Kinder verändern die Freundschaften
Moderator: Moderatoren
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mici
Kinder verändern die Freundschaften
Hallo Mädels,
kennt Ihr das auch, dass "Kinder die Freundschaften" verändern?!! Dies sagte mir meine beste Freundin, unsere Trauzeugin, als ich im vierten Monat schwanger war. Sie prognostizierte damit die Entwicklung unserer Freundschaft, doch damals glaubte ich ihr nicht, wusste gar nicht, was sie damit meinen und dass sie damit UNS - sie uns mich - meinen könnte! Doch nun muss ich es am eigenen Leib erfahren. Als Erklärung bekomme ich zu hören, man wolle nicht stören, jetzt, in unserer Dreisamkeit, deswegen würden man sich seltener melden, wir seien sicher ausgelastet, bräuchten Ruhe etc.
So ein Quatsch. Gerade in der neuen Dreisamkeit braucht man doch Freunde, auch und insbesondere solche, die KEINE Kinder haben,... zur Unterhaltung, zur Entlastung, als Strohhalm nach draußen....
Ich bin enttäuscht. M.
kennt Ihr das auch, dass "Kinder die Freundschaften" verändern?!! Dies sagte mir meine beste Freundin, unsere Trauzeugin, als ich im vierten Monat schwanger war. Sie prognostizierte damit die Entwicklung unserer Freundschaft, doch damals glaubte ich ihr nicht, wusste gar nicht, was sie damit meinen und dass sie damit UNS - sie uns mich - meinen könnte! Doch nun muss ich es am eigenen Leib erfahren. Als Erklärung bekomme ich zu hören, man wolle nicht stören, jetzt, in unserer Dreisamkeit, deswegen würden man sich seltener melden, wir seien sicher ausgelastet, bräuchten Ruhe etc.
So ein Quatsch. Gerade in der neuen Dreisamkeit braucht man doch Freunde, auch und insbesondere solche, die KEINE Kinder haben,... zur Unterhaltung, zur Entlastung, als Strohhalm nach draußen....
Ich bin enttäuscht. M.
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Sufferingmommy
Hallo Mici
das kinder die freundschaften veraendern habe ich schon mehr als genug mitgemacht. Mit Alexis war ich die erste in meinem Freundenkreis mit kind. Da gingen dann die ersten freundschaften in die brueche. Da wuerde halt der groesste "Mist" rausgesiebt. Bei der Emily war ich schon ein gebranntes kind und hatte kaum freunde mehr. Bei Lukas hat sich die situation so geaendert dass ich nicht mehr so rauskomme wie vorher und auch net so wirklich moechte. (bei dem wetter auch kein wunder). Dafuer kommt aber schon mal meine Freundin rueber um ihren Handsome man zu besuchen. Das mit der anderen freundin hast ja mitgekriegt.
Aber ich denke das kommt auch auf die Person an sich an. Ich war noch nie der typ der ausgeht. Bin eher der stubenhocker. Ich war immer die ruhige, schuechterne Steffy die am liebsten unbemerkt blieb. Freunde hatte ich dann auch net so viele.
Hast Du das Deiner Freundin das mal so gesagt? Das du gerne mit Ihr reden tust und so. Vielleicht ist es bei ihr auch so, weiss aber wie das ist mit kind und will dir nicht noch sich aufbuerden.
das kinder die freundschaften veraendern habe ich schon mehr als genug mitgemacht. Mit Alexis war ich die erste in meinem Freundenkreis mit kind. Da gingen dann die ersten freundschaften in die brueche. Da wuerde halt der groesste "Mist" rausgesiebt. Bei der Emily war ich schon ein gebranntes kind und hatte kaum freunde mehr. Bei Lukas hat sich die situation so geaendert dass ich nicht mehr so rauskomme wie vorher und auch net so wirklich moechte. (bei dem wetter auch kein wunder). Dafuer kommt aber schon mal meine Freundin rueber um ihren Handsome man zu besuchen. Das mit der anderen freundin hast ja mitgekriegt.
Aber ich denke das kommt auch auf die Person an sich an. Ich war noch nie der typ der ausgeht. Bin eher der stubenhocker. Ich war immer die ruhige, schuechterne Steffy die am liebsten unbemerkt blieb. Freunde hatte ich dann auch net so viele.
Hast Du das Deiner Freundin das mal so gesagt? Das du gerne mit Ihr reden tust und so. Vielleicht ist es bei ihr auch so, weiss aber wie das ist mit kind und will dir nicht noch sich aufbuerden.
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AmoebeMS
Hallo Mici,
du darfst ruhig enttäuscht darüber sein, sicher, aber wenn dir etwas an einer Freundschaft liegt, würde ich an deiner Stelle die Sache nicht so leicht unter den Teppich kehren.
Ich war mit 29 Jahren Mutter von zwei Kindern. Keiner in unserem Freundeskreis hatte auch nur ein Kind. Ich habe auch oft diesen Kommentar gehört „Ihr habt doch so viel um die Ohren“, doch trotz der 2 waren mein Mann und ich verdammt oft einfach mit den Kindern unterwegs, auf Festen, Grillfeten, Geburtstagen, etc. Mit 8 Wochen lag Nummer 1 unter dem Tisch bei einem Italiener, mit 9 Monaten fuhr er durch halb D, die Toskana und den Piemont. Einen Neffen chauffierten wir mit großem Camper, zwei Kleinkindern durch die halbe Schweiz, bis nach Italien, wir nahmen an etlichen Hochzeitsfeiern teil. Mein Mann fragt sich das oft: „Warum haben wir immer alles gepackt?“ und „Warum schaffen es andere nicht, selbst die nicht, die noch keine Kinder haben“. Das sind nur ein paar Beispiele. Wahrscheinlich kannst du auch etliche selbst anführen, so wie ich dich einschätze.
Aber die Besuche bei uns wurden immer seltener!
Du hast es schön gesagt: man braucht doch diese Freundschaften!!! Doch wenn man selbst nichts dafür tut, sind sie alle plötzlich untergetaucht, weil man ja zb meint „zu stören“. Traurig.
Weißt du, jetzt wo meine beiden Kiga-Kids sind, habe ich noooooooooch mehr Zeit als früher auch schon. Ha! Jetzt haben fast alle ihr erstes Baby im Arm oder sind gerade schwanger und sind sooooo vielbeschäftigt, dass mir Hören und Staunen vergeht. Aber ich kann hartnäckig sein. Nur in die Erziehung von anderen mische ich mich nicht ein. Sollen alle bitte ihre eigenen Fehler machen (und die machen sie auch, grins).
Wie gesagt, ich bin gerade selbst dabei eine Freundschaft (zumindest erst mal per Mail) wieder aufzufrischen und erst gestern viel mir auf, was sie alles – in 4 Jahren - nicht mitbekommen hat. Ich kann aber alles nicht in einer Mail einfach so aufschreiben und gut ist es. Am Zerbrechen der Freundschaft konnte ich damals leider nicht viel ändern, aber vielleicht kannst du das, in dem du deine Enttäuschung einfach mal kund tust. Direkt oder im Nebensatz.
Andere werden sicher andere Erfahrungen gemacht haben, hoffe ich, aber ich kann deine Enttäuschung wirklich nachvollziehen, weil ich sie oft erlebt habe. Trotzdem bleibe ich weiter hartnäckig, auch wenn der Großteil unserer „Freundschaften-Erhaltung“ auf mein eigenes Engagement zurückzuführen ist. Enttäuscht und traurig bin ich auch oft darüber, logisch. Doch an den Stellen, wo es zu Herzen geht, sage ich auch schon mal ein Wort. Deine Freundin mag zwar damals eine nette Prognose aufgestellt haben, aber dann soll sie sich ruhig an ihre eigene Nase fassen, denn zu einer Freundschaft gehören immer zwei. Eine Dreisamkeit zu stören ist meiner Ansicht nach kein wirklich handfestes Argument.
LG AmoebeMS
du darfst ruhig enttäuscht darüber sein, sicher, aber wenn dir etwas an einer Freundschaft liegt, würde ich an deiner Stelle die Sache nicht so leicht unter den Teppich kehren.
Ich war mit 29 Jahren Mutter von zwei Kindern. Keiner in unserem Freundeskreis hatte auch nur ein Kind. Ich habe auch oft diesen Kommentar gehört „Ihr habt doch so viel um die Ohren“, doch trotz der 2 waren mein Mann und ich verdammt oft einfach mit den Kindern unterwegs, auf Festen, Grillfeten, Geburtstagen, etc. Mit 8 Wochen lag Nummer 1 unter dem Tisch bei einem Italiener, mit 9 Monaten fuhr er durch halb D, die Toskana und den Piemont. Einen Neffen chauffierten wir mit großem Camper, zwei Kleinkindern durch die halbe Schweiz, bis nach Italien, wir nahmen an etlichen Hochzeitsfeiern teil. Mein Mann fragt sich das oft: „Warum haben wir immer alles gepackt?“ und „Warum schaffen es andere nicht, selbst die nicht, die noch keine Kinder haben“. Das sind nur ein paar Beispiele. Wahrscheinlich kannst du auch etliche selbst anführen, so wie ich dich einschätze.
Aber die Besuche bei uns wurden immer seltener!
Du hast es schön gesagt: man braucht doch diese Freundschaften!!! Doch wenn man selbst nichts dafür tut, sind sie alle plötzlich untergetaucht, weil man ja zb meint „zu stören“. Traurig.
Weißt du, jetzt wo meine beiden Kiga-Kids sind, habe ich noooooooooch mehr Zeit als früher auch schon. Ha! Jetzt haben fast alle ihr erstes Baby im Arm oder sind gerade schwanger und sind sooooo vielbeschäftigt, dass mir Hören und Staunen vergeht. Aber ich kann hartnäckig sein. Nur in die Erziehung von anderen mische ich mich nicht ein. Sollen alle bitte ihre eigenen Fehler machen (und die machen sie auch, grins).
Wie gesagt, ich bin gerade selbst dabei eine Freundschaft (zumindest erst mal per Mail) wieder aufzufrischen und erst gestern viel mir auf, was sie alles – in 4 Jahren - nicht mitbekommen hat. Ich kann aber alles nicht in einer Mail einfach so aufschreiben und gut ist es. Am Zerbrechen der Freundschaft konnte ich damals leider nicht viel ändern, aber vielleicht kannst du das, in dem du deine Enttäuschung einfach mal kund tust. Direkt oder im Nebensatz.
Andere werden sicher andere Erfahrungen gemacht haben, hoffe ich, aber ich kann deine Enttäuschung wirklich nachvollziehen, weil ich sie oft erlebt habe. Trotzdem bleibe ich weiter hartnäckig, auch wenn der Großteil unserer „Freundschaften-Erhaltung“ auf mein eigenes Engagement zurückzuführen ist. Enttäuscht und traurig bin ich auch oft darüber, logisch. Doch an den Stellen, wo es zu Herzen geht, sage ich auch schon mal ein Wort. Deine Freundin mag zwar damals eine nette Prognose aufgestellt haben, aber dann soll sie sich ruhig an ihre eigene Nase fassen, denn zu einer Freundschaft gehören immer zwei. Eine Dreisamkeit zu stören ist meiner Ansicht nach kein wirklich handfestes Argument.
LG AmoebeMS
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mici
Ihr habt schon recht. Ich dachte auch, ein klärendes Gespräch würde vieles wieder ins Lot bringen. Aber das war leider nicht der Fall. Ich habe meiner Freundin heulend in den Ohren gelegen, wie sehr ich sie als Freundin also vorallem als Gesprächspartner schätzen und vermissen würde. Ich war Anfang letzten Jahres nicht in der Lage, von mir aus immer wieder einzufordern, dass sie sich mir als Freundin zur Verfügung hält, dabei hätte ich sie so gebraucht. Ich habe ihr mehrmals meine Enttäuschung mitgeteilt und meine Angewiesenheit eingestanden, damit sie sich "kümmert", in dem sie sich meldet. Sie hat auch gesagt, dass sie nicht geahnt hat, dass es mir so schlecht gehe, ich tat ihr leid und es tat ihr leid, dass sie sich nicht öfter gemeldet hat. Sie hat als eine der letzten erfahren, dass meine Tochter auf der Welt ist und sie hat sie als eine der letzten kennengelernt. Sie ist ein sehr schwieriger Mensch, eigentlich sind alle meine Freunde schwierige Menschen, wofür ich sie auch schätze, weil sie nicht langweilig sind und weil sie viele liebenswerten Eigenschaften, Marotten etc. haben. Aber diese Beziehungen haben nur deshalb immer so gut funktioniert, weil ich die Starke war, die über vieles hinweggesehen hat, die nachsichtig war, Brücken gebaut hat, sich nicht zu schade war, immer wieder anzurufen, auch, wenn längst der andere an der Reihe gewesen wäre. Doch seit der PPD ist das irgenwie anders. Ich habe meine eigene Hilfsbedürftigkeit sehr stark zu spüren bekommen und habe gemerkt, das plötzlich keiner mehr da war! Kein Mensch fragt danach, wie es mir wirklich geht, nicht mal meine "beste" Freundin. Ich versteh das nicht. Heute geht es mir ja wieder einigermaßen, obwohl ich doch viel Gesprächsbedarf hätte, aber es bietet sich ja eh keiner an und so behalte ich es lieber für mich. Meine Freundin, die Trauzeugin, kennt mich sehr gut. Ihr könnte ich all die Dinge erzählen, die mich bewegen, ohne Maske und mit der Gewissheit, dass sie mich verstehen würde, aber sie hat sich zurückgezogen. Klar, sie ist selber Single, kinderlos etc., sie fragt sich, welchen Platz sie bei uns noch hat, sie hat, wie gesagt, Angst zu stören etc. Doch ich habe ihr immer wieder versucht zu versichern, dass sie nicht stören würde, wenn sie sich einmal häufiger melden oder einfach vorbeikommen würde. Sie kann nicht über ihren Schatten springen und es wäre mal wieder an mir, einfach selber den Kontakt, wie selbstverständlich aufleben zu lassen, mal wieder über vieles hinwegzugehen, viele Verletzungen unerwähnt zu lassen und einfach zur Tagesordnung überzugehen. Aber ich kann es nicht. Etwas blockiert mich mehr, als ich es je von mir kannte. Dabei vermisse ich sie so.
MICI
MICI
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omi 50
Ja,Ja, die lieben Freunde
wenn du 10 hast must du froh sein wenn ein RICHTIGER darunter ist .
Diese Erfahrung hab ich im Lauf meines Lebens gemacht.
So wie du schreibst liebe Anna habe ich es auch Jahrelang gemacht,alles immer aufrecht erhalten.Mit Einladungen,Anrufen zum Geburstag oder einfach vorbei gehen und einen Strauß Blumen bringen.....(zum Geburtstag)
Und wenn ich Geburtstag hatte dache nur einer daran..(ausser natürlich Familie
)
Die Entäuschung war dann schon da,dachte halt immer so ist das eben.
Doch irgendwann wollte ich auch an Silvester mal wissen wer mir einen Neujahrsgruß schickt wenn ich mich nicht zu erst melde........
Und siehe da keiner von all den" Freunden" die sonst Antworten..Traurig
Von da an habe ich meine Einstellung geändert und immer mehr bemerkt das viele sich nur melden, wenn sie was von mir wollen oder "neugierig sind
eine lange Zeit war ich drüber sehr,sehr Entäuscht,aber mittlerweile nehm ich das ganze mit Humor
Mein Mann und ich müssen schon lachen wenn sich wieder einer nach längerer Zeit bei uns meldet und fragt" na wie gehts euch denn?
es dauer noch zwei drei Sätze und dann kommt schon der Punkt um den es geht......kannst du mir
Lg Omi
wenn du 10 hast must du froh sein wenn ein RICHTIGER darunter ist .
Diese Erfahrung hab ich im Lauf meines Lebens gemacht.
So wie du schreibst liebe Anna habe ich es auch Jahrelang gemacht,alles immer aufrecht erhalten.Mit Einladungen,Anrufen zum Geburstag oder einfach vorbei gehen und einen Strauß Blumen bringen.....(zum Geburtstag)
Und wenn ich Geburtstag hatte dache nur einer daran..(ausser natürlich Familie
Die Entäuschung war dann schon da,dachte halt immer so ist das eben.
Doch irgendwann wollte ich auch an Silvester mal wissen wer mir einen Neujahrsgruß schickt wenn ich mich nicht zu erst melde........
Und siehe da keiner von all den" Freunden" die sonst Antworten..Traurig
Von da an habe ich meine Einstellung geändert und immer mehr bemerkt das viele sich nur melden, wenn sie was von mir wollen oder "neugierig sind
Mein Mann und ich müssen schon lachen wenn sich wieder einer nach längerer Zeit bei uns meldet und fragt" na wie gehts euch denn?
es dauer noch zwei drei Sätze und dann kommt schon der Punkt um den es geht......kannst du mir
Lg Omi
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mici
Hallo Omi,
das ist doch furchtbar! Wie kannst Du das mit Humor nehmen? Genauso ist es bei uns auch! Ich schreibe gerne Karten aus dem Urlaub und bedenke immer alle mit sehr individuellen Karten zu Weihnachten, zum neuen Jahr etc und bekommt weder selber welche, noch oftmals überhaupt eine Antwort, dass meine Karten angekommen sind! Ich finde das in diesen Tagen gerade total tragisch und .... ja, kann mir nicht helfen, die Enttäuschung darüber schlägt gerade so richtig durch!
das ist doch furchtbar! Wie kannst Du das mit Humor nehmen? Genauso ist es bei uns auch! Ich schreibe gerne Karten aus dem Urlaub und bedenke immer alle mit sehr individuellen Karten zu Weihnachten, zum neuen Jahr etc und bekommt weder selber welche, noch oftmals überhaupt eine Antwort, dass meine Karten angekommen sind! Ich finde das in diesen Tagen gerade total tragisch und .... ja, kann mir nicht helfen, die Enttäuschung darüber schlägt gerade so richtig durch!
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omi 50
ja Mici, vor einiger Zeit fand ich das auch noch Furchtbar ....
aber du musst das mit Humor nehmen so lebt sich leichter
weist zu einer Freundschaft gehören Zwei und es kann nicht immer nur von einem ausgehen... der daran arbeitet.
Vielleicht liegt es auch an meinen Alter viele Dinge sieht man anders ....
wir haben in unserere Familie viele Menschen (jung ) verloren..
Da merkt man wie kurz das Leben sein kann. da fing ich an meinLeben zu überdenken,und mich nicht mehr "ausnützten zu lassen. Ich denke mehr an mich- und tue keine Dinge mehr die ich früher nur den anderen zu Liebe getan habe.
Ich fühle mich nicht einsam
denn ich habe eine tolle Familie einen Mann der mein "Freund ist und meine Nina die auch immer für mich da ist zum Reden, denn auch eine Mama hat mal so seine Probleme
LG Omi
aber du musst das mit Humor nehmen so lebt sich leichter
weist zu einer Freundschaft gehören Zwei und es kann nicht immer nur von einem ausgehen... der daran arbeitet.
Vielleicht liegt es auch an meinen Alter viele Dinge sieht man anders ....
wir haben in unserere Familie viele Menschen (jung ) verloren..
Da merkt man wie kurz das Leben sein kann. da fing ich an meinLeben zu überdenken,und mich nicht mehr "ausnützten zu lassen. Ich denke mehr an mich- und tue keine Dinge mehr die ich früher nur den anderen zu Liebe getan habe.
Ich fühle mich nicht einsam
LG Omi
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mici
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omi 50
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AmoebeMS
Mici,
bleib ruhig der Idealist. Warum auch nicht? Nur muss man es tatsächlich irgendwann mit Humor nehmen, so wie Tina! Ich habe gerade jetzt zu Weihnachten mit Erschrecken festgestellt, dass fast alle Grüße per sms oder email kamen. Ebenfalls traurig. Trotzdem mache ich mir die Mühe und bastele Karten! Egal. Solange die Kraft noch gegenüber der Enttäuschung überwiegt, mache ich weiter. Zur Freundschaft gehören immer zwei und manchmal macht der eine mehr als der andere, aber wie lange geht das wirklich gut war für mich immer die Frage.
Was deine Freundin angeht, so kann ich deine Blockade wirklich verstehen. Vielleicht wird dir dein Bauch die Richtung weisen. Du hast ja bereits fast alles Erdenkliche getan, um ihr zu signalisieren, wie es dir geht und was du gerade benötigen könntest. Wenn allerdings sehr wenig zurück kommt, .... nun ja, das musst du leider mit dir selbst ausmachen, was du jetzt unternimmst oder auch nicht. Oder? Lass dir selbst etwas Zeit, sei auch wütend und traurig, dein gutes Recht. Denk in Ruhe drüber nach.
LG Amoebe
P.S. @Omi50 Glaubst du etwa, dass an meinem Geburtstag außer der Familie noch jemand wirklich an mich denkt?
Naja, vielleicht ein oder zwei ganz Liebe, aber diese Hoffnung ist futschikato!
Mein Humor ist jedoch weiterhin ungebrochen, trotz aller Traurigkeit. 
bleib ruhig der Idealist. Warum auch nicht? Nur muss man es tatsächlich irgendwann mit Humor nehmen, so wie Tina! Ich habe gerade jetzt zu Weihnachten mit Erschrecken festgestellt, dass fast alle Grüße per sms oder email kamen. Ebenfalls traurig. Trotzdem mache ich mir die Mühe und bastele Karten! Egal. Solange die Kraft noch gegenüber der Enttäuschung überwiegt, mache ich weiter. Zur Freundschaft gehören immer zwei und manchmal macht der eine mehr als der andere, aber wie lange geht das wirklich gut war für mich immer die Frage.
Was deine Freundin angeht, so kann ich deine Blockade wirklich verstehen. Vielleicht wird dir dein Bauch die Richtung weisen. Du hast ja bereits fast alles Erdenkliche getan, um ihr zu signalisieren, wie es dir geht und was du gerade benötigen könntest. Wenn allerdings sehr wenig zurück kommt, .... nun ja, das musst du leider mit dir selbst ausmachen, was du jetzt unternimmst oder auch nicht. Oder? Lass dir selbst etwas Zeit, sei auch wütend und traurig, dein gutes Recht. Denk in Ruhe drüber nach.
LG Amoebe
P.S. @Omi50 Glaubst du etwa, dass an meinem Geburtstag außer der Familie noch jemand wirklich an mich denkt?
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Feebie
Hallo mici,
also meine beste Freundin hat Anfang des Jahres zu mir gesagt, sie wäre enttäuscht von mir, weil ich nur noch von meinem Sohn reden würde. Sie wüßte wie er schläft, was er ißt und womit er am liebsten spielt und dann auch noch WANN er das alles macht. Sie wüßte überhaupt nichts mehr von mir und was ich so machen würde und das würde sie total nerven.
Ich habe damals angefangen zu weinen, denn meine PPD war gerade erst diagnostiziert, ich hatte frisch mit der Therapie begonnen, mein Sohn war zu dem Zeitpunkt mein Leben, ich hatte kein anderes und dann kommt sie mir mit soetwas...
Fast wäre daran unsere Freundschaft zerbrochen. Und sie würde auch heute nicht mehr bestehen, wenn meine Freundin nicht plötzlich auch schwanger geworden wäre...
Letztens schrieb sie mir in einer E-Mail, das sie bei einem Geburtstag war und es sie total angenervt hätte, das die anderen Frauen (ohne Kinder) nur so oberflächliches Zeug geredet hatten (was sie derzeit gar nicht interessiert). Ach was!!!
Es ist einfach so, Menschen mit und ohne Kinder leben in unterschiedlichen Universen. Ich glaube, nur eine ganz dicke Freundschaft schafft es durch die erste Zeit.
Ich drücke dir die Daumen das es bei euch klappt.
Liebe Grüße,
Feebie
also meine beste Freundin hat Anfang des Jahres zu mir gesagt, sie wäre enttäuscht von mir, weil ich nur noch von meinem Sohn reden würde. Sie wüßte wie er schläft, was er ißt und womit er am liebsten spielt und dann auch noch WANN er das alles macht. Sie wüßte überhaupt nichts mehr von mir und was ich so machen würde und das würde sie total nerven.
Ich habe damals angefangen zu weinen, denn meine PPD war gerade erst diagnostiziert, ich hatte frisch mit der Therapie begonnen, mein Sohn war zu dem Zeitpunkt mein Leben, ich hatte kein anderes und dann kommt sie mir mit soetwas...
Fast wäre daran unsere Freundschaft zerbrochen. Und sie würde auch heute nicht mehr bestehen, wenn meine Freundin nicht plötzlich auch schwanger geworden wäre...
Letztens schrieb sie mir in einer E-Mail, das sie bei einem Geburtstag war und es sie total angenervt hätte, das die anderen Frauen (ohne Kinder) nur so oberflächliches Zeug geredet hatten (was sie derzeit gar nicht interessiert). Ach was!!!
Es ist einfach so, Menschen mit und ohne Kinder leben in unterschiedlichen Universen. Ich glaube, nur eine ganz dicke Freundschaft schafft es durch die erste Zeit.
Ich drücke dir die Daumen das es bei euch klappt.
Liebe Grüße,
Feebie
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Leuchtkäfer
Hallo Ihr alle,
hmm, interessantes Thema.
Mici, mir tut es total leid, daß Dich diese Sache mit Deiner Trauzeugin weiterhin so belastet. Dir scheint so viel an dieser Freundschaft zu liegen, daß es meiner Meinung nach zwei Wege gibt. Erstens, Du sprigst nochmal über Deinen Schatten und meldest Dich, machst Ihr Deine Traurigkeit nochmal klar und hörst Dir ihre Seite an UND ihr macht einen Plan, wie es in der Freundschaft weitergehen soll. Es kann auch sein -und das wäre sicher hart- daß ihr an der Freundschaft nicht mehr liegt, dann müßtest Du sie in Ruhe lassen. Aber das mußt Du eben erst herausfinden.
Nochmal eine Sache zum Karten schreiben und so. Ich bin da auch eher schlecht drin, meine aber nicht, daß ich die wirklichen Freunde deswegen vernachlässige. Es gibt einen ganz treuen, langjährigen Schulfreund, der schreibt aus jedem Urlaub. Ich schaffe das nicht. Ich habe das angesprochen, als ich ihn das letzte Mal gesehen habe und ihm gesagt, wie viel mir das bedeutet und daß ich das nicht machen würde. Er sagte nur, daß er Karten schreiben würde, weil er das mag und nicht, weil er für jede eine zurück erwartet. Das fand ich so toll. Wenn ich dann nämlich mal zu Weihnachten Karten verschicke geht es mir wie Euch und ich bin enttäuscht, wenn nichts zurück kommt.
Das soll jetzt keineswegs heißen, daß Ihr aus den o.g. Motiven Karten schreibt, sondern nur zeigen, daß andere dem einen anderen Wert zumessen.
Meine Freundschaften mußten sich mit Kind auch erst zurechtruckeln. Es bedurzte offener Worte und anscheinend war ich durch die PPD so anders, daß das ach Erklärungen erforderte. Der Prozeß ist auch noch nicht abgeschlossen, mit einigen Freunden sortiere ich mich noch. Ich weiß nur, daß ich keine bessere oder schlechtere Freundin als vor dem Kind bin, sondern anders... mal sehen, was draus wird.
Ich muß auch zugeben, daß Ihr mich sicher, so wie Ihr das beschreibt, auch aus dem Freundeskreis aussortiert hättet, denn ich bin leider auch keine eifrige Freundin, die sich viel meldet.
Liebe Grüße von Leuchtkäfer
hmm, interessantes Thema.
Mici, mir tut es total leid, daß Dich diese Sache mit Deiner Trauzeugin weiterhin so belastet. Dir scheint so viel an dieser Freundschaft zu liegen, daß es meiner Meinung nach zwei Wege gibt. Erstens, Du sprigst nochmal über Deinen Schatten und meldest Dich, machst Ihr Deine Traurigkeit nochmal klar und hörst Dir ihre Seite an UND ihr macht einen Plan, wie es in der Freundschaft weitergehen soll. Es kann auch sein -und das wäre sicher hart- daß ihr an der Freundschaft nicht mehr liegt, dann müßtest Du sie in Ruhe lassen. Aber das mußt Du eben erst herausfinden.
Nochmal eine Sache zum Karten schreiben und so. Ich bin da auch eher schlecht drin, meine aber nicht, daß ich die wirklichen Freunde deswegen vernachlässige. Es gibt einen ganz treuen, langjährigen Schulfreund, der schreibt aus jedem Urlaub. Ich schaffe das nicht. Ich habe das angesprochen, als ich ihn das letzte Mal gesehen habe und ihm gesagt, wie viel mir das bedeutet und daß ich das nicht machen würde. Er sagte nur, daß er Karten schreiben würde, weil er das mag und nicht, weil er für jede eine zurück erwartet. Das fand ich so toll. Wenn ich dann nämlich mal zu Weihnachten Karten verschicke geht es mir wie Euch und ich bin enttäuscht, wenn nichts zurück kommt.
Das soll jetzt keineswegs heißen, daß Ihr aus den o.g. Motiven Karten schreibt, sondern nur zeigen, daß andere dem einen anderen Wert zumessen.
Meine Freundschaften mußten sich mit Kind auch erst zurechtruckeln. Es bedurzte offener Worte und anscheinend war ich durch die PPD so anders, daß das ach Erklärungen erforderte. Der Prozeß ist auch noch nicht abgeschlossen, mit einigen Freunden sortiere ich mich noch. Ich weiß nur, daß ich keine bessere oder schlechtere Freundin als vor dem Kind bin, sondern anders... mal sehen, was draus wird.
Ich muß auch zugeben, daß Ihr mich sicher, so wie Ihr das beschreibt, auch aus dem Freundeskreis aussortiert hättet, denn ich bin leider auch keine eifrige Freundin, die sich viel meldet.
Liebe Grüße von Leuchtkäfer
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Vicky
Hallöle,
das sich die Freundschaften verändern ist richtig bei mir auch und ich muß sagen, dass das auch gut so ist, denn ich verändere mich und meine Bedürfnisse.
Manche Freundschaften werden bei mir tiefer, andere oberflächlicher, manche gehen und ich habe neue Frauen mit Kind kennengelernt.
Das ist aus meiner Sicht der natürliche Lauf.
Die Freunde, die ich heute habe werden in 10 Jahren sicher auch nur noch teilweise da sein, aber dann lerne ich neue kennen.
Ich bin aber auch jedes Mal furchtbar traurig, wenn Freunde wegziehen etc.
Zum Kartenschreiben: Ich hab dieses Jahr zum ersten Mal allen geschrieben und war furchtbar stolz!!!
Zuvor fand ich das zum Kotzen, wenn jemand schreibt und sofort und Danke erwartet.
Laßt den anderen die Freiheit selbst zu entscheiden, wann sie wem was an Zuwendung geben.
Denkt daran, daß auch die anderen Probleme haben, arbeiten müssen etc. .
Ich sehe das nicht so verkrampft, da ich viele Freunde habe, viele Freundschaften pflege, kommt immer auch von irgendwoher was zurück.
Ich fixier mich nicht mehr auf 2 Personen, das hab ich als Kind gemacht und es hat sich als nicht gut erwiesen.
Lockerlassen, wieder an neuer Stelle aktiv werden, mehr kann ich nicht dazu sagen.
Auch Freundinnen sind teilweise Lebensabschnittsgefährtinnen wie man so schön sagt und manchmal frischt sich plötzlich altes wieder auf.
Vicky
das sich die Freundschaften verändern ist richtig bei mir auch und ich muß sagen, dass das auch gut so ist, denn ich verändere mich und meine Bedürfnisse.
Manche Freundschaften werden bei mir tiefer, andere oberflächlicher, manche gehen und ich habe neue Frauen mit Kind kennengelernt.
Das ist aus meiner Sicht der natürliche Lauf.
Die Freunde, die ich heute habe werden in 10 Jahren sicher auch nur noch teilweise da sein, aber dann lerne ich neue kennen.
Ich bin aber auch jedes Mal furchtbar traurig, wenn Freunde wegziehen etc.
Zum Kartenschreiben: Ich hab dieses Jahr zum ersten Mal allen geschrieben und war furchtbar stolz!!!
Zuvor fand ich das zum Kotzen, wenn jemand schreibt und sofort und Danke erwartet.
Laßt den anderen die Freiheit selbst zu entscheiden, wann sie wem was an Zuwendung geben.
Denkt daran, daß auch die anderen Probleme haben, arbeiten müssen etc. .
Ich sehe das nicht so verkrampft, da ich viele Freunde habe, viele Freundschaften pflege, kommt immer auch von irgendwoher was zurück.
Ich fixier mich nicht mehr auf 2 Personen, das hab ich als Kind gemacht und es hat sich als nicht gut erwiesen.
Lockerlassen, wieder an neuer Stelle aktiv werden, mehr kann ich nicht dazu sagen.
Auch Freundinnen sind teilweise Lebensabschnittsgefährtinnen wie man so schön sagt und manchmal frischt sich plötzlich altes wieder auf.
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mici
Hallo,
erstmal bin ich etwas beruhigt, dass sich auch bei anderen die Sache mit den Freundschaften nach der Geburt eines Kindes nicht nur als Selbstgänger herausstellt. Aber irgendetwas sträubt sich in mir, diese Tatsache in den Zusammenhang mit der Geburt zu stellen. Mein Eindruck ist, dass die Freundschaft, die ich zu besagter Trauzeugin hatte, sich einfach nicht als krisenfest erwiesen hat. Und das schmerzt. Wann immer sie in den letzten Jahren in den Seilen hing, aus ihrem "Loch" nicht herauskam (sie hat auch schon seit Jahren mit Depressionen zu tun), stand ich ihr zur Verfügung. Wir haben viel geredet, viel gelacht, manchmal zusammen geweint, wir haben viele gemeinsame Erfahrungen gemacht, haben viele gemeinsame Bekanntschaften, über die wir uns austauschen konnten, mit denen wir teilweise auch gemeinsame Dinge unternommen hatten usw. Eine ganz normale Freundschaft eben. Ich hing sehr an ihr, hab viel an sie gedacht, sie war täglich in meinem Leben, aber ich war nicht krankhaft auf sie fixiert. Es war ein ausgewogenes Verhältnis und ich weiß, dass auch sie das so empfunden hat.
Aber eben nach der Geburt, als es mir drei Monate später so schlecht ging, war klar, dass sie nicht diejenige sein würde, die mir aus meinem Loch heraushelfen würde. Ich habe sie darum gebeten, für mich da zu sein. "Kannst Du bitte vorbeikommen, mir gehts nicht gut, ich brauche jemandem zum Reden." Unmissverständlich. Sie kam auch, aber es war keine Herzlichkeit, keine Anteilnahme. Sie hat mir das Gefühl vermittelt, dass sie meine Schwierigkeiten, die sich ja tatsächlich auf die Geburt und die Zeit mit Kind bezogen, sowieso nicht nachvollziehen kann, weil sie schließlich kinderlos ist. Sie hat es auch nicht versucht. Sie hat nicht einmal gefragt, wie es mir wirklich geht. Ich weiß nicht warum. Wenn ich sie gefragt habe, warum, hat sie gesagt, es läge daran, dass sie zu meiner Situation nichts sagen könne. Sie hätte ja auch gar nichts sagen müssen. Zuhören hätte mir gereicht. Ich bin einfach unglaublich traurig darüber, dass ich nach ZEHN Jahren, die wir uns kennen, jetzt die Erfahrung machen muss, dass sie, wenn es hart auf hart kommt, nicht für mich da sein kann. Ist dieser Wunsch vermessen? Wofür sonst taugen echte Freundschaften? Wann avanciert jemand von einem bloßen Bekannten zu einem echten Freund? Das manifestiert sich doch erst in Krisenzeiten, oder sehe ich das falsch? Woher wisst Ihr, dass Euch Eure Freunde in Zeiten der Krise nicht verlassen werden? Mich hat es eiskalt erwischt, ich hätte ihr das nicht zugetraut. Sie wird ihre Gründe haben, sagt meine Therapeutin und genau darüber bin ich am Verzeifeln. Weil sie mir diese ganz offensichtlich vorenthält, oder sie sie mir nicht verständlich machen kann (vielleicht, weil sie sie selber nicht weiß??!) Ich merke nur, wie sie ins geheim denkt: Wusste ich doch: Kinder verändern die Freundschaften! Und ich spüre, wie unrecht sie damit hat, denn nur die PPD war es, der unsere Freundschaft zum Opfer gefallen ist. Aber sie gibt mir keine Chance, ihr das zu erklären.
Wir haben gerade keinen KOntakt (wie ihr Euch denken könnt), es ist aber nicht so, dass wir uns mutwillig nicht bei dem anderen melden. Sie hatte vor Weihnachten auf der Arbeit sehr viel Stress und wir haben Anfang Dez telefoniert, dass sie sich melden würde, wenn es ruhiger ist. Sie wusste von uns, dass wir über WEihnachten udn Syl. nicht in HH sein würden, also hat sich noch nicht so richtig die Gelegenheit ergeben, sich zu melden. Von beiden Seiten aus nicht. Aber ich weiß, dass sie sich auf absehbare Zeit auch nicht melden würde, weil sie wieder mal denkt, zu stören, bei Kind und Dipl.-Arbeit und sonst. Terminen oder was weiß denn ich. Also kann ich es tun und sie wird sich freuen, von mir zu hören, wir werden wieder schnell über ihre Situation sprechen, ich muss für mich entscheiden, ob ich mich erneut offenbare und meine Enttäuschung preisgebe, oder ob ich die Starke mime.
@Vicky: Ich schreib auch gerne Karten, ohne eine zurückzuerwarten. Ich weiß schon, dass das nicht jedermanns Sache ist. Es macht nur so deutlich, gerade, wenn man an dem Punkt zur Zeit sehr verletztlich ist, dass es eben niemanden so richtig gibt, den ich als richtigen Freund bezeichnen kann. Die eine oder andere Karte würde darüber wenigstens etwas hinwegtäuschen. Und ich muss außerdem sagen, dass ich es überhaupt nicht leisten könnte, viele verschiedene Freundschaften gleichzeititg zu pflegen. Ich habe vielleicht drei, max. vier Freunde und da zähle ich die Trauzeugin noch mit ein. Bis vor meiner Krise war ich damit völlig ausgelastet, hab niemanden weiteres vermisst.
Der Kontakt zu anderen Müttern, der sich erst mit der Geburt des eigenen Kindes ergeben hat, ist für mich kein Ersatz. Ich habe mit vielen der Mütter wirklich nichts gemeinsam, außer die Tatsache, selber ein Kind geboren zu haben. Und: Den Begriff `Lebensabschnittsgefährte` finde ich ganz schlimm! Sorry, wenn ich das so drastisch ausdrücke, aber mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass jede Freundschaft von vorneherein nur für einen Lebensabschnitt gedacht sein könnte, macht doch jede Form von Beziehung im Kern betrachtet unverbindlich. So sehe ich das. Das heißt nicht, dass ich unbedingt vom Gegenteil ausgehe und jede Beziehung gleich für die Ewigkeit führen will, aber ich rege mich immer so über den Begriff auf, weil er für mich signalilsiert, dass man einfach in Kauf nimmt, wenn Freunde kommen und Freunde gehen.
@Leuchtkäfer: Deine zwei Wege zeigen mir sehr gut, was ich machen kann. Ich weiß, dass Ihr was an der Freundschaft zu mir liegt. Aber ich merke eben, wie ich gerade für mich einen Weg finden muss, den Kontakt zu ihr wieder herzustellen in dem Bewusstsein, dass ich bei der nächsten Krise wieder nicht auf sie werde zählen können. Das macht mich etwas mutlos. Auch, wenn es mir gelingen würde, mit ihr wieder unbeschwert durch krisenfreie Zeite zu gehen, so fühlt es sich für mich doch etwas nach einer Freundschaft "mit angezogener Handbremse" an. Im Übrigen glaube ich, ist es eher umgekehrt, Du würdest mich nicht als Deine Freundin haben wollen, weil Du meine hohen Ansprüche kennst und Angst hättest, ihnen nicht gerecht zu werden. So geht es ja vielen mit mir.
@Feebie: Wahrscheinlich hast Du damit recht, dass Mütter und NIcht-Mütter in verschiedenen Universen leben. Aber um genau darüber hinwegzutäuschen, hab ich meiner Freundin gegenüber das Thema Kind immer versucht, völlig auszuklammern, bzw. nur die unbeschwerten Dinge zu erwähnen, an denen sie auch als NIcht-Mutter ihre Freude hatte. Ich mochte ihr gegenüber nicht mehr zugeben, dass mich der Schlafmangel heimsucht, wie ein Hammerschlag. Sie hat es mir eh schon immer aus dem Munde genommen: "Oh, Du siehst abgespannt aus, naja, die Nächte sind sicher anstrengend, da ist es sicher besser, wenn wir abends nicht mehr so lange telefonieren. Meld Dich wieder, wenn es ruhiger ist". Dabei waren auch die Tage anstrengend, aber sie konnte mich wohl nicht aushalten, so angestrengt!
@Amoebe: Mir geht es nicht darum, auf "vielen Hochzeiten zu tanzen". Ich weiß schon, dass vieles mit Kind genauso gut geht, wie ohne Kind. Man muss halt ein bisschen besser planen können, gelassener sein etc. Das ist eigenetlich gar nicht mein Problem. Ich will schlicht und einfach meine Freundin zurück und muss vielleicht gerade einsehen, dass es diese Freundin, so wie ich sie mir ausgemalt hatte, gar nie gegeben hat!
M.
erstmal bin ich etwas beruhigt, dass sich auch bei anderen die Sache mit den Freundschaften nach der Geburt eines Kindes nicht nur als Selbstgänger herausstellt. Aber irgendetwas sträubt sich in mir, diese Tatsache in den Zusammenhang mit der Geburt zu stellen. Mein Eindruck ist, dass die Freundschaft, die ich zu besagter Trauzeugin hatte, sich einfach nicht als krisenfest erwiesen hat. Und das schmerzt. Wann immer sie in den letzten Jahren in den Seilen hing, aus ihrem "Loch" nicht herauskam (sie hat auch schon seit Jahren mit Depressionen zu tun), stand ich ihr zur Verfügung. Wir haben viel geredet, viel gelacht, manchmal zusammen geweint, wir haben viele gemeinsame Erfahrungen gemacht, haben viele gemeinsame Bekanntschaften, über die wir uns austauschen konnten, mit denen wir teilweise auch gemeinsame Dinge unternommen hatten usw. Eine ganz normale Freundschaft eben. Ich hing sehr an ihr, hab viel an sie gedacht, sie war täglich in meinem Leben, aber ich war nicht krankhaft auf sie fixiert. Es war ein ausgewogenes Verhältnis und ich weiß, dass auch sie das so empfunden hat.
Aber eben nach der Geburt, als es mir drei Monate später so schlecht ging, war klar, dass sie nicht diejenige sein würde, die mir aus meinem Loch heraushelfen würde. Ich habe sie darum gebeten, für mich da zu sein. "Kannst Du bitte vorbeikommen, mir gehts nicht gut, ich brauche jemandem zum Reden." Unmissverständlich. Sie kam auch, aber es war keine Herzlichkeit, keine Anteilnahme. Sie hat mir das Gefühl vermittelt, dass sie meine Schwierigkeiten, die sich ja tatsächlich auf die Geburt und die Zeit mit Kind bezogen, sowieso nicht nachvollziehen kann, weil sie schließlich kinderlos ist. Sie hat es auch nicht versucht. Sie hat nicht einmal gefragt, wie es mir wirklich geht. Ich weiß nicht warum. Wenn ich sie gefragt habe, warum, hat sie gesagt, es läge daran, dass sie zu meiner Situation nichts sagen könne. Sie hätte ja auch gar nichts sagen müssen. Zuhören hätte mir gereicht. Ich bin einfach unglaublich traurig darüber, dass ich nach ZEHN Jahren, die wir uns kennen, jetzt die Erfahrung machen muss, dass sie, wenn es hart auf hart kommt, nicht für mich da sein kann. Ist dieser Wunsch vermessen? Wofür sonst taugen echte Freundschaften? Wann avanciert jemand von einem bloßen Bekannten zu einem echten Freund? Das manifestiert sich doch erst in Krisenzeiten, oder sehe ich das falsch? Woher wisst Ihr, dass Euch Eure Freunde in Zeiten der Krise nicht verlassen werden? Mich hat es eiskalt erwischt, ich hätte ihr das nicht zugetraut. Sie wird ihre Gründe haben, sagt meine Therapeutin und genau darüber bin ich am Verzeifeln. Weil sie mir diese ganz offensichtlich vorenthält, oder sie sie mir nicht verständlich machen kann (vielleicht, weil sie sie selber nicht weiß??!) Ich merke nur, wie sie ins geheim denkt: Wusste ich doch: Kinder verändern die Freundschaften! Und ich spüre, wie unrecht sie damit hat, denn nur die PPD war es, der unsere Freundschaft zum Opfer gefallen ist. Aber sie gibt mir keine Chance, ihr das zu erklären.
Wir haben gerade keinen KOntakt (wie ihr Euch denken könnt), es ist aber nicht so, dass wir uns mutwillig nicht bei dem anderen melden. Sie hatte vor Weihnachten auf der Arbeit sehr viel Stress und wir haben Anfang Dez telefoniert, dass sie sich melden würde, wenn es ruhiger ist. Sie wusste von uns, dass wir über WEihnachten udn Syl. nicht in HH sein würden, also hat sich noch nicht so richtig die Gelegenheit ergeben, sich zu melden. Von beiden Seiten aus nicht. Aber ich weiß, dass sie sich auf absehbare Zeit auch nicht melden würde, weil sie wieder mal denkt, zu stören, bei Kind und Dipl.-Arbeit und sonst. Terminen oder was weiß denn ich. Also kann ich es tun und sie wird sich freuen, von mir zu hören, wir werden wieder schnell über ihre Situation sprechen, ich muss für mich entscheiden, ob ich mich erneut offenbare und meine Enttäuschung preisgebe, oder ob ich die Starke mime.
@Vicky: Ich schreib auch gerne Karten, ohne eine zurückzuerwarten. Ich weiß schon, dass das nicht jedermanns Sache ist. Es macht nur so deutlich, gerade, wenn man an dem Punkt zur Zeit sehr verletztlich ist, dass es eben niemanden so richtig gibt, den ich als richtigen Freund bezeichnen kann. Die eine oder andere Karte würde darüber wenigstens etwas hinwegtäuschen. Und ich muss außerdem sagen, dass ich es überhaupt nicht leisten könnte, viele verschiedene Freundschaften gleichzeititg zu pflegen. Ich habe vielleicht drei, max. vier Freunde und da zähle ich die Trauzeugin noch mit ein. Bis vor meiner Krise war ich damit völlig ausgelastet, hab niemanden weiteres vermisst.
Der Kontakt zu anderen Müttern, der sich erst mit der Geburt des eigenen Kindes ergeben hat, ist für mich kein Ersatz. Ich habe mit vielen der Mütter wirklich nichts gemeinsam, außer die Tatsache, selber ein Kind geboren zu haben. Und: Den Begriff `Lebensabschnittsgefährte` finde ich ganz schlimm! Sorry, wenn ich das so drastisch ausdrücke, aber mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass jede Freundschaft von vorneherein nur für einen Lebensabschnitt gedacht sein könnte, macht doch jede Form von Beziehung im Kern betrachtet unverbindlich. So sehe ich das. Das heißt nicht, dass ich unbedingt vom Gegenteil ausgehe und jede Beziehung gleich für die Ewigkeit führen will, aber ich rege mich immer so über den Begriff auf, weil er für mich signalilsiert, dass man einfach in Kauf nimmt, wenn Freunde kommen und Freunde gehen.
@Leuchtkäfer: Deine zwei Wege zeigen mir sehr gut, was ich machen kann. Ich weiß, dass Ihr was an der Freundschaft zu mir liegt. Aber ich merke eben, wie ich gerade für mich einen Weg finden muss, den Kontakt zu ihr wieder herzustellen in dem Bewusstsein, dass ich bei der nächsten Krise wieder nicht auf sie werde zählen können. Das macht mich etwas mutlos. Auch, wenn es mir gelingen würde, mit ihr wieder unbeschwert durch krisenfreie Zeite zu gehen, so fühlt es sich für mich doch etwas nach einer Freundschaft "mit angezogener Handbremse" an. Im Übrigen glaube ich, ist es eher umgekehrt, Du würdest mich nicht als Deine Freundin haben wollen, weil Du meine hohen Ansprüche kennst und Angst hättest, ihnen nicht gerecht zu werden. So geht es ja vielen mit mir.
@Feebie: Wahrscheinlich hast Du damit recht, dass Mütter und NIcht-Mütter in verschiedenen Universen leben. Aber um genau darüber hinwegzutäuschen, hab ich meiner Freundin gegenüber das Thema Kind immer versucht, völlig auszuklammern, bzw. nur die unbeschwerten Dinge zu erwähnen, an denen sie auch als NIcht-Mutter ihre Freude hatte. Ich mochte ihr gegenüber nicht mehr zugeben, dass mich der Schlafmangel heimsucht, wie ein Hammerschlag. Sie hat es mir eh schon immer aus dem Munde genommen: "Oh, Du siehst abgespannt aus, naja, die Nächte sind sicher anstrengend, da ist es sicher besser, wenn wir abends nicht mehr so lange telefonieren. Meld Dich wieder, wenn es ruhiger ist". Dabei waren auch die Tage anstrengend, aber sie konnte mich wohl nicht aushalten, so angestrengt!
@Amoebe: Mir geht es nicht darum, auf "vielen Hochzeiten zu tanzen". Ich weiß schon, dass vieles mit Kind genauso gut geht, wie ohne Kind. Man muss halt ein bisschen besser planen können, gelassener sein etc. Das ist eigenetlich gar nicht mein Problem. Ich will schlicht und einfach meine Freundin zurück und muss vielleicht gerade einsehen, dass es diese Freundin, so wie ich sie mir ausgemalt hatte, gar nie gegeben hat!
M.
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Leuchtkäfer
Liebe Mici,
das war aber ein langer Beitrag, es beschäftigt Dich wohl gerade sehr.
Ich finde auch, daß sich in Kriesenzeiten zeigt, wer ein wirklicher Freund ist und werd nicht. Es ist tatsächlich eine sehr schlimme Erfahrung, sich helfsbedürftig zu zeigen und dann eine Abfuhr zu bekommen. Vor allem, wenn Du es so klar formuliert hast, wie Du schreibst. Ich verstehe auch, daß egal wie es weitergeht, Dein Vetrauen zu dieser Freundin einen Knacks bekommen hat. Auch der Satz Deiner Therapeutin hilft meiner Meinung nach nicht wirklich weiter. Was für Gründe soll sie denn haben? Neid, Eifersucht, Wut, übertriebene Vorsicht oder was. Diese Aussage läßt zuviel Raum für Grübeleien und schiebt meinem Emfpinden nach Dir etwas die Schuld zu: "Weil mici jetzt ein Kind hat, hat ihre Freundin Gründe, sich so zu verhalten". Das finde ich eine ganz schöne Last und sicher auch nicht wahr. Genausowenig wie eine partnerschaftliche Beziehung nur wegen einem der beiden kriselt, ist es doch bei einer Freundin.
Würde es Dir helfen, Deine Freundin mal mit zur Therapeutin zu nehmen? Würde sie das mitmachen? Vielleicht wäre das eine Idee, warum sollen immer nur Lebenspartner mitkommen? Freunde sind doch auch Partner im Leben.
Ja, mici, ich hätte als Freundin Angst for Deinen hohen Ansprüchen, was mich aber von einer Freundschaft, die offen geführt wird, nicht abhalten würde. Du mußt in einer Freundschaft/Beziehung Deine Bedürfnisse und Ansprüche äußern dürfen, die anderen müssen aber auch äußern dürfen, wenn das für ihre Kräfte zuviel verlangt ist. Das heißt, ein Hilfsangebot sollte von einer Freundin ehrlich gemeint sein, es darf aber auch sein, daß sie sagt, bis hierhin, sonst wird es mit zuviel. Auch da muß es Kompromisse geben. Mit Deinem Mann klappt das anscheinend prima, der weiß Dich da anscheinen zu nehmen.
Eine wünschenswerte Reaktion Deiner Freundin wäre vielleicht gewesen, zu sagen, daß sie das alles nicht verstehen, kann, weil es ihrer Meinung nach alles mit der Geburt zusammenhängt, daß Du ihr deswegen sagen darfst, was Du von ihr erwartest (in den Arm genommen, getröstet zu werden, Dir Leona mal ne Stunde abnehmen, mal was für Dich kochen, Dir stundenlang zuhören). Dann hätte sie vielleicht gesagt: Ich traue mich nicht, Leona zu nehmen, wir gehen aber zusammen mit ihr mal weg. Oder ja, ich tröste Dich, ich koche Dir Grießbrei, aber mir stundenlang etwas über Kinder anhören, das wäre mit zuviel, ich kann mich da nicht hineinversetzen. Das meine ich mit gegenseitigen Bedürfnissen und Grenzen in einer Freundschaft. Ich habe nur eine Person, der gegenüber ich so offen sein kann und das auch erst seit der PPD. Es ist eine schöne Erfahrung.
Wenn Du Lust hast, zu telefonieren, ruf an. Ich drücke Dich,
Leuchtkäfer
das war aber ein langer Beitrag, es beschäftigt Dich wohl gerade sehr.
Ich finde auch, daß sich in Kriesenzeiten zeigt, wer ein wirklicher Freund ist und werd nicht. Es ist tatsächlich eine sehr schlimme Erfahrung, sich helfsbedürftig zu zeigen und dann eine Abfuhr zu bekommen. Vor allem, wenn Du es so klar formuliert hast, wie Du schreibst. Ich verstehe auch, daß egal wie es weitergeht, Dein Vetrauen zu dieser Freundin einen Knacks bekommen hat. Auch der Satz Deiner Therapeutin hilft meiner Meinung nach nicht wirklich weiter. Was für Gründe soll sie denn haben? Neid, Eifersucht, Wut, übertriebene Vorsicht oder was. Diese Aussage läßt zuviel Raum für Grübeleien und schiebt meinem Emfpinden nach Dir etwas die Schuld zu: "Weil mici jetzt ein Kind hat, hat ihre Freundin Gründe, sich so zu verhalten". Das finde ich eine ganz schöne Last und sicher auch nicht wahr. Genausowenig wie eine partnerschaftliche Beziehung nur wegen einem der beiden kriselt, ist es doch bei einer Freundin.
Würde es Dir helfen, Deine Freundin mal mit zur Therapeutin zu nehmen? Würde sie das mitmachen? Vielleicht wäre das eine Idee, warum sollen immer nur Lebenspartner mitkommen? Freunde sind doch auch Partner im Leben.
Ja, mici, ich hätte als Freundin Angst for Deinen hohen Ansprüchen, was mich aber von einer Freundschaft, die offen geführt wird, nicht abhalten würde. Du mußt in einer Freundschaft/Beziehung Deine Bedürfnisse und Ansprüche äußern dürfen, die anderen müssen aber auch äußern dürfen, wenn das für ihre Kräfte zuviel verlangt ist. Das heißt, ein Hilfsangebot sollte von einer Freundin ehrlich gemeint sein, es darf aber auch sein, daß sie sagt, bis hierhin, sonst wird es mit zuviel. Auch da muß es Kompromisse geben. Mit Deinem Mann klappt das anscheinend prima, der weiß Dich da anscheinen zu nehmen.
Eine wünschenswerte Reaktion Deiner Freundin wäre vielleicht gewesen, zu sagen, daß sie das alles nicht verstehen, kann, weil es ihrer Meinung nach alles mit der Geburt zusammenhängt, daß Du ihr deswegen sagen darfst, was Du von ihr erwartest (in den Arm genommen, getröstet zu werden, Dir Leona mal ne Stunde abnehmen, mal was für Dich kochen, Dir stundenlang zuhören). Dann hätte sie vielleicht gesagt: Ich traue mich nicht, Leona zu nehmen, wir gehen aber zusammen mit ihr mal weg. Oder ja, ich tröste Dich, ich koche Dir Grießbrei, aber mir stundenlang etwas über Kinder anhören, das wäre mit zuviel, ich kann mich da nicht hineinversetzen. Das meine ich mit gegenseitigen Bedürfnissen und Grenzen in einer Freundschaft. Ich habe nur eine Person, der gegenüber ich so offen sein kann und das auch erst seit der PPD. Es ist eine schöne Erfahrung.
Wenn Du Lust hast, zu telefonieren, ruf an. Ich drücke Dich,
Leuchtkäfer