ich habe etwas Angst vor morgen. Ich werde, nachdem ich gerade eine Woche weg war von zu Hause, das erste Mal seit ich im November aus der KLinik kam, einen Tag alleine mit meinem Kind sein. Ich habe Sorge davor, daß ich nicht gut auf seine Bedürfnisse und seine Aktionen reagieren kann.
Was, wenn er nicht gut ißt, was wenn er viel weint, was, wenn ich doll genervt bin? Ich fühle mich schon wieder als schleche Mutter, die nicht mit ihrem Kind sein will.
ABER... ich habe mir gesagt, daß es normal ist, nach so einer langen Zeit Sorgen zu haben, daß es nicht schlimm ist, wenn dieser erste Tag chaotisch wird, daß er nicht verhungern wird.
Ich habe wieder einen Tagesplan geschrieben, habe mir überlegt, was wir essen, wann wir das einkaufen gehen und wann Zeit für spontane Sachen bleibt. Für nachmittags habe ich mich zu einem Spaziergang verabredet und für das Mittagsschläfchen von meinem Sohn habe ich mir schon einen schönen Kaffee und eine Zeitschrift besorgt.
Es tut gut, in der Therapie etwas gelernt zu haben, nicht mehr hilflos zu sein und wegen so einer Situation nicht gleich wieder in ein Loch zu fallen.
Etwas Angst habe ich trotzdem...
Liebe Grüße von Leuchtkäfer