Hallo,
ich hoffe, ihr hattet alle ein besseres Weihnachten als ich. Ich hatte nämlich über Weihnachten meine zweite Fehlgeburt innerhalb von sechs Monaten. Von daher ist Weihnachten für mich ziemlich ausgefallen und ich habe mich noch nicht davon erholt, ich habe eine schreckliche Erkältung, die einfach nicht weggeht und will eigentlich nur meine Ruhe, mag mich nicht mit meiner Tochter beschäftigen und will für mich sein. Zum Glück war mein Mann bis gestern zu Hause und heute ist der Kindergarten wieder losgegangen, so dass ich jetzt tagsüber für mich sein kann. Arbeiten muss ich zum Glück noch nicht. Meine Frauenärztin wird jedenfalls in meinem nächsten Zyklus einen Hormonstatus machen und überprüfen, ob mit meiner Blutgerinnung alles in Ordnung ist.
Allerdings hatte die Fehlgeburt bzw. mein seelischer Zustand danach auch einen therapeutischen Nebeneffekt. Ich habe meinen Eltern endlich mal gesagt, wie es mir geht, dass ich eine Wochenbettdepression hatte, dass ich in Therapie bin - das wussten sie nämlich alles gar nicht, denn wenn ich bei ihnen war, ging es mir ja gut, ich habe ja v.a. dieses Alleinsein mit meiner Tochter nicht ausgehalten. Und dann haben wir darüber gesprochen, dass ich immer noch meine, ihnen nichts über mich erzählen zu können, dass unser Verhältnis nur bis zu einem gewissen Punkt funktioniert und das wir uns im Grunde gar nicht nah sind. Ich habe gesagt, dass es jahrelang für mich so war, dass ich meinte, funktionieren zu müssen. Ich hätte ja auch in den Zeiten meiner schlimmsten Depression nicht um Hilfe gebeten, das hätte ich mir nie zugestanden, dass habe ich nicht zu verdienen geglaubt. Ich weiß nicht, ob sie das so annehmen konnten. Meine Mutter meinte, ich hätte doch immer am meisten meine Gefühle geäußert. Ja, ich hatte ziemliche Wutausbrüche und kann auch immer noch schnell laut werden - aber im Grunde hat das mit meinen wirklichen Gefühlen hatte das eigentlich nichts zu tun. Ich hatte immer noch das Gefühl, nicht gehört zu werden, egal wie laut ich werde. Es gab ziemlich viele Tränen, wir haben uns dann aber im Guten verabschiedet. Gestern haben wir auch wg. Neujahr telefoniert und sie hat mir noch mal deutlich gesagt, dass sie für mich da ist, dass sie mir unsere Tochter auch gerne mal abnimmt. Und endlich kann ich es spüren, dass sie es ernst meint. Sie hat das schon früher immer wieder gesagt, aber es hat eben mit meiner Wahrnehmung nicht übereingestimmt. Ich habe meine Eltern so lange als problembeladen erlebt, dass ich sie nicht als Ansprechpartner wahrgenommen habe. Meine Mutter sagte, diese Zeit sei doch schon lange vorbei, aber meine Gefühle, keine Hilfe zu bekommen, sind es eben nicht.
Es wird sich sicher nicht alles von jetzt auf gleich ändern, aber hoffentlich ist es ein Neuanfang und meine Eltern wissen zumindest endlich, wie ich mich fühle. Das wird jedenfalls eine interessante nächste Therapiesitzung, da gibt es viel zu erzählen.
Euch noch nachträglich ein gutes neues Jahr!
Viele Grüße
Katrin
Dramatische Weihnachten
Moderator: Moderatoren
Hallo Katrin
Auch an Dich ein Frohes Neues Jahr trotz deiner schlechten Weihnachten dieses Jahr.
Wie heißt es: Neues Jahr, Neues Glück. Das wünsche ich Dir von Herzen.
Was Du in letzter Zeit alles durchgemacht hast, ist sehr schlimm und man kann nicht einfach einen Schalter umdrehen und alles ist gut. Hier im Forum wirst du auf viele Mamis stoßen, die Dir zuhören und Rat geben, wenn du ihn brauchst. Es wird nicht einfach werden alles auf einmal zu verarbeiten, aber Stück für Stück wirst du es schaffen.
Liebe Grüße
Tanja
Auch an Dich ein Frohes Neues Jahr trotz deiner schlechten Weihnachten dieses Jahr.
Wie heißt es: Neues Jahr, Neues Glück. Das wünsche ich Dir von Herzen.
Was Du in letzter Zeit alles durchgemacht hast, ist sehr schlimm und man kann nicht einfach einen Schalter umdrehen und alles ist gut. Hier im Forum wirst du auf viele Mamis stoßen, die Dir zuhören und Rat geben, wenn du ihn brauchst. Es wird nicht einfach werden alles auf einmal zu verarbeiten, aber Stück für Stück wirst du es schaffen.
Liebe Grüße
Tanja
Re: Dramatische Weihnachten
hallo katrin,
es tut mir total leid, was dir passiert ist... da kann sich wohl keiner rein versetzen, der es nicht erlebt hat... ich wünsche dir auf jeden fall, dass deine frauenärztin irgendetwas findet, das sich behandeln lässt, damit das nicht noch ein 3. mal passiert...
es ist schön, dass du mit deinen eltern sprechen konntest... (bei mir ist vieles ähnlich - aber ich würde niemals mit meiner mutter drüber reden wollen, in meinem fall gibts echt nur noch abgrenzung... leider!)
ich wünsche dir, dass das jahr 2008 um vieles besser wird als deine letzten 6 monate!!!
alles liebe,
s.
es tut mir total leid, was dir passiert ist... da kann sich wohl keiner rein versetzen, der es nicht erlebt hat... ich wünsche dir auf jeden fall, dass deine frauenärztin irgendetwas findet, das sich behandeln lässt, damit das nicht noch ein 3. mal passiert...
es ist schön, dass du mit deinen eltern sprechen konntest... (bei mir ist vieles ähnlich - aber ich würde niemals mit meiner mutter drüber reden wollen, in meinem fall gibts echt nur noch abgrenzung... leider!)
ich wünsche dir, dass das jahr 2008 um vieles besser wird als deine letzten 6 monate!!!
alles liebe,
s.
Danke für die Antworten!
Hallo Tanja und Sonrisa,
danke für die lieben Antworten! Ich finde es schön, dass es dieses Forum gibt, wo man sich mal ausheulen kann. Ich bin immer noch nicht wieder auf der Höhe, bin immer noch sehr ruhebedürftig und nah am Wasser gebaut. Aber ich habe das Gefühl, dass sich allmählich was löst. Mir wird klar, dass ich eigentlich gar nicht das Leben lebe, das ich für mich will. Ich bin so weit weg von meinen eigenen Wünschen und das schon seit Jahren. Und ich möchte da wirklich was ändern, ich muss, so kann das jedenfalls nicht weitergehen. Meine Tochter hat eine zufriedene Mutter verdient und mein Mann eine zufriedene Frau.
Liebe Grüße
Katrin
danke für die lieben Antworten! Ich finde es schön, dass es dieses Forum gibt, wo man sich mal ausheulen kann. Ich bin immer noch nicht wieder auf der Höhe, bin immer noch sehr ruhebedürftig und nah am Wasser gebaut. Aber ich habe das Gefühl, dass sich allmählich was löst. Mir wird klar, dass ich eigentlich gar nicht das Leben lebe, das ich für mich will. Ich bin so weit weg von meinen eigenen Wünschen und das schon seit Jahren. Und ich möchte da wirklich was ändern, ich muss, so kann das jedenfalls nicht weitergehen. Meine Tochter hat eine zufriedene Mutter verdient und mein Mann eine zufriedene Frau.
Liebe Grüße
Katrin