hallo jule,
> du hast mir sehr geholfen. Erst mal muß ich fragen, was ptbs heißt.
das freut mich.
ptbs = posttraumatische belastungsstörung, kopier das mal hier rein (quelle icd-10 katalog): Posttraumatische Belastungsstörung
Diese entsteht als eine verzögerte oder protrahierte Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine Situation kürzerer oder längerer Dauer, mit außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmaß, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde. ... Typische Merkmale sind das wiederholte Erleben des Traumas in sich aufdrängenden Erinnerungen (Nachhallerinnerungen, Flashbacks), Träumen oder Alpträumen, die vor dem Hintergrund eines andauernden Gefühls von Betäubtsein und emotionaler Stumpfheit auftreten. Ferner finden sich Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen, Teilnahmslosigkeit der Umgebung gegenüber, Freudlosigkeit sowie Vermeidung von Aktivitäten und Situationen, die Erinnerungen an das Trauma wachrufen könnten. Meist tritt ein Zustand von vegetativer Übererregtheit mit Vigilanzsteigerung, einer übermäßigen Schreckhaftigkeit und Schlafstörung auf. Angst und Depression sind häufig mit den genannten Symptomen und Merkmalen assoziiert und Suizidgedanken sind nicht selten. Der Beginn folgt dem Trauma mit einer Latenz, die wenige Wochen bis Monate dauern kann. Der Verlauf ist wechselhaft, in der Mehrzahl der Fälle kann jedoch eine Heilung erwartet werden. In wenigen Fällen nimmt die Störung über viele Jahre einen chronischen Verlauf und geht dann in eine andauernde Persönlichkeitsänderung (F62.0) über.
zitat ende.
> Aber für Therapeuten sind übrigens alles die Eltern schuld.
najaaa, "schuld" ist schon ein starkes wort. das hört sich so an, als hätten die das absichtlich gemacht... ich würde sagen, für viele therapeuten liegt die ursache für alles mögliche in der kindheit - und die wurde eben zum großteil von den eltern geprägt, aber das ist noch keine schuld (sofern keine menschenrechtsverletzungen von den eltern begangen wurden

).
> Aber wenn er erzählt, dann suche ich mir raus was passt und der Rest Abfalltonne.
gesunde einstellung zur therapie... ich nehm leider viel zu vieles viel zu ernst...
>Ich habe schon mal von jemandem gehört, daß meine Mutter es an meinem Kind besser machen will, all das, was sie bei mir verpatzt hat.
für mien mutter-exemplar stimmt das 100%.
>Sie ist schon sensibel, reißt sich beide Beine aus für Jedermann.
meine auch. aber es ist das PROBLEM meiner mutter, dass sie nicht nein sagen kann.
ich versuche ihr schon ewig klar zu machen, worans hängt:
-jeder mensch hat nur ein ziel: steigerung der selbstachtung. meine mutter steigert sich ihre selbstachtugn auf merkwürdige weise, wie ich finde: sie delegiert es MIR. sobald ICH nicht bis ins detail um sie rumdackel und ihr selbstbestätigung verabreiche, fühlt sie sich schlecht. und da dran bin dann ich schuld! sie ist ein lob-junkie.
-liebe ist, dass man dem anderen das gefühl gibt: genau so, wie du bist, bist du richtig. und das macht meine mutter eben überhaupt nicht: ich bin für sie nur dazu da, um ihre kritik an mir aufzufangen, damit sie sich besser fühlt. meine mutter hat inzw mein vollstes mitleid, denn sie hat leider nicht die fähigkeit von gott geschenkt bekommen, ihre kinder zu LIEBEN. in zusammenhang mit ihren kindern scheint sie alle möglcihen gefühle zu haben: sehnsucht, eifersucht, such dir was aus, aber jedenfalls keine liebe. sie braucht mich auf irgendeine abstruse weise, aber geliebt fühle ich mich nicht.
> außer den Spül, dann ist sie abgelenkt und lässt alles andere in Ruhe.
das hört sich insgesamt nach einer sehr angespannten stimmung an. vielleich tmuss auch deine mutter mal lernen, in deiner gegenwart zur ruhe zu kommen?
>Vielleicht solltest du deiner Mutter auch eine Beschäftigung geben.
für mich ist es undenkbar, mit meiner mutter allein in einem zimmer zu sein ohne z.b. meinem mann. für mich war das lange überahupt nur mit beruhigungsmitteln möglich. noch weniger würde ich meine mutter acuh nur eine minute in meiner wohnung allein lassen oder den rücken zudrehen.
>Du hast geschrieben, daß man einen Teil auch mal schimpft. Als ich gestern mit ihr schimpfte, da kam zufällig mein Freund rein und machte mich total zur Sau, wie ich denn mit dem Kind so schimpfen könnte, es ist doch soooo süß! Er ist ja immer nur für 1-2 Stunden hier.
nach der aussage deines mannes könnte man meinen, er sieht sein kind nicht als kind, sondern als stoffpüppchen... kinder sollte man schon wie kinder behandeln: überschwänglich loben für alles, was sie gut gemacht haben, aber auch mal korrigieren (auf eine angemessene weise); erziehung heißt das, oder?

anders kann man den alltag wohl nicht meistern, gewisse regeln fürs zusammenleben müssen sein.
süß ist meine auch, das ist nicht der punkt. aber bestimmte sachen gehen einfach nicht. man kann nict andere kinder hauen, man kann nicht vorsätzliche sacchbeschädigung begehen, man darf niht ohne schauen über die straße laufen etc. es kommt auch drauf an, wie man schimpft und das wievielte mal man dieselbe sache wiederholt. beim 1.x gibt es bei mir auch nur ganz normales erklären. in echten notsituationen können die kinder ruhig merken, dass jetzt ende gelände is, solche emotionen will ich vor meiner tochter nicht verheimlichen!
>fühlt, daß sie bei mir versagt hat, ich habe halt keinen Superjob (sondern keinen), kein Haus und keinen Supermann an meiner Seite (sondern einen ganz normalen in meinen Augen).
und ein ganz normales leben an der seite eines ganz normalen mannes ist etwa nichts??? da kriegt man das versagerimage umgehängt für GUTE dinge...
jaaaa, meine mutter brauch auch mich, um ihren eigenen ehrgeiz zu befriedigen. ich hab aber andere ziele als sie - und nur weil ich nicht ihre ziele verfolge, bin ich noch lang kein shclechter mensch.
>Am liebsten würde ich mit meiner Tochter verreisen, irgendwohin, wo nur wir beide sind, damit wir wieder zueinander finden.
ich glaube, dass du einen teil dieser sehnsucht auch im alltag umsetzen kannst. es ist halt ein bissi arbeit (v.a. beziehungsarbeit mit deiner mutter, wie es aussieht)...
viel erfolg!!!!
s.