewusst ist, was das eine und was das andere ist. Zusätzlich muss man sehr aufpassen, in den Medien wird immer viel spekuliert, vermischt usw... am Schluss kommt dann was ganz anderes raus.
Evtl könnte dein Therapeut dir helfen, aus dieser Spirale wieder heraus zu kommen.
Hier zur Einordnung meine KI Recherche:
Zwangsgedanken im Rahmen einer Psychose:
Vorkommen: Bei manchen Patienten mit psychotischen Erkrankungen treten parallel oder im Verlauf zwangshaft anmutende Symptome auf.
Fließende Übergänge: Oft ist die Grenze zwischen einem echten Zwangsgedanken und einem Wahn(gedanken) fließend. [1, 2, 3]
[]Sind es dieselben Zwangsgedanken wie bei einer Zwangsstörung?
NEIN, es gibt einen entscheidenden psychopathologischen Unterschied in der Art, wie die Betroffenen diese Gedanken erleben: [1]
Bei einer reinen Zwangsstörung (OCD):Die Person weiß, dass die aufdringlichen Gedanken von ihr selbst stammen.Sie erkennt die Gedanken als unsinnig, übertrieben oder unvernünftig an, leidet aber stark darunter, dass sie sich nicht abstellen lassen. [1, 2, 3]
Im Rahmen einer Psychose:Die Gedanken werden oft nicht als die eigenen erkannt.Betroffene erleben sie häufig als von außen eingegeben oder von anderen gesteuert (sogenannte Gedankeneingebung oder Beeinflussungserleben).Es fehlt meist die Einsicht, dass der Gedanke „unsinnig“ oder übertrieben ist; stattdessen wird er in den Wahnkontext integriert. [1, 2, 3]
Liebe Grüße von
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex